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In Hanau werden neun Menschen erschossen, inklusive Täter und dessen Mutter sind es elf. Es scheint ein wirres Bekennerschreiben zu geben und es gibt angeblich Ermittlungen in Richtung Terroranschlag. Das ist das was man weiß.

20.2.2020

 

 

 

Und hier zuallererst die Namen der Opfer, die in dem unmittelbar einsetzenden Beschuldigungsgetöse unterzugehen drohten.

20.2.2020

 

 

Arnold Maaßen twittert unter Bezugnahme auf eine laufende, von Tilo Jung angestoßene Diskussion, ob Stalin, Pol Pot und Mao in Wirklichkeit rechte Diktatoren = Nazis gewesen seien, was den ganzen Irrsinn einen Gang höher schalten lässt (den folgenden Tweet hat Maaßen wieder gelöscht).

Auftritt Matthias Meisner, ihn grusele es, wenn er daran denke, dass Maaßen jahrelang oberster Verfassungsschützer gewesen sei.

Florian Gathmann, Spiegelonline, fragt, ob Maaßen den Verstand verloren habe oder der Verfassungsschutz „jahrelang auf fatale Weise falsch besetzt“ gewesen sei.

Konstantin von Notz per Twitter, man könne auf den Gedanken kommen, dass beides zutreffe.

Cem Özdemir legt nahe, dass Taten wie die von Hanau auf das geheime Einverständnis Maaßens treffen würden.

Das alles zu einem Zeitpunkt, an dem man nicht weiß, was warum geschah von Leuten, die in anders gelagerten Fällen vor Vorverurteilung und Pauschalisierung warnen. 

Und hier, um zu zeigen wie Jung tickt:

 

Und jetzt warten wir, wer als Erster das Ganze der AfD ans Revers heftet.

20.2.2020

 

 

 

 

Morde in Hanau - was wir wissen. 

Eine wohltuend unaufgeregte Bestandsaufnahme des Wissensstandes bei Tichy.

20.2.2020

 

 

 

Es ist schockierend und das Ende meiner Kommentare auf Facebook, die zwar gelesen werden, auf die aber nicht reagiert wird.

Was sich bereits kurz nach den Taten an Hass, Beschuldigungen und Instrumentalisierungskampagnen ins Netz ergoss spottet jeder Beschreibung.  Die in jeder Hinsicht völlig überforderte "Katha" Schulze aus Bayern fordert eine Beobachtung der AfD durch den Verfassungsschutz und und und, ich werde das noch im Einzelnen ausführen, im Augenblick reicht es mir.

Hier auch die gleichermaßen völlig überforderte KGE, sehr interessant die Unterscheidung, danke an Alexander Wendt für die beiden Fundstücke.

Heute morgen hat die Polizei übrigens noch mitgeteilt, es gebe keine gesicherten Hinweise auf einen rechtsradikalen Hintergrund.

Da hatte man in Berlin und anderswo die Güllespritzen aber schon in Betrieb gesetzt.

20.2.2020

 

 

 

Ich bin nach wie vor geschockt von der Tat und der Lawine, die sie losgetreten hat. Es gibt Zeiten, in denen man besser schweigt und diesen Grundsatz haben viele verletzt, was umso schwerer wiegt, als der Background der Tat maximal Raunen zuließ, von zu vielen aber bereits als Fakten kaschierte Unterstellungen, Beleidigungen und Verleumdungen formuliert wurden, obwohl die Erfahrung zeigt, dass man abwarten muss, denn ein solches Ereignis neigt dazu, in Richtungen zu mäandern, die man vorher maximal erahnen konnte und dann steht man wie ein Trottel da. Jakob Augstein, der zumindest indirekt zu Gewalt gegen die Herren Tichy, Broder und Sarrazin aufgerufen und dafür tausende Likes eingefahren hat, und Jan Böhmermann, der in seiner Raserei aus meiner hobbypsychologischen Sicht völlig den Verstand verloren hat, sind da nur zwei von vielen, aber dazu komme ich noch.

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Roland Tichy appelliert angesichts des unfassbaren Furors mittlerweile sogar schon an die Öffentlichkeit: "Verteidigen Sie die Pressefreiheit".

Zitate: 

" ... „Namen und Adresse.” – Es ist ein Aufruf, meine Familie und mich, meine Kollegen und Mitarbeiter einzuschüchtern, zu belästigen, anzugreifen. Wir sollen zum Verstummen gebracht werden, indem man uns in eine Reihe mit einem wahnsinnigen Mörder stellt. Einfach so. Natürlich sagt Augstein das nicht wörtlich. Er ist ein Schlitzohr, verfügt über ein gewaltiges Vermögen, hat sich eine eigene Zeitung gekauft, tritt in Sendungen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks auf. Andere springen auf: Jan Böhmermann, hinter sich die gewaltige Maschinerie ZDF, das gerade in diesen Tagen eine Gebührenerhöhung  einfordert. Es ist die Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth, die mit der Wucht ihres Amtes frontal auf unabhängige Medienportale eindrischt, die eine andere Meinung vertreten als die einzig wahre, in deren Besitz sie sich glaubt, und schäumend andere Meinungen pauschal als „Geschäftsmodell von Hass und Hetze“ denunziert. Man sieht die historischen Bilder von Jagden auf Andersdenkende..." 

" ... Bitte sehen Sie mir nach, dass ich meinen sonst meist kühlen oder oft ungewollt ironischen Ton verlasse und ins Pathetische abgleite. Anders ist es nicht möglich, Stand zu halten für die Freiheit. Zukünftig sollen Politiker davor geschützt werden, dass sie im Netz beschimpft werden. Einverstanden. Aber wer schützt in Deutschland noch Journalisten vor dem Zwang, Einheitsbrei liefern zu müssen, der der Regierung gefällt? Wer schützt uns vor den Angriffen von Politikern in ihrer rasenden Einfalt, die Probleme nicht mehr lösen, sondern nur noch schwarze Schafe finden zu wollen, die sie für ihr vielfältiges Versagen verantwortlich machen können?

Ich kann Ihnen die Antwort geben. Sie besteht aus drei Buchstaben. SIE. Lassen Sie sich von den Böhmermanns und Augsteins nicht den Mund verbieten. Ich werbe um Sie, auch wenn Sie anderer Meinung sind. Meinungsstreit macht eine Demokratie aus. Die Debatte wurde erfunden, um uns alle klüger zu machen. Wer Debatte abwürgt und kritische Geister einschüchtern will, ist ein Anti-Demokrat. Ich lade Sie ein, mit mir zu streiten.

Aber in jedem Fall sollten auch Sie die Meinungsfreiheit in diesem Land und seine freien Medien verteidigen. Freiheit stirbt nicht nur durch den Druck, der auf sie ausgeübt wird. Freiheit stirbt durch Schweigen und Feigheit, durch Anpassung und Duckmäusertum. Das lassen wir nicht zu."

Lässt einen betroffen zurück.

 

 

 

Wenn es etwas passiert, das ich selbst mangels Erfahrung und Qualifikation nicht beurteilen kann, dann frage ich die, die sich damit auskennen. Einer der sich auskennt ist der, der Menschen in den Kopf guckt wie Prof. Dr. Meins, Neuropsychologe, Neurologe und Psychologe. Seine Ferndiagnose in Kenntnis nur eines Teils des "Manifests" liest man hier und sie klingt schlüssig.

Vor allem wird sie in Bezug auf die Geisteskrankheit bestätigt durch eine Psychiaterin, die von Schizophrenie spricht.

Der heftigst angegangene Prof. Meuthen hat sich in einer verzweifelt-appellierend klingenden Erklärung an die Öffentlichkeit gewandt und versucht, den umgehen hergestellten Konnex zwischen der Tat und seiner Partei zu entkräften.

Er zitiert u.a. aus dem wohl nicht mehr zugänglichen Manifest des Täters wie folgt:

"Parallel zu diesen ersten Eindrücken [Anm.: Nach "5, 8 oder 12 LebensTAGEN", wie R. sich zu erinnern glaubt] vernahm ich eine Stimme in meinem Geist, der nun zum ersten Mal einsetzte, die allerdings nicht freundlich war und lautete: „Oh, das ist ja blöd, ich bin in die Falle gegangen“."

"Ich begann mit dieser Situation umzugehen und nach einigen Wochen fing ich an direkt in meiner Studentenwohnung mit den unsichtbaren Menschen zu sprechen. Ich wollte nicht direkt bei der Polizei eine Anzeige stellen, sondern erst einmal abwarten."

"Wenn ich mal kurz vergesse, dass ich bis zum heutigen Tag niemals eine Privat- oder Intimsphäre hatte, gibt es etliche Ereignisse, die Weltgeschichte geschrieben haben, die auf meinen Willen zurückzuführen sind und ich könnte mich deshalb gut fühlen. Es wurden zwei verbrecherische Regime beseitigt, die USA justiert ihre Großstrategie nach meinen Vorstellungen aus und Hollywoodfilme wurden nach meiner Inspiration verfilmt."

"Das alles kann kein Zufall sein:

- Der Irak und Afghanistan Krieg (vor allem in der Art und Weise wie sie geführt wurden)
- Die Personalien beim DFB, die Trainerstationen von Jürgen Klopp
- Der Lehrstuhl „Internationales Management“ an der Universität Bayreuth
- Die aufgezählten Hollywood-Filme
- Das nun ein Milliardär in den USA meine Politikempfehlung umsetzt"

"Als ich nur wenige Jahre alt war, schwor ich mir, wenn ich damit richtig liege, dass ich überwacht werde, dann gibt es Krieg!"

 

Leider sind die übrigen Stellungnahmen etwa von Herrn Pazderski nicht geglückt, das mag mit dem Druck zusammenhängen, unter dem die AfD derzeit steht.

21.2.2020

 

 

 

BKA-Chef Münch spricht heute von einer offensichtlich "schweren psychotischen Krankheit" des Täters.

Wenn Rechtsradikalismus ein großes Problem ist, was uns nur die Sicherheitsbehörden sagen können, dann ist "Hanau" der komplett falsche Aufhänger für den Kampf gegen dieses Problem. Fast unbemerkt von der Öffentlichkeit ist vor einigen Tagen ein massiver Schlag gegen die Szene mit 12 Festnahmen gelungen. DAS wäre ein Aufhänger, dazu hat aber keiner was mit Blick auf die AfD gesagt und dabei wäre das eine Konstellation, bei der man Querverbindungen offenlegen könnte, würden sie existieren. Die 12 Kerle samt ihrer Spießgesellen sind zwar offensichtlich bekloppt, weil sie Rechtsterroristen sind, aber in jedem sonstigen Sinne wären sie zurechnungsfähig und wenn die behauptete Querverbindung bestünde, dann könnte man das in diesem Fall mittels harter Fakten nachweisen, denn dann hätten sich die Heinis von Curio-Reden im Bundestag ...

(hallo Herr Kuhle!)

inspirieren lassen. Wenn das dann der AfD nicht das Genick bräche, was denn sonst? Stattdessen nichts, jedenfalls nicht dass ich etwas gehört hätte.

"Hanau" lässt angesichts der offensichtlichen schweren psychischen Erkrankung des Täters auch für jeden politisierten Hobbypsychologen den nötigen Interpretationsspielraum für Kausalketten und hiervon wird gerade bei twitter auch reichlich Gebrauch gemacht.

Sehr interessant ist auch Folgendes: Das Bekennerschreiben gibt es offensichtlich in zwei Varianten, die "in weiten Teilen"  inhaltsgleich sind. Eines hat der Täter hinterlassen, eines soll er vor einigen Monaten an den Generalbundesanwalt geschickt haben. Heute erklärt der Generalbundesanwalt den Inhalt des Bekennerschreibens für zutiefst rassistisch erachtet, das ihm zuvor übersandte Schreiben wies aber damals nach dortiger Auffassung weder einen rechtsextremistischen noch einen rassistischen Tenor auf. Was gilt denn nun?

Im Übrigen scheint der Täter bereits auffällig geworden zu sein. So suchte er wohl mehrfach Hilfe bei einem "Mentalcoach", der sich jetzt auch zu Wort gemeldet hat. Was mag familienintern vorgegangen sein, dass sich der Täter lieber einem völlig Außenstehenden mit aus meiner Sicht zweifelhaften Qualifikationen anvertraut als der eigenen Familie?

Und nicht nur das - er soll auch gegenüber Behörden vor einigen Jahren auffällig geworden sein und zwar wegen "illegaler Überwachung", ohne dass man reagiert hätte. Das muss aufgeklärt werden und zwar auch deshalb, weil er ohne Probleme an eine Waffenbesitzkarte kam.

21.2.2020

 

 

 

Wenn die demokratischen Handschuhe ausgezogen werden ist André Schulz von der Hamburger Polizei nicht weit. Übel.

Ebenso übel der Postillon, der - haha - vermeldet, die AfD trauere um einen verlorenen Wähler. Echt gelungen Leute.

Währenddessen hat Robert Habeck auch ein Interview gegeben und das launige Ende sieht man hier. Entlarvend.

21.2.2020

 

 

 

 

Hanauer Anzeiger: Wer ist Tobias Rathjen? Unter diesem Link fand man gestern noch die Kandidatenliste der Grünen vor Ort, auf der der Vater Rathjens vertreten war. Keine Sippenhaft, ganz klar, aber ein Hinweis auf die Sozialisation (oder Nichtsozialisation) des Täters.

21.2.2020

 

 

 

 

Ich wollte es erst nicht glauben, aber bei Illner gestern - die rechte gefahr - saßen auf der Couch Claudia Roth, Kübra Gümüsay, ein Hansel von der Antonio Amadeu-Stiftung namens Quent, Jannine Wissler (marx 21) und Armin Laschet. Dazu muss man nichts mehr sagen.

21.2.2020

 

 

 

 

 

Hier eine Stellungnahme von Boris Reitschuster: "Schamlose Instrumentalisierung". Die JF hat weitere Reaktionen zusammengetragen.

21.2.2020

 

 

 

 

 

Keine Seite ohne den Blick aus der Schweiz. Und hier einen IN die Schweiz, deren Bevölkerung schon wegen des abgeleisteten Militärdienstes hochgerüstet ist. Ernüchternd. Wir machen etwas falsch.

21.2.2020

 

 

 

 

 

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21.2.2020

 

 

 

Es kommt jetzt natürlich im Nachgang zur Diskussion über eine abermalige Verschärfung des Waffenrechts, vornehmlich aus rot-grünen Kreisen. Diskutiert wird ein Psychotest für jeden Besitzer einer Waffenbesitzkarte, Generalverdacht also. 

Gleichzeitig berichtet ntv über den Täter /"Hanau-Schütze hatte Kontakt mit Behörden") 

"…Er habe darin Strafanzeige gegen eine unbekannte geheimdienstliche Organisation gestellt und zum Ausdruck gebracht, dass es eine übergreifende große Organisation gebe, die vieles beherrsche, "sich in die Gehirne der Menschen einklinkt und dort bestimmte Dinge dann abgreift, um dann das Weltgeschehen zu steuern …

Auch der Vater des mutmaßlichen Täters sei in der Vergangenheit im Kontakt mit Behörden aufgefallen, durch verschiedene Schreiben wie etwa Beschwerden…",

weshalb ich mich erneut frage, warum so einer eine Waffenbesitzkarte haben durfte. Die Unzuverlässigkeitskriterien sind ja bekannt und wenn einer gegenüber Behörden von einer unbekannten geheimdienstlichen Organisation schwafelt, die sich in menschliche Gehirne einklinkt, dann wäre das für mich als Behördenmitarbeiter Anlass genug für eine Überprüfung. Man darf gespannt sein, ob und wenn ja wie das erklärt wird. Ich vermute, es passiert nichts und das wird mit der Verschärfung des Waffenrechts verkleistert.

22.2.2020

 

 

 

Das sind halt dumme Reaktionen wie die von Jens Maier, Bundestagsabgeordneter AfD:

Liebe Freunde und Mitstreiter, wir erleben aktuell eine durch #Politik, Medien und Vertreter der sog. #Zivilgesellschaft extrem aufgeheizte, #pogromartige Stimmung gegen die #AfD. Die Lage ist hochexplosiv. PASST AUF EUCH AUF! #Hanau

 

Ich hätte mir insgesamt mehr Ruhe und Souveränität gewünscht, zu der auch Selbstkritik gehörte, ob man wirklich alles getan hat, um solchen Vorwürfen den Wind aus den Segeln zu nehmen. Das hat man nicht.

22.2.2020

 

 

 

 

Die oben aufgeworfenen Fragen werden auch an anderer Stelle gestellt. Was ist mit der Verantwortung der staatlichen Behörden, die vom Täter selbst auf seine Auffälligkeiten aufmerksam gemacht wurden ohne dass es auch nur eine Konsequenz gegeben hätte? Rührt der schrille Ton auch daher?

22.2.2020

 

 

 

Zwischenbilanz.

Es kehrt etwas Ruhe ein, man kann wieder etwas klarer sehen. Ich bin aber nach wie vor schockiert, was in diesem Land möglich ist.

Die Israelis sind bekannt für ihre Resilienz, also ihre „psychische Widerstandskraft; Fähigkeit, schwierige Lebenssituationen ohne anhaltende Beeinträchtigung zu überstehen“ wie das Internet so etwas definiert.

Bei uns unmöglich, obwohl wir mehr als einmal einen Leitfaden zum richtigen, vernünftigen Umgang mit Anschlägen an die Hand bekommen haben.
Abwarten, keine Vorverurteilung, keine Instrumentalisierung, die Ermittlungsbehörden machen lassen, kein Hass, keine Hetze, Ruhe bewahren.
Goldene Worte, die ich voll unterstreiche.

Und was war jetzt? Die Schüsse waren kaum verhallt, die Trauer um die Opfer hatte gerade eingesetzt, da lief die Maschine an.
Die AfD habe Mitschuld, es handle sich um Opfer von rechtem Hass und rechter Hetze, ich muss das nicht alles wiederholen, es ist bekannt.

Damit wurde alles umgehend über Bord geworfen, was uns die sogenannten Eliten dieses Landes immer und immer wieder als zwingend vorgegeben und in anderen Fällen auch selbst so gehandhabt hatten.

Nicht so im Fall Rathjen und zwar selbst dann nicht, als klar wurde, dass der Täter eine zutiefst gestörte Persönlichkeit aufwies, BKA-Chef Münch sprach nach Prüfung von einer „schweren psychotischen Krankheit“ Rathjens.

Hielt das den Furor auf? Nein. Es wurde immer noch schlimmer, sogar einen Mainzer SPD-Fasnachter haben sie pflichtschuldigst in der Bütt toben lassen, als passte diese Tragödie auch nur ansatzweise zur Meenzer Fassenacht. Aber die Jagdsaison war ja flächendeckend eröffnet.

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Wie hätte man insbesondere vor der politischen Einordnung stattdessen reagieren müssen?

Zunächst einmal hätte es sicher einer psychiatrischen Exploration der Persönlichkeit des Täters mit den zur Verfügung stehenden Mitteln bedurft.
Bis zu einem gewissen Grad scheint das geschehen zu sein, die „schwere psychotische Krankheit“ ist erwähnt und wohl nachgewiesen.

Seit wann kann man vom Vorliegen, zumindest von der Manifestation dieser Erkrankung ausgehen?

Dann hätten die familiären Verhältnisse aufgeklärt werden müssen.
Nach den vorliegenden Anhaltspunkten scheint der Vater des Täters, der 2011 für die Grünen auf kommunaler Ebene kandidiert hatte, ein mehr als schwieriger Charakter mit angeblich querulatorischen Wesenszügen zu sein.
Welchen Einfluss hatte er auf die Persönlichkeitsentwicklung des Täters?

In welchen Kreisen bewegte sich der Täter gesellschaftlich, vor allem aber politisch?

Welchen Einfluss hatte die „schwere psychotische Krankheit“ auf die politische Sicht des Täters, was zweifelsohne davon abhängig ist, ab wann die Erkrankung bestand oder zumindest so ausgeprägt war, dass sie Einfluss auf Entscheidungen des Täters nehmen konnte?

War der Täter in psychiatrischer oder psychologischer Behandlung und wenn ja, seit wann und mit welchen Ergebnissen?

Wie ist zu bewerten, dass er sich bereits vor Jahren an Behörden gewandt und eine „illegale Überwachung“ moniert hat?

Wie ist zu bewerten, dass er sich vor einigen Monaten mit einem Schreiben an den Generalbundesanwalt gewandt hat, das in weiten Teilen identisch sein soll mit seinem aktuellen Bekennerschreiben, die Generalbundesanwaltschaft aber seinerzeit weder einen rassistischen noch einen rechtsextremen Inhalt erkennen können wollte, heute aber schon?

Wie ist zu bewerten, dass angesichts dieser Aktivitäten offensichtlich niemand auf die Idee kam, der Sache nachzugehen und beispielsweise zu prüfen, ob man diesem Mann überhaupt eine Waffenbesitzkarte geben kann oder sie ggf. entziehen muss?

Ich erwähne das, weil nun wieder massiv moralischer Druck beispielsweise auf die Schützenvereine ausgeübt wird und zwar via erneuter Verschärfung des Waffenrechts, so dass sich zwei führende Köpfe unseres Schützenvereins zur Veröffentlichung von Porträtfotos veranlasst sahen, die versehen waren mit der Erklärung, man sei Sportschütze und kein Attentäter.

Ich denke also, es gab Grund und Anlass gerade genug, politische Reaktionen zurückzustellen und die Angelegenheit so zu behandeln, wie man es uns immer wärmstens (und völlig zu Recht) empfohlen hat – Ruhe, Ruhe, Ruhe, keine Vorverurteilung, keine Pauschalisierung, kein Hass, keine Hetze.

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Vor diesem Hintergrund mag man sich den alles, inbesondere die Trauer, den Anstand und die Verantwortung über Bord werfenden typisch teutonischen Furor – einsetzend unmittelbar nach der Tat, ungebremst, hasserfüllt, schäumend, bar jeder Faktenkenntnis - noch einmal vergegenwärtigen.

Für mich ist klar – die grobe Verletzung des Handlungskanons, den man angeblich in solchen Fällen fährt und den man der Bevölkerung sonst auch als zwingend vorgibt, zeigt nur, dass es hier primär nur um die politische Agenda ging.
Man hat erkannt, dass das dem politischen Gegner sehr stark schaden kann und hat seine Propagandamaschine angeworfen und nie wieder ausgeschaltet.

Und wer von uns Bürgern auf diesem Karren mitgefahren ist, wer ebenfalls in dieses Horn gestoßen hat, beweist damit, worum es ihm selbst auch ging - sein kleinbürgerliches Mütchen zu kühlen und eine ungeliebte, gleichwohl demokratisch gewählte und damit legitimierte Kraft in die Pfanne zu hauen, was menschlich so unter aller Kanone ist, dass ich jetzt besser zu diesem Punkt schweige.

Wohlgemerkt, es geht nicht darum, ob die AfD geliefert hat oder nicht, es geht schlicht um die Pflicht, in Fällen wie diesem, in dem wir als Gesellschaft herausgefordert sind, abzuwarten, bis die zur Klärung berufenen Behörden ein klares Bild haben, um DANN die richtigen Schlüsse und Konsequenzen zu ziehen.
Von diesem an sich klaren Grundsatz ist man aus durchsichtigen und verachtenswerten Gründen abgewichen.

Und noch etwas. Es gab plötzlich ca. 30 Millionen Hobbypsychologen, für die klar war, dass die Tat geschehen konnte, weil beispielsweise Beatrix von Storch und Gottfried Curio im Bundestag gesprochen haben, man müsse nur das „Manifest“ des Täters und beispielsweise die Reden Curios nebeneinanderlegen. Schon auf den ersten Blick völlig abwegig, aber wenn schon denn schon alter deutscher Spruch.

Dabei liegt man also nicht nur massiv schief, man übersieht auch den naheliegenden Gedanken, dass wenige Tage zuvor 12 mutmaßliche Rechtsradikale festgenommen wurden, die zu einer Gruppe namens „Der harte Kern“ gehören und nun wirklich und wahrhaftig – vorsätzlich, zurechnungsfähig und mit Überlegung - den Umsturz u.a. mittels Moscheeattentaten geplant haben sollen.
Ich habe darüber gelesen, keiner von diesen Kreaturen beruft sich auf die AfD. Es bestehen auch keine Querverbindungen, die bestanden haben müssten, wäre die AfD „der politische Arm des Rechtsterrorismus´“, wie man uns dauernd vorleiert im Falle des Psychopathen Rathjen.

Und jetzt zur AfD.
Klar ist, dass die AfD viel zu viel Angriffsfläche geboten hat. Am Schluss war es dann ein „Missverständnis“, ein „Malbuch“, eine doppeldeutige Formulierung zu viel, als dass man als Liberal-Konservativer davon ausgehen konnte, sie sei vielleicht doch die bürgerliche Alternative, die dieses Land bitter benötigt.

Und natürlich hat sie zur Spaltung der Gesellschaft beigetragen, die allerdings von den Medien und der Merkel-Administration ebenfalls in einer Weise betrieben wird als stünde sie als verpflichtendes Regierungshandeln im Grundgesetz.

Die AfD hat auch das gemacht, was sie jetzt ihren Gegnern vorwirft, Anschläge umgehend instrumentalisiert.

Sie kann es trotz einiger sehr fähiger Köpfe also nicht, auch wenn sie natürlich nicht der apokalyptische Reiter ist, als der sie jetzt auch wieder beschrieben wurde, das ist lächerlich.

Dabei wäre das jetzt ihre Zeit, alle anderen zerlegen sich vor unseren Augen und die Grünen sind wie die Ex-SED zumindest für mich unwählbar, aber das entscheidet natürlich jeder für sich selbst.

Aber nun gut. Es wird sich wieder eine politische Heimat für Leute wie mich finden, die dann gerne Steuern bezahlen und sich in diesem Land wieder zuhause fühlen ohne Auswanderungsgedanken, wenn sich der Staat auf seine Kernkompetenzen beschränkt und seinen Bürgern jede nur denkbare Freiheit lässt, mich mit Nudging und Gender verschont und meinen Kindern und Enkeln eine Zukunftsperspektive eröffnet.

Ich hoffe, dass sich dann auch die eingangs erwähnte Resilienz durchsetzt, man wieder das Gemeinsame findet und nicht jede Mücke zum Elefanten aufbläst, denn die Gesellschaft wird ja wirklich von rechts, links und vor allem auch von den Islamisten belagert und bedroht.

Es wird nur nicht funktionieren mit dieser Administration und es wird nicht funktionieren ohne eine völlig Neustrukturierung der Öffentlich-Rechtlichen mit ihrem Reschke´schen Erziehungsauftrag.
Ich blicke mit Hoffnung über den Ärmelkanal.
Wer Restle & Friends tatsächlich sehen will soll halt dafür bezahlen. Ich wette, es würde friedlicher in diesem Land.

Nachklapp 26.2.2020: Ich bin mit dieser Meinung nicht allein. Werner Münch war Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt.

22.2.2020

 

 

 

 

 

Der Verband der Sportschützen mit einer guten Erklärung, die auch den Finger in die Wunde legt.

25.2.2020

 

 

 

 

Die Parteiführung will die eigene verbale Abrüstung, ein guter erster Schritt.

25.2.2020

 

 

 

 

Für die Abrüstung muss auch die AfD sorgen.

25.3.2020

 

 

 

 

 

 

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