Was rot-grün-rot für dieses Land bedeutete, weiß jeder und er kann sich nachher nicht beklagen, er habe es nicht gewusst. Damit meine ich nicht nur die völlig absurde Bürgerschröpferei, ich meine vor allem den IQ der Beteiligten. Frau Hennig-Wellsow leitet ja mit der Stalinistin Wissler den Ex-Stasi-Schuppen und bleibt bei ihrem Nein zur Nato. Olaf Scholz hatte da bekanntlich gewisse Bedingungen gestellt, an die er angesichts der linken Orks in seiner Partei vermutlich selbst nicht glaubt. Frau Hennig-Wellsow weigert sich aber standhaft, über dieses goldene Brückchen zu gehen. Wie dumm muss man sein? Daher - all die blöden roten Ideen zum Abgreifen von Steuerkohle muss man unbedingt glauben, weil die selbst dran glauben und das dann tatsächlich umzusetzen gedenken, die Folgen sind egal, venceremos.

8.9.2021

 

 

Die CDU soll unter 20% abgerutscht sein, die SPD bei 25%. Unfassbar. 

Gabor Steingart heute:

"1. Olaf Scholz ist relativ gesehen stärker als Laschet, aber nicht wirklich stark. Auch mit den Grünen kann er, anders als seinerzeit Gerhard Schröder, keine Koalition bilden. Es reicht hinten und vorne nicht. 399 Sitze braucht man laut Forsa zur Kanzler-Werdung. Rot-Grün schafft derzeit nur 366 Sitze.

2. Einem rot-grün-roten Bündnis fehlt nicht nur die wirtschafts- und finanzpolitische Vernunft, sondern auch die gesellschaftliche Akzeptanz. Mit 418 Mandaten ließe sich eine solche Regierung bilden, aber keine stabile. Oder um es mit dem kolumbianischen Philosophen Nicolás Gómez Dávila zu sagen: Das wahre Ausmaß des Desasters wird sichtbar, wenn die Linke hält, was sie verspricht.

3. Die FDP – und hier insbesondere Parteichef Christian Lindner – ist Laschets treuester Verbündeter. Man kennt und schätzt sich aus der Zusammenarbeit in NRW, wo man am 27. Juni 2017 eine schwarz-gelbe Koalition installierte. Als Trauzeuge einer politischen Liebesheirat des Paares Scholz-Baerbock will einer wie Lindner nur ungern die Kerze halten.

4. Die FDP wäre im Bündnis mit einer nach links verrutschten SPD und einer in Teilen wirtschaftsfeindlichen Umweltpartei nur der nützliche Idiot. Wichtige Elemente einer liberalen Agenda wie die Senkung der Unternehmenssteuern, das Zurückdrängen des Staates und die private Altersvorsorge werden von Rot-Grün nicht nur abgelehnt, sondern bekämpft. Die rechnerische Mehrheit von Rot-Grün-Gelb (479 Mandate) übersetzt sich daher nicht in eine Gestaltungsmehrheit, auch wenn das Team Scholz mit dem Terminus eines „progressiven Modernisierungsbündnisses“ um die Gunst der FDP wirbt.

5. Die eigentliche Machtbasis der FDP, der soziologische Mittelstand und die Familienunternehmer, würde die Unterstützung einer rot-grünen Regierung als Verrat betrachten. Deshalb dürfte Lindner vieles tun, um Jamaika neu zu beleben oder eine Deutschland-Koalition aus SPD, Union und FDP zu schmieden. Die wäre der liberalen Klientel bekömmlicher, weil bürgerlicher, selbst wenn der Kanzler dann Scholz hieße und Laschet in Düsseldorf bliebe.

6. Solange die FDP mit ihren Stimmen die Schwäche von CDU und CSU ausgleichen kann, ist die Jamaika-Koalition, ein Bündnis zwischen Union, Grünen und Liberalen, nicht vom Tisch. Derzeit reicht es für 430 Mandate. Der Pluspunkt dieser Kombination: Der bürgerliche Teil der grünen Wähler, also jene, die zwischen 2017 (Grüne: 8,9 Prozent) und heute (Grüne: 17 Prozent) neu hinzugekommen sind, hat wenig Lust auf die Traditionsbataillone der SPD. Sie schätzen Scholz – aber fürchten seine linken Freunde.

7. Der soeben von Forsa gemessene Tiefpunkt für die Union wird im konservativen Lager, also bei Unternehmern, Kirchen und Senioren, als Weckruf verstanden. Diese Kernklientel will Laschet, Merz, Söder und Co. jetzt nicht lamentieren, sondern kämpfen sehen. Oder um es mit Peter Sloterdijk zu sagen: Die Miene muss heiterer sein als die Lage – das versteht jeder, der von Berufs wegen lächelt." 

 

Gestern übrigens Christoph Prantner, der Berlin-Mann der NZZ:

Und er bewegt sich doch. Endlich hat der Wahlkampf mit einem harten Schlagabtausch in der letzten regulären Sitzung des Bundestages vor dem Wahltag Tempo aufgenommen. Die Kanzlerkandidaten haben einander nichts geschenkt, die Parteien haben sich gegenseitig in die Mangel genommen. Klare Unterschiede in Weltsicht und Vision wurden deutlich – trotz dem allenthalben in Deutschland als unzulänglich empfundenen politischen Spitzenpersonal. Die Bürger bekommen am 26. September tatsächlich das, was in der Debatte in Berlin mehrfach anklang: eine «Richtungswahl».
An der Schwelle zur «Epochenwende» (Armin Laschet) mag die Zahl der theoretisch möglichen Koalitionsvarianten gross sein, an der politischen Weggabelung weisen die Schilder dennoch nur in zwei Richtungen: hier entlang zur zentralistisch organisierten, staatsgläubigen Gesellschaft – und dort zur vergleichsweise liberalen und marktorientierten Ordnung. Das sind die Optionen, die zur Wahl stehen.

 

Und heute hat Prantner in der NZZ nochmals nachgelegt:

Thema des Tages: Die Zerstörung der CDU mit Angela Merkel
Müde, desinteressiert und lustlos – so wirkte Angela Merkel in den vergangenen Monaten, wenn es um Parteiangelegenheiten ging. Aus der Auseinandersetzung um den Vorsitz der CDU hielt sie sich in der Öffentlichkeit ebenso heraus wie aus dem erbitterten Konflikt um die Kanzlerkandidatur zwischen Armin Laschet und Markus Söder. In den Wahlkampf wollte sie sich mit dem Hinweis auf ihr Amt als Bundeskanzlerin ebenso wenig einmischen. Zeitweilig machte Merkel sogar den Eindruck, als würde sie ihre eigene Partei am 26. September selbst nicht mehr wählen wollen.
Laschet in der Bredouille
Vor einigen Tagen allerdings hat Merkel ihre Zurückhaltung fahrenlassen. Bei Pressekonferenzen und in der jüngsten Grundsatzdebatte im Bundestag sprang sie dem schwer in Bedrängnis geratenen eigenen Kanzlerkandidaten plötzlich bei. Sie tat das so vehement, dass manche Beobachter in Berlin nun glauben, sie könnte der Union in letzter Sekunde den Wahlkampf retten. Dabei hat die Bredouille, in der sich Armin Laschet befindet, vor allem mit ihrer mehr als 18 Jahre währenden Ära als CDU-Chefin zu tun: Es ist Merkels Werk und Laschets Beitrag.
Sie hat ihren Nachfolgern, wie es der christlichdemokratische Historiker Andreas Rödder ausdrückt, eine «inhaltlich entkernte Volkspartei» hinterlassen. Diese Partei ohne jegliche Ecken und Kanten bot den politischen Gegnern über Jahre keine brauchbaren Angriffsflächen. Merkel gewann Wahlen, weil sie Widersacher demoralisierte und Konkurrenzparteien demobilisierte. Nun tut es ihr Laschet mit der geerbten Allerweltspartei gleich – diesmal allerdings in den eigenen Reihen und nicht bei den politischen Wettbewerbern der Union.
«Inhaltlich entkernte Volkspartei»
Wahlen seien kein Erntedankfest, sagen erfahrene Politikberater zuweilen. Laschet muss sich den Vorwurf gefallen lassen, die sklerotische Union in der kurzen Zeit seines Parteivorsitzes inhaltlich nicht neu aufgeladen zu haben. Ebenso wenig konnte er die klaffende programmatische Lücke mit einer flamboyanten Persönlichkeit überdecken. Dafür fehlt dem soliden Rheinländer schlicht das Charisma. In den Meinungsumfragen grundeln CDU und CSU deshalb neuerdings bei früher kaum vorstellbaren 20 Prozent Zustimmung.
Doch es wäre billig, das Zögern der Kernwählerschaft nur Armin Laschet anzulasten. Einen grossen Teil der Verantwortung trägt diejenige, die manche nun als Retterin in der Not sehen: Angela Merkel. Allein dass sie jüngst – ausgerechnet neben dem zweifellos politisch scharf profilierten Österreicher Sebastian Kurz – betonen musste, dass «ein gewaltiger Unterschied» zwischen ihr und dem Kanzlerkandidaten der SPD, Olaf Scholz, bestehe, spricht Bände. Besser lässt sich inhaltliche Beliebigkeit nicht illustrieren.
Eine bittere Ironie für die Union
Wie immer die Bundestagswahl ausgeht, die Union wird sich inhaltlich regenerieren müssen – ob nun auf der Oppositionsbank oder in der Regierung. Dazu wird auch der CSU-Chef Markus Söder aktiv beitragen müssen, der monatelang keine Gelegenheit ausgelassen hat, Armin Laschet in der Öffentlichkeit schlechtzumachen. Auch Söders Ego, so viel lässt sich taxfrei sagen, hätte es schwer gehabt, die offensichtlichen inhaltlichen Schwächen der CDU/CSU im Wahlkampf auszubügeln.
Die bittere Ironie, mit der die Union bis zu einem womöglich katastrophalen Wahltag leben muss, ist: Erst wenn ihre vorgebliche «Retterin» die politische Bühne definitiv verlassen hat, kann die Partei beginnen, sich von Angela Merkel zu erholen.

8.9.2021

 

 

Fundstück über Scholzens Olaf heute auf FB:

" Er war Oberbürgermeister, als seine Finanzbehörde auf die Rückzahlung von fast 50 Millionen der Warburg-Bank verzichtete.

Er war Oberbürgermeister, als die Kontrolle über die Randalierer beim G20 Gipfel verloren ging und Linksradikale Hamburg in Schutt und Asche legten.

Er war Finanzminister, als einem Börsenunternehmen der größte Bilanzbetrug in der Geschichte gelang.

Er war Finanzminister als dieses Land Weltmeister bei Steuern und Abgaben der Bürger wurde.

Er war Finanzminister, als dieses Land sich so hoch verschuldete wie noch nie.

Er führt in allen Umfragen.

Wir scheinen tatsächlich keine Leistungsgesellschaft zu sein!"

8.9.2021

 

 

 

Die "Silverstar" im Europapark ist nichts gegen das hier. Allensbach sieht die SPD bei 27%, die CDU bei 25% (-1%) und plötzlich die FDP unter 10%, was vieles durcheinander wirbeln würde. Wo sind die Stimmen hin, wenn sie gewandert sind? 

Aber - cool bleiben, es entscheiden nicht Umfragen, sondern das, was die Wähler am Wahltag tun.

9.9.2021

 

 

 

 

Katja Kipping ist zwar auch gruselig, aber deutlich intelligenter als die Damen Hennig-Wellsow und Wissler.

Koalitionsdebatte bei Lanz "Könnten bei NATO zu Einigung kommen"

9.9.2021

 

 

 

Ich hätte nicht gedacht, dass ich diesem Pfau mal uneingeschränkt Beifall zolle.

9.9.2021

 

 

 

Als würde die Laschet-Titanic nicht schon genügend krängen, bohren die jetzt noch weitere Löcher in den Kahn.

S-HS-Ministerin Karin Prien (MP Günther!), von Laschet ins "Zukunfts-Team" geholt: "Was sucht Herr Maaßen in der CDU? ...Sagen wir mal so. Ich bin von Leistungssportlern immer wieder fasziniert.“

SPD-Kandidat Frank Ullrich war Biathlet. Aber eigentlich passt das. Die Zukunft der CDU liegt offensichtlich in der Opposition. 

9.9.2021

 

 

 

Heckenschützen bleiben Heckenschützen, auch wenn sie es durch den Blume sagen.

Und das von Leuten, die die CSU auf 28% heruntergerosst haben.

Marc Felix Serrao, NZZ Berlin in seinem Artikel "Der größte Wahlhelfer der SPD ist die CSU":

Falls die Union am 26. September ein historisch schlechtes Ergebnis erzielt und möglicherweise gar hinter der totgeglaubten SPD landet, dann könnte sich nicht nur Armin Laschet bei Markus Söder bedanken. Im Feuer der Eitelkeit des Bayern werden voraussichtlich auch etliche CSU-Mandate verkohlen. Oder wie es der Sozialdemokrat Stegner sagen würde: Das hat geholfen.

 9.9.2021

 

 

 

 

Sixt und seine Werbeagentur. Mal wieder. Thumbs up!

Und Herr Kurz aus Wien findet das passende Wort für rot-grün-rot: Totalausfall. Thumbs up again!

10.9.2021

 

 

 

 

Upps, mit der FIU ein weiterer Laden, den der famose Kandidat Scholz nicht im Griff hat und das Ganze so zu stinken scheint, dass die Staatsanwaltschaft ausschwärmt und Finanz- und Justizministerium durchsucht. Scholz war nicht da, aber wir wissen ja - wenn es brennt, sitzt der Herr in der Elbphilharmonie.

10.9.2021

Hier geht´s zur Übersicht Ebene #1