69733501_2775637432468705_364477796686233600_n.jpg

11.9.2019

 

 

 „Es ist keine Entschuldigung, rechtsradikal zu wählen, weil der Bus nicht fährt.“

Wie KGE - im Rahmen ihrer intellektuellen Möglichkeiten - die Probleme dieses Landes gestern mal zusammenfasste am Beispiel der Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg.

11.9.2019

 

 

 

Grandioser Text zu den letzten beiden Wahlergebnissen in Sachsen und Brandenburg und zur Wählerbeschimpfung durch öffentlich-rechtlich gepamperte ignorante Großmäuler.

 

Sie lernen es nicht.

 

„ … Wie oben schon gesagt: Das ist kein Text, der eine Gegnerschaft zwischen Ost und West behauptet oder gar beschwört. Die Somewheres, die Leute, die die Bedingungen des Zusammenlebens nicht täglich neu aushandeln wollen, gibt es auch reichlich westlich der Elbe. Der Punkt liegt eher darin, dass die Blomes, Kolhoffs, Böhmermanns und Neubauers ausschließlich im Westen vorkommen und reüssieren. Es ist ein Milieu, so anmaßend, so durchdrungen von seiner eigenen Bedeutung, so lernunfähig, so wahrnehmungsgestört für die von ihnen geförderten sozialen Verhältnisse, so unfähig, von sich selbst zu abstrahieren, wie es die Adligen des Ancien Régime in Frankreich waren.

Im Westen Deutschlands verdienen 13,5 Prozent der Arbeitnehmer bei Vollzeit weniger als 2000 Euro brutto. In Ostdeutschland liegt der Anteil doppelt so hoch, nämlich bei 27,5 Prozent. In fünf Brandenburger Landkreisen verdient mehr als jeder dritte Beschäftigte weniger als 2000 brutto in Vollzeit. In diesen Gebieten wirkt es also noch ganz anders, wenn ein bestens versorgter WDR-Redakteur in den Tagesthemen den Staat anfleht, er möge doch bitte Fleisch und Flugreisen so richtig teuer machen. In diesen Gebieten, in denen viele stundenlang zur Arbeit pendeln, wirkt es noch ganz anders, wenn etwa die ZEIT dazu aufruft, „das deutsche Automobil zu überwinden“. Auf Leute, die signifikant wenig Vermögen besitzen, wirkt die Nullzinspolitik der EZB, die auch noch das kleine Sparguthaben auffrisst, noch ganz anders als auf die besser Situierten.

Die aus wohlhabenden Verhältnissen stammende deutsche Klimaaktivistin Luisa Neubauer geht auch vielen Westdeutschen auf die Nerven. Aber es wirkt noch einmal ganz anders, wenn ein bereits durch die ganze Welt gejettetes Rich Kid die Kohlearbeiter in der Lausitz darüber belehrt, dass ihre Arbeitsplätze so schnell wie möglich beseitigt werden müssen.

Diesen Leuten an der politischen und sozialen Peripherie macht das Milieu der Guten in Medien und Politik ein Angebot. Es bietet Hohn an und Spott, dazu Verachtung und Ekel, Auslöschungsfantasien bis zur Napalmbombardierung. Und es stellt gleichzeitig besorgte Fragen. Warum freuen sich so viel Brandenburger und Sachsen nicht über Armutsmigration aus arabischen und afrikanischen Ländern? Warum fahren die Leute in der Uckermark nicht einfach die 50 Kilometer mit dem Fahrrad zur Arbeit und wieder zurück? Warum essen sie nicht mehr Bio? Warum verzichten sie nicht mal auf einen Seychellen-Tauchurlaub? Warum können sie nicht so wie wir sein?...“

12.9.2019

 

 

FB_IMG_1562434054425.jpg

13.9.2019

 

 

 

Die Leute, die die AfD "in der Sache stellen" müssen sich gelegentlich vorkommen wie Sisyphos. Man redet sich den Mund fusselig, es ist Wahl und die eigenen Werte purzeln - soweit möglich - noch weiter die Matten runter. Und das obwohl wir folgende Entwicklung hatten: Zuerst war es das Personal der AfD selbst, das als "rechtspopulistisch" -> "rechtsextrem" -> "Nazis" bezeichnet wurde. Das nutzte nichts bis wenig, worauf man auf die Wähler umschwenkte, die als "rechtspopulistisch" -> "rechtsextrem" -> "Nazis" frankiert wurden. Effekt: In Sachsen und Brandenburg ging die AfD zwar nicht durch die Decke, legte aber recht gut zu, worauf gute Menschen ja auch Napalm auf Sachsen erheischten. Was tun, sprach Zeus, und da kam der angeschmierte Philipp Ruch vom Zentrum für politische Schönheit des Weges, der nun vemutlich vor ohnmächtiger Wut zitternd geifert, man solle die AfD gar nicht als Partei behandeln, sei sei zu ächten und Vertreter dürften keinesfalls in Talkshows und andere Events eingeladen werden. Ruch scheint also dem Dictum des an sich der politischen Neutralität verpflichteten Bundespräsidenten Steinmeier, die AfD sein "antibürgerlich" (?) nicht recht zu trauen.  Peter Boehringer hat sich zu dieser Entgleisung bereits geäußert.

Mehr wird jetzt dann nicht mehr gehen, es sei denn, man riefe - wieder - öffentlich zu körperlichen Angriffen wie der Herr Stegner und einem zünftigen Pogrom auf.

Es wird also weitere Holzkohle auf den Grill gekippt und man wird sehen, wer denn dann am Ende gegrillt werden wird. 

16.9.2019

 

 

 

Ein ermutigendes Signal. Corinna Miazga, die ich ob ihrer Direktheit und Angriffslust sehr schätze und der ich unterstelle, dass sie morgens mit Glassplittern gurgelt, ist neue bayrische AfD-Chefin. Sie hat den pöbelnden Martin Sichert und die Flügel-Tante Ebner-Steiner glatt abgehängt, eine Schlappe für Höcke, sehr gut. 

CSU-General Blume hat - wie neu -  überflüssige polemische Ausfälle von Mister Sichert - zweifelsohne nicht die hellste Kerze auf der Torte - wieder genutzt, der AfD "Antibürgerlichkeit" (scheint sich einzu-bürgern) vorzuwerfen, allen, den Funktionären, den Wählern, den Mitgliedern. Hören die sich eigentlich mal selbst zu? Ich meine, die posaunen permanent herum, die AfD wolle ein System installieren mit millionenfachem Massenmord. Aber nun gut, ich beruhige mich mit dem Gedanken an die blanke Panik, die bei diesen Abwrackern vorherrschen muss.  

16.9.2019

 

 

IMG_20190903_213829.jpg

17.9.2019

 

 

Man fragt sich ja gelegentlich, warum die FDP einfach nicht aus den Federn kommt, zuletzt wurde sie in Brandenburg und Sachsen massiv abgestraft, kein Einzug in die Landtage. Es gibt sicher Stimmen, die sie als Alternative zur AfD begreifen, zumindest die, denen die AfD zu national-konservativ ist und zu viele sinistre Charaktere in ihren Reihen hat. 

Es liegt einfach daran,d ass sich die Lindner-FDP partout nicht auf ihren Hintern in der Hose besinnen kann. Das Land schreit nach einer liberal-konservativen Opposition, aber die FDP-Führung hat einfach Schiss vor dem Zeitgeist und stößt damit die ab, die nicht unbedingt unter dem blauen Banner mitlaufen wollen. Die Misere hat mit nichts zu tun außer dem Versagen und der Feigheit der FDP selbst. Und dann kann man getrost auf sie verzichten.

17.9.2019

 

Hier geht´s zur Sitemap.