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DUMM ist die Abkürzung für "Deutschland unter Mutti Merkel".

Diese Frau hat das ungeheure Glück, Kanzlerin eines außergewöhnlichen Landes zu sein. Außergewöhnlich leistungsfähig, aber auch außergewöhnlich in seiner Widersprüchlichkeit.

Deutsche würden - obwohl sie das glauben, weil sie sich für fortschrittlich und offen halten - im übertragenen Sinn die Berechtigung der Kehrwoche nie in Frage stellen, sie können sich aber wie die Bürstenbinder darüber streiten, wie das Treppenhaus zu kehren ist.

Ich gehöre diesem Verein seit Geburt nun einmal an und eigentlich gefällt mir überwiegend auch was ich sehe, aber das befreit nicht von der Verpflichtung, gelegentlich einen Schritt zurückzutreten und das Gesamtbild zu betrachten, zumal hysterische Hypermoral und mit angeblicher Toleranz getarnte Feigheit nach und nach Einzug halten, danke an die 68er und ihre Adepten an dieser Stelle.

Frau Merkel besticht durch zwei Dinge: Ihr eiskaltes Verhältnis zur Macht und die völlige Abwesenheit von Wärme,  Empathie, Zukunftsplänen und Standpunkten, weshalb man sie für das Geschöpf aus einem Fortsetzungsroman mit dem Titel "Il Principessa" halten könnte.

Wie sagte Ferris Bueller, der bekannte und geniale Lifestyle-Philosoph? Das Leben bewegt sich sehr schnell. Wenn du nicht gelegentlich anhältst und dich umschaust, könnte es sein, dass du es verpasst.

Übertragen auf Mutti Merkel bedeutet das, dass du gelegentlich anhalten und rekapitulieren solltest, was in diesem Land DUMM gelaufen (und vielfach auch schon vergessen) ist, sonst könnte es sein, dass du sie für eine gute Kanzlerin hältst.

Dieses Land ist nicht wegen, sondern trotz dieser Figur in gutem Zustand.

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Oberkirch, im Oktober 2013

 

Nachtrag Juli 2016: Nun hat sie es fast geschafft, diesem Gemeinwesen zentnerschwere Mühlsteine an den Hals zu ketten dank völlig unkontrollierter Zuwanderung, unübersehbarer Haftungsrisiken beim Euro, dem Austritt der Briten aus der EU, den sie wesentlich mitverschuldet hat, der Wiederkehr des deutschen Wesens, an dem die Welt genesen soll  und der explodierenden Rentenlasten.

Nebeneffekt ist auch, dass sie durch ihre kalte, egomanische und pflichtvergessene Art Seiten an meinen Landsleuten zu Tage gefördert hat, die ich für überwunden oder schlicht im Zaum gehalten wähnte wie Neid, Missgunst, militante Intoleranz, Denunziantentum, Feigheit und kriecherische Obrigkeitshörigkeit.

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Man könnte verzweifeln.

Nachtrag 6.11.2020:

Monika Hausammann aus der Schweiz hat diese Zeilen auf Facebook veröffentlicht, die besser als Vieles andere das System merkel und seine Auswirkungen auf mich und meine Befindlichkeit beschreiben.

" Den Schlüssel lass' ich stecken

Mit der Äußerung eines Bekannten über die „seltsamen Lähmung“, die sich in und um ihn her breitmache, riss in mir etwas auf. Was in den letzten Monaten im Vagen, Ungeordneten und bloß Gefühlten gedräut hatte, liess sich abseits windelweicher Wehleidigkeiten endlich in Worte fassen und damit in eine für mich lebbare Ordnung hinüberziehen. Denn nur, wo wir Dinge in Worte fassen und aussprechen können, können wir entscheiden. Ohne die Möglichkeit solchen Ordnens bleibt Handeln Getriebensein. Ohnmacht.

Das Grundprinzip meines Lebens ist denkbar einfach. Es lautet: Mein Leben – meine Verantwortung. Gleichauf mit dem Ziel des eigenen Wohlergehens steht daher der Wille, keinem zu schaden. Niemand anderen emotional oder materiell für das eigene Wollen und Streben zahlen zu lassen, sondern sich vielmehr die Möglichkeiten zu erarbeiten um helfen, unterstützen und dasein zu können. Das ist in meinen Augen der Inbegriff von Freiheit und sie verlangt schonungslose Analyse, Planung, Investitionen und auch Verzicht. Wo solches freiwillig ist, werden Lebensträume erlebbare Realität. Und genau das war mein Leben: mein Traum.

Was sich in den vergagnenen Jahren langsam und damit ein Stückweit vorausnehm- und planbar verändert hat, wurde in den letzten paar Monaten in rasendem Tempo zu einer neuen Realität. Heute kommt mir mein Leben vor wie ein ausgedehnter letzter Gang durch mein altes, kleines Haus. Ich habe es mir mit Arbeit, also Lebenszeit erkauft. Ich kenne jede seiner Ecken, seine Stärken und verborgenen Schwächen. Ich weiß genau, wieviel Holz ich brauche um es im Winter warm zu halten. Ich weiß um die Arbeit die es macht, die stete Pflege, den Unterhalt. Ich weiß um das Risiko der alten Leitungen und jenes des undichten Daches. Ich weiß, wo der Wind reinzieht und wo die wärmste Ecke ist. Kurz: Es war mein Haus, ich kannte es und wusste, worauf ich im Heute zu verzichten hatte, um es mir für die Zukunft zu erhalten.

Ich schreibe bewusst „war“, denn damit scheint es vorbei zu sein. Die giftige Saat dessen, was den Leuten seit Jahren eingehämmert wird, geht dieser Tage im Zeitraffer auf. Jene Saat, die da sagt, dass Freiheit und Selbstverantwortung ohne die glättende und inkludierende Hand des Staates ein Sturm von Gesetzlosigkeit und Ungerechtigkeit und Gefahr sei, in den der Mensch ohne Kompass und Messgeräte hinausgejagt werde. Dass, wer solche Freiheit zu leben fordere, wer persönlich zu planen und vorzusorgen und zu verzichten wünsche, unsolidarisch und egoistisch sei. Und dass, was nicht der Kontrolle des Staates überantwortet werde, eine Gefahr darstelle und wer nicht bereit sei, die einen auf Kosten der anderen zu mästen, auf zigfache Weise betraft gehöre.

Für mich ist es daher höchste Zeit für diesen letzten Rundgang durch mein bisheriges Leben. Es ist ein Abschied. Was ich geplant hatte für meine Zukunft, wofür ich vorgesorgt hatte, was ich investiert hatte und worauf ich zu diesem Zweck verzichtet hatte wird wahrscheinlich gerade zur Makulatur. Geld als Wertaufbewahrungs- und Tauschmittel wird seines Wertes beraubt. Andere Wert- und damit Verantwortungsspeicher werden kriminalisiert. Eigentum wird verhandelbar. Planungs- und Rechtssicherheit werden im Namen des Zeitgeists und künstlicher Notstände geschreddert.

Ich trete vor das Haus und schließe die Tür hinter mir. Den Schlüssel lasse ich stecken. Es gibt nichts mehr schützen. Denn hier draußen tobt der wahre Sturm, vor dem nichts mein bisheriges ideelles und materielles Heim zu bewahren vermag. Jener, den sie Rettung, Sicherheit und Gerechtigkeit nennen. Jener, in dem ich nichts planen, nicht vorsorgen, nicht investieren, nicht aufbauen kann und es vor allem auch nicht soll. Es ist der obrigkeitliche Zwang zu einem „Leben mit der Lage“ - zum Nicht-Planen, Nicht-Vorsorgen, Nicht-Riskieren und Nicht-Wagen. Auslieferung auf Kleinkindniveau.

Ich kann den Sturm nicht aufhalten. Aber ich kann wach bleiben, beweglicher werden, mich der Ohnmacht verweigern und mithilfe des Kompasses und der Messgeräte der Freiheit und der Verantwortung entscheiden. Darüber beispielsweise, dass ich mich dem Furchtdiktat nicht beugen werde. Darüber, dass ich mich dem geschürten Misstrauen meinen Mitmenschen gegenüber verweigere. Darüber, dass ich nicht zulassen werde, dass man die Einheit meines Denkens, Glaubens und Erlebens in isolierte ausgelieferte Teile zerfetzt. Und darüber schließlich, dass das Leben mehr ist, als die Krumen, mit denen man mich abzuspeisen versucht. Der Mensch lebt nicht vom Brot allein. Von seiner staatlichen, matschigen und geschmacklosen Variante erst recht nicht. Schwarz arbeiten war gestern. Ab hier wird schwarz gelebt. Eigensinnig, hartnäckig, halsstarrig. Jetzt erst recht. Eine neue Form von Glück."

 

 

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