- Merry Christmas, Mr. Trump. Sie werden zwar noch nicht diese Weihnachten im Weißen Haus verbringen als der Führer der sog. freien Welt, aber die vier darauffolgenden, Sie sind aber jetzt schon der president elect der letzten Supermacht dieser Erde und wer hätte das jemals für möglich gehalten?

Natürlich sind mir die Verbalapokalypsen vor der US-Wahl 2016 nicht entgangen, dass das Ganze aber derart ins Lächerlich-Absurde abrutschen würde, hätte ich nie für möglich gehalten, was daran liegt, dass ich die Ignoranz und Eitelkeit sogenannter und selbsternannter Eliten immer noch unterschätze.

Daher habe ich mich zu dieser ergänzenden Seite entschlossen, ich merke an den übrigen Seiten, wie wichtig Archivierung ist, um nicht ständig belogen und an der Nase herum geführt zu werden.

Und damit wir uns richtig verstehen - Donald Trump hat mich zwar irgendwie seit meiner Jugend begleitet, er war mir gleichwohl seit jeher egal, ich stand mal vor seinem Tower in New York und der Mann war mir nur als Protzist mit goldenen Wasserhähnen bekannt, wenn er nicht mal wieder Millionen in den Sand gesetzt hatte. Weibergeschichten, Kohle, Schaumschlagen und Fönfrisur, das war Donald Trump für mich.

Ich habe wie er wahrscheinlich selbst seinen Hutwurf in die Manege allein als Kuriosnummer im Zirkus der unbegrenzten Möglichkeiten eingeschätzt, nix Ernsthaftes jedenfalls und registrierte dann mit zunehmendem Erstaunen, wie er einen republikanischen Konkurrenten nach dem anderen aus dem Weg räumte. Gleichzeitig registrierte ich, wie das Imperium zurückschlug, was a) auf seinen Wahlkampfstil und b) die Arroganz, Ignoranz und Eitelkeit des Machtzirkels aus Ostküstenpolitik, gesellschaftlicher Avantgarde, Journaille und Demoskopie zurückzuführen war.

Irgendwann machte es klick und ich drückte dem vermeintlichen Underdog die Daumen, der mir wegen seiner Unerschrockenheit (manche sagen Unverschämtheit, Rassismus, Sexismus und Chuzpe) imponierte. Man sagte ihm nach, er spalte das Land, ich denke aber eher, dass das die vorherigen Regierungen schon ganz gut selbst hinbekommen hatten einschließlich der Regierung Obama, in deren Ära unter anderem Failed States wie Libyen, aber auch der Irak, Rust Belt und massive Rassenunruhen fielen. Im Übrigen kamen mir die schrillen Töne sehr vertraut vor, sie ähnelten dem Quieken europäischer Eliten als sie bemerkten, dass Teile des Souveräns sich darauf zu besinnen begannen, wer den Laden eigentlich bezahlt und am Laufen hält. 

Man weiß nicht was die Regierung Trump bringen wird, aber man weiß, dass das Establishment ebenfalls keine Antworten hatte, also nahmen die Amis wie so oft ihr Schicksal einfach in die eigenen Hände, sehr zum Leidwesen und zur Wut derer, die dachten, sie hätten die Lage voll im Griff. Tja. 

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Ich bin am 8.11.2016 mit einer Präsidentin Clinton ins Bett gegangen und am 9.11.2016 mit einem Präsidenten Trump aufgewacht. Wie viele hatte ich wieder einmal völlig sinnlos auf die öffentlichen Auguren gehört und mir keine Illusionen gemacht, das Establishment würde es schon richten, also first things first und das war in dem Augenblick erholsamer Nachtschlaf.

Denken wir nur daran, dass Robert de Niro Herrn Trump in die Schnauze hauen wollte, wie er die dankbare Welt via YouTtube wissen ließ und wieder einmal die Erkenntnis bestätigte, dass man bestimmte Künstler in politischen Dingen nicht mit spitzen Gegenständen hantieren lassen sollte.

Wir hatten es ja kürzlich auch hier mit den politischen Ratschlägen eines intellektuellen Schwergewichts wie Udo Lindenberg zu tun, Til Schweiger lasse ich jetzt mal links liegen, lohnt nicht. Es gab auch da Ausnahmen, Clint Eastwood, der in einem Alter ist, in dem ihn sowieso alle am Arsch lecken können, unterstützte Trump und zu meiner großen Überraschung auch Matt Damon, der lakonisch anmerkte, man solle doch mal genau hinhören und sich eine eigene Meinung bilden.

Na ja, die Überraschung war nach der Wahl groß - nicht nur bei mir - und nachdem ich mir die Dankesrede Trumps angehört hatte, postete ich Folgendes auf Facebook:

"Keine Ahnung was jetzt kommt, aber ich habe in der Antrittsrede eben nichts übertrieben Völkisches wahrgenommen, im Gegenteil. Was aber bereits feststeht ist, dass die Demoskopen wieder einmal einen Totalschaden erlitten haben. Warum man die nicht längst zum Teufel gejagt oder ihnen die Narrenkappe übergezogen hat verstehe ich immer weniger.
Die furienhafte Hysterie, mit der man auch bei uns über Trump berichtet hat, zeigt ein wenig die Angst, dass Trump a) gewählt wird und b) möglicherweise Erfolg hat, denn der Sogeffekt für die Anti-Establishment-Bewegungen in Europa wäre natürlich hammerhart. Trump ist nicht die Spaltung, sondern repräsentiert sie und da sich eine Spaltung nicht über Nacht einstellt wird man feststellen müssen, dass die bisherigen Administrationen diese Spaltung verursacht und nicht beseitigt haben. Hätten sie ihren Job gemacht, wäre Trump gar nicht so weit gekommen.
Und klar ist auch, dass Europa sich jetzt beweisen muss, es ist Schluss mit butterzarten Sonntagsreden und dem Kampf bis zum letzten Amerikaner. Ich bin da aber nicht besonders optimistisch, ich bin alt genug und kann mich bestens an die Eierei angesichts des Völkermordes in Ex-Jugoslawien erinnern.
Ein wenig erinnert das Ganze auch an die Armageddon-Szenarien vor der Brexit-Entscheidung und wie sich gezeigt hat, ist die Sonne über der Themse auch am Tag x+1 auf- und die Insel nicht im Meer untergegangen.
Ich hoffe, dass man jetzt auch bei uns seine Pillen nimmt und nicht mehr davon redet, Trump sei nur von "Zurückgebliebenen" (O-Ton SWR 2 heute morgen) aus dem Rust Belt gewählt worden. Der Sieg auch in Bundesstaaten wie Florida zeigt, dass das völliger Quatsch ist.
Wer es nicht versteht, warum Trump u.a. mit seinem propagierten Kampf gegen Washingtoner und Wall Street-Korruption landen konnte, möge sich bei einem Glas warmer Milch mit Honig den Film "The Big Short" über 2008 reintun.
Geändert hat sich seither nichts, außer dass der Mittelstand weiter ausblutete.
Clinton, die sich mit ihren Millionenspenden natürlich genau diesem selbstverliebten, arroganten und macht- und geldgeilen Establishment verpflichtete und in der Außenpolitik grandios versagt hat (Libyen = von ihr betriebene Krawallintervention und keinen Plan für danach -> ISIS und Chaos), hätte an diesen Verhältnissen nichts geändert, ob Trump wirklich etwas ändert weiß bisher niemand, er hat es aber zumindest angekündigt.
Ich verstehe die Amerikaner daher nur zu gut, vor allem kotzt mich die Besserwisserei gerade hier im Lande mächtig an, gut, dass das US-Volk bewiesen hat, dass seine Präsidenten nicht von der bundesdeutschen Journaille oder Linksintellektuellen gewählt werden.
Und ich freue mich schon darauf, wenn Bundespräsident Steinmeier dem neuen Präsidenten mit roten Ohren und brennendem Beinkleid erklären darf, was er seinerzeit gemeint hat, als er ihn einen "Hassprediger" und "Brandsatz für die Gesellschaft" genannt hat.
"

Das gibt ziemlich abschließend wieder, was ich zur Wahl aus meinem kleinen brackigen Krötenpfuhl beizutragen hatte. Da kannte ich aber die Statements unserer Politelite noch nicht.

Mein Gott, war das ein Debakel für die Demoskopie, die professionellen Graswachshörer und vor allem auch die Journaille, die ein erhofftes Ergebnis krampfhaft herbeischreiben wollte und dabei weit überwiegend alles verriet und über Bord warf, was guten Journalismus ausmacht. Der Gegner - also Trump, er war nicht einfach nur ein Kandidat - wurde niedergemacht, ebenso seine potentielle Klientel, man war sich einig, dass sich seine Wählerschaft aus dem abgehängten Plebs des Rust Belts und einigen Grenzdebilen von sonstwo her rekrutieren musste, es konnte ja nicht sein was nicht sein durfte. Alle sogenannten Experten lagen dann falsch, was uns allen etwas für die Zukunft sagen sollte.

Wie dem auch sei, Trump war gewählt und nun musste man gratulieren. Hillary Clinton verstieß zunächst gegen den Grundsatz, dass sich der Unterlegene zuerst mit seiner concession speech meldet und dem Sieger gratuliert. Sie ließ vielmehr ihre in der kalten Wahlnacht nach wie vor auf ein günstiges Ergebnis hoffenden Unterstützer über ihren Wahlkampfleiter wissen, man solle nach Hause gehen und auf further informations warten, man melde sich, rufen Sie nicht an, wir rufen Sie an. Peinlich, vor allem auch deshalb, weil ich in diesem Augenblick dachte, die basteln gerade an Klagen wegen Wahlbetruges.

Nö, sie hatten schlicht verloren und dann nicht den Arsch in der Hose, diese Niederlage in der dafür vorgesehenen Form einzugestehen. Sie rief dann wohl Trump in der Nacht noch an und gratulierte fernmündlich, am nächsten Tag folgte dann auch eine respektable Rede, es blieb aber der üble Beigeschmack, der einen immer befällt, wenn man an die Clintons denkt, deren Bekanntschaft manchmal direkt in die Grube führt, und der genährt wurde durch die Mitteilung am 12.11., HC mache FBI-Direktor Comey für ihre Niederlage verantwortlich, weil der kurz vor der Wahl zunächst die Aufnahme weiterer Ermittlungen in der Mail-Affäre ankündigte, um Clinton dann einige Tage später einen Persilschein auszustellen.

Die nächste Katastrophe ereignete sich, nachdem die gekrönten europäischen Häupter die Unterhosen gewechselt hatten und zu den Mikros eilten.

Frau Merkel erklärte, Deutschland und Amerika seien durch Werte wie Demokratie, Freiheit und der Würde des Menschen verbunden. Auf der Basis dieser Werte biete sie Trump eine enge Zusammenarbeit an. Mir blieb die Spucke weg, das war keine Höflichkeitsadresse, das war ein fieser Tiefschlag in die Kronjuwelen und das von einer Frau, die u.a. in Sachen Türkei keinen Ausflug in den Intestinalbereich von Herrn Erdogan auslässt und auch sonst gerne mal auf Recht, Gesetz, Verträge und die überstrapazierten "westlichen Werte" scheißt, wenn es opportun erscheint.

Herr Steinmeier (der Mann ist deutscher Außenminister und sitzt aktuell auf der Reservebank beim Bundespräsidenten-Bingo, ich sag das lieber mal dazu) erklärte, Amerika habe gewählt und die Bedeutung des Wahlausgangs sei "überhaupt nicht zu unterschätzen". Das Ergebnis sei "anders als die meisten in Deutschland sich das gewünscht hätten" (einschließlich seiner eigenen exorbitanten Wenigkeit denke ich mal laut). Selbstverständlich habe man dieses Ergebnis "zu akzeptieren und (wir) akzeptieren es auch" (Akzeptieren, kein Respektieren). Er wolle "nichts schönreden". "Nichts" werde "einfacher", "vieles" werde "schwieriger". Der heutige Tag gebe vor allem auch einen "Anlass zur Selbstvergewisserung für Deutschland und Europa, sich nicht treiben zu lassen und ein Ort der Vernunft zu bleiben". Anders als die USA offensichtlich.

Ausgerechnet diese Pleitiers, aber das eine kommt eben vom anderen.

Dazu muss man nicht viel sagen, das spricht alles sehr schön für sich selbst. Steinmeier ist übrigens der Heini, der Trump vor nicht allzu langer Zeit als "Hassprediger" und "Brandsatz für die Gesellschaft" bezeichnete und damit zweierlei bewies: Ihm fehlt(e) die Grütze sich vorzustellen, dass er möglicherweise vier Wochen nach dieser Beschimpfung einen Antrittsbesuch in welcher Funktion auch immer zu absolvieren haben könnte und ihm fehlt(e) erst recht die Grütze zu erkennen, dass Trump nur so gewinnen konnte. Hätte "The Donald" einen Streichelkurs gefahren und sich auf die rein argumentative Schiene begeben, wäre ich mit Präsidentin Clinton ins Bett gegangen und mit ihr aufgewacht.

Am schlimmsten aber trieb es der ehemalige Lehrer Gabriel, der - man muss sich das mal reintun - als deutscher Wirtschaftsminister über den president elect ablatzte. Trump sei „Vorreiter einer autoritären und chauvinistischen Internationale. Es geht ihnen (denen von besagter Internationale einschließlich Petrys Blauen) um ein echtes Rollback in die alten schlechten Zeiten, in denen Frauen an den Herd oder ins Bett gehörten, Schwule in den Knast und Gewerkschaften höchstens an den Katzentisch“.

Natürlich muss man sich mit diesem idiotischen Stuss nicht inhaltlich auseinandersetzen, aber man stelle sich vor, Leute wie Genscher, Schmidt oder Kohl wären am Ruder. Solche Entgleisungen hätte es nie gegeben und das zeigt nur das erbärmliche Format, mit dem wir es im politischen Berlin unter Merkel zu tun haben.

Infantil-(t)rotzig, bräsig und aufgeblasen der einzigen aktuellen Supermacht den Marsch blasen zu wollen und das von einer Amateurkombo, die gerade einen ganzen Kontinent vor die Wand fährt und allen Grund hätte, klein und hässlich zu tun, ganz abgesehen davon, dass diese Figuren Schweinen lächelnd die Hand geschüttelt und schön getan haben, die u.a. Oppositionelle inhaftieren, foltern und massakrieren, Schwule aufhängen und Frauen steinigen lassen.

Dazu passen auch die Statements des ehemaligen Würselener Dorfschulzen. Sollte Trump gewinnen, sitze an einer Stelle, an der es ein "Höchstmaß an Verantwortungsbewusstsein" brauche, ein "offenbar verantwortungsloser Mann". Trump sei "nicht nur für die EU ein Problem, sondern für die ganze Welt", bludderte Martin Schulz vor sich hin und zwar schon vor der Wahl, ohne zu merken, dass das alles auch sehr schön auf ihn passte.

Ferner moserte er, da habe "das Land" (= IQ wie eine Maiskuchen, Kropf, Ziegenficken) über "die Stadt" (= Kultur, Stil, Intelligenz, Schulz) obsiegt, womit er selbst in einem solchen Moment, der ob seiner krachenden Einmaligkeit eigentlich zur Einkehr und Demut veranlassen sollte (die jedenfalls), die in diesen Kreisen übliche Ignoranz und Arroganz zelebrierte, über die man in hoffentlich absehbarer Zeit stürzen wird, denn wen die Götter strafen wollen, den schlagen sie mit Blindheit und einer der in weiche Sessel furzenden Chefblinden ist ganz sicher Martin Schulz.

Nicht anders die Reaktionen in den Schreibstuben diesseits und jenseits des Atlantiks, auch schon lange vor der Wahl nach dem Motto, verderbt mir mein schönes Kuckucksheim bloß nicht durch die Wahrheit.

Ich spare mir die Horrormeldungen, mit denen Redaktionen zu kaschieren versuchten, dass sie total daneben gelegen und folglich nicht das Ohr am Puls des - nun doofen - Volks gehabt hatten, peinlich, peinlich. Es wusste keiner was kommen würde, aber alle wussten ganz ganz sicher, dass es jetzt hohe Zeit sei, stante pede die Hosen vor Angst vollzukoten, denn es konnte ja nichst Gutes kommen. Sagten doch tatsächlich die, die brezelwarm bewiesen hatten, dass sie mit ihren Voraussagen völlig falsch gelegen hatten.

Der Müll stank also weiter, ganz vorne der Spiegel, der morgen mit einem Cover aufmacht, das die Erde und den Kopf Trumps zeigt, der als Komet auf die Erde stürzt und das Leben beendet "wie wir es kennen". Sollte das witzig sein, so bekenne ich, schon größere Zwerge gesehen zu haben.

Cool dabei die Junge Freiheit, die diesen Berufsmiesepetern und Oberlehrern in diesem Artikel nachwies, dass sich die Zusammensetzung der Wählerschaft Trumps praktisch nicht von der des praktizierenden Nationalsozialisten Mitt Romney 2012 unterschied und ihn vor allem Frauen mit 42% gewählt haben.

Frauen! Die Dinger, die Trump reihenweise vernascht, ach nee, das war ja Hillarys Ehemann.

"The Donald" quatscht nur im privaten Kreis drüber, reichte aber, um ihn zum Sexmonster zu machen und Bill Clinton zuzujubeln, wenn er - nur noch Haut und Samenstränge - hinter Hillary auf bestellten Jubelpartys neben ihr am Rednerpult stand.

Roger Koeppel hat den Sieg Trumps in seiner unnachahmlichen Art zusammengefasst als "gigantische Ohrfeige für das Establishment", womit alles gesagt ist, aber weil es so schön ist, hier ein kurzer Auszug:

"... Dies ist meine Botschaft an die Hochmütigen und politisch Korrekten, die nach wie vor mit abstoßender Überheblichkeit den übrigens demokratischen, friedlichen und absolut zivilisierten Volksentscheid der Amerikaner zum Höllensturz des Abendlandes herunterreden, weil sie sich einfach vollständig geirrt und die Stimmung falsch eingeschätzt haben: Es ist gut, dass die moderne Priesterkaste, diese politische Universalkirche der Hochmoral und der richtigen Gesinnung eine gigantische Ohrfeige kassiert hat. Die Leute haben die Nase voll von dieser abgewirtschafteten globalisierten Scheinelite, die uns offene Grenzen, katastrophale Kriege, den Euro, ein Himalaya von Staatsschulden und jede Menge Verachtung für den „einfachen Bürger“ beschert hat. ...".

Gibt´s da noch was anzumerken? Nö.

6.11.2016

 

Herr Steinmeier ist jetzt endlich ausgekungelt und wird ohne - erwähnenswerten - Gegenkandidat gewählt werden, also eigentlich ist er ja schon gewählt, die älteren Ostberliner werden sich erinnern.

Ich erwähne das, weil der Berliner Kurier ein Riesenbild von Steinmeier gebracht hat und daneben ein verzwergter Trump. Schlagzeile "Guck mal Trump. So geht Präsident". Au weia. Michael Klonovsky hat daraus diesen urkomischen Dialog gebastelt.

Und damit man weiß, womit man es hier zu tun hat: Steini war vor wenigen Tagen in der Türkei. Erdogan lässt ihn MIT DEM BUS abholen und dann Handshake mit dem Hausherrn nur mit der türkischen Flagge im Hintergrund. Aus diesem Holz ist die aktuelle deutsche Außenpolitik geschnitzt.

Und als 2007 ein Deutscher in Afghanistan in Geiselhaft starb meinte er als seinerzeit amtierender Außenminister, der Mann sei nicht ermordet worden, alles weise "darauf hin, dass er den Strapazen erlegen ist, die ihm seine Entführer auferlegt haben". Er blieb offensichtlich auch dabei, als das hässliche Gerücht aufkam, die Geisel habe Schusslöcher im Kopf aufgewiesen. Henryk Broder erwähnte daraufhin den anschließenden Besuch Steinmeiers in Flossenbürg und führte aus, nichts deute darauf hin, dass die dort verstorbenen 30.000 Häftlinge ermordet wurden, sie seien halt den Strapazen erlegen, die ihnen auferlegt wurden.   

Passt also, er wird ein toller Grüßaugust von Merkels Gnaden.

Tausendfache Morddrohungen, Straßenproteste mit Ausschreitungen, das alles hat der neue Präsident abreiten können, aber jetzt kommt´s knüppeldick.

Michelle Obamas Schneiderin macht keine Klamotten für Frau Trump, weil ihr Alter sexistisch, rassistisch und was weiß ich noch -istisch ist! Bäääng, jetzt hat er´s. Weiß auch nicht wie er damit klar kommt.

Und sie begreifen alle einfach bis heute nicht, dass nicht jeder, der sich über Trumps Erfolg freut auch ein Trump-Fan ist und ein goldenes Zeitalter erwartet. Der Tiefschlag gegen die Eitelkeit, den Hochmut, die Selbstgefälligkeit war´s, ihr Idioten.

Ganz toll auch die Medien, die sich doch immer so wacker gegen Phobiker, Angst- und Panikmache positionieren. Die 70er sind zurück, es reicht ein "Ich habe Angst (ein "du" dranzuhängen ist nicht - mehr - obligatorisch) " ins Mikro zu krächzen und man surft kuschelig auf dem Mainstream. Für viele die vierschrötige Mitbürgerin hier:


19.11.2016

 

Was wurde the Donald verlacht, als er ankündigte, gegen ein für ihn ungünstiges Ergebnis vorzugehen. Die Wahl war rum und schon stand das Clinton-Anhänger-Lager selbst auf der Matte, in Wisconsin, Michigan und Pennsylvania stimme etwas nicht, was - heureka - auch gleich begierig von absoluten Spitzenmedien wie dem stern aufgegriffen wurde. Nachdem sich der gun smoke etwas gelegt hatte, zeigte sich, dass es tatsächlich noch nicht einmal Anhaltspunkte für Manipulationen gab, sondern maximal irgendwelche "Befürchtungen", es könne Manipulationen gegeben haben auch via Hacker.

Die Grüne Jill Stein trat für die Nachauszählung an wie ein Tiger und endete als Bettvorleger, weil ihr angeblich eine Million Bucks für das Prozedere fehlten. Hat sie das nicht vorher gewusst? Das Ganze starb dann den Tod,  dessen Würdelosigkeit schon sein Leben gekennzeichnet hatte.

Wir sind in erster Linie Amerikaner, in zweiter Linie Demokraten und Republikaner. Wie Tom Hanks zum Staatsmann mutierte. Hut ab.

1.12.2016

 

Barack Obama entpuppt sich am Ende seiner Dienstzeit nicht nur wie bisher bekannt als extrem schlechter Präsident, sondern auch als mieser Verlierer. ER hätte Trump geschlagen. Er hat aber real noch eben unter tätiger Mithilfe des deutschen Außenministerdarstellers Steinmeier die skandalöse UN-Resolution gegen Israel durchgewunken, er muss aktuell auch noch schnell das Verhältnis zu den Russen zerdeppern, das Trump kitten will und so, wie die Kleinkinder. Miese Verlierer eben.

4.1.2017

 

Alain Pichard hat in diesem Beitrag mal zusammengetragen, was allein der Spiegel an Hassorgien geliefert hat. In der Tat - wer hetzt hier eigentlich?

24.1.2017

 

Trump twittert! Er umgeht also damit die Presse, die wie erwartet pawlowt. Das war nicht anders zu erwarten, aber heuer wird der Gebrauch der neuen Sozialmedien durch Trump in den Dreck gezogen, den man bei der Obama-Inauguration noch mächtig hip, geil, progressiv und frisch fand.

24.1.2017

 

Das gesamte Elend unserer Zeit, unserer Kultur und unserer Hemisphäre offenbart sich in diesem Tweet eines heillos überschätzten, pfaueneitlen Blattfuzzis (und hey, offensichtlich kann man doch schwul werden):

 

24.1.2017

 


"Josef, zurechnungsfähig bleiben". DAS hätte Constanze Stelzenmüller anmahnen müssen, als Josef Joffe (ab sofort wundert mich bei der ZEIT wirklich nix mehr) auf die Frage, wie man "die Trump-Katastrophe" abwenden oder Trump loswerden könnte, meinte "Mord im Weißen Haus zum Beispiel", was CS zu einem "Josef, ernst bleiben" (haha) animierte.

Ist das the new deal, den Poschardts Ulf jüngst ausgerufen hat und warum legt man bei anderen sinistren Zeitgenossen wie Björn Höcke alles auf die Goldwaage (wobei Höcke auch brav und fleißig liefert), während solche Erklärungen mit einem Achselzucken hingenommen werden? Sollte es lustig gemeint gewesen sein, weiß ich nun, warum in Sachen Humor aus der ZEIT nichts als Sand und Knochensplitter rieseln.

Feini Aa gemacht hat auch Madonna, die hirnzellenfreien Trällermöpse aus Michigan, die darüber schwadronierte, sie habe schon darüber nachgedacht (womit bitteschön?), das Weiße Haus zu sprengen, würde aber ja eh nix nützen. Und weil der "Women´s March on Washington" eine seiner schillernden Schönheit gebührende Galionsfigur benötigte, marschierte Frau Ciccone vorneweg.

Bei diesem Marsch geht es darum, den weiblichen Zorn über die Washingtoner Machtergreifung durch Adolf Trump zu artikulieren, was scheren uns da demokratische Gepflogenheiten (u.a. 42% der Frauen wählten Trump) und der Umstand, dass wir bei echten Schweinen wie Herrn Erdogan oder den mannigfaltigen Autokraten in islamischen Ländern schön die Schnauze halten, auch wenn wie jüngst geschehen in Saudi-Arabien als unbotmäßig angesehene Ehefrauen auch gerne mal auf dem Zebrastreifen geköpft werden. Oder Rotherham? Hä? Nie gehört.

Vollends irre und wirre wird diese ganze Sache aber in Anbetracht des Umstandes, dass the Donald nicht etwa schon drei Jahre regiert und Verheerungen biblischen Ausmaßes angerichtet hätte. Nö, seine Inauguration fand gerade statt, als die weiblichen Wandervögel losrollten und wenn man sich die eine oder andere Teilnehmerin so betrachtet, dann passt der Ausdruck, sorry #männersindschweine. 


24.1.2017

 

Und hier mal eine kühle Abrechnung mit dem Ex von Michael Klonovsky:

21. Januar 2017: Donald Trump ist vereidigt. Leser *** empfiehlt, sich die Weltlage - und die damit magisch verknüpfte, durchaus eindrucksvolle Bilanz seines Vorgängers Barack Obama – anzuschauen, bevor The Donald ins Rennen geht. Nämlich:

Weltwirtschaftswachstum rückläufig; Null- oder Negativzinsen; weltweit exorbitante Staatsverschuldung; Billionen-schwere Bankenrettungen; Währungskrieg.

Schere zwischen Arm und Reich in USA größer denn je; rassisch motivierte Unruhen in mehreren US-Städten; die amerikanische Gesellschaft gespalten wie seit einem halben Jahrhundert nicht.

Der Nahe Osten buchstäblich in Flammen; „Arabischer Frühling“ gescheitert; IS-Kalifat; größte Christenverfolgung seit Nero; Stellvertreterkrieg in Syrien; Verhältnis Israel-Palästina auf dem Tiefpunkt; Verhältnis USA-Israel auf dem Tiefpunkt; Zerstörung des Staates in Libyen; Bürgerkriege in Mali, Jemen, Sudan; Türkei nach Putschversuch auf dem Weg in die Diktatur; Abhängigkeit des europäischen Grenzregimes von der Türkei aufgrund von Merkels Alleingängen; Terror in Afghanistan, Irak, Nigeria et cetera.

Migrationsflut nach Europa; zerrüttete EU; Brexit; deutscher Alleingang bei der Asylpolitik; Euro- und Wirtschaftskrise in Südeuropa; radikalislamischer Terror in den Städten des Westens.

Eingefrorene Beziehungen von USA/EU zu Russland; wechselseitige Sanktionen; gegenseitige Provokationen; schwelender Konflikt Russland-Ukraine.

Es wäre unfair, dieses Zerstörungswerk allein Obama anzulasten, aber unredlich, ihn aus seiner Verantwortung dafür zu entlassen. Sein Anteil daran kann sich jedenfalls sehen lassen und ist mit einem Nobelpreis, wie ihn ja sogar G. Grass erringen konnte – prophylaktisch vergeben an Obama, dringend in Vorschlag gebracht für Merkel –, deutlich unterbewertet.

24.1.2017

 

Kinder, jetzt bin ich echt in der Bredouille. 
Sind die Demonstranten nach der Trump-Wahl jetzt (auch? wieder? immer noch?) Wutbürger, die beharrlich zu alten Verhältnissen zurückwollen, ihre diffusen Ängste auf der Straße artikulieren und denen man es nicht klar genug erklärt hat? #jakobaugsteinhilf 

30.11.2016
 
 
Wer gedacht hätte, das Establishment hätte nun genug abgekackt sieht sich getäuscht. Jetzt läuft eine linke Boykottkampagne gegen Ralph Lauren, übrigens Jude, weil der es gewagt hatte, nein, nicht the Donald himself, sondern seine Frau Melania zur Zeremonie einzukleiden, was ihm meiner unmaßgeblichen Meinung nach auch sehr gut gelungen ist. Kritische Hinweise zu Sippenhaft sind bekanntlich nur was für Schwächlinge. Könnten wir nicht allmählich so etwas wie die Richter-Skala für Idioten haben?
Ganz oben rangierte da übrigens Carolin Emcke, die offensichtlich so ist wie sie aussieht und als frischgebackene Friedenspreisträgerin des Deutschen Buchhandels mehr oder besser anderes zu bieten haben sollte als einen hirntoten Tweet, in dem sie anempfiehlt, den bei der Inauguration anwesenden Trump-Sohn Barron den Trumps wegzunehmen und einer Pflegefamilie zu übergeben. Ja, ich weiß, schwer vorstellbar, aber ich habe ihren Tweet wirklich gesehen, meine Einschätzung ihrer Persönlichkeit kommt nicht von ungefähr.
Und hier fasst die WELT in einem wirklich fairen und mitfühlenden Artikel das zusammen was passiert, wenn gute, nein bessere Menschen die Maske fallen lassen. Nota bene: Es geht um ein Kind.

24.1.2017


Ich kann noch nicht sagen, was die angeblich beschlossenen Erleichterungen für US-Banken sollen, die den berüchtigten Eigenhandel betreffen, denn immerhin ist Trump im Wahlkampf auch für den Mittelstand angetreten, der den Folgen des Bankenirrsinns besonders ausgesetzt war. Was ich aber sagen kann ist, dass die Grenze zu Mexiko unter Bill Clinton gesichert wurde, der von 1993 bis 2001 bekanntlich im Oval Office u.a. regierte. In Texas begann es 1993 mit ersten Maßnahmen zur Grenzsicherung, von 1994 bis 2000 ging es weiter in Kalifornien, ab 1997 wurde Texas systematisch ausgebaut, ab 1999 auch in Arizona.
26.1.2017
 
 
 
Ralf Höcker hat das hier bei Facebook gepostet und sich dabei auf diesen ZEIT-Artikel bezogen. Ich zitiere Höcker einfach mal ungekürzt:
Trump macht America great again - erkennt sogar die ZEIT an:

-2,4 Millionen neue Jobs
- Arbeitslosenzahl auf Rekordtief von 4,1%
- Endlich massiv steigende Löhne
- Steigende Börsenkurse
- Gigantischer realer Vermögenszuwachs für das Volk
- Rückläufige Kriminalität

- Milliarden von Steuerrückflüssen aus dem Ausland
Da sind mir sein „Locker Room Talk“ und andere medial hysterisch bekreischte Skandale und Skandälchen doch völlig wumpe. Wir brauchen auch in Deutschland einen Donald Trump!" . 

31.1.2018

 

Hier noch ein Nachtrag, den ich nicht verheimlichen wollte, dazu, wie die Obama-Administration das Justizministerium und das FBI benutzten, um die Trump-Präsidentschaft zu verhindern.

4.6.2020

 

Donald Trump ist als Präsident Geschichte, Gabor Steingart schlägt heute im Morningbriefing noch einmal eine Brücke von Trump zu Merz.

Guten Morgen Markus Hartmann,

in der CDU hat vor der Wahl eines neuen Vorsitzenden, die am kommenden Wochenende stattfinden soll, eine Flüsterkampagne begonnen, die Friedrich Merz als Gefolgsmann von Trump und seinem früheren Arbeitgeber BlackRock als Trump-Profiteur porträtiert. Höchste Zeit, Fakten und Fiktion voneinander zu trennen.

Falsch ist: Merz war nie ein Fanboy von Trump. Er hat sich zu keinem Zeitpunkt wirklich lobend über Trump ausgesprochen. Er war und blieb ein höflicher Skeptiker.

Richtig ist aber, dass er als Chef der Atlantik-Brücke (2009 bis Juni 2019) und Aufsichtsratsvorsitzender der deutschen Tochtergesellschaft von BlackRock (2016 bis März 2020) immer den Gesprächsfaden zur Trump-Administration gesucht und gefunden hat; bis zum Schluss rechnete Merz offenbar mit der Wiederwahl von Donald Trump, weshalb er sich im „Bild“-Interview zu dem kumpeligen Satz hinreißen ließ:

  Trump und ich – wir kämen schon klar. “

Falsch ist die Bezeichnung von Friedrich Merz als „deutschem Donald Trump”. Diesen unvorteilhaften Titel hat ihm das amerikanische Polit-Magazin „Politico“ verliehen. Dabei ist Merz, vor allem wenn es um den internationalen Handel geht, um die Freizügigkeit von Dienstleistungen und Produkten, im Kontrast zu Trump ein Globalist und kein Nationalist. Der „Zeit“ sagte er:

  Wir wollen und wir müssen an Globalisierung und Multilateralismus festhalten. “

Richtig aber ist, dass es Überschneidungen in der Finanz- und Wirtschaftspolitik gibt. Trump und Merz setzen beide auf Steuersenkungen. Diese haben in der amerikanischen Volkswirtschaft einen erheblichen Einfluss auf die günstige Konjunktur gehabt. In den Trump-Jahren 2017 bis 2019 wuchs die Volkswirtschaft durchschnittlich mit einer jährlichen Wachstumsrate von 2,5 Prozent. Insgesamt entstanden in dieser Phase monatlich gut 170.000 neue Jobs. Merz hat diese Effekte der Steuerpolitik früh gesehen – und anerkannt.

Falsch ist, dass Friedrich Merz in seiner vierjährigen Amtszeit als Aufsichtsratsvorsitzender der deutschen Tochtergesellschaft von BlackRock aktiv von Donald Trump profitiert hat. Soweit reichte der Arm des Weißen Hauses nicht.

Richtig ist aber, dass die Muttergesellschaft von BlackRock einer der größten Profiteure der Trump-Jahre war, denn: Kurz nach Ausbruch der Corona-Pandemie hat die US-Notenbank (FED), die anders als in Europa nicht unabhängig von der Politik agieren kann, BlackRock damit beauftragt, ein milliardenschweres Programm zum Kauf von Unternehmensanleihen umzusetzen. Das Fazit von „Bloomberg Businessweek“:

  BlackRock ist jetzt die vierte Staatsgewalt. “
  • Die FED stemmte sich – ähnlich wie die EZB – mit diesem Corona-Hilfspaket gegen die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie. Ziel war es, in Not geratene Unternehmen mit frischen Finanzmitteln zu stützen.

  • Die Notenbank stieg indirekt in den Kauf von Unternehmensanleihen mit guter Bonität (Investment Grade) und entsprechende börsengehandelte Fonds (ETF) ein. Der direkte Ankauf solcher Titel ist ihr aber verboten. Die FED stellte daher die Leitlinien auf, durchgeführt wurden die eigentlichen Wertpapierkäufe von BlackRock.

  • BlackRock investierte nach Informationen des „Wall Street Journals“ im Auftrag der Notenbank bis zu 750 Milliarden Dollar in Firmenanleihen, das entspricht ungefähr dem Doppelten eines durchschnittlichen deutschen BundeshaushaltsDie Aktie von BlackRock entwickelte sich im Corona-Jahr prächtig.

  • Im 66-seitigen Vertrag, abgeschlossen zwischen der FED und dem Vermögensverwalter, ist festgehalten, dass BlackRock eine „Verwaltungsgebühr” für seine Dienste erhält.

Falsch ist, dass Merz von diesem Deal profitiert hat. Aber richtig ist, dass der CDU-Politiker anders sprach als sein langjähriger Arbeitgeber handelte. Friedrich Merz war und ist einer der großen Kritiker dieser letztlich im Staatsauftrag durchgeführten Aufkäufe von notleidenden Aktien und unter Druck geratenen Staats- und Unternehmensanleihen. Zu Recht: Denn diese Aufkäufe inflationieren die Geldmenge. Sie entkoppeln Risiko und Verantwortung. Sie sorgen dafür, dass der Zins seine Bedeutung verlor und allein die deutschen Sparer einen Vermögensschaden in Milliardenhöhe erleiden. Auf die Geschäftspolitik seines Arbeitgebers hatte diese Haltung keinerlei Einfluss.

...

Distanziere sich, wer kann: Am Ende der Ära Trump ist ein Wettlauf um die größtmögliche Distanz zum Noch-Präsidenten in Gang gekommen.

  • Weit vorne liegen die Milliardäre der Digitalkonzerne, die den Twitter-König nach dessen Sturz noch einmal medienwirksam entthronten.

  • Die große alte Dame der Demokraten, Nancy Pelosi, fühlt sich durch den Wähler offensichtlich um die Früchte ihrer Anti-Trump Arbeit gebracht. Derweil Trump schon seine Koffer packt, kämpft sie um ein Amtsenthebungsverfahren, das wenige Tage vor der Amtsenthebung durch den Wähler anachronistisch wirkt.

  • Die großen Spender der Wall Street finden jetzt heraus, dass ihr Geld offenbar schlecht, weil anti-demokratisch investiert war: ‚Anlagebetrug im Weißen Haus’, rufen sie.

  • Fehlt nur noch, dass sich auch Steve Bannon hintergangen fühlt, weil Trump ihm versprochen hatte, das Capitol nicht zu stürmen, sondern zu sprengen.

Fazit: Amerika hat sich in ein großes Selbstgespräch vertieft. Unwillkürlich fühlt man sich an Botho Strauss und sein „Lichter des Toren – Der Idiot in seiner Zeit“ erinnnert:

  Wie andere an Kassensturz, sollte der Idiot, solange er dazu in der Lage ist, hin und wieder einen Bewusstseinssturz machen, um zu prüfen wie weit er über seine Verhältnisse gefühlt und gedacht hat. “

11.1.2021

 

So, und jetzt ist Schluss auf dieser Seite. Da geht so viel zum Thema weltweit, dass ich das auf weiteren Unterseiten kommentiere ...

 

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