Wie soll man das nun nennen? Die Vollendung Merkel´scher Politik, den Super-GAU, die endgültige Eliminierung des konservativen Parts der CDU oder einfach nur unfassbar (im Ergebnis immer dasselbe)? Die Brandenburgische CDU flirtet für die Zeit nach der Landtagswahl 2019 mit einer Koalition mit den Linken. In Mauermörderland eine bürgerliche Koalition mit der Ex-Stasi-, der Ex-Mauermörder-Partei? CDU-Senftleben ist jedenfalls ein großer Fan von Merkel´s Flüchtlingspolitik und daher hat die OHL ersichtlich nichts gegen den Flirt, ich habe jedenfalls nicht gehört, gesehen oder gelesen, dass sie Senftleben zurückgepfiffen hätte. Da neben Merkel ein Pantoffeltierchen Identitätsprobleme bekäme, läuft hier die Testphase für den Bund, doppelt genäht hälft besser, wer weiß, was die politische Zukunft einem so bringt.

14.4.2018

 

 

Das manager-magazin orakelt - Merkels Wohlstandsillusion platzt 2019. Zitat: "... Nun rächt sich, dass Angela Merkel nur auf Verteilen und Verwalten, statt auf das Sichern der Zukunft gesetzt hat..."

Ich notiere das und schaue 2019 nach.

14.4.2018

 

 

Wolfram Weimer über Orbans Erdrutschsieg, die Arroganz der EU und die Folgen für Merkel and Friends.

18.4.2018

 

 

Alles, was ich geschrieben habe, ist schlimmer geworden“. Thilo Sarrazins Retrospektive.

21.4.2018

 

Es wetterleuchtet, ganz wie angekündigt als Ergebnis der Politik dieser Totalversagerin im Kanzleramt.

Man merkt es auch an den Randnotizen wie dieser hier. Platznot in deutschen Gefängnissen, in Baden-Württemberg bis 100 Prozent und zwar nicht deshalb, weil Hans und Franz plötzlich flächendeckend durchgeknallt sind. Das Gefängnispersonal beklagt sich auch über zunehmende Übergriffe einer gewissen, in Rudeln auftretenden Klientel mit handfester Verwandtschaft draußen, die gerne mal auf einen Besuch bei der Familie des Schließers vorbeischaut.

Da wird sich auch nicht so schnell was ändern, im Gegenteil, Gefängnisse baut man nicht mal eben wie den Baumarkt umme Ecke, Zuwanderung aus prekären Ecken gibt´s trotzdem weiter. Volker Kauder hat nun gefordert, die Zustände in deutschen Gefängnissen zu verbessern und der Strafvollzug dürfe nicht weiter vernachlässigt werden. Ich dachte, er und seine Spezis seien die, die Veränderungen bewirken müssen, weshalb das mit dem "fordern" auch unter Berücksichtigung der Länderkompetenz etwas irritiert und die Erklärung, der Strafvollzug dürfe "nicht weiter" vernachlässigt werden, besagt ja auch schon viel über die Qualität der von den berufenen Geistern geleiteten Arbeit. Einfacher und billiger scheint es mir zu sein, für weniger Input zu sorgen, aber da seien Angela und Allah vor.

Weitere Randnotiz ist die nach Schätzung des  DIW ab 2025 milliardenschwer auftretende Rentenlücke, die geschlossen werden muss. Nicht von mir, ich mache winke-winke, aber von meinen Söhnen. Es wird allerorten gemurrt, aber auf den deutschen Michel kannst dich verlassen, der zieht den Karren auch dann noch, wenn er bis zum Bock in der Scheiße steckt.

Auch der Wohnungsmarkt ächzt, der Verdrängungswettbewerb läuft, weil man Millionen, meist aus rückständigen Kulturen stammende Menschen ungeachtet der Ressourcen hereinströmen ließ, die nachgeordneten Behörden und der deutsche Michel werden es schon richten.

1.5.2018

 

 

Nicht mehr mein Land. Jürgen Domian hat die Schnauze voll. Gut gebrüllt, Löwe, auch wenn ich meine, dass nicht der Islam zu Deutschland gehört, sondern die Muslime, die dieses derzeit kranke Land gleichwohl lieben und unter dem Schutz des Grundgesetzes leben und glücklich sein wollen.

1.5.2018

 

 

Bittere und krachende Abrechnung eines Notfallmediziners, der die Grenzöffnung 2015 miterlebte.

1.5.2018

 

Man zündet die nächste Stufe zu Lasten der eigenen Bürger. Im Jahre 2022 werden die Investitionsausgaben des Bundes trotz exorbitanter und noch nie dagewesener Steuereinnahmen von 38 Mrd. auf 33 Mrd. Euro gesenkt, obwohl die Infrastruktur die umgekehrte Richtung verlangte. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt, was mit dem "frei werdenden" Geld geschehen soll.

2.5.2018

 

 

Wir leben in interessanten Zeiten, nicht guten, aber interessanten Zeiten. Klar kann man sagen, die Sonne geht nach wie vor auf, die Wirtschaft brummt und es muss in diesem Land niemand wirklich darben. Aber mich erinnert das doch sehr an die je nach Geldbörse mehr oder minder mondänen Vergnügungen am Abend des 14. April 1912 an Bord eines als unsinkbar geltenden Schiffs namens Titanic.  Kann nicht untergehen, was sollen wir Geschwindigkeit reduzieren, warum den Ausguck mit Ferngläsern ausstatten, die Eisbergwarnungen sind nur was für Warmduscher. Das Ende ist bekannt, ich habe bislang noch nicht recherchiert, mit welcher statistischer Wahrscheinlichkeit genau das passieren musste, was passierte. Klar und unstreitig dürfte aber sein, dass das In-den-Wind-schlagen simpelster Vorsichtsmaßnahmen eine mehr oder minder gewaltige Risikoerhöhung darstellte. 

Ich habe mir wegen völliger Zwecklosigkeit allerdings abgewöhnt, mich allzu sehr zu echauffieren und mich entschlossen, meine kleine private Chronistenpflicht zu erfüllen und jeden Schritt, der uns zu dem führt, was wache und in der Folge diffamierte Geister seit Jahren predigen, aufzuzeichnen.

Für mich steht seit langem außer Frage, dass das Gemeinwesen nach und nach unfinanzierbar werden wird, was zur Schröpfung der weniger werdenden Nettosteuerzahler bei gleichzeitigem Herunterfahren der Leistungen an die Schwächsten und Schwächeren führt. Dieses Land wird auch, aber nicht entscheidend unter importierter Gewalt zu leiden haben, dieses Land wird schlicht über kurz oder lang pleite sein. Hinzu tritt neben der zunehmenden Gewalt die Erosion des Bildungsauftrages der Schule, es wird in zunehmendem Maße ein echter Plebs herangezüchtet, der die Zersplitterung der Gesellschaft fördern wird. Klar ist, dass es irgendwann nur noch heißt sauve qui peut, Partikularinteressen und damit Desinteresse an den Bedürfnissen Anderer oder gar Gemeinsamem werden ebenfalls zunehmen. 

Gleichwohl verspüre ich Bewegung, ganz langsam und schwach, eine Bewegung, die sich auch nicht von den Kübeln Jauche aufhalten lässt, die ein linker Freigeist beim Hambacher Schloss auf die Straße gekippt hat. Ich hatte eine Zeit lang Kontakt mit Klaus Kelle und lernte ihn als  eisernen "Unionler" kennen. Er verkörpert den liberalen Konservativismus.

Nachdem man unlängst versuchte, das Neue Hambacher Fest als Wiederkehr des Nürnberger Reichsparteitages darzustellen, hat er sich hiermit zu Wort gemeldet und man spürt das Entsetzen, das ihn angesichts der Reaktionen auf dieses Fest, das nur Selbstverständlichkeiten anstrebte und die völlige Abwesenheit von Umstürzlerischem hin zum Diktatorischen verkörperte, gepackt hat, für einen, der lebt und leben lässt, ein Graus. 

Ich mag die Hoffnung nicht aufgeben, dass die Mitte dieser Gesellschaft doch noch in Bewegung gerät.

7.5.2018

 

 

 

Frau Merkel hält ne Laudatio und wird dann angesichts der Israel-/Iran-Krise staatsmännisch. Aus der verbalen Klempnerwerkstatt einer Unfähigen:

"Die Eskalationen der letzten Stunden zeigen uns, dass es wahrlich um Krieg und Frieden geht ... Die Lage ist extrem kompliziert ... Ich rufe alle Beteiligten zu Zurückhaltung auf."

"Europa muss zeigen, dass es in einer globalisierten Welt nicht Teil des Problems, sondern Teil der Lösung ist ... Deutschland ist gemeinsam mit Frankreich überzeugt, dass wir einen neuen Aufbruch in Europa brauchen ... Europa muss sein Schicksal selbst in die Hand nehmen. Das ist die Aufgabe der Zukunft."

Ach. Ach was. Da fühlst dich als Bürger ob der einmillionsten wolkigen Ankündigung gleich besser. 

Und gleichzeitig redet Jacques Schuster Klartext: Israel hat verstanden. Europa, dieser militärische Wurm, nicht.

11.5.2018

 

 

FAZ-Steltzner: Staatsversagen. Gemeint ist Merkel´s Migrationspolitik.

11.5.2018

 

 

„ … Trotzdem hält Deutschland sich in Verkennung der Realität selbst für enorm einflussreich, und so nimmt man sich hierzulande dann auch das Recht heraus, einerseits Israels Sicherheit zur Staatsräson zu erklären und andererseits den Vertrag mit einem Land wie dem Iran zu verteidigen, das in seiner Absicht, Israel zu zerstören, Reden und Handeln zunehmend in Einklang bringt …“.

 

Man müsste Donald Trump eigentlich dankbar dafür sein, dass er das was unsere Kasperleregierung sonntags so von sich gibt in Sachen Beziehungen zu Israel in Taten umsetzt.

Für den Außenstehenden besteht schon lange der Eindruck, dass man den mit einem Terrorregime vereinnahmten Bimbes höher schätzt als die Beziehungen zu dem Staat, der die Nachfahren der Leute beheimatet, dir unser Land zu Millionen ermordet hat.

 

Das ist peinlich und diese Peinlichkeit hat einen Namen.

14.5.2018

 

 

 

 

" ... Die immer wieder aufflammende Armutsdebatte führt also in die Irre: Wer massenhaft mittellose Hilfsbedürftige ins Land lässt, darf sich über die steigende Zahl armer Antragsteller nicht wundern. Magnetisch wirkt das deutsche Sozialsystem auf Flüchtlinge, weil sie langfristig Anspruch auf dieselben Leistungen wie Einheimische haben, die nach vielen Jahren als Steuer- und Beitragszahler in Not geraten sind. Selbst abgelehnte Asylbewerber bekommen Unterhalt und Wohnungsmiete gestellt. Das ist besonders für Familien attraktiv, weshalb ein großzügig gewährter Familiennachzug auch aus finanzieller Sicht problematisch ist

Ein Paar mit zwei Kindern müsste brutto 2540 Euro im Monat verdienen, um über die Regelbedarfssätze von Hartz IV zu kommen. Also 16,71 Euro in der Stunde – und damit das Doppelte des Mindestlohnes. Mit drei Kindern sind es 3.300 Euro oder 21,70 Euro Stundenlohn bei einer 38-Stunden-Woche. Das schaffen die wenigsten, zumal kaum zehn Prozent der Schutzsuchenden überhaupt einen regulären Job gefunden haben. Das wiederum erklärt, warum sich abgelehnte Asylbewerber so hartnäckig gegen Abschiebungen wehren. 

Die martialischen Ankündigungen, jetzt aber endlich energisch abzuschieben, bleiben ebenso folgenlos wie das Versprechen, „Sozialmissbrauch“ wirksam zu bekämpfen. Tatsächlich ins Ausland oder in ihre Heimat gebracht werden im ganzen Jahr kaum mehr als in einem Monat neu nach Deutschland kommen. Wir sind nach wie vor das Hauptzielland, das mit gut 50 Prozent auch Spitzenreiter bei den positiven Asylbescheiden ist. Auch 2017 hat Deutschland laut Europäischer Statistikbehörde allein mehr Schutzsuchende aufgenommen (524.184) als die restlichen 27 EU-Staaten zusammen (435.070). In Italien waren es gerade mal 78.000 ...".

Schreibt nicht epochtimes, schreibt der Cicero.

Ich wiederhole es gebetsmühlenhaft. Es geht nicht um "Abstiegsängste" oder "die Angst, abgehängt zu werden", es geht schlicht um Mathematik, die diese Physikerin nicht beherrscht oder bewusst ignoriert.

Wir werden dieses Gemeinwesen ruinieren, wenn sie nicht endlich stürzt. Mich treibt nicht die Furcht um mich selbst um, mich treibt die Furcht um meine Frau und meine Söhne um. In diesem Land tobt das komplette Staatsversagen und damit der entfesselte Wahnsinn.

Bedarf es eines Beispiels de minore ad majus?

In Ellwangen tobte ein Mob vor Gewalt Geflüchteter, als ein Togoer von der Polizei für die Abschiebung abgeholt werden sollte. Den Beamten, die sich in das Security-Büro flüchten mussten, wurde ein Ultimatum gesetzt und hiernach die Schlüssel für die Handschließen des Togoers ausgehändigt. Der Togoer sollte jetzt nach Italien ausgewiesen werden, was in einem Land wie Deutschland Folgendes bedeutet:

Die bringen den Mann hinter die italienische Grenze, wo er nach einem Schritt kehrtmacht, sich in den Zug nach Deutschland setzt und dort mit dem Wort "Asyl" Einlass begehrt. Das mit Erfolg, denn trotz Drittstaatenregelung ist ein Erlass von Herrn de Maizière aus September 2015 offensichtlich mit ausdrücklicher Billigung der OHL noch in Kraft, wonach von einer Einreiseverweigerung "aus humanitären Gründen" abzusehen ist., womit die eigentlich geltende gesetzliche Regelung aus den Angeln gehoben ist.

Gleichzeitig kann sich die OHL auf ihre Schergen in den Behörden verlassen, wie diesem Bericht zu kriminellen Machenschaften in der bremischen Außenstelle des Bamf zu entnehmen ist.

Diese beiden Beispiel müssten in einem funktionierenden Gemeinwesen zum sofortigen Sturz der Regierung führen, aber es ist wie mit dem Frosch und dem heißen Wasser. Man setzt ziemlich kühl darauf, dass die alltägliche Gewöhnung des Michels an solche und ähnliche Horrormeldung funktioniert, so dass der Frosch sitzen bleibt, obwohl das Wasser längst kocht. Und die Jungs mit dem Thermometer werden in die Jauchegrube geschmissen.

Und ist es auch Wahnsinn, so hat es doch Methode. 

14.5.2018 

 

 

Hier nochmals die Kassandrarufe von Frau Prof. Höhler aus 2012. Merkel arbeitet am Zerfall der Demokratie.

Recht hat sie.

14.5.2018

 

 

Und als hätte es noch eines Beweises des Versagens dieser Kanzlerindarstellerin in Sachen Israel bedurft, hier wird er geliefert.

Heute wird die US-Botschaft in Jerusalem eingeweiht, ein selbstbewusstes Signal in einer Weltgegend mit einem wehrhaften demokratischen Staat inmitten einer Horde blutrünstiger korrupter Albtraumregime. Und keiner der Berliner Arschkriecher ist da. Ich zitiere mal das Blabla von Heiko Maas von vor zwei Tagen, nachdem Israel sein 70jähriges Bestehen gefeiert hat.

Dass Deutsche heute mitfeiern dürfen, wenn Israel Geburtstag hat, ist für uns ein unsagbares Geschenk. Unsere beiden Staaten und Gesellschaften verbindet 73 Jahre nach der Shoah eine wirkliche Freundschaft. Dafür können wir jeden Tag unendlich dankbar sein. Es ist ein Wunder – aber wie sagte David Ben Gurion einmal: „Wer nicht an Wunder glaubt, der ist kein Realist!“ Und genauso ist es ein Zeichen unserer Freundschaft, dass wir offen darüber reden können, wenn wir mal nicht einer Meinung sind. Über all dem steht allerdings: Für die Sicherheit Israels und gegen Antisemitismus einzustehen, muss für uns immer zur Identität unseres Landes gehören.

Lese ich das und sehe das Verhalten meiner Regierung zwei Tage später, dann schäme ich mich Deutscher zu sein. Pfui Teufel, ich könnte kotzen.

Ich bin damit aber nicht allein.

15.5.2018

 

 

Ich sage ja gerne scherzhaft, wenn ich mich mal 15 Minuten belügen lassen möchte, dann schalte ich die Tagesschau ein.

Die nach unten offene BeRichter-Skala ist tatsächlich nach unten offen und zwar unbegrenzt, das zeigt dieser Kommentar von Rainald Becker über die Generaldebatte. Er ist es wert, in seiner ganzen intellektuellen Pracht und Redlichkeit zitiert zu werden. Aus irgendeinem Grund fällt mir dazu Marshall McLuhans Bonmot ein, moralische Empörung sei dazu da, Idioten Würde zu verleihen.

Das mag es sein, es mag aber auch sein, dass das schlichte Rabentraulichkeit ohne Anspruch außer dem, die eigene Position nicht zu gefährden ist. Sicher ist dagegen, dass sich bei solchen Medien niemand darüber wundern kann, dass Ignoranz und Unfähigkeit so lange schalten und walten konnten.   

Die Rede von Alice Weidel habe ich gehört und ich habe in der Vergangenheit auch andere Ausfälle anderer Fraktionen der jeweiligen Abteilung Attacke gehört. Gesprochen hat übrigens auch Alexander Gauland. Ich erwähne das, weil Becker wie üblich die AfD über einen Kamm schert. Gauland hat mitleidlos die Mathematik bemüht, um das Scheitern der Merkel´schen Politik zu belegen. Wer da Ohren hat zu hören, der sollte es tun, aber es ist bekanntlich niemand so taub wie der, der nicht hören will. Dann aber das Gegenteil des tatsächlich Geschehenen zumal unter dem reichlich fadenscheinigen Wimpel der moralischen Entrüstung zu posten, ist die Krone der Böswilligkeit und Pflichtvergessenheit.

So, jetzt aber zu Herrn Becker. Der Text spricht sehr schön für sich selbst. Und anschließend kann man ihn mit den Reden beider Politiker vergleichen.

 

Generaldebatte im Bundestag

Erinnerungen an dunkelste Zeiten

Stand: 16.05.2018 20:38 Uhr

Die Rede der Kanzlerin im Bundestag war klug und engagiert - auch weil sie mit keinem Wort auf die verbalen Entgleisungen der AfD einging. Weidels Äußerungen hätten an dunkelste Zeiten erinnert.

Ein Kommentar von Rainald Becker, SWR

Ohne Bestäubung gibt es bekanntlich kein Leben, daran muss die Kanzlerin im Deutschen Bundestag wohl gedacht haben. Am Ende ihrer Rede ist sie jedenfalls bei den Bienen angekommen, die "stünden pars pro toto für Artenvielfalt". Und dann erinnert Angela Merkel noch an den Weltbienentag am 20. Mai.

Es ist eine kluge, engagierte Rede der Kanzlerin, eine ihrer besseren. Klug, weil sie mit keinem Wort auf die rüden Angriffe und verbalen Entgleisungen der AfD eingeht. Deren Fraktionschefin Alice Weidel schwadroniert von Burkas, "Kopftuchmädchen" und "alimentierten Messermännern", erinnert so an dunkelste parlamentarische Zeiten in Deutschland, hat aber ansonsten nicht viel zu bieten.

Keine eigenen Akzente, dafür immer wieder das bekannte Eindimensionale: gegen Flüchtlinge, gegen Europa - eigentlich gegen alles. Weidel und die AfD wollen offensichtlich nur eins: provozieren!

Nach Weidel geht es auch um Inhalte

Nach Weidel wird das Niveau dann besser, es geht auch um Inhalte. Die Bundeswehr braucht Ausrüstung, nicht Aufrüstung, ruft die Kanzlerin beispielsweise den Kritikern eines steigenden Wehretats zu.

Erfreulicherweise ist auch viel von Verantwortung die Rede - von außen- und europapolitischer Verantwortung, von klaren Bekenntnissen zu Europa.

Es entsteht der beruhigende und erfreuliche Eindruck, dass hier zwar um Positionen und Details gerungen wird - so muss es ja auch sein - aber dass Regierung und Opposition doch einen proeuropäischen Grundkonsens haben. Also alle Parteien, bis auf die sogenannte Alternative. Aber das hatten wir ja auch schon.

 

17.5.2018

 

 

 

 

 

 

 

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