In diesem Land greift seit einigen Jahren eine puritanische Spießigkeit um sich, die mich wirklich sprachlos macht und ich rede nicht von der Infantilisierung des politischen und kulturellen Lebens, die beispielsweise massiv von den Grünen betrieben wird.

Was ich meine und hier behandle ist eine Melange aus heuchlerischer wir-müssen-das-Richtige-vor-allem-aber-das-Korrekte-tun und typisch grün-linker moralinsaurer Oberlehrerattitüde, die sich als Toleranz und Antidiskriminierung tarnt. Das ist das wilhelminische Deutschland, das nur das "wer nicht für mich ist ist gegen mich" kannte,  und zwar linksdrehend. Und wie immer lassen sich die Deutschen das gefallen. Aber vielleicht sind sie so. Ich könnte verzweifeln.

 

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Irgendwann muss mir mal jemand erklären, wie man einerseits eine BH-verbrennen- und mein-Bauch-gehört-mir-Vergangenheit haben, dem Genderwahn huldigen und überall Diskriminierung und Homophobie wittern kann, gleichzeitig aber dem völlig intoleranten politischen Islam derart in den Arsch kriecht, dass dem die Peristaltik in Unordnung gerät. Die Rede ist  - natürlich - von Linken. 

Unlängst waren es Erfurts Volleyballerinnen, durchweg sehr ansehnliche nette junge Frauen (Vorsicht schwüle old-white-fuck-Verbalartistik im Anflug), die es wagten, für sich und ihren Sport mit dem Slogan "Erfurts längste Beine" und einem Plakat zu werben, auf dem fünf der Damen in sehr kurzen Röcken zu sehen sind. Auftritt Katalin Hahn, linke Stadträtin in Erfurt, die wie in diesen Kreisen üblich mit einem Verbot reagieren wollte, denn das Bild und der Slogan seien "sexistisch", "frauenfeindlich" und - man ahnt es - "diskriminierend". Da hatte sie aber mächtig in den Kies gepupt, denn die Erfurter solidarisierten sich mit ihren Volleyballerinnen unter #erfurtslaengstebeine. Schön. Gefällt mir.

Und Katalin Hahn habe ich gegoogelt in der Annahme, sie gehöre zur Fraktion "Haarpracht auf Oberlippe, Beinen und Zähnen", aber weit gefehlt! Ich darf so was sagen, ich bin ein alter weißer Mann.

27.11.2018

 

 

 

Kein Tag vergangen und ich muss schon Abbitte leisten. Nicht nur die Linken haben ihre Klemmis, nein, die CDU will nicht zurückstehen. Die Plakatwerbung für die "IAAF World Indoor Tour" heuer in Düsseldorf zeigt den ausnehmend angenehmen Rücken der amerikanischen Hallenweltrekordlerin im Stabhochsprung Sandi Morris. Auf dem Bild ist die ganze Person zu sehen, es endet aber oberhalb der Knie. Ich weiß nicht, ob wir dadurch den Fetischismusnerv des CDU-Stadtrates Stefan Wiedon - der Mann ist auch Pauker - zum Klingen gebracht haben, er war jedenfalls der Meinung, Frau Morris werde auf ihren Hintern reduziert, es befinde sich schließlich neben dem Foto der Slogan "Finale oho". D-Live, einem Tochterunternehmen der Stadt, das die Werbung entworfen hatte, half auch nicht, dass die Entscheidung für das Plakat im Team mit 50% Männern und 50% Frauen getroffen worden war. Wiedon rülpste "Sexismus" und damit war D-Live fett. Ganz im Sinne des Zeitgeistes schwor man ab und katzbuckelte, man werde "künftig noch sensibler mit der Motivauswahl sein". Die Plakate werden ausgetauscht, zu sehen jetzt ein Kugelstoßer. Ein Mann als Antithese zum Sexismus oder was? Und wird ein Kugelstoßer dann nicht auf seine Muskeln reduziert?  

Ich bezweifle, dass es einen Ratsherrn mit Eiern gibt, der denen wegen der Zusatzkosten den Arsch grillt.

28.11.2018 

 

 

 

Diese Dame mit kämpferischen Genen und streitbarem Familienhintergrund fragt sich angesichts der gedanklichen Bücherverbrennung in Potsdam, in welchem Land sie bei Gott gelandet ist. Recht hat sie.

29.11.2018

 

 

 

Man muss Eltern davor warnen, ihren Töchtern Zöpfe zu flechten und Kleider anzuziehen, Jungen sollten auch eher teigig als sportlich daherkommen, sonst müffelt das stark nach Völkischem und dann wird ein Gespräch fällig. Mindestens. Die Amadeo Antonio-Stiftung, seit langem auf einem Hilde-Benjamin-Trip, und Frau Giffey laufen Amok. Irre. Und das Irrste ist, dass ich das sogar noch selbst mit meinen Steuergeldern bezahle. Vorsitzender der Stiftung ist übrigens Wolfgang Thierse. Find der nix bei.

Don Alphonso: "Die CDU hat nichts getan, als Schwesig und Maas diese Stiftung massiv aufgewertet haben. Jetzt hat sie den Salat."

29.11.2018

 

 

 

Claas Relotius ist kein "Einzelfall", er ist vielmehr die Galionsfigur einer Kaste, die sich völlig verrannt und im Bewusstsein der (vermeintlichen) eigenen Bedeutung und Überlegenheit ihren eigentlichen Auftrag vergessen hat. Relotius hat geliefert was man wollte, da spielen Berufsethos und Fakten eine ganz, ganz untergeordnete Rolle. Haltung zählt, was immer das sein mag.

Denn wer wie etwa Herr Gensing die Aufgabe des Journalismus´ nicht mehr als Schilderung des tatsächlich Geschehenen, sondern als Wiedergabe des Gewollten begreift, weil man ja von wem auch immer einen Erziehungsauftrag hat, der gewöhnlich Diktaturen kennzeichnet, ...

 

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... der endet so wie im Fall Relotius geschehen.

Etwa 55 Fake-Stories sind nur möglich in einem entsprechenden Biotop. Daher auch die Erklärung der ZEIT, man hätte Relotius bereits 2017 stoppen können.

Oder wie soll ich verstehen, dass niemandem in der Redaktion Sentenzen wie die aufgefallen sind, Flüchtlingskindern sei im Traum Angela Merkel erschienen. Tatsächlich? Tatsächlich. Das ist das Goldene Blatt für Vorgartenintellektuelle und keiner hat´s gemerkt, keiner WOLLTE es merken, passte so schön.

 

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Da ich Herrn Gniffkes Beteuerungen im Ohr habe, man habe verstanden, aber weiß, dass man weder verstanden noch reagiert hat, verspreche ich mir auch keine positiven Folgen aus dem unglaublichen Fall Relotius. In diesem Mann kulminiert alles was falsch, was spießig, miefig läuft in der Journaille dieses Landes ...


 

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... und weil der Spiegel wie man vorstehend und nachfolgend sieht das mittlerweile intellektuell maximal kleinkalibrige Sturmgeschütz gegen die AfD ist (der stern ist keine Erwähnung mehr wert, mein Gott Henri), ...


 

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... taucht der Herr Relotius auch hier auf. Er hat wie man mittlerweile weiß, vor seiner Tätigkeit beim Spiegel schon bei der NZZ beschissen, ohne dass man ihn an die Kandare oder zumindest überprüft hätte, also hat das System.

Und hier, eben entdeckt, auch Wolfgang Bosbach zur Bearbeitung der Realität durch die Medien.

26.12.2018

 

 

 

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Kannste dir nicht ausdenken.

3.1.2019

 

 

 

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Touché. Guter Mann.

3.1.2019

 

 

 

Vorsatz für2019: wütende weiße Männer in den Arm nehmen und ihnen sagen, dass sie immer noch tolle Hechte sind.

Gähn. Anja Reschke nach dem vierten Glas Sekt. Woher ich das weiß? Es fehlt das "alte", denn wenn Hechte "immer noch toll" sind, sind sie zwangsläufig alt und das entspräche ja wieder ganz genau der bekannten (und allmählich ermüdenden) Leier vom alten weißen Mann (gerne auch zusätzlich wütend), von dem gottlob kein "isch ficke disch, dain Hund un dain Mudder" zu erwarten ist wie bei anderen Bevölkerungsteilen, deren Wut etwa auf Juden sich Frau R. auch mal widmen könnte, aber der Gratismutbrunnen sprudelt für alle aus ihrem Lager ja ganz und gar kostenlos und dann soll es auch gut sein.

4.1.2019

 

 

Früher war mehr Lametta oder - wir Babyboomer haben es verkackt

14.1.2019

 

 

Ich sage es ja immer - man muss die AfD nicht mögen und mein Drall dorthin speist sich zum einen ganz wesentlich aus einem unheilbaren Antimerkelismus und dem Fehlen jedweder Opposition in einem Parlament von Schlappschwänzen, die Wahl von AKK hat das wieder beweisen. Zum Anderen ist es der empörende Umgang mit dieser neuen Partei von Leuten, die posaunen, sie verteidigten Demokratie, Liberalität und Pluralismus ohne zu merken, dass sie das Gegenteil tun und einer Regierung hinterherlaufen (bzw. sie stellen), die das Land in einen Sanierungsfall verwandelt. Hauptsache, wir sind auf der richtigen, der guten Seite. Das hier ist typisch. Ein Lehrstück zu einem Linken ohne Scheuklappen, der - was selbstredend sein gutes Recht ist - die AfD ablehnt, aber mit der "falschen" Frau zusammen ist, ein Lehrstück über Sippenhaft und eines über Leute, die lieber Kinderseelen verkaufen als dem anderen das zuzugestehen, was man für sich selbst ständig einfordert. Es ist widerwärtig, aber wie eingangs gesagt typisch.

14.1.2019

 

 

 

Anatomie einer Denunzianten-Republik.

31.1.2019

 

 

 

Muss man wissen, um dieses oder jenes zu verstehen.

Wikipedia:

„Das RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) ist die Redaktion für überregionale und internationale Inhalte der Madsack Mediengruppe in Hannover. Deren größte Kommanditistin ist die Deutsche Druck- und Verlagsgesellschaft, das Medienbeteiligungsunternehmen der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD). Das RND wurde 2013 gegründet. Es versorgt nach eigenen Angaben „mehr als 50 Tageszeitungen mit einer täglichen Gesamtauflage von mehr als 2,3 Mio. Exemplaren“ mit überregionalen Inhalten, darunter sowohl Madsack-Titel und -Beteiligungen (u. a. Leipziger Volkszeitung, Hannoversche Allgemeine, Märkische Allgemeine) sowie externe Partner (z. B. Berliner Zeitung, Express, Kieler Nachrichten, Hildesheimer Allgemeine“). Das RND erreicht damit nach eigenen Angaben „täglich etwa 7 Millionen Leser“.

Folge: Die SPD selbst ist an vielen Blättern direkt beteiligt und "auch dort, wo wir nur 30 oder 40 Prozent haben, kann in der Regel nichts ohne uns passieren", sagt Frau Wettig-Danielmeier von der SPD. Mit dem RedaktionsNetzwerk, das ständig wächst, erhöht sich dieser Einfluss massiv, weshalb klar ist, warum "Rechtes" laut Medien wie Drachenzähne aus dem Boden sprießt und Beschreibungen wie die nachfolgende ungestraft unters Volk gebracht werden können: 

„Als Medien in der Grauzone zum Rechtspopulismus gelten Kritikern schließlich „Tichys Einblick“, verantwortet von dem früheren „Wirtschaftswoche“-Chefredakteur Roland Tichy, das Magazin „Cicero“ und die „Neue Züricher Zeitung“. Die „Achse des Guten“ und die „Junge Freiheit“ haben die Grenze nach allgemeiner Einschätzung überschritten.“

6.2.2019

 

 

 

Das hier ...

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ist heuer kein abartig hässliches Gucci-Woll-Accessoire-Dingens, sondern rassistisches "Blackfacing".

8.2.2019

 

 

 

Es sollte ein Schlachtfest sein mit Herrn Nooke samt Äpfelchen im Mund als Hauptgang. Tatsächlich wurde es für die "Afrikanisten" eine Tiger-Bettvorleger-Geschichte, wie immer, wenn man nur schwadroniert und räsoniert im Dienste der vermeintlich guten Sache und den Nebel der Realitätsverschleierung wabern lässt. Man fragt sich nach dieser Schote übrigens vergeblich, was diese "Wissenschaftler" eigentlich erforschen und worin ihr Output, vor allem aber der Mehrwert für uns und die Afrikaner bestehen soll. Entwicklungshilfe im herkömmlichen Sinn, die Lethargie und Unselbständigkeit vor Ort schürt und daher von afrikanischen Wissenschaftlern selbst auch eher abgelehnt wird, bei uns aber ein warmes Gefühl vermittelt, ist nämlich gescheitert.

14.2.2019 

 

 

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