8.4.2020: Es ist amtlich. Unser diesjähriger Florida-Urlaub findet nicht statt. US-Hausverwalter Vacasa hat sich sehr flexibel gezeigt, wir haben die Buchung einfach um ein Jahr in August/September 2021 verschoben. Unklar ist, welche Zusatzkosten durch höhere Tarife nächstes Jahr auflaufen. Lufthansa habe ich einen ähnlichen Deal mit einer „Vorreservierung“ und einem Gutschein über die bereits gezahlten Reisetarife vorgeschlagen, Antwort steht aus.

Damit liegen wir im Trend, Ärztepräsident Reinhard glaubt nicht, „dass die Deutschen in diesem Jahr schon Sommerurlaub machen können“. Balkonien also, hatten wir früher schon öfters, aber auch da wird es Spezialisten geben, die in einem solchen Wegfall eine flagrante Verletzung ihrer Menschenwürde sehen werden.

Die Schleusen sollen geöffnet werden. Die Grünen fordern ein Kurzarbeitergeld in Höhe von 90% statt 60%, TUI bekommt einen Milliardenkredit. Heiko Maas hält die Diskussion um Corona-Bonds für eine „ideologische Debatte“, verkennt damit die Dimension des Problems und gibt seinen Unverstand darüber zu erkennen, dass mehrere Wege nach Rom führen.

In den USA oder besser New York überschlagen sich die Zahlen – 2.000 Tote an einem Tag. Ich mag allmählich keine Vergleiche mehr mit der Grippe 2017/18 hören.

In Deutschland beginnen die ersten Versuche mit einer neuen Blutplasma-Therapie. Es soll Anlass für Hoffnung geben.

Die AfD will die Geschäfte bald wieder öffnen und fordert eine Mundschutzpflicht. Sie hat übrigens eine Art Chronologie des Staatsversagens gepostet und weist noch einmal auf die No-bail-out-Klausel hin

Alles Grund, wieder auf sie einzuprügeln, selbst in diesen Zeiten.

Apropos. Hier ein Link der tagesschau vom 4.3.2020 zu einer Spahn´schen Regierungserklärung, interessant wie ich finde, vor allem wenn man überall liest, die AfD finde nicht statt, hetzte nur und habe keine Lösungen. 

AfD hält Spahn Fehleinschätzungen vor

Die Fraktionschefin der AfD im Bundestag, Alice Weidel, zog zum Umgang mit dem Coronavirus ein deutlich negativeres Fazit als Spahn. Es gebe bis heute keine durchstrukturierten und klaren Verantwortlichkeiten für Tests. Weidel warf Spahn Versagen vor. So gehe nach bisherigem Kenntnisstand vom Coronavirus eine höhere Gefahr aus als vom Grippevirus. Das habe der Minister noch Ende Januar geleugnet und von einem milderen Infektionsverlauf als bei der Grippe gesprochen. Das sei nicht seine einzige Fehleinschätzung gewesen.

Wichtig sei nun, eine getrennte Infrastruktur für Corona-Tests aufzubauen, forderte Weidel. Arztpraxen dürften damit nicht allein gelassen werden. Von Hausärzten und Primäversorgungspraxen Hilfeleistung zu erwarten, ohne die erforderliche Schutzausrüstung bereitzustellen, grenze an fahrlässige Körperverletzung. Es brauche zudem systematische Einreisekontrollen an den Grenzen.

SPD wirft Weidel Ahnungslosigkeit vor

Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD im Bundestag, Bärbel Bas, kritisierte die Vorwürfe Weidels als nicht haltbar. Es gebe Pandemiepläne und schon seit Wochen werde koordiniert an der Eindämmung des Virus gearbeitet. Ihr Ruf nach Wärmekameras und Fiebermessungen an Flughäfen sei unsinnig, angesichts der Tatsache, dass eine Übertragung des Virus auch ohne Fieber und Symptome möglich ist.

Dass der Schutz des medizinischen Personals noch besser werden müsse, sei richtig, räumte Bas ein. Aber daran werde mit Hochdruck gearbeitet. Von fahrlässiger Körperverletzung zu sprechen, sei böswillig und unangebracht.

In der Retrospektive erscheinen dann Beiträge wie der hier von den Ruhrbaronen ("Virale Hetze") nur noch peinlich im Versuch, den politischen Gegner lächerlich zu machen, den politischen Gegner, der als Erster und vernehmlich "Feuer" gerufen hat als alle glaubten, da werde nur auf kleiner Flamme gegrillt, ist ja nur ne Grippe.

Wenn man beschissene Oppositionsarbeit sehen will, dann sollte man sich die anderen Parteien anschauen: Die FDP ist irgendwo, nur nicht da wo es brennt, die Grünen fallen nur mit völlig idiotischen Vorschlägen von Robert Habeck und der Grünen Jugend auf und die Linken einschließlich der SPD nutzen die Pandemie zur Durchsetzung ihrer dogmatischen Agenda, wobei sie mit zunehmendem Spaß an der Freude den dauerentzündeten Neid-Nerv der Deutschen stimulieren. Ansonsten bescheinigt man der Regierung, alles richtig gemacht zu haben. Ganz dolle.

Passend: Die Uniklinik Jena ruft um Hilfe. Grund: Keine Schutzkleidung mehr.

Das passt zur Bestandsaufnahme der GIDS, einer Denkfabrik der Bundeswehr (ich wusste gar nicht, dass die so etwas haben).

" ... Seit Generationen haben sich die Menschen nicht mehr so verwundbar gefühlt“, schrieben die Autoren. Engpässe bei lebenswichtigen Gütern wie Medikamenten und Schutzausrüstung zeigten, wie abhängig Deutschland von globalen Lieferketten sei „und dies schon bei Produkten, die für eine weltweit bewunderte Industrienation kein Thema sein sollten“. „Um strategische Autonomie zurückzugewinnen, muss in Zukunft mehr auf die Diversität der Zulieferer, auf Vorratshaltung und die Vermeidung von Redundanzen geachtet werden. Die Bewirtschaftung bestimmter Ressourcen, deren Bedeutung oft erst im Verlauf einer Krise deutlich wird, muss frühzeitiger erkannt und zentral gesteuert werden ....“

Klares Nein zu Corona-Bonds und von Merkel ist wieder weit und breit nichts zu sehen, sie lässt Maas, Scholz und Söder kabbeln.

Ausblick der Wirtschaftsweisen auf den anstehenden wirtschaftlichen Big Bang.

 

9.4.2020: "Krisensaustall WHO".

Der Widerstand gegen die Beschränkungen wird heftiger. Hier ein Update von gestern Abend (merkur.de), damit nachher nicht gesagt werden kann, es sei nicht gewarnt worden:

"Update 19.30 Uhr: Die Corona-Pandemie hat laut Angaben der EU-Gesundheitsbehörde ECDC in Europa noch immer nicht ihren Höchststand erreicht. „Trotz früher Hinweise aus Italien und Österreich, dass die Zahl der Fälle und Todesfälle abnimmt, gibt es derzeit auf EU/EWR-Ebene keine Anzeichen dafür, dass der Höhepunkt der Epidemie erreicht worden ist“, teilte Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten am Mittwoch in seiner aktualisierten Risikobewertung mit. 

In verschiedenen Ländern des Europäischen Wirtschaftsraums und in Großbritannien würden weiterhin größere Anstiege gemeldet. „In der momentanen Situation kann eine weitere Ausbreitung des Virus erwartet werden“, erklärte ECDC-Direktorin Andrea Ammon. Es sei zu früh, um plötzlich alle Maßnahmen zur Vermeidung körperlichen Kontakts in der Region aufzuheben - selbst wenn diese auf sozialer und wirtschaftlicher Ebene sehr störend für die Gesellschaft seien. 

In Einklang mit dieser Einschätzung sprach sich die EU-Kommission für eine Verlängerung des weitgehenden Einreisestopps in die Europäische Union bis zum 15. Mai aus. Die Entscheidung über solche Einreisebeschränkungen kann jedoch nach wie vor jedes Land für sich treffen. Das deutsche Innenministerium reagierte positiv auf den Vorschlag. „Derzeit sind Lockerungen im Grenzregime noch nicht vertretbar“, sagte ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur. „Deshalb halten wir den Vorschlag der Kommission für richtig.“

Und auch zu einer Exit-Strategie gab die EU-Kommission eine Empfehlung ab. So sollten die Corona-Beschränkungen aus Sicht der Kommission nur in kleinen, streng kontrollierten Schritten über einen Zeitraum von mehreren Monaten gelockert werden. Dies geht aus dem Entwurf der sogenannten Exit-Strategie hervor, die die Kommission in der nächsten Woche veröffentlichen will. 

Coronavirus in Europa: EU-Kommission warnt vor steigenden Fallzahlen bei Lockerungen

„Jede schrittweise Lockerung der Ausgehbeschränkungen wird unausweichlich zu einer Steigerung neuer Fälle führen“, heißt es in dem Papier. Deshalb sollten zwei Voraussetzungen aus Sicht der Kommission erfüllt sein: eine spürbare Verlangsamung der Ausbreitung des Virus sowie eine ausreichende Anzahl von Krankenhaus- und Intensivbetten. "

Die wachsende Anti-Stimmung scheint Armin Laschet für sich nutzen zu wollen. Merkel fährt einen harten Kurs und er entwickelt partielle Exit-Strategien, die teilweise etwas für sich haben, etwa wenn es darum geht, bestimmte Geschäfte wie etwa Autohäuser wieder zu öffnen, denn auch wir können bestätigen, dass der Abstand bei Einkäufen von Lebensmitteln eingehalten wird. Mal sehen, ob er wirklich den offenen Streit mit der Patin sucht, bisher ist er ja eher durch Schwanzwedeln aufgefallen.

Jetzt wird alles gut! Not Kenny Kirkland (ab 4:26 min boah) but Kenny Copeland!

 

                                                     

Frau Esken ist für Eurobonds. Die nennt sie auch so und nicht Corona-Bonds, denn ihre Eurobonds haben ewiges Leben.

Mittlerweile sind wir laut Johns Hopkins bei ca. 113.200 Infizierten in diesem Land und liegen auf Platz 4. Bei den Todesopfern haben wir die Niederlande überholt und liegen bei 2.349.

Die Heinsberg-Studie widerspricht Johns Hopkins zur Sterblichkeitsrate, die dort mit 2% taxiert wird, "Heinsberg" spricht von 0,37%. Und nach "Heinsberg" schlummert das Virus auch nicht im Körper. Man wird es los, wenn man die Infektion überstanden hat, was eine Herdenimmunisierung möglich machte. "Heinsberg" widerspricht fast allem was ich gelesen und gehört habe, vor allem haben wir aktuell > 100.000 Infizierte und > 2.000 Tote. Wie verträgt sich das mit 0,37 %? 

Frontbericht aus Aachen.

Das Oberverwaltungsgericht Greifswald kippt Osterreiseverbot der Landesregierung.

Auch heute geht´s nicht ohne Volldeppen. In einem äh Arbeitspapier wollen die Linken "Klimasünder" von Staatshilfen ausschließen

Die Sterberate zieht an.

 

11.4.2020: Der Grundton in der Diskussion gefällt mir schon länger nicht, weil nach meinem Eindruck hinter dem Feigenblatt der Demokratierettung zu viele Leute einfach wieder in die Kneipe oder nach Malle wollen.

Registrieren die die Todeszahlen, die unglaublichen Zustände in New York nicht, wo man mittlerweile mit Massengräbern auf Hart Island arbeiten soll? Ist die Triage in in Italien, Spanien und Frankreich schon vergessen? Was sagt es über eine Gesellschaft aus, die leichthin alle "Risikogruppen" wegsperren will, Hauptsache, die Sause geht für alle anderen weiter wie gehabt? DIE Risikogruppe natürlich die Alten mit 65+, die ohnehin sehr häufig in Altenheimen abgeschoben sind, Einrichtungen, die gerade Hotspots sind, weil weder Bewohner noch Personal genügend Schutzausrüstungen haben. Die will man wegsperren und damit natürlich auch die Fitten, die gottlob nicht auf fremde Hilfen angewiesen sind. Egal, Hauptsache die Party geht weiter. Und hey, ist ja doch nur eine Grippe und es ist ja keineswegs ausgemacht, dass die alle an Corona gestorben sind, denn die hatten ja schon alle was anderes. Dieses "Argument" habe ich schon seit jeher für völlig bescheuert gehalten. Zeig mir einen 70jährigen ohne altersbedingte Wehwehchen und zeig mir einen Influenzatoten, der bei der Olympiade im Zehnkampf hätte antreten können. Warum das niemandem auffällt, war bis bisher schleierhaft.

Es gibt aber einen Arzt, der das jetzt aufgespießt und in diesem Brandbrief zu Papier gebracht hat. Klasse!

Und hier mal was zu den "entspannten" Schweden, die in Sachen Epidemien bislang alles andere als entspannt waren, sich aber just in dieser Pandemie einen Sonderweg gönnen, dem mittlerweile niemand mehr folgt.

Und hier noch ein Widerspruch zu "Heinsberg" - genesene Patienten wurden wieder positiv getestet, waren also keineswegs zumindest temporär immun. Südkoreanische Mediziner schlagen Alarm.

Und allen, die jetzt krakeelen, die Kapitalismus sei in der Krise oder habe das alles überhaupt erst hervorgerufen: Schaut euch die Versorgung hier an und dann schaut nach Venezuela. Menschen dreschen sich um importierten (!) Sprit und haben kein Wasser, um sich die Hände zu waschen.

Und wie es in Nordkorea aussieht möchte ich gar nicht wissen.

Auf Hart Island soll es jetzt Massengräber geben.

 

13.4.2020: Die South China Morning Post meldet, Wissenschaftler aus China und New York hätten gewarnt, der Virus könne unter Umtänden das Immunsystem in Gestalt der T-Zellen attackieren, ähnlich wie bei einer AIDS-Erkrankung.

Interview mit einem Insider, Dr. Nils Hennig, der am Mount-Sinai-Krankenhaus in New York arbeitet. "Bleibt auf der Hut!".

Johns Hopkins meldet knapp 128.000 Infizierte bei uns, Platz 5 der Liste des Horrors, und 3.022 Tote. Italien steht kurz vor 20.000 Toten.

Corona ist mittlerweile auch in Verdacht geraten, das Herz zu schädigen. Man hat erhöhte Troponin-L-Werte bei Infizierten gemessen.

Gleichzeitig werden Stimmen laut, die eine Übertragung im Mutterleib nicht (mehr) ausschließen. Wissenschaftler aus Wuhan hatten die Theorie aufgestellt. 

In München hat die Polizei eine Grillparty mit sage und schreibe 51 Gästen aufgelöst. Wie hat es die Menschheit nur so weit geschafft?

Bayer hat acht Millionen Chloroquin-Tabletten an die Bundesregierung ausgeliefert. Studien zur Wirksamkeit des Medikaments laufen.

 

14.4.2020: Die Kollegin Beate Bahner aus Heidelberg hatte bekanntlich Eilantrag zum Bundesverfassungsgericht gegen die freiheitsbeschränkenden Maßnahmen gestellt, der als unzulässig abgeschmettert wurde. Gestern hieß es, Frau Bahner sei "in sehr verwirrtem Zustand" in die Psychiatrie gesteckt worden. Duschan Wegner kommentiert das.

Die Psychiatrie schien der Ex-SED- Dame Petra Köpping, heuer SPD-Gesundheitsministerin in Sachsen, auch das probateste Mittel zu sein, renitente (Volks)Genossen in den Griff zu bekommen, denen die Corona-Beschränkungen zu weit gehen. Nach massivem Protest wurde sie zurückgerudert.

 

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Die Zahl der Infizierten im hiesigen Ortenaukreis steigt auf 828.

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"Wir konnten es nicht wissen" soll Minister Spahn am 9.4.2020 gesagt haben. Er baute offensichtlich auf das notorisch schlechte Gedächtnis der Bürger und darauf, dass man nur fest den Blick in die Zukunft zu richten hat, irgendwelche lästigen Rückblicke nichts bringen, das sog. Altmaier-Theorem. Dass das nicht stimmt, eindeutig nicht, weist Tichy in dieser Chronologie nach.

Die AfD fordert ein Ende der Dieselfahrverbote, bloß weil sich die Feinstaub- und Stickoxidwerte nicht ändern. Diese verdammten Populisten.

Robert Schlick ist Grüner und Stadtrat in Dresden.

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Und es geht wieder los - der hässliche Deutsche ist da.

 

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Der Dax liegt bei knapp 10.700 Punkten, der Dow Jones bei über 23.800.

Thomas Mayer bringt die Währungsreform ins Spiel.

Seltsam resonanzlos bleibt das Werben von CDU-Brinkhaus für Verzicht der Politiker auf die anstehende Diätenerhöhung.

Josef Kraus widerspricht der Leopoldina. Kleine Kinder können mit den nötigen Abstandsregelungen nicht umgehen. 

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