Pompeji

 

Robert Harris – Pompeji

Ein typischer Harris. Vor dem Hintergrund eines geschichtlichen Ereignisses entwirft er einen Kriminalfall und lässt dabei die jeweilige Zeit und Kultur auferstehen. So auch hier. Erzählt wird das wechselhafte Schicksal eines römischen Aquarius, also eines Wasserbaumeisters, vor dem sich anbahnenden Ausbruch des Vesuvs mit seinen katastrophalen Folgen für die Städte Pompeji, Herculaneum und Stabiae im Jahre 79 n. Chr. Die Augusta, ein Aquädukt, der die Region mit Wasser versorgt, ist offensichtlich beschädigt worden, der eigentlich verantwortliche Aquarius ist aber verschwunden, worauf Rom Ersatz für ihn entsendet. Eine Verschwörung, die beiden Plinier, die karge Landschaft, die geniale Wasserversorgung, der majestätische Berg und natürlich die Liebe sind die Ingredienzien für einen kurzweiligen Roman, dessen Ausgang nicht verraten werden soll, mal abgesehen davon, dass der Vesuv natürlich planmäßig ausbricht. Harris ist Harris, das ist gut und solide gemacht, Karlheinz Tafel liest toll wie eh und je. Der ganz große Wurf ist es nicht, aber ein gelungener Schmöker allemal.

Hier geht´s zur Übersicht Ebene #1