Ich bin kein großer Fasnachter, aber es gilt das eherne Gesetz leben und leben lassen. 

Ganz abgesehen davon ist das ehrlich und ernsthaft ein wichtiges Stück Kulturgut.
Jetzt müssen die Narren aber vor den Pharisäern und Philistern beschützt werden, die wie wir wissen ziemlich nachdrücklich an der Schweigespirale drehen.
Der erste war Bernd Stelter, über den aktuell gewisse Deutsche doch wirklich und wahrhaftig diskutieren, ob die komische Alte, die Stelter während seines Kölner Auftritts nach seinem Doppelnamen-Witz auf offener Bühne und während der Dreharbeiten des WDR anpampte, irgendwie echte Gründe für diese selten dämliche Premiere hatte. 
Ich halte mich da lieber raus, freue mich aber schon auf den Tag, an dem bierbäuchige Kleinbürger die Narrenbühne kapern, weil eine verkleidete Putz-Liesl in der Bütt über ihren "Alten" und seine Erektionsprobleme hergezogen hat. 

Also wenn schon, denn schon. 

Und es geht weiter, die Schwachmaten machen ernst. 
AKK, für die ich wirklich nichts übrig habe, muss man hier klar in Schutz nehmen. 
In Stockach zog sie in der Bütt über Klos fürs dritte Geschlecht her und meinte, das sei für Männer, die nicht wüssten, ob sie noch stehen dürften oder sitzen müssten. Oder so ähnlich, qualitativ völlig Banane. 
Das ist aber völlig wurscht, das müssen Fasnachter dürfen, denn Fasnachterwitze sind zwar schon seit 500.000 Jahren je nach Betrachter zu zwischen 0% und 90% gruselig, sie nehmen aber aktuelle Entwicklungen auf die Schippe und haben damit eine wichtige Funktion. 
Too much für gewisse Milchbrötchen. Auftritt Queere und wen wundert´s die Grünen. 

Ein Sven Lehmann mokiert sich gerade, AKK würde sich über "inter- und transsexuelle Menschen lustig" machen, was wie wir wissen behördlich untersagt ist und genau auf der Linie liegt, über die Bernd Stelter getorkelt und zu Fall gekommen ist.

Das ist ein ziemlich plumper Versuch, die Diskurshoheit übers Thema zu erobern und Unbotmäßigkeit den Saft abzudrehen, denn wenn Totalitäre etwas fürchten wie der Teufel das Weihwasser, dann ist es ein unbotmäßiger aufmüpfiger Geist, der die herrschenden Verhältnisse womöglich auch noch witzig geißelt. Unbotmäßigkeit und Humor sind gefährliche Gegner eines jeden Totalitarismus.

Ich lese in diesem Zusammenhang immer wieder, man mache sich schließlich auch nicht über Behinderungen lustig und schon deshalb müsse man Witze auch über Trans- oder Intersexuelle unterlassen, die hätten es ganz schwer.

Das stimmt schon deshalb nicht, weil keine Minderheit – Schwule, AfD-Wähler, alte weiße Männer – Anspruch auf karnevalistische Schutzzonen hat, das hatten sie noch nie, Fasnacht ist grob und anarchisch. 

Aber nehmen wir diese kritischen Überlegungen doch einmal auf.

Ich betrachte die persönliche und damit auch sexuelle Orientierung keineswegs als Behinderung, weshalb ich sie damit auch nicht vergleiche, das hat AKK auch nicht getan.

Und wir alle sind nicht als fertige Persönlichkeiten auf die Welt gekommen, sondern haben in der Regel Jahre damit zugebracht, unseren Weg und unseren Platz im Leben zu finden, der eine länger, der andere schneller, Scheiße war es weite Teile auf jeden Fall. Für Transsexuelle mag das noch etwas schwieriger sein.

Ja und? Diese Gesellschaft erkennt derzeit, dass ein wenn auch verschwindend geringer Teil dieser Gesellschaft existiert und allmählich Teil ihrer selbst wird. Gut so.

Und Normalität stellt sich umso schneller ein, je unverklemmter wir damit umgehen. Dazu gehört der Humor und dazu gehört damit auch Fasnacht. Es ist völlig normal für uns, sich über körperliche Gebrechen des alternden Ehepartners schepps zu lachen, obwohl die ja auch nichts für ihren körperlichen Verfall können.

Wir sind mit diesem Humor aber aufgewachsen und betrachten ihn nicht als diskriminierend, sondern als befreiend. Also raus aus der Klemmiecke, rein in die Bütt und in 10 Jahren wird man sich fragen, wie man jemals bei Witzen darüber Probleme haben konnte.

Ich überlasse Fasnacht jedenfalls nicht moralinsauren Jakobinern, die sich nur aufs richtige Stichwort hin empören, und hoffe, die Fasnachter selbst lassen sich da auch nicht aufs Eis führen. Hier sind interessierte Kreise am üblen Werk, die gleichzeitig stattfindende brunsdumme Diskussion darüber, ob Indianerklamotten irgendwie rassistisch, kolonialistisch, oder sonst wie istisch sein sollen, belegt mir das.

Ich prophezeie, in 10 Jahren gibt es Punktekarten - eine doofe Bemerkung zum falschen Thema zuviel und du bekommst Hallenverbot. Mindestens.
 

3.3.2019 

 

 

 

 

Es war so klar. Jetzt meldet sich auch noch der Oberpleitier und Obernichtskönner zu Wort (Berlin-Müller): 

Ein Karnevalsgag kann gut oder schlecht sein, komisch oder eher mäßig - aber auch hinter Humor steht immer eine Haltung. Es ist ebenso irritierend wie bedauerlich, dass @akk offenbar in Diskriminierungsfragen eine dem Amt und der Funktion angemessene Haltung fehlt. #Karneval

Nicht weit auch Klaus Lederer:

Ja, es ist wirklich ein Trauerspiel. Die Vorsitzende der größten Bundestagspartei findet es lustig, auf Stammtischniveau am Karneval Menschen zu denunzieren, die nicht der geltenden Machonorm entsprechen. Ein Jammer. @CDU @cducsubt #Homophobie #lgbtqi https://www.queer.de/detail.php?article_id=33098 …

Die haben rein gar nichts verstanden. Fasnacht ist auch dazu da, die obwaltenden Verhältnisse aufzuspießen und in überwiegend gruseliger Qualität zu veralbern. Minderheiten haben keinen Anspruch auf einen Streichelzoo. Mit der Müller-Leder´schen Theorie arbeiten auch die islamischen Verbände in diesem Land und vor allem die, die Kurt Westergaard an den Kragen wollen.

4.3.2019

 

 

 

Diese Frau ist und bleibt ein negatives, boshaftes und böswilliges Brechmittel.

 

 

13.3.2019

 

5.4.2019

 

 

" ... Du bekommst die Deutschen aus der Diktatur, mit Einsatz von Waffen und amerikanischem Menschenleben, doch das Totalitäre, die aggressiv gebückte Haltung und den manischen Glauben an die Überlegenheit der eigenen Ideologie, die bekommst du nicht so einfach aus den Köpfen der Sozialisten deutscher Nation heraus ..."

Der Sündenbock ist zurück und Rober Habeck spricht von Enteignungen.

8.4.2019

 

 

Man kreist in diesem Land ja seit geraumer Zeit fortwährend um den eigenen Nabel, den man für das Zentrum der bekannten Welt hält. Ich auch. Da ist es sinnvoll, gelegentlich den Blick über den Tellerrand zu wagen, denn anderswo gibt es auch jede Menge unrettbar Bekloppte. So haben die Granden der staatlichen Taber-Schule in Barcelona Bücher rausgeschmissen, weil die bei Kindern unter sechs Geschlechterstereotypen verstärken könnten, Gendergefasel also mal wieder. Dabei hochtoxische Werke wie Rötkäppchen, Dornröschen und Aschenputtel. Ob mich der Tatort Spanien - also weit weg -  jetzt beruhigen kann, wage ich mal zu bezweifeln, es kann unmöglich lange dauern, bis auch Zerebralwichtel wie KGE Wind von der Sache bekommen.

17.4.2019

 

 

 

"Der Comedian - ein Nachruf". Ja Mensch, ich hoffe, er sitzt nur im Kyffhäuser und kommt wieder, wenn es endlich Hirn und haarige Eier vom Himmel regnet. Ich MAG die Hoffnung nicht aufgeben.

18.4.2019

 

 

 

Trend: Schulen verbieten Kindern "beste Freunde". Oder - wie man Kommunismus und erblichen Kretinismus zur Grundlage eines weiteren Pädagogikexperiment macht.

21.4.2019

 

 

Es gibt keine Hemmungen mehr. Ach ne, wirklich? Mir tun die Polizisten, Feuerwehrleute und das Rettungspersonal leid, die den Kopf hinzuhalten haben für eine skrupellose, unfähige Kaste, die diese Gesellschaft dem Mob ausgeliefert hat.

21.4.2019

 

 

Frau Rützel vom Spiegel twittert was, das anderen guten Menschen nicht gefällt und das kommt dann dabei heraus ... "Quasi-Nazi", "AfD-Nutte". Es ist besser als Buntfernsehen, guten Menschen, die ganz dolle gegen Hass, Rassismus und Ausgrenzung sind beim eigenhändigen Entfernen ihrer Masken zuzuschauen.

"Seit gestern Abend werde ich auf diversen Social-Media-Seiten als Quasi-Nazi und "AfD-Nutte" beschimpft, weil ich für @SPIEGELONLINE eine TV-Kritik über eine Influencer-Award-Verleihung geschrieben habe. Und eine dort auftretende Komikerin nicht komisch fand."

 

Und es geht weiter. Das hier muss sich Frau Rützel vorhalten lassen:

Sie hat daraufhin Folgendes gepostet. Willkommen auf der anderen Seite, Frau Rützel. Kühl hier und einsam, nicht wahr?

"Ihr Fans drehen jetzt jedenfalls richtig durch und behaupten, ich hätte von Amani behauptet, sie solle "das Land verlassen". Und meine Kritik eines komplett irrelevanten, Plemplem-Infuencerpreises ist die Vorstufe eines Nazimordes."

22.4.2019

 

 

 

Boris Palmer fragt und versinkt stante pede im braunen Nazisumpf. Deutsch-Hysterien 2019. Im droht jetzt auch der Ausschluss, da er ein "rechtspopulistischer Pöbler" sei mit einem "offen zur Schau gestellten Rassismus" und einer "Verachtung für das Bild der Vielfalt in Deutschland". Größer hatten sie´s nicht, die übliche Totschlagkeule. Die Grünen haben jetzt auch ihren Sarrazin.

25.4.2019

 

 

Macht es Sie nervös, daran zu denken, wie die Welt in dreißig Jahren aussehen wird?

Jepp.

25.4.2019

 

 

 

Klar brüllen hirntote Nazis "Sieg Heil". Aber so kommt man auch zu erwünschten Statistiken.

31.5.2019

 

 

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