Frühstück mit Kängurus

 

Bill Bryson - Frühstück mit Kängurus

Ich mag Brysons "1927", ich mag seine Darstellung der physiologischen Abläufe im menschlichen Körper.

Seit ich "Frühstück mit Bären" mit Robert Redford als Bryson auf der gemeinsamen Tour mit Nick Nolte über den Appalachian Trail zumindest 45 Minuten lang ertragen musste, lehne ich Brysons Beschreibungen über Nahrungsaufnahme mit Warmblütern ab. Der Film ist trotz Nick Nolte ein Reinfall - mäßig komisch, holzschnittartig - und das Buch über Australien ist zwar ebenfalls stellenweise Bryson-witzig und informativ, aber ich habe seit dem Film den Eindruck einer gewissen Behäbigkeit bei Bryson, die mich zu langweilen, zu ärgern und zu strapazieren beginnt.

Ich habe zunehmend das Gefühl, das alles in anderer Kulisse schon mal gehört zu haben. Ich werde das Buch zu Ende hören und dann voraussichtlich zurückgeben.

So, das war mein Eindruck zur Hälfte und nun kommt die große Korrektur. Das Buch erholt sich in einer Weise, die ich nicht für möglich gehalten hätte. Ich beginne, mich ernsthaft für Australien zu interessieren, und das hat allein Bill Bryson geschafft. Mir ging es mit dem fünften Erdteil wie ihm vor seinen Australien-Trips. Das Land soll es geben, na und? Wüste, Grenzermentalität und jede Menge tödliche Flora und Fauna. Wie kann man sich irren. Ich werde jetzt mal schauen, wie lange man dorthin fliegt und was das in den Klassen > Holzklasse kostet.

Kaufen!    

PS: Ich habe nachgeschaut. Das wird nichts.

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