159471-1x2-original.jpg

 

Ich habe lange mit mir gerungen, ob ich dieses Bild posten soll, aber mein Zugang zum Grauen nationalsozialistischen Massenmordens führt über die Kinder. Eines der frühesten Erinnerungen ist das Bild des Brüderpaars, das halb verhungert auf den Stufen eines Hauses im Warschauer Ghetto vor seiner Erstürmung durch Stroops Mördertruppen kauert. Auch dieses Bild hier stammt aus dem Warschauer Ghetto.

Ich bin ja nun selbst Vater und kenne das Staunen kleiner Kinder, weshalb mir das Herz brennt, wenn ich daran denke, wie sie diesem um sie herum tobenden Grauen mit völligem Unverständnis begegnet sein müssen, nichts verstehend, sehr oft allein, frierend, hungernd und hilflos, getrennt von ihren Verwandten, die im  Zweifel schon in einem der Vernichtungslager vergast, erschossen oder totgeprügelt worden waren.

Von früh auf habe ich mich mit der Zeit des Nationalsozialismus beschäftigt und ich habe das System und das dahinterstehende Gedankengut bis aufs Blut hassen gelernt.

Aus dieser Zeit stammt aber auch die tiefe und unzerstörbare Dankbarkeit den Amerikanern gegenüber für ihren Willen, diesem Wüten ein Ende zu setzen.

Aus dieser Zeit stammt der tiefe und unzerstörbare Respekt vor Winston Churchill, der damals mit dem Rücken zur Wand sagte, bis hier und keinen Schritt weiter, dem es gelang, sein sicherlich zweifelndes Volk aufzubauen und hinter sich zu sammeln, um einem Krieg mit mehr als ungewissem Ausgang aufrecht und tapfer entgegenzusehen.

Nicht vergessen sind auch die unglaublichen Opfer, die die damals sowjetische Bevölkerung bringen musste, um die Nazihorden aus dem Land zu treiben und schließlich mit dem Finale in Berlin zu überwältigen. Allerdings denke ich dabei gleichzeitig auch an die Millionen von Toten, den Holomodor in der Ukraine, unsagbare Verbrechen begangen von Stalin unter tätiger Mithilfe seiner Schergen und Teilen des Volkes. Das ändert nichts an meinem Respekt für die Opfer des sowjetischen Volkes und Vergleiche werden nicht angestellt, aber die Qualität meiner Gefühle ist eine andere.

Sheol ist der jüdische Begriff für Hölle und ich bete inständig, dass alle Täter von damals heute dort bis in alle Ewigkeit brennen und jeder seinen Logenplatz bekommt, der diesem Gedankengut anhängt. Da werde ich Kirchenflüchtling alttestamentarisch

Die blutige Spur zieht sich vom unausrottbaren europäischen Antisemitismus über die 12 schrecklichen Jahre bis in die Gegenwart.

Daran soll diese Seite erinnern.

 

 

Es spricht sehr viel dafür, dass Regierungspräsident Lübcke, ein Repräsentant des Staates also, von einem Rechtsextremisten ermordet wurde. Und es hat den Anschein, als hätten sich rechtsextreme Terrorstrukturen verfestigt.

Wenn das stimmt, muss der Staat hart und unnachgiebig reagieren. 

18.6.2019

 

 

Es geht weiter. Die Kölner OB und andere Politiker haben offensichtlich Morddrohungen mit rechtsradikalem Hintergrund erhalten.

20.6.2019

 

 

Dieser Tage wird dem 10. Jahrestag der Ermordung von Marwa al-Sherbini gedacht, die in Dresden bei ihrer Zeugenaussage von einem Rassisten erstochen wurde. Auch ihr ungeborenes Kind starb, eine unfassbare Tragödie.

Ich denke, es würde dem inneren Frieden dieser Gesellschaft dienen, wenn man nicht nur mit Recht dieses Gedenken hoch hielte, sondern auch davon absähe, das Gedenken und die Trauer in anderen Fällen ständig zu diskreditieren. 

5.7.2019

 

 

David Berger und ekelhafte Rechtsradikale. Der Staatsschutz übernimmt.

10.7.2019

 

Hier geht´s zur Sitemap.