20.1.2010:

Oh la la. Da hat es eine zünftige Watschen für den UN-Klimarat IPCC gesetzt.

Der IPCC zieht – angeblich – nur Studien heran, die seriös publiziert und von anerkannten Wissenschaftlern inhaltlich bestätigt wurden. Das nennt man dann „peer reviewing“.

Der IPCC ist im allgemeinen Klimawahn vor einiger Zeit auch mit der Ankündigung hausieren gegangen, bis 2035 seien im Himalaya sämtliche Gletscher geschmolzen.

Da das dem kanadischen Wissenschaftler Cogley spanisch oder besser indisch (s. Herrn Pachauri) vorkam, googelte er drei Tage und stellte fest, dass Hintergrund der Ankündigung EIN Interview war, das ein indischer Gletscherforscher 1999 dem Magazin „New Scientist“ m. W. unter Bezugnahme auf eine Studie des russischen Gletscherpapstes Kotlyakov aus 1996  gegeben und dabei übrigens von der dessen Meinung nach 2350 drohenden Eisfreiheit auf dem Dach der Welt erzählt hatte.

Darauf der indische Umweltminister Ramesh mit der lapidaren Erklärung, "die Prognose 2035 basiert nicht auf einem Jota wissenschaftlicher Belege."

Der IPCC-Chef Pachauri fiel zunächst nach Art des Hauses über die Kritiker her wie eine Bulldogge, musste dann aber kleinlaut zurückrudern als sich die Fakten nicht mehr leugnen ließen und verkündete dann, man werde das „jetzt genau prüfen“.

Keine Frage, man kann sich im Eifer des Gefechts mal täuschen.

Ich unterstelle hier aber in Ansehung der oben erwähnten "Tricks" einfach mal, dass die günstig-ungünstigen Himalaya-News mehr oder minder ungeprüft übernommen wurden, weil sie so schön ins allgemeine Horrorszenario passten.

Wäre der umgekehrte Schluss gezogen worden etwa in Richtung "Loitz, is´ nich´ so wild mit die Gletschers", hätte man den Autor zweifelsohne wissenschaftlich korrekt viviseziert und die Ergebnisse durch 400 Filter gejagt, um uns dann zu erklären, dass das ja gar nicht sein könne.

Prickelnd bei der ganzen Sache ist, dass die Gletscherregion des Himalaya DAS Wasserreservoir für Hunderte Millionen Menschen ist und man als Normalsterblicher in diesem Fall auch eine besonders gewissenhafte Prüfung der Gefahren durch den IPCC voraussetzt.

Ist aus mir nicht bekannten (aber durchaus prognosefähigen) Gründen nicht geschehen.

Zu stinken beginnt die Kiste aber so richtig, wenn man sich vergegenwärtigt, dass aufbauend auf der Schlussfolgerung "Hasta la vista Gletscher 2035"  unter anderem die EU Millionenbeträge für eine Studie bezahlte, die ein indisches Institut namens TERI zur Frage relativ kurzfristig abschmelzender Himalaya-Gletscher durchführen sollte. 

TERI? Kommt einem bekannt vor. Jep - siehe oben.

Ich schließe diesen Artikel an dieser Stelle erst mal ab, mir fällt keine Formulierung für diese Globalverarschung ein. Cui bono? Dazu hatte ich ja bereits was gesagt.

Nota bene: Die Sauerei ist ja, dass Heerscharen seriös arbeitender Wissenschaftler mit einem extrem wichtigen Anliegen durch Herrschaften wie den indischen Bimbes-Jongleur ebenso diskreditiert werden wie ihre zweifelsohne richtigen und wichtigen Arbeiten.

Ist der Kesseldruck in dieser Brance aber so hoch, dass sich niemand aus der zweiten Reihe traut, mit dem Finger auf die Saboteure seriöser Klimawissenschaft zu zeigen und "Haltet den Dieb" zu rufen? Anscheinend ja. Ich befürchte allmählich, dass es mit einer reinen Abberufung des Herrn P. nicht getan sein wird, so notwendig das jetzt aber mal zu sein scheint.

 

29.1.2010:

Und jetzt melden sich auch noch muslimische Intellektuelle zu Wort, um den Ungläubigen die islamischen Leviten zu lesen. 

Abgesehen davon, dass hier ungeniert die Ölkeule geschwungen wird, fand ich Folgendes auch schön:

"...Wenn die Menschheit zudem erkennt, dass sich Wohlstand nicht daran misst, wie hoch die Wolkenkratzer der Metropolen in den Himmel hinaufragen und wie aufwendig die Touristenhotels gestaltet sind, sondern mindestens in gleichem Maße an schonendem Umgang mit der Natur, an sauberer Luft und trinkbarem, reichlich vorhandenem Grundwasser, können gerade die Muslime in Regionen, die diesbezüglich ohnehin an die Grenzen des Erträglichen gelangt sind, demonstrieren, dass begrenzte Ressourcen kein Manko an Lebensqualität darstellen müssen...".

Das richtet sich wohl primär an die westlichen (Öl-)"Abnehmerstaaten" bzw. deren Bevölkerung, was nicht ganz unpikant ist.

Äh, wie hoch war noch mal der "Burj Chalifa"?

Und wenn mich nicht alles täuscht, segelt die Scheiße vor dem Hamas-eigenen Gaza-Streifen kilometerweit ins Mittelmeer hinaus und das obwohl u.a. die EU jede Menge Kohle für die Renovierung des palästinensischen Abwasserkanalsystem bereitgestellt hatte.

Im Übrigen - wer macht hier jetzt ein fettes Religionsfass auf in einer Frage, bei der der religiöse Background soviel Bedeutung haben sollte wie die Temperatur des Mittelstrahls?

 

9.2.2010:

Der Spiegel berichtet online, dass der illustre Herr Pachauri mittlerweile auch den Profis auf die Nerven geht.

So monierten Größen wie Prof. Hartmut Graßl, Direktor des Hamburger Max-Planck-Instituts für Meteorologie, der Leiter des Instituts für Küstenforschung am GKSS-Forschungszentrum in Geesthacht, Hans von Storch und Prof. Dr. Ottmar Edenhofer vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) "Schlampereien" und - voila - "Interessenverquickung". Pachauri sei verantwortlich dafür, dass die Glaubwürdigkeit des IPCC den Bach hinunter gehe, Pachauri sei "eine Belastung" und schade dem Gremium.

O-Ton Pachauri auf Rücktrittsforderungen: "Ich bin unsinkbar".

So wie die Titanic.

 

10.2.2010:

Der Vizepräsident des Europäischen Instituts für Klima und Energie (EIKE), Michael Limburg, teilte mittels Leserbriefs am 7.2.2010 mit, Phil Jones habe zugegeben, dass nur zehn bis 20 Prozent der Erdoberfläche überhaupt eine Erwärmung gezeigt hätten.

Die daraus extrahierte Erwärmung sei - zumindest für die achtziger Jahre - gefälscht, was - vom IPCC - unabhängige Wissenschaftler für Neuseeland, Australien, Russland, China, die USA sowie weite Teile von Kanada und Südamerikas ermittelt hätten.

Zu Afrika könne man schlichtweg nichts sagen, da es dort viel zu wenig Messstationen gebe.

Die von Menschen (angeblich) gemachte Erwärmung könne sich also nur auf Europa beziehen und ein Blick auf die Karte belege, was Europa insgesamt gesehen flächenmäßig ausmache.

Der tropische Regenwald sei auch nicht wegen irgendwelcher Klimaänderungen vom Aussterben bedroht, sondern schlicht wegen des Holzeinschlags und im Übrigen stütze sich der IPCC bei zahlreichen seiner Papiere einfach auf Vorlagen des WWF, Greenpeace oder anderer Umweltvereinigungen.

Hier geht es nicht darum, einem fröhlichen "Weiter so" das Wort zu reden, aber was sich hier so peu à peu offenbart, macht einen sprachlos, zumal die vorausgegangene (und nunmehr wohl beendete) Erfolgsgeschichte selbsternannter Klimaretter  ob der globalen Wirkung entfernt an "Des Kaisers neue Kleider" oder den liebenswerten alten Spruch "Fresst Scheiße, 100 Millionen Fliegen können sich nicht irren" erinnert.

Und hey, wo ist eigentlich Al Gore?

 

22.4.2010:

Dem IPCC wurde jetzt auch nachgewiesen, dass er bei der Bedrohung Bangla Deshs durch ansteigende Ozeane schlampig recherchiert hat.

Da jedes Jahr etwa eine Milliarde Tonnen Gestein (eine Menge also, die man schon mal übersehen kann) aus dem Himalaya von Bangla-Deshs Flüssen ins Meer expediert werden und die Küste auf Grund der Ablagerungen schon seit mehreren tausenden Jahren (also vernachlässigbar) umgemodelt wird , hat sich eine Art Damm im Küstenbereich gebildet, der selbst dann nicht für nennenswerte dauerhafte Überflutungen sorgen würde, wenn der Meeresspiegel um einen Meter anstiege.

Der IPCC hatte eine Überflutung von 17% des Gebietes von Bangla-Desh und Flüchtlingsströme biblischen Ausmaßes prognostiziert.

Also schon wieder eine Monsterpanne.

Und jetzt ist auch noch die Rede davon, dass die Behauptungen des IPCC zu angeblichen Auswirkungen der Klimaänderung auf den Amazonas-Regenwald a) auf keineswegs gegen-geprüften WWF-Papieren beruhen sollen und b) der WWF direkt vom Handel mit CO2-Emissionszertifikaten profitieren würde.

Allmählich weiß ich wirklich nicht mehr, ob ich weiter das oben angestimmte hohe Lied der Klima-Kellerasseln und Klima-Frontschweine singen soll, die von Pachauri & Friends ebenso verschaukelt werden wie ich als tumber Tagesschau-Konsument.

Kann das alles noch Zufall sein?

 

20.12.2010:

Was war? Cancun.

Weiß noch jemand, was dabei herausgekommen ist? Keine Bange, damit steht man nicht allein.

Die Begrenzung auf 2° Celsius wurde bekräftigt, bis 2050 hat eine "substantielle Verringerung der Treibhausgasbelastung" zu erfolgen, Näheres dazu nach einem der feudalen Abendessen in Durban 2011.

Ab 2020 jährlich 100 Milliarden in den "Green Climate Fund". Betroffene Staaten sollen schauen, dass sie mit den Erwärmungsfolgen irgendwie klar kommen ("Cancún Adaptation Framework"), wirtschaftliche Habenichtse sollen die Abholzung drosseln unter "angemessener Unterstützung durch die Industrieländer" und die Kyoten wollen ihre CO2- Emissionen bis 2020 um 25 - 40% unter die von 1990 drücken.

Nicht gefeiert wurde übrigens ein grüner Meilenstein - das Ende der Glühbirne in Europa, hurra.

Seit 1.9.2009 ist es bekanntlich aus mit der 100-Watt-Birne, seit 1.9.2010 bleibt nun auch die 75-Watt-Birne dunkel.

Man hat die Leute nicht überzeugt, man hat verboten.

Glühbirnen = Reiter der Apokalypse.

Jüngst hat das Umweltbundesamt berichtet, man solle Kinder und Schwangere von Energiesparlampen (Fachbegriff "Kompaktleuchtstofflampen") fernhalten. Gehen die kaputt, setzen sie Quecksilber in die Raumluft frei, was dann dazu führt, dass die Quecksilberbelastung um das 20-fache über dem Richtwert von 0,35 Mikrogramm/Kubikmeter liegt. Man fordert jetzt sicherere Lampen.

So ist das eben mit dem Klimaschutz, alles eine Frage der Prioritäten.

Und noch was - ein funktionierendes Rücknahmesystem für die Kompaktleuchtstofflampen gibt es noch nicht, weshalb meiner unmaßgeblichen Meinung nach Tonnen von quecksilbergefüllten Birnen im Restmüll landen oder auf die Deponie zur korrekten Entsorgung gefahren werden.

Mit dem Auto versteht sich.

P.S: Für die Energiesparlampen hat man übrigens eine eigene gesetzliche Regelung auf EU-Ebene geschaffen. Elektrogeräte dürfen nicht mehr als 0,1 Gewichtsprozent Quecksilber enthalten. Das gilt aber nicht für die Energiesparlampe, weil man diese Grenze nicht einhalten kann. Man fordert also nicht die Hersteller, sondern reicht das Risiko an den Verbraucher weiter. Ist ja auch für einen guten Zweck. Sonst fällt uns morgen der Himmel auf den Kopf.

 

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