WM-Tagebuch 2022

 

22.11.2022:

Eigentlich hatte ich nicht vor, auch nur ein weiteres Tagebuch dieser Art zu führen, aber diese heute von ntv als "dreckig" bezeichnete WM weist bereits zu Beginn derart viele absurde Kuriositäten auf, dass ich ein kurzes Tagebuch führen werde. Um nicht zu vergessen.

Und hier weißt du gleich, woher der Wind weht:

Gott, ist das peinlich.

Aber jetzt:

Was soll man machen mit diesem Danaer-Geschenk der FIFA?

Stockkonservatives Land mit einer ebensolchen brutalen islamischen Führung ohne jede Toleranz für das, was sich der Westen über Jahrhunderte erkämpft hat, Leichenberge, keinerlei Erfahrung mit diesen Megaevents, etwa 95° C um die Mittagszeit, Stromverbrauch zur Herstellung menschenwürdiger Temperaturen wie die gesamten USA in fünf Jahren, was soll da Gescheites rauskommen?

Zum Narren gemacht hat sich der DFB jedenfalls postwendend.

Bierverbot im Stadion kam nach einer Anlaufzeit von mehreren Monaten unmittelbar vor dem ersten Anpfiff, die One-Love-Kapitänsbinde, deren Tragen Manuel "The Brain" Neuer vollmundig angekündigt hatte - ebenso kurz vorher verboten. Großes Galama und Zurückrudern, schwächliche Rückzugsgefechte à la man dürfe das jetzt nicht auf dem Rücken der Spieler abreiten, also weiter, weiter, ihr Hunnen, im Turnier bis zum allfälligen Rausschmiss.

In diese Scheiße hat sich der DFB aber ganz alleine geritten, jede Diskussion ist überflüssig.

Hugo Lloris hat gesagt, man erwarte in Europa, dass sich Gäste an die Regeln halten, jetzt gelte das in Katar eben auch, Ende der Diskussion.

Ganz so flach darf man den Ball aber nicht halten.

Hier besteht nämlich keine Äquidistanz.

Reisen Fußballfans aus aller Welt an, dann hat man mit einem Tsunami an Personen und Äußerungen zu rechnen, wobei etwa 95% dieser Personen in etwa die gleichen Vorstellungen teilen, weil seit der Aufklärung viele Jahre vergangen sind, in denen man die Freiheit des Individuums sukzessive entwickelt hat, weil nur das ein selbstbestimmtes Leben garantiert. Ist demnach in den allermeisten Staaten dieser Erde kein Problem, auch wenn man im eigenen Vorgarten rituelles Witwenverbrennen, Hängen von Homosexuellen oder Enthaupten von Ehefrauen nicht als schrullige lokale Folklore durchgehen lassen würde, die Leute sich ansonsten austoben können.

It´s the soccer, stupid.

Im Islam ist das wiederum alles eher unbekannt, daher auch der Hinweis auf fehlende Äquidistanz.

Wir sprechen hier nämlich  - nur - von T-Shirts, Aufnähern und Binden, die sich gerade gegen Gewalt, Hass und Unterdrückung positionieren und ausgerechnet die sollen verboten werden. Schon zu viel für diese verbohrten Islamisten, die das natürlich nicht selbst exekutieren (wie in Fällen unbotmäßig auftretender Frauen), sondern die FIFA als Sprachrohr benutzen.

Die FIFA hatte das also offensichtlich mit den Kataris im Vorfeld so auch abgesprochen.

Ein weiterer stinkender Haufen, den die FIFA produziert hat, denn eigentlich sollte sie ja die Rahmenbedingungen für die Durchführung des Turniers vorgeben, insbesondere dann, wenn man beabsichtigt, das Turnier in einem Land mit einer Steinzeitideologie durchzuführen. Marokko hat sich in der Vergangenheit insgesamt vier Mal vergeblich beworben und ich wette, da wäre das dann mit Kapitänsbinden nicht so gelaufen.

Folglich oletet mal wieder Pecunia nicht, aber ich schweife ab.

Der DFB musste wissen, dass das Krach gibt. Er hat trotzdem auf besagte Binde gesetzt, ohne sich auf die zu erwartende Reaktion vorzubereiten und eine Strategie für das Echo zurechtzulegen.

Zieht man durch und reist gegebenenfalls ab vielleicht mit Nachzieheffekt auf andere Ländern oder dreht man wie geschehen bei? Man hat sich für Letzteres und damit für die dümmstmögliche Vorgehensweise entschieden.

Richtig wäre gewesen, entweder das ganze Vielfalt-Tralalala von vornherein ganz zu lassen, weil die Kataris das Tragen der Binde niemals zulassen würden, dann hätte man sich den Vorwurf des Schwanzeinziehens eingehandelt, stünde jetzt aber nicht vor der Scherben dieser Tiger-zu-Bettvorleger-Nummer. Oder man hätte es durchgezogen, aber dazu reicht es bei diesen Lauchzwiebeln niemals, anders als bei den tapferen Iranern, die keinen Zweifel ließen, was sie vom blutigen Vorgehen ihrer Mörderregierung halten. 

Jetzt ist der DFB zwangsläufig wehrlos auch bei anderen zu erwartenden Schikanen der Kataris, die jetzt wissen, mit welchen Weißbrötchen sie es zu tun haben.

Und daher kommt ein Tweet wie der nachfolgende nicht von ungefähr, bitte auf die Zahl der Likes kucken.

د. نايف بن نهار (@binnahar85) twitterte um 7:49 PM on Mo., Nov. 21, 2022:
As a Qatari I’m proud of what happened.
I don’t know when will the westerners realize that their values aren’t universal. There are other cultures with different values that should be equally respected.

Let’s not forget that the West is not the spokesperson for humanity.
(https://twitter.com/binnahar85/status/1594764842220617728?t=VTYrxPV7s05uoG32aRgIKA&s=03

Allerdings sollte jetzt auch dem letzten Traumtänzern klar sein, mit welchem das Turnier tragenden und repräsentativen Gedankengut man es in dieser Ecke der Welt zu tun hat. Die hatten niemals vor, sich an der Verbesserung des Zusammenlebens oder auch nur an dem zu beteiligen, was wir hier für richtig und wichtig halten, werden aber von unserer großzügigen Regierung massenhaft importiert.

Und auch deshalb gibt es dieses Tagebuch. 

   

 

Nun hat die WM ihren ersten Knaller. Eben haben die Argentinier mit 1:2 gegen die krassen Außenseiter aus Saudi-Barbaria verloren. Zu sehen war das Spiel im Free-TV aber nicht. 

22.11.2022

 

Rewe beendet nach dieser Kapitänsbinden-Nummer die Zusammenarbeit mit den Luftpumpen vom DFB.

Und jetzt kommt der Clou. Die Zusammenarbeit wäre sowieso Ende des Jahres ausgelaufen und darüber hatte Rewe den DFB schon im Oktober informiert, ganz ohne One Dingens Love und Katar.

Clever gemacht.

22.11.2022 

 

 

Noch Fragen?

World Cup: Qatar won't allow cooked Kosher food, public Jewish prayer

Jewish organizations claim that Qatar is breaking its promise on allowing any cooked Kosher food to be sold at FIFA World Cup.

22.11.2022

 

 

Der DFB-Medienchef hat sich geäußert. Das hat mich natürlich interessiert, aber dann die erste böse Überraschung. DFB-Mediendirektor ist Steffen "Ohrenkrebs" Simon!

Ich hatte gehofft, dass wir ihn nach seiner Verrentung beim Buntfernsehen endgültig los sind, er ist das Synonym für die gruseligsten Fußballkommentare seit dem NDR-Vulkan Fritz Klein.  Legendär seine Fähigkeit, etwa 98% aller Aktionen auf dem Platz falsch einzuschätzen.

Nun gut, wie man weiß, ist der DFB die Resterampe für diesen und jenen, also warum nicht Herr Simon?

Kernbotschaft: "Wir sind nicht eingeknickt vor der FIFA. Wir haben zwar die Binde verloren, aber nicht unsere Werte".

Aha. Na, dann habt ihr es ihnen aber gegeben. Diese ominösen Werte erinnern an bestimmte Pilzarten, die man düngt und im Dunkeln hält. Dolle Sache das und die Binde vor den Augen muss halt reichen.

22.11.2022  

 

 

1:2 gegen Japan, der nächste Knaller der WM, bei der übrigens Spiele 100 statt 90 Minuten dauern. Der Unterschied zu den Argentiniern besteht darin, dass die schon vorher gewonnen hatten, so dass denen so was nicht mehr passiert und sie um ein Tor beschissen wurden.  

Lachnummer. Ich möchte nicht wissen, was die Franzosen oder die Engländer mit unseren Buben heute gemacht hätten, von den Spaniels ganz zu schweigen.

Aber wer nicht verinnerlicht, dass man bei einer WM mit lauter hochmotivierten Teams nur wenige Chancen bekommt und die reinmachen MUSS und wer nach 50 Minuten aufhört, Fußball zu spielen, der muss sich nicht wundern.

Was beelendet sind nicht nur die schrecklichen Stürmerqualitäten und die Löcher in der Abwehr, sondern die mentale Stabilität, die völlig fehlt. Die Japaner kamen aus der Kabine und schickten dann alles auf den Platz, was keine Daumen an den Füßen hat und einigermaßen geradeaus schießen kann. Die wollten gewinnen, das merkte man. Unsere Pussys haben es jedenfalls bemerkt und sich gefügt. Wie so oft seit 2014.

Wenn man der Scheiße etwas Gutes abgewinnen will, dann den Umstand, dass die vorher schon mal für danach geübt haben.

Mal was Ketzerisches.

Früher konnten die deutschen Kicker regelmäßig ihren Gegenspielern körperlich, aber mehr noch nervlich-mental auf den Kopf spucken, was Gary Lineker zu seiner fassungslosen fussballphilosophischen Erklärung nötigte. Vorbei.

Heute herrscht allgemein und speziell im Sturm Zwergen-Konjunktur und es rumpelt trotzdem genauso wie dazumal.

Irgendwie hat der deutsche Fußball vor 15 Jahren das nervlich-mentale, aber auch das körperliche Wachstum eingestellt, anders sind die beiden hoffnungslos überschätzten Herren Gnabry und Werner (verletzt fehlend, ich weiß, er gilt aber nicht umsonst als Chancentod) nicht zu erklären. Ob es mit Kompensation zu tun hat, dass sie dauernd über das Tor schießen, weiß ich nicht. Was ich weiß, dass a) Serge Gnabry nicht nur einen Meter zu kurz ist, sondern auch optisch jedenfalls 10 kg zu schwer erscheint und b) die Franzosen jede Menge tolle Techniker haben, vorne gleichwohl auf die Kante Giroud setzen und der hat es ihnen auch gleich gedankt. So eine Kante haben wir auch, der saß aber erst mal draußen.

Ausnehmen möchte ich den jungen Musiala, der hat gezeigt, dass er es drauf hat, der darf auch vorbei oder drüber schießen, die Zukunft gehört eindeutig ihm. Ihm fehlen aber Nebenspieler, die auf die Zugehörigkeit zur Generation Schneeflöckchen pfeifen und keine Einlagen in den Hosen benötigen. Die hatten wir mal.    

Wir bräuchten einen fußballerischen Karl Martell, die letzten dieser Art waren Bastian Schweinsteiger und Miro Klose. 

Also: Alle Lineker-Sprüche zum Ende von Fußballspielen gegen die Hunnen und Bonmots wie die, dass Deutschland erst geschlagen ist, wenn abgepfiffen wird, befinden sich unwiderruflich auf dem Müllhaufen der Geschichte.

Ich bin fürs erste bedient, auch wenn es eine fantastische Nachricht gab - unsere übergewichtige, überhebliche und geradezu grotesk fehlgekleidete Innenministerin hat in der VIP-Lounge DIE BINDE getragen, hipp hipp, kotz. Fakt ist nämlich, dass sich da einige Burnusheinis an ihr vorbeidrängten und genauso charmant lächelten wie Herr Infantino mit einem Gesichtsausdruck, der mir jedenfalls sagt, dass die die Dame nicht ansatzweise ernst genommen haben nach dem Motto, lass die Alte spinnen, die schneiden wir aus den Spielberichten eh raus, die Chinesen haben schon bewiesen, wie man so etwas macht. Und zu befürchten hatte Faeser - eingehüllt in ihren ministeriellen Drachenpanzer -  anders als der Depp von der Straße eh nichts, es müffelt folglich ein wenig nach Gratismut, dem Mut der Deutschen 2022.  So gesehen spiegelt die Nationalmannschaft - erneut - den Zustand des ganzen Landes und umgekehrt.

Und das hier ...

haben wir uns redlich verdient.

24.11.2022

 

 

BILD berichtet, 9,23 Mio Zuschauer hätten das Japan-Spiel am TV gesehen. 2018 habe keines drei Spiele der Teutonen unter 25 Mio gelegen. Auch die Uhrzeit - 14:00 Uhr - ist es nicht.

BILD: "Bei der WM in Südafrika 2010 startete das zweite Gruppenspiel der DFB-Elf gegen Serbien (0:1) um 13.30 Uhr – 22 Mio. Zuschauer schalteten den Fernseher ein. Acht Jahre zuvor bei der WM 2002 in Japan und Südkorea schauten 15,7 Millionen Anhänger das finale Gruppenspiel gegen Kamerun (2:0). Anstoß war ebenfalls schon um 13.30 Uhr."

Gekaufte WM in einem Land aus der Steinzeit, Gekicke der Mannschaft zum Abgewöhnen und dieses ewige und nervende Klimbim um "One Love", das einem auch außerhalb der Spiele im Studio löffelweise in die Ohren geschmiert wird - kein Wunder geht das den Leuten gehörig auf die Nüsse.

Und sie merken, dass man vor Ort gratismutig Trara macht gegen den Steinzeitislam, bei uns aber "Nazi" krakeelt, wenn du darauf hinweist, dass in manchen Parallelgesellschaften die Verhältnisse herrschen, gegen die unsere guten Menschen in Katar protestieren.

24.11.2022 

 

 

Da hat sie wohl recht.

Anabel Schunke (@ainyrockstar) twitterte um 5:50 PM on Mi., Nov. 23, 2022:
Zeit zu gehen, wenn man jetzt sogar von diesen Leuten da lächerlich gemacht wird https://t.co/cDV0FRCSm4
(https://twitter.com/ainyrockstar/status/1595459686836441089?t=u1ZIYFBw5Ex9QUoIf_2V1A&s=03

24.11.2022

 

 

Die tapferen Söhne Saladins eliminieren Kreuzfahrer wo sie sie sehen. Man kann nicht vorsichtig genug sein.

24.11.2022

 

 

Ein trauriger Zwischenruf.

Das Hutzel 🇩🇪 (@das_hutzel) twitterte um 10:49 AM on Do., Nov. 24, 2022:
Fußball war einmal etwas, das uns verbunden hat. Wir haben gemeinsam gefiebert, gefeiert, getrauert, und getrunken. Wir waren alle einfach Deutsche. Selbst das ist kaputt und das macht mich unendlich traurig. Alles, was uns eint, wird zerstört... https://t.co/NNdQJEEGak
(https://twitter.com/das_hutzel/status/1595716335895547905?t=3RjSis8PRhZTsM0gTmbvIw&s=03

24.11.2022

 

 

Sach ma, sitzt da Edgar Davids neben Louis van Gaal auf der Bank? Falls ja, dann muss man feststellen, dass der Kerl noch mit 80 wie eine Dynamitstange wirken wird.

25.11.2022

 

 

Meine Weltmeischterle der Herzen sind bislang die Amis.

Die haben heute gegen England gespielt und sind dabei über den Platz geflitzt wie verrückte Wüstendschinns.

Klasse! Tor sollte nicht sein, dafür hätten die Engländer kurz vor dem Ende noch ein dann unverdientes Kopfballtor durch Kane erzielt, aber wie die Blauen die Favoriten durcheinanderwirbelten mit diesem nie versiegenden Willen, den ich schon bei früheren Turnieren festgestellt habe, hat mir gefallen, zumal sie fußballerisch unter Berhalter deutlich besser geworden sind. Und das nicht nur, weil Weston McKennie durch die harte Schalker Schule gegangen ist, was sicher auch dafür verantwortlich war, dass er nach etwa einer halben Stunde aus 7 Metern übers Tor gebombt hat.

25.11.2022

 

 

Offener Antisemitismus und keinen stört´s.

Sarah Cohen-Fantl (@SarahFantl) twitterte um 5:38 PM on Sa., Nov. 26, 2022:
Wenn israelische Sportjournalisten in Katar ihrer Arbeit nachgehen möchten: https://t.co/TGNd8RZKNP
(https://twitter.com/SarahFantl/status/1596543985694162948?t=oFbF7FM-OVs0wemH3vraIQ&s=03

26.11.2022

 

Das Salz in der Suppe sind auch Mannschaften wie die Kanadas. Sie haben zwar gestern 1:4 von den abgezockten Kroaten auf die Mütze bekommen, lagen aber tatsächlich in Führung und haben vollkommen unbeschwert aufgespielt. Es machte Spaß, diesen Jungs beim Jonglieren zuzuschauen, auch wenn sie nachher Opfer ihrer mangelnden Erfahrung wurden.

28.11.2022

 

 

Die Marokkaner haben Belgien 2:0 besiegt und ihre Landsleute haben daraufhin in Brüssel die Sau rausgelassen.

Johannes Boie (@johannesboie) twitterte um 7:20 PM on So., Nov. 27, 2022:
Der Hass in #Brüssel zeigt erneut: Viele Menschen identifizieren sich null mit dem europäischen Land, in das sie oder ihre Eltern eingewandert sind. Es geht entweder nur starker Sozialstaat – oder offenes Einwanderungsland. Nicht beides gleichzeitig. @BILD https://t.co/e4fPmTm8YO
(https://twitter.com/johannesboie/status/1596931982642094080?t=OAVmN-MSZEe65LKKtREuoQ&s=03

Es kommt einem vor wie ein Menetekel, die Marokkaner gewinnen gegen überalterte, antriebslose Belgier und das hier meint Ruud Koopmans dazu

28.11.2022

 

Volle Rehabilitierung! Das war ganz stark gegen Spanien nach dem Motto, du hast keine Chance, aber nutze sie.

Klar kam anfangs Turboscheiberln bei den Spaniern, um den verunsicherten Teutonen gleich mal klarzumachen, wo der Hammer hängt, aber nach eine Unsicherheitsphase fingen sich die Jungs und entwickelten mit extremer Laufbereitschaft massiven Gegendruck.

Rüdiger stand tatsächlich abseits beim 1:0, aber auch das sorgte nicht für Verunsicherung, sondern für ein trotziges jetzt erst recht. Die Jungs waren hochkonzentriert und robust. gingen jedem Ball nach und spielten es auch gut nach vorne, aber da fehlte mal wieder die Durchschlagskraft mit Müller als einziger Spitze.

Nach dem 1:0 durch Morata war ich mir sicher, das war es, jetzt müssen die Jungs hinten mehr öffnen, aber Flicks Einwechslungen waren dieses Mal wirklich gut. Sané brachte neuen Wind, Schlotterbeck hatte die Nullnummer gegen Japan verdaut und gebracht hat es dann die Kante. Füllkrug setzte alles ein, was er hatte und jagte den  Ball unhaltbar ins lange Eck unter die Latte, mehr als verdient! Und sie da, bei den Spaniels setzte das Zittern ein, es sollte dann aber auch nicht sein.  

Sollten wir gegen die Ticos gewinnen und die anderen beiden machen es unter sich ab, dann sind wir raus, aber anders als ich das nach dem Japan-Spiel für möglich gehalten hätte mit erhobenem Haupt.

„Sun“: „Superjoker Füllkrug hält Deutschlands WM-Hoffnungen am Leben. An einem Abend, an dem wir erwartet hatten, den Deutschen zum „Auf Wiedersehen“ zu winken, haben sie einfach ihre uralte Widerstandsfähigkeit gezeigt."

28.11.2022 

 

 

Jetzt haben wir unseren ersten Skandal.

Sandro Wagner hat als Co-Kommentator während des Spanienspiels gesagt: „Fans sind auch wieder da. Habe auch schon ein paar Deutschlandfans gesehen, die lautstark anfeuern. Vorhin habe ich gedacht, die ganze Kurve ist Deutschland, voller Deutschland Fans. Dann habe ich erst gemerkt, das sind die katarischen Bademäntel.“

Die Bademäntel sind die arabischen Thoben. 

Rassismus-Shitstorm und nach gutem deutschem Brauch ist Herr Wagner vermutlich jetzt erledigt.

28.11.2022

 

 

Die üblichen Verdächtigen positionieren sich. Brasilien ist ebenso wie Portugal und Frankreich nach einem Sieg am zweiten Spieltag weiter. Spanien hat es vermutlich ebenso geschafft wie England, Argentinien und die Holländern. Wir müssen nachsitzen.

29.11.2022

 

 

Andrew Hammel @AndrewHammel1

Tonight there will be a soccer match fraught with intense political overtones, as teams from two nations which fear and despise each other meet for fateful encounter which may lead to riots and diplomatic crises. The other match is the USA v. Iran.

Iran - USA, aufgeladene Begegnung und mit 0:1 zieht der Iran den Kürzeren, die US-Boys im Achtelfinale, der Iran raus. Auf dem Platz ging es zeitweise relativ derb zu, aber man merkte, dass keiner eskalieren wollte. Sofortiges Shakehands, kein Gemecker, keine Forderung nach einer Karte. Das war ein heißes Duell, wie es sein sollte. Ein Unentschieden wäre im Übrigen durchaus leistungsgerecht gewesen, die USA können den gleichzeitigen Ausfall von McKennie, Pulisic und Sargent (noch) nicht kompensieren und mussten in der zweiten Hälfte mauern. Ging gut und so ist Fußball, geil eben.

Und unsere Cousins haben mit 3:0 kurzen Prozess mit den Walisern gemacht. Torschütze neben Rashford Phil Foden, der sein erstes Spiel von Anfang an machte, vermutlich wurde der Druck auf Southgate zu groß.

30.11.2022

 

Wer wollte ihm da widersprechen?

30.11.2022

 

 

Es ist bisher nur ein Wispern, aber auf mich macht Manuel Neuer nicht mehr den souveränen Eindruck von früher. Er ist und bleibt die Nummer Eins, aber wenn man Neuer an Neuer misst, dann war das schon mal etwas besser und mehr rocher-de-bronze-mäßig.

30.11.2022  

 

 

Gefällt mir. Deschamps bietet gegen die Tunesier in einem außergewöhnlichen Arroganzanfall sein B- und C-Team auf und verliert 0:1, obwohl er schließlich doch seine Juwelen auf den Platz geschickt hat. Ich dachte immer, es sei besser, ein Team im Turnier wachsen zu lassen, aber nun gut, ich versteh ja auch nix.

Und hätten die "überaus sympathischen und fairen Dänen" (1982 lässt grüßen) auch nur ein Tor gegen die Socceroos geschossen, dann wären zwar weder sie noch die Aussies im Achtelfinale (sondern Tunesien), aber sie hätten nicht als geheimer Geheimfavorit (und jetziger Gruppenletzter) auf den Titel mit einem lausigen Punkt die Segel ins ferne Danmark gesetzt. Kann uns auch noch passieren, aber uns hat eh keiner auf der Liste.

30.11.2022

 

 

bett1.de wirbt mit dem schmissigen Slogan "Wir sind Matratze". "Wir sind Banane" träfe es besser. Die Schaumstoffhirne haben Werbung geschaltet zur WM, die wie folgt abläuft: Weißer Hintergrund und nacheinander die schwarz geschriebenen Sprüche "gegen Homophobie", "gegen Rassismus", "gegen Frauenfeindlichkeit", "für Diversität". Dann wird die Site bett1.de eingeblendet. Was für ein Kracher, ich hoffe, die haben nicht allzu viel an die Werbeagentur gezahlt. Ich denke bei Rassismus auch gleich an Kopfkissenbezüge und umgekehrt. Oder ist das ein mutiges Statement gegen die FIFA und Katar, nach dem Motto, die pennen da ohnehin nicht auf Matratzen und wenn doch, dann nicht auf unseren? Absicht und Wirkung bleiben dunkel. Und das ist gut so.

30.11.2022   

 

 

Kommt der klassische 9er wieder? Ich hätte nichts dagegen. Die Franzosen haben es mit Giroud vorgemacht, die Deutschen haben mit Füllkrug nachgezogen und heuer kam in der zweiten Hälfte für die Belgier Lukaku auf den Platz, der im Benelux getrost als Gebirge gelten kann. Der hätte allein drei Tore machen können, einmal war der Pfosten im Weg und deshalb fahren jetzt nicht die Kroaten nach Hause, sondern eben die Roten Pygmäenteufel.

Aber man hat gesehen, dass diese Spieler Räume schaffen und Verteidiger anziehen. Hansi Flick macht es - typisch teutonisch - wieder einmal ganz anders und schickt gegen die Ticos Müller statt Füllkrug in den Sturm, obwohl er Kimmig auf hinten rechts stellt, damit Flanken vorprogrammiert sind und Müller seit Menschengedenken nicht mehr getroffen hat, obwohl wir dringend Tore brauchen. Geht das schief, war es der Trainer.

1.12.2022  

 

 

Aus, aus, aus, das Spiel ist aus, Deutschland ist ... nicht im Achtelfinale. Sondern am Ende und zwar ganz und gar. Nach der Entwicklung seit 2018 das Ende einer großen Fußballnation.

Blamiert durch diese Binden-Tiger-Bettvorleger-Posse, blamiert durch zwei Spiele, die die Unzulänglichkeiten, Versäumnisse und Fehler des Trainers und seines Teams gnadenlos offenlegten und zwar gegen  zweitklassige Gegner. Fünf Gegentore in drei WM-Vorrundenspielen in einer Gruppe mit nur einem Weltklassegegner ist normalerweise die Bilanz eines chancenlosen Teams und sie beweist, dass wir, ausgerechnet wir eine drittklassige Verteidigung haben.

Was in der zweiten Halbzeit trotz Führung speziell in der Abwehr los war, verdient selbst den Begriff Hühnerhaufen nicht. Im Mittelfeld kein Chef, kein Kontrolleur, niemand, der der Spiel lenkt. Ich frage mich, wie Gündogan zu seinem Ruf kommen konnte, die anderen sind talentierte Mitläufer, mehr nicht. Wird´s eng, siehst du nichts von ihnen. Einzig der junge Musiala hält die Hoffnung auf die Zukunft lebendig, er sich reingehängt hat, das war aller Ehren wert.  

Dann der Trainer. Es kamen wie prognostiziert die Flanken in den Strafraum, aber da wartete nur Chancentod Müller, der seinem Namen alle Ehre machte und jetzt wohl zu Recht abtritt, wenn man seine Worte aus dem Interview nach dem Spiel richtig interpretiert. Füllkrugs Einwechslung offenbarte die Gefahr, die er ausstrahlt und vor allem bindet er ein bis zwei Verteidiger und schafft so Räume. Ansonsten war der Sturm wie immer talentiert, aber durchschlagsarm, auch hier nur talentierte aber überschätzte junge Leute.

Ich habe mich die ganze Zeit gefragt, gegen wen die eigentlich gewinnen wollen, wenn sie weiterkommen.

Basti Schweinsteiger hat es richtig analysiert. Verteidigung außer Rüdiger nicht internationale Klasse, keine Robustheit speziell in der Abwehr, im Mittelfeld kein Lenker und keine Kontrolle, überhaupt fehlte ihm das vorbehaltlose Brennen. 

Jetzt das alles auf das Binden-Gedöns zu schieben ist wohlfeil, aber billig. Es erklärt auch nicht den Abstieg über vier Jahre.

Und niemand braucht auf Spanien deuten. Wir hatten es selbst in der Hand. Es ist nachvollziehbar, wenn die sich mit dem zweiten Platz abfanden, weil es dann in der nächsten Runde gegen Marokko geht. Nachvollziehbar ist aber auch, dass ich mir ab einem bestimmten Zeitpunkt wünschte, es möge beim 2:1 für Japan gegen die Spanier bleibt und bei unserem 1:2 gegen die Ticos, dann wären die Spaniels nämlich auch nach Hause gefahren. Und so gesehen war jedes Tor unserer Mannschaft zwischen dem 1:2 und dem 4:2 zum Schluss eine weitere Versicherung für die Spanier, sich nicht mehr zu sehr ins Zeug zu legen.

2.12.2022  

 

 

Katar wie es leibt und lebt. Die beste WM ever, weißte.

Drangsalieren, Homophobie, Rassismus, Antisemitismus, alles offen ausgelebt in dieser Shithole-Ecke unserer schönen Welt. Wie man in diese Vorhölle für alles Unangepasste und Nichtmuslimische in Urlaub fahren kann, wird mir ewig ein Rätsel bleiben. 

" ... Etliche Fans der deutschen Fußball-Nationalmannschaft müssen ihre WM-Tickets verfallen lassen, weil sie Probleme mit den Einreisegenehmigungen für Katar haben. Rund 30 Fälle seien der deutschen Fanbotschaft bekannt, wie Sprecher Philipp Beitzel bestätigte. Die Fans fürchten, dass sie auf sämtlichen Kosten, unter anderem für Flüge und Hotels, sitzen bleiben, sollte es keine schnelle Lösung geben.

"Das ist eine große Problematik für die Fans. Für uns ist unklar, woran das liegt. Ob es zum Beispiel technische Gründe sind. Das können wir nicht feststellen", sagte Beitzel. Zugleich bemängelte er: "Die Informationen an die Personen, die betroffen sind, fließen eher spärlich." Die betroffenen Fans hätten "ihre Anträge oftmals schon vor Wochen gestellt", diese seien bislang aber ohne Begründung nicht bearbeitet worden....".

Nachträglich werden diese Jungs froh gewesen sein, dass es nicht geklappt hat.

Und vom DFB hast du hier auch nichts gesehen oder gelesen. One Käse.

2.12.2022

 

 

Ich denke, man kann feststellen, dass es Oliver Bierhoff, ein dauerlächelndes Teflonwesen, nicht kann. Nach dem ganzen Geblubber, der Tiger-Bettvorleger-Nummer jetzt dieser peinliche Versuch, die eigene Blamage wegzuschieben. Natürlich ist das "in der sportlichen Analyse jetzt kein Aspekt", aber das hat ja auch keiner behauptet. Wie der DFB vor und in Katar agiert hat, ist eine weitere Blamage gewesen, neben der sportlichen.

2.12.2022

 

 

 

Wie ich spät erfahre, trägt auch Schalke 04 sein gerüttelt Maß an Schuld am Ausscheiden.

In der 90. Minute musste Morata aus fünf Metern nur noch einnetzen, doch Yoshida bekam die Fußspitze schnell genug hoch genug und spitzelte die Pille weg. Yoshida? Jepp, der Yoshida von Schalke, der als ziemlich langsam gilt. Nicht, wenn es um Nippons Ehre geht.

2.12.2022

 

 

Guido Buchwald ist wieder da, mein Gott, ist der normal.

2.12.2022

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