Hesselbach, Jahreswechsel 2019/20: Lange, lange hat es gedauert bis dieses Baby auf der Welt war.

Ich hatte mir in einem jähen Anfall von Fitnesswahn vor vielen Jahren ein teures Scott-Mountainbike zugelegt, das ich anfangs tatsächlich bewegt habe, anschließend lief dann aber diese Dornröschen-Nummer und bei Licht betrachtet dauert sie noch heute an.

Wir leben in einer Gegend, in der es sicher viel Spaß macht mit dem Rad in die Stadt zu fahren. Überhaupt keinen Spaß macht dann aber der Rückweg und deshalb sind wir auch nie mit unseren Rädern nach Oberkirch gefahren.

Das Höchste war ein Ausflug mit Marius im Frühjahr 2019, der auch nur deshalb stattfand, weil wir die Bikes auf den Thule-Träger genagelt haben und in die Ebene gefahren sind.

Seit Monaten höre ich von meinem Bruder und Freunden, wie geil die E-Mobilität sei und jetzt war es soweit. Zweirad-Schmid in Offenburg, wo ich schon vor ziemlich genau 45 Jahren mein zweites Mofa gekauft habe, bietet Conway an und die Testberichte ließen durchaus Gutes erwarten.

Geworden ist es für mich ein Conway Xyron 327 und für Marina wurde es ein Conway Cairon S 627, jeweils mit einem 27“-Rahmen, dem 625 Ws-Akku, dem neuen Bosch Performance CX Motor der vierten Generation und einer SRAM SX Eagle 12-Gang-Schaltung (die gelegentlich am Berg kracht) .

Abgeholt habe ich beide Mädchen am 3.1.2020.

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Wir waren von der ersten Sekunde an verliebt, auch wenn mein Rad ab und an vernehmlich knarrt, was ich darauf zurückführe, dass ich die Grenze zum Gesamtgewicht strapaziere. Das soll sich aber ja gerade ändern ;-).

Am 4.1.2020 folgten dann die erste Tour, die Erkenntnis, dass nicht ich zu schwer, vielmehr das Schutzblech falsch montiert war und restlose Begeisterung. Daher auch diese Seite, die ich wie alle anderen nach und nach ausbaue und hoffe, den einen oder anderen Funken zünden zu können bei den Betrachtern.

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Vier Modi (Eco, Tour, EMTB und Turbo) sorgen je nach Steigung für jederzeit angenehme Unterstützung und das Rad lässt sich auch noch wie ein Rad fahren jenseits der 25 km/h, ab denen der Motor nicht mehr unterstützt.

Du erreichst auf einmal Höhen und Weiten, die mit einem normalen Rad unerreichbar sind. Ich kann die Begeisterung jetzt absolut nachvollziehen. Du fährst - als Anfänger selbstredend im Turbo-Modus - steile Bergwege hoch, bei denen du vorher schon zu Fuß aus der Puste kamst. Aber keine Frage - das ist nach wie vor anstrengend, man merkt den Beinen an, dass sie etwas leisten mussten, wenn man wieder zuhause ist, aber das Verhältnis zwischen Fahrspaß und Reichweite einerseits und Anstrengung andererseits ist absolut ausgewogen. Im Übrigen hat man es selbst in der Hand, wie und wo man sich verausgaben will. Ich für meinen Teil werde jetzt testweise auch längere Straßenabschnitte einbauen. Meine heutige Tour hat gezeigt, dass die Straße auch das Revier des Conway mit seinen breiten Schwalbe-Schlappen ist, sehr zu meiner Überraschung.

31.3.2020: Man muss jetzt sehr tapfer sein. Heute haben sich unsere Wege getrennt. Mein Xyron 327 und ich gehen ab heute getrennte Wege. Grund sind unüberbrückbare Differenzen,

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die auftraten, nachdem es zwei kapitale Schäden im Bereich Schaltung/Kette gab. Wie Conway mitteilte, ist das schon 4-5 x aufgetreten und sie haben das Bike anstandslos zurückgenommen.

Nachfolger wird das Cairon S 827 Trapez 2020. Ein Hardtail, ich wollte nicht zwei Monate auf ein Fully warten, und ehrlich gesagt brauche ich das auch nicht. Lieferung soll am 7.4.2020 sein. Ich freu mich böhmisch drauf.

And here it is ...

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Aber auch g´hier ist nicht alles eitel Sonnenschein. Der externe Anschluss für das Ladegerät funktioniert nicht. Muss ausgetauscht werden, demnächst mehr...

Aber bis heute - 16.4.2020 - läuft´s noch. Knock on wood.

 

 

 

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