Ca. 800.000 v. Chr. - der Heidelberg-Mensch entwickelt sich aus dem Homo Erectus.

Ca. 300.000 v. Chr. - Erscheinen des Neandertalers.

Ca. 40.000 v. Chr. - Malereien in der El-Castillo-Höhle in Nordspanien.

Gleichzeitig wandert der Cro-Magnon-Mensch (= Homo sapiens) nach Europa ein und verdrängt nach und nach den Neandertaler.

Ca. 36.000 v. Chr. - früheste Schätzung der Höhlenbilder von Lascaux (bis 19.000 v. Chr.).

Ca. 20.000 v. Chr. - Ende des seit ca. 24.000 v. Chr. herrschenden Kältemaximums in der letzten Kaltzeit in Europa.

Ca. 15.500 v. Chr. - erste Besiedelung Amerikas von Sibirien her nach Alaska über die Beringia-Landbrücke  

Ca. 12.000 v. Chr. - Beginn des Holozän, der erdgeschichtlichen Phase, die bis heute dauert und die zunehmende Erwärmung nach der vorausgegangenen Kaltzeit bedeutet.

Gleichzeitig Ende der quartären Aussterbewelle (seit ca. 50.000 v. Chr.) im nördlichen Eurasien, in der vor allem Großtiere wie das Wollhaarmammut und das Wollnashorn ausstarben.

Ca. 4.000 v. Chr. - erste Pfahlbausiedlungen bei Unteruhldingen am Bodensee.

Ca. 2650 v. Chr. - Pharao Djoser lässt die Stufenpyramide von Sakkara errichten.

Ca. 2620 - 2580 v. Chr. - Regierungszeit des Pharao Cheops (Altes Reich), während der auch die größte Pyramide von Gizeh, die Cheops-Pyramide errichtet wird.

Ca. 2558 - 2532 c. Chr. - Regierungszeit des Pharao Kephren, der die gleichnamige, zweitgrößte Pyramide von Gizeh errichten lässt.

Ca. 2532 - 2503 v. Chr. - Nachfolger Kephrens wird Mykerinos, der die kleinste der drei Gizeh-Pyramiden, die Mykerinos-Pyramide errichten lässt.

Ca. 2200 v. Chr. - Ende des Alten Reichs in Ägypten. Es folgen Zwischenzeiten bis zur Installation des Neuen Reichs ca. 1550 v. Chr..

1750 v. Chr. - Tod des babylonischen Königs Hammurabi I., König von Sumer und Akkad. Hammurabi schafft u.a. den Codex Hammurabi, die älteste vollständige Rechtssammlung.

Ca. 1600 v. Chr. - Verheerender Vulkanausbruch auf Santorin mit unbekannten Folgen für die minoische Kultur auf Kreta.

Um 1550 v. Chr. - unter Pharao Kamose Beginn der Bekämpfung und Vertreibung der mutmaßlich aus Palästina stammenden Hyksos. Vollendung der Vertreibung unter seinem Sohn Pharao Ahmose I..

1457 v. Chr. - die Pharaonin Hatschepsut stirbt, vermutlich an den Folgen eines Mordversuchs.

ca. 1400 v. Chr. - den Hethitern gelingt erstmals durch Verhüttung von Eisenerz die Herstellung von gehärtetem Eisen, also Stahl. Sie setzen dieses Metall u.a. auch in der Schlacht von Kadesch gegen die Ägypter ein, die nur über weichere Bronzewaffen verfügten.

Ca. 1385 v. Chr. - Beginn des Baus des Tempels von Pharao Amenophis III (mit den Memnon-Kolossen), der gemeinsam mit seiner Frau Teje - Echnaton ist einer ihrer Söhne - wohl zur Beschneidung der Macht der Amun-Priester eine vorsichtige Hinwendung zum Aton-Kult vollzieht und den Herrschersitz nach Theben verlegt. 

Ca. 1332 v. Chr. - Tod des "Ketzer"-Pharao Echnaton (Amenophis IV.), Neues Reich, der u.a. verheiratet ist mit Nofretete. Echnaton bricht mit den bisherigen religiösen Vorstellungen zur Götterwelt und erhebt die durch die Sonnenscheibe symbolisierte Gottheit Aton zum höchsten Gott. Er gründet auch zwischen Theben, der bisherigen Hauptstadt, und Memphis in Mittelägypten die neue Hauptstadt Achet-Aton (im heute bekannten Gebiet Tell el-Armana), die aber Episode bleibt wie die religiöse Umwälzung Echnatons.

Sohn Echnatons ist wohl Tutanchamun, der bis 1323 v. Chr. regiert und dessen Grab 1922 von Lord Carnarvon und Howard Carter entdeckt wird. Sein Nachfolger wird Pharao Eje II., unter Echnaton hoher Hofbeamter. Er herrscht vier Jahre, sein Nachfolger wird Haremhab. Unter Eje und Haremhab Abwendung von Achet-Aton und damit vom Aton-Kult. Memphis wird wieder Sitz der Verwaltung, in Theben bleibt die Residenz.

1291 v. Chr. - Pharao Ramses I. übernimmt die Macht von seinem Vorgänger Haremhab. Ramses I. ist der Vater des späteren Pharao Sethos I., der 1279 v. Chr. verstirbt.

1279 v. Chr. - Ramses II. wird Pharao.

1274 v. Chr. - Schlacht zwischen den Ägyptern unter Pharao Ramses II. und dem Hethiterkönig Mutawalli III. bei Kadesch am Orontes, die wohl unentschieden endet. 

1213 v. Chr. - Tod des Pharao Ramses II. (Neues Reich), einem der berühmtesten und fähigsten Pharaonen der ägyptischen Geschichte. Schon unter Ramses´ Vater Pharao Sethos I. blüht Ägypten auf, Ramses tritt insoweit in die Fußstapfen seines Vaters. Nach anfänglichen kriegerischen Auseinandersetzungen speziell mit den Hethitern schließt Ramses mit ihnen Frieden, der lange hält.

Ca. 1200 v. Chr. - Trojanischer Krieg.

Ca. 1150 v. Chr. - Gründung der Stadt Alba Longa in den Albaner Bergen durch Ascanius, Sohn des trojanischen Helden Äneas, der in Latium gelandet sein soll. Ein späterer König Numitor Silvius, ist der Vater von Rhea Silvia, der Mutter der nachher ausgesetzten Zwillinge Romulus und Remus. Äneas gilt daher als Stammvater der Römer, auf den sich viele römische Adelsfamilien berufen werden

Ca. 1104 v. Chr. - Tod des babylonischen Herrschers Nebukadnezar I..

753 v. Chr. - Gründung Roms angeblich durch die Zwillinge Romulus und Remus. Remus wird bei einer Auseinandersetzung über die Stadtmauern von Romulus ermordet. Zweiter König Roms wird Numa Pompilius.

570 v. Chr. - Tod der antiken griechischen Schriftstellerin Sappho.

562 v. Chr. - Tod des babylonischen Herrschers Nebukadnezar II. Der König schafft unter anderem das im Pergamon-Museum aufgestellte Ishtar-Tor, eines der Stadttore Babylons, vollendete das Zikkurat "Turm von Babel" und soll auch die Hängenden Gärten der Semiramis, eines der sieben antiken Weltwunder geschaffen haben. Laut der Bibel eroberte Nebukadnezar II. Jerusalem, zerstörte den Tempel und führte die Israeliten in die babylonische Gefangenschaft.

560 v. Chr. - Tod des athenischen Staatsmannes und Militärführers Solon, nach Platon einer der sieben Weisen des antiken Griechenlands, der wesentliche Neuerungen in Gesetzgebung und gesellschaftlichem Verständnis durchsetzte, einer der Wegbereiter der attischen Demokratie.

Ca. 550 v. Chr. - Beginn des Aufstiegs der Perser zur orientalischen Großmacht.

547 v. Chr. - Tod des Philosophen und Mathematikers Thales von Milet, ebenfalls einer der sieben Weisen, von dem der Spruch gnoti seauton, erkenne dich selbst, stammen soll.

513 v. Chr. - erstmalige Erwähnung des iranischen Reitervolks der Sarmaten.

510 v. Chr. - Tod des Philosophen und Mathematikers Pythagoras von Samos.

508 v. Chr. - der Römer Gaius Mucius Scaevola schleicht sich in das Lager des Etruskerkönigs Porsenna, um ihn zu ermorden, wird aber überwältigt. Porsenna droht ihm den Feuertod an, wenn er nicht verrät, welche Römer sich ebenfalls im Lager befinden. Scaevola erklärt, seine Ehre sei nicht verhandelbar und hält seine linke Hand ins Feuer bis sie verbrennt und gibt die Namen nicht preis. Porsenna soll daraufhin die Belagerung Roms abgebrochen und Friedensverhandlungen eingeleitet haben.

500 v. Chr. - Beginn des ionischen Aufstandes in Kleinasien gegen die Perser, der niedergeschlagen wird.

494 v. Chr. - Zerstörung der Stadt Milet durch die Perser.

490 v. Chr. - in der Schlacht von Marathon siegen die Athener unter Miltiades und Kallimachos gegen die Perser unter Darius I..

480 v. Chr. - die Perser unter Xerxes I. siegen auf Grund haushoher Überlegenheit und eines Verrats im Lager der Griechen in der Schlacht an den Thermopylen nach verlustreichen Kämpfen gegen die Griechen unter Leonidas von Sparta.

Im selben Jahre besiegt in der Seeschlacht von Salamis die vereinigte Flotte der Athener, Spartaner und Korinther unter Themistokles die Perser. Die Schlacht vertreibt die persische Flotte und verlangsamt den persischen Landangriff.

479 v. Chr. - In der Schlacht von Plataiai südlich Theben besiegen die Griechen unter Führung des Spartaners Pausanias das Landheer der Perser unter Mardonios. Die Niederlage ist das Ende der Eroberungsversuche der Perser auch zu Lande.

470 v. Chr. - vermutliches Todesjahr des Spartanerregenten Pausanias, der anstelle Pleistarchos regiert, dem Sohn von König Leonidas, der an den Thermopylen gefallen war. Pleistarchos  tritt nach dem Tod Pausanias´ die Herrschaft an.

460 v. Chr. - Tod des Philosophen Heraklit aus Ephesos, von dem die Sprüche panta rhei, alles fließt, und "man kann nicht zweimal in denselben Fluss steigen" (weil das Wasser mittlerweile weitergeflossen ist) stammen sollen. Man nennt Heraklit auch "Der Dunkle", weil seine Philosophie viel Spielraum für Interpretationen lässt.

459 v. Chr. - Tod des athenischen Staatsmannes und Feldherrn Themistokles.

451 v. Chr. - Beginn des Perikleischen Zeitalters bis 429 v. Chr., das als goldenes Zeitalter Athens bezeichnet wird.

431 v. Chr. - Beginn des Peloponnesischen Krieges zwischen dem Attischen Seebund unter der Führung Athens und dem Peloponnesischen Bund unter der Führung Spartas.

430 v. Chr. - Tod Lucius Quinctius Cincinnatus, der zwei Mal in höchster Not vom Senat zum Diktator ernannt wird (458 anlässlich der Bedrohung durch die Äquer, Sabiner und Volsker; 439 beim Aufstand der Plebejer), die Situation bereinigt und umgehend sein Mandat zurückgibt, um weiter als Landwirt tätig zu sein. Er gilt als Inbegriff republikanischer Tugenden. Sein gleichnamiger Sohn fungierte als Politiker und Konsulartribun.

429 v. Chr. - Tod des großen athenischen Staatsmannes Perikles, der die attische Demokratie weiterentwickelte, Athens Vorherrschaft sicherte und große Bauprojekte wie die Akropolis initiierte, allerdings die Folgen des Peloponnesischen Krieges falsch einschätzte.

Ca. 428 v. Chr. - Tod des griechischen Philosophen und Arztes Diogenes von Appolonia, der zu den Vorsokratikern zählt. Von ihm stammt das Werk "Über die Natur".

Ca. 424 v. Chr. - Tod des griechischen (Reise)Schriftstellers, Geographen und Völkerkundlers Herodot von Halikarnassos.

415 v. Chr. - Feldzug der Athener unter Alkibiades nach Sizilien, wodurch der nach dem Frieden des Nikias dümpelnde Peloponnesische Krieg wieder voll entfacht wird.

413 v. Chr. - Alkibiades wechselt die Seiten nach Sparta.

411 v. Chr. - Oligarchischer Umsturz in Athen, Beseitigung der Demokratie und Einsetzen des Rats der Vierhundert. 410 wird die Demokratie aber wieder hergestellt.

408 v. Chr. - nachdem Alkibiades erneut die Fronten gewechselt hat wird er in Athen zum Strategen mit weitreichenden Vollmachten ernannt. 

404 v. Chr. - Sieg des Peloponnesischen Bundes unter Führung Spartas gegen den Attischen Seebund unter Führung Athens im Peloponnesischen Krieg (seit 431 v. Chr.). Tod des Alkibiades. Das siegreiche Sparta setzt 30 wohlgesonnene Athener als Herrscher (Herrschaft der Dreißig) ein, die ein Terrorregime installieren und ein Jahr später wieder gestürzt werden. 403 wird die Demokratie wieder eingeführt und der Feldherr Thrasybulos setzt eine Amnestie der meisten Oligarchen durch, um sie vor der Rache der Demokraten zu schützen und dadurch den inneren Frieden zu bewahren.

399 v. Chr. - Tod des für das abendländische Denken entscheidenden Philosophen Sokrates. Er wird in einem Prozess wegen Gottlosigkeit verurteilt und begeht den Fehler, auf die Frage nach der für ihn angemessenen Strafe die lebenslange Speisung im Tempel zu nennen. Daraufhin wird er zum Tod durch den Schierlingsbecher verurteilt.

Ausbruch des spartanisch-persischen Krieges, der von Sparta hinhaltend geführt wird. Persien hatte Sparta eine Flotte finanziert und im Gegenzug die Oberhoheit über Kleinasiens gefordert, was Sparta zugesagt hatte, sich dann aber nicht daran hielt. Im Verlauf des Krieges 394 Niederlage Spartas gegen die Perser in der Seeschlacht von Knidos, worauf Sparta die Bemühungen zur See einstellt und sich dem mittlerweile ausgebrochenen Korinthischen Krieg widmet. 

395/394 v. Chr. - Beginn des Korinthischen Krieges zwischen Sparta einerseits und Korinth, Theben, Athen und Argos. Letztgenannte wollen eine spartanische Hegemonie in der Ägäis verhindern. Ende durch den Königsfrieden 387, mit dem die Hegemonie tatsächlich beendet wird.

Der spartanische Staatsmanns und Feldherrn Lysander fällt in der Schlacht von Haliartos zwischen Sparta und Theben.  

377 v. Chr. - Gründung des Zweiten Attischen Seebundes unter Athen, der erneut gegen Sparta gerichtet ist. 376 athenisch-spartanischer Seekrieg ohne nennenswerte Folgen und Machtverschiebungen.

375 v. Chr. - die gallischen Senonen unter Brennus schlagen die Römer an der Allia und stoßen auf Rom vor. Die Römer ziehen sich auf den Capitol zurück und verhindern einen Fall der Festung nur durch die wachsamen Gänse der Juno, die mit lautem Geschrei auf die einsickernden Gallier reagieren. Brennus wird der Spruch vae victis, wehe den Besiegten, zugeordnet.

371 v. Chr. - Truppen Thebens unter ihrem begabten Feldherrn Epaminondas schlagen mittels der letztmals bei Leuthen 1757 eingesetzten schiefen Schlachtordnung die als unbesiegbar geltenden Spartaner bei Leuktra. Bei dieser Schlachtordnung wird ein Flügel gegenüber dem anderen deutlich verstärkt eingesetzt und dient als Rammbock gegen den in der Regel dann schwächeren gegenüberliegenden Flügel des Gegners, während der andere Flügel nur hinhält. Damit soll ein Einbruch in die feindliche Linie von der Seite her ermöglicht werden.

369 n. Chr. - Bündnis Athens mit Sparta gegen das zunehmend stärker werdende Theben.

362 v. Chr. - Epamimondas von Theben fällt in einer Schlacht gegen die Spartaner, Schwächung der Stellung Thebens.

359 v. Chr. - Philipp II. wird Herrscher von Makedonien.

356 v. Chr. - Geburt Alexander des Großen in Pella.

348  v. Chr. - Tod des Philosophen Platon in Athen. Platon war Schüler Sokrates´ und unterrichtete Aristoteles.

336 v. Chr. - Tod Philipps II. von Makedonien und Übernahme der Regierungsgeschäfte durch den von Aristoteles unterrichteten Alexander. Beginn des Hellenismus/der Hellenisierung.

333 v. Chr. - Sieg Alexanders über Darius III. bei Issos in Kilikien, den heutigen türkischen Provinzen Adana und Mersin.

331 v. Chr. - Sieg Alexanders über die erneut zahlenmäßig weit überlegenen Truppen Darius´ III. bei Gaugamela im heutigen Irak und Eroberung Babylons.

326 v. Chr. - Sieg Alexanders in der Schlacht am Hydaspes gegen den indischen König Poros.

323 v. Chr. - Tod Alexander des Großen in Babylon und Beisetzung in Memphis. Im gleichen Jahr Beginn der Diadochen (=Nachfolger)kämpfe um das Erbe Alexanders. Ptolemäus I. Soter übernimmt die Regentschaft über Ägypten und begründet das Ptolemäerreich, das mit Kleopatra 31 v. Chr. nach der Niederlage bei Actium endet. Ptolemäus verbringt den Leichnam Alexanders nach Alexandria. Der Diadoche Seleukos I. Nikator begründet in Babylon das Seleukidenreich und verteidigt es gegen einen anderen Diadochen Antigonis I. Monophtalmos, Herrscher des Reiches der Antigoniden in Makedonien.

322 v. Chr. - Tod des Philosophen Aristoteles in Chalkis. Der griechische Redner Demosthenes stirbt in Kalaureia. Demosthenes hatte zum Widerstand gegen König Philipp II. von Makedonien, dem Vater Alexanders, aufgerufen und seine Reden begründeten den Begriff der Philippika.

312 v. Chr. - Bau der Via Appia unter Konsul Appius Claudius Caecus, führte nachher von Rom nach Brindisi (heute SS 8).

270 v. Chr. - Tod des Philosophen Epikur, dem Gründer des auf Lebenslust ausgerichteten Epikureismus, anders als die in etwa gleichzeitig von Zenon begründeten Lehre der Stoa (=Stoiker), die gerichtet war auf die Selbstbeherrschung des Individuums.

227 v. Chr. - ein Erdbeben zerstört den Koloss von Rhodos, der den Sonnengott Helios darstellt und als eines der sieben Weltwunder gilt.

220 v. Chr. - Bau der Via Flaminia, die Rom mit der Adria beim heutigen Rimini verbindet. 

218 v. Chr. - Alpenüberquerung Hannibals und Siege gegen die Römer unter Konsul Publius Scipio (dem Vater des späteren Scipio Africanus) am Ticinus und der Trebia.

217 v. Chr. - Sieg Hannibals gegen die Römer unter den Konsuln Servilius und Flaminius in der Schlacht am Trasimenischen See nordwestlich des heutigen Perugia.

216 v. Chr. - legendärer Sieg Hannibals bei Cannae in Apulien nordwestlich von Bari über die zahlenmäßig deutlich überlegenen Römer durch ein geniales Umfassungsmanöver.

212 v. Chr. - Tod des Mathematikers, Physikers und Ingenieurs Archimedes in seiner Heimatstadt Syrakus auf Sizilien anlässlich der Plünderung der Stadt durch die Römer. Archimedes hatte zuvor zahlreiche Kriegswaffen wie Brennspiegel, Katapulte und Seilwinden zur Zerstörung feindlicher Schiffe entwickelt, die bei der Belagerung von Syracus zum Einsatz kommen, ohne den Fall der Stadt verhindern zu können.

202 v. Chr. - in der Schlacht von Zama (heute Jama) in Nordafrika unterliegt Hannibal Publius Scipio Africanus

194 v. Chr. - der griechische Mathematiker, Astronom, Geograph, Philosoph und Dichter Eratosthenes stirbt in Alexandria. Eratosthenes leitete mehrere Jahre die Bibliothek von Alexandria und berechnete als einer der Ersten den Erdumfang mit hoher Genauigkeit  

183 v. Chr. - Tod des auf der Flucht befindlichen Hannibal im heutigen Gebze am Marmarameer.

133 v. Chr. - Tod des Volkstribunen Tiberius Gracchus, der gegen die Senatsmehrheit aus Optimaten (= Adel) weitreichende Landreformen durchsetzen wollte. Gracchus wurde in der Volksversammlung von Scipio Nasica und seinen Anhängern erschlagen. Man datiert auf 133 den Beginn der römischen Bürgerkriege und damit der Krise der Republik bis etwa 27 v. Chr..

120 v. Chr. - der griechische Historiker Polybios (von Megalopolis) stirbt vermutlich auf dem Peloponnes. Von Polybios ist die Historia, die Geschichte des Römischen Reiches bis zur Zerstörung Karthagos.

118 v. Chr. - Gründung der Stadt Narbo (= Narbonne) durch Prokonsul Ahernobarbus, der gemeinsam mit Quintus Allobrogicus zuvor die Averner und Allobroger im südlichen Gallien geschlagen und vertrieben hatte. Ab dort Bau der Via Domitia, die schließlich Italien mit Spanien verband mit der Via Aquitania als Seitenarm Richtung Burdigala (= Bordeaux).

113 v. Chr. - die Kimbern, Ambronen und Teutonen schlagen die Römer bei Noreia und später im Jahre 105 v. Chr. unter Teutobod noch einmal bei Arausio.

107 v. Chr. - Marius wird Konsul und übernimmt den Oberbefehl auf dem afrikanischen Schlachtfeld, wo er König Jugurtha bei Cirta schließlich besiegt.

102 v. Chr. - Marius schlägt die Teutonen und Ambronen unter Teutobod bei Aquae Sextae (= Aix-en-Provence) und 101 v. Chr. die Kimbern unter Boiorix beim norditalienischen Vercellae (= Vercelli). Vorausgegangen sind von 104 - 102 v. Chr. die durch Marius eingeleiteten Heeresreformen im Sinne eines Übergangs von der Miliz- zur Berufsarmee. Nachdem Marius mehrere Jahre als Konsul fungiert, zieht er sich 100 v. Chr. aus der Politik zurück, übernimmt 90 v. Chr. aber noch einmal ein zeitlich begrenztes militärisches Kommando gegen die Marser in den Abruzzen.

100 v. Chr. - Geburt Julius Caesars.

88 v. Chr.Wahl des Optimaten Sulla zum Konsul. Streit entbrennt, wer das Militärkommando für den Krieg gegen Mithridates VI. erhalten soll, Sulla oder Marius. Sulla setzt sich durch, Marius flieht. Während Sulla gegen Mithridates VI. 87 v. Chr. kämpft, kehrt Marius nach Rom zurück und ergreift gemeinsam mit dem neuen Konsul Cinna die Macht in Rom für die Popularen.

86 v. Chr. - Tod Marius´.

82 v. Chr. - Sulla entmachtet mit der Hilfe Pompeius´ die Popularen (Anhänger Marius´), schwingt sich zum Diktator auf, lässt Gegner mit Proskriptionslisten verfolgen und töten, ihr Vermögen konfiszieren und stellt die Macht des Senats wieder her. Rücktritt 79 v. Chr..

78 v. Chr. - Sulla stirbt bei Puteoli.

73 v. Chr. - Ausbruch des Spartakus-Aufstandes von Capua aus. Mehrere Siege gegen römische Truppen. Einer der Anführer, Crixus, spaltet sich vom Sklavenheer ab, wird aber 72 v. Chr. von den Römern unter Publicola geschlagen, Crixus wird getötet. Erst unter der Führung von Crassus gelingen Rom 71 v. Chr. entscheidende Siege.  Die Heerführer Lucullus und Pompeius stehen bei der Einkreisung der Aufständischen im Süden durch Crassus in Reserve. In der zweiten Schlacht am Silarus wird das Sklavenheer von Crassus geschlagen, Spartakus getötet. Die Überlebenden des Spartakus-Heeres treffen bei der Flucht auf Pompeius´ Legionen und werden vernichtet.

70 v. Chr. - Cicero wird von den Sizilianern beauftragt und hält seine Reden gegen Verres. Gegner ist der Statthalter von Sizilien Gaius Verres, der von Hortalus verteidigt wird, aber unterliegt. Verres wird die Erpressung und Ausplünderung der Bevölkerung vorgeworfen. 

67 v. Chr. - Vernichtung der Kilikischen Seeräuber durch Pompeius.

63 v. Chr. - Caesar wird Pontifex maximus, nachdem er 65 v. Chr. als Ädil fungiert hatte. Im gleichen Jahr Cicero deckt während seines Konsulats die Verschwörung des Senators Catilina (Putsch) auf und sorgt für dessen Verurteilung (Reden gegen Catilina). Von Cicero soll auch der Spruch stammen, dass Irren menschlich sei, allerdings lautet der Spruch, Irren sei menschlich, aber auf Irrtümern zu bestehen sei teuflisch.

Cicero wird der Ehrentitel pater patriae verliehen.

60 v. Chr. - erstes Triumvirat mit Caesar, Crassus und Pompeius. Caesar wird Konsul und Prokonsul in Illyrien und danach in Gallien.

58 v. Chr. - Beginn des Gallischen Krieges zunächst bis 53 v. Chr. Noch 58 v. Chr. besiegt Caesar bei Bibracte im heutigen Departement Saone-et-Loire die Helvetier und vermutlich beim heutigen Mulhouse die nach Gallien eingedrungenen Sueben unter Ariovist. 54 v. Chr. bricht Caesar von Gallien aus zu seinem zweiten Britannienfeldzug auf und schlägt dort die Briten unter Cassivellaunus. 52 v. Chr. Aufstand der Gallier unter Vercingetorix, der bei Gergovia gegen die Römer siegt, dann aber von Caesar bei Alesia besiegt wird.

56 v. Chr. - der Konsul und Feldherr Lucius Licinius Lucullus stirbt vermutlich in Rom. Lucullus gelingt es im Dritten Mithridatischen Krieg von 74 - 63, König Mithridates VI. von Pontus an der Südküste des Schwarzen Meers, der sich verbündet hatte mit seinem Schwiegersohn König Tigranes II. von Armenien, derart zu schwächen, dass Pompeius, der Lucullus ersetzt, den Krieg für Rom schließlich gewinnen kann, gleichzeitig das Ende des Königreichs Pontus. Der Krieg wird ausgelöst durch Einfälle pontischer Truppen in das Nachbarreich Bithynien, das dessen Herrscher Nikomedes IV. Rom vermacht hatte.

53 v. Chr. - Crassus stirbt auf einem Feldzug gegen die Parther nach der verheerenden Niederlage bei Carrhae im nördlichen Mesopotamien.

48 v. Chr. - Cäsar unterliegt einer dreifach überlegenen Senatsarmeee unter Pompeius in der Schlacht von Dyrrhachium, entgeht nur knapp der vollständigen Vernichtung und setzt sich nach Osten ab. Später im Jahr Sieg Caesars über Pompeius in der Schlacht von Pharsalos, der entkommen kann und in Ägypten auf Befehl von Ptolemäus XIII. ermordet wird.

46 v. Chr. - Caesar wird zum Diktator zunächst auf 10 Jahre ernannt.

Caesar schlägt zuvor eine Senatsarmee unter Metellus Scipio bei Thapsus.

45 v. Chr. - Ciceros Tochter Tullia stirbt in Rom nach der Entbindung ihres Kindes von ihrem dritten Ehemann Dolabella, einem Anhänger Cäsars, der 43 v. Chr. in den Auseinandersetzungen mit Cassius um die Vorherrschaft in Syrien unterlegen war und eingeschlossen den Freitod wählte. Cicero hat einen Sohn, den gleichnamigen Marcus Tullius Cicero Minor, geboren 65 v. Chr..

44. v. Chr. - Ermordung Caesars (an den Iden des März) im Senat durch Senatoren unter der Führung von Brutus und Longinus, nachdem geplant war, Caesar zum Diktator auf Lebenszeit zu ernennen. Phillipische Reden Ciceros gegen Markus Antonius, da dieser nach Caesars Tod zunehmend als potentieller Tyrann wahrgenommen wird.

43 v. Chr. - Niederlage von Markus Antonius gegen die Senatsarmee unter Octavian, Pansa und Hirtius in der Schlacht bei Mutina. Antonius hatte die Stadt, die von einem der an der Ermordung Cäsars Beteiligten, Decimus Albinus befehligt wurde, belagert, wurde seinerseits aber von der Armee der Senatsfeldherrn und Konsuln Aulus Hirtius und Gaius Vibius Pansa sowie den Truppen des ebenfalls herbeigeeilten Octavian bedrängt. Antonius gelang zunächst bei Forum Gallorum mittels eines überraschenden Angriffs ein Sieg gegen die von Pansa geführten unerfahrenen Truppen. Hirtius schickte aber umgehend Entsatztruppen, die die den Sieg bereits feiernden Legionen Antonius´ ihrerseits überraschten und besiegten. Antonius beschloss aber, die Belagerung Mutinas fortzusetzen, worauf es zur Schlacht von Mutina kam, bei der Hirtius, der bis in Antonius´ Lager vorgedrungen war, getötet wurde. Antonius konnte sein Lager halten, musste aber am nächsten Tag fliehen. Pansa starb kurz darauf ebenfalls an im Kampf erlittenen Verletzungen.        
 

Stellvertreter von Hirtius und Pansa in Rom war Marcus Cornutus, der Selbstmord beging, als Octavian nach der Flucht von Markus Antonius auf Rom marschierte und die dort stationierten afrikanischen Legionen zu ihm überliefen. Octavian setzte dann seine Wahl zum Konsul durch, obwohl er erst 19 Jahre alt war. Allgemein datiert man auf dieses Jahr das Ende der römischen Republik.

Einige Monate später Aussöhnung und Bildung des zweiten Triumvirats zwischen Octavian, Antonius und Lepidus, die auf fünf Jahre diktatorische Befugnisse erhalten. Lepidus ist Gefolgsmann des ermordeten Caesar gewesen. In den anschließenden Verfolgungen politischer Gegner Ermordung Ciceros im gleichen Jahr durch den Centurio Herennius und den Militärtribunen Gaius Laenas bei Formia zwischen Rom und Neapel.

42. v. Chr. - Niederlage der Caesar-Attentäter unter Brutus, Cassius und Longinus gegen Octavian und Markus Antonius in zwei Schlachten bei Philippi.

40 v. Chr. - Vertrag von Brundisium, mit dem die Triumvirn die Welt unter sich aufteilen. Lepidus behält Nordafrika, Markus Antonius erhält den östlichen, Octavian den westlichen Teil des Reiches und Markus Antonius heiratet Octavians Schwester Octavia. 

Im Persusinischen Krieg gegen Lucius Antonius, der mit Octavian unzufriedene Truppen führt, erobert Octavian die Stadt Perusia, deren Bevölkerung wegen Hunger aufgeben muss, und lässt den Stadtrat hinrichten, verschont aber Lucius, den er verbannt. Dort sollen die von Sueton kolportierten Worte "Es muss gestorben werden" gefallen sein, nachdem aus Kreisen der Verwaltung der Stadt um Gnade gebeten wird.

36 v. Chr. - Octavian setzt sich mit Hilfe Agrippas gegen Sextus Pompeius durch und entmachtet Lepidus, so dass es nur noch zwei Einflusssphären im Reich gibt.

32 v. Chr. - Offizielle Scheidung Octavias von Markus Antonius. Kleopatra wird von Rom zum Staatsfeind erklärt, worauf nun endgültig das Bündnis zwischen Markus Antonius und Octavian zerbricht.

31. v. Chr. - Octavian siegt in der Schlacht von Actium gegen Marcus Antonius und Kleopatra. Antonius und Kleopatra sterben im Jahre 30 v. Chr.. Die militärische Planung liegt in der Hand von Markus Agrippa. 

27 v. Chr. - Beginn des Prinzipats, des Übergangs von Republik zu Kaiserreich durch Octavian, dem vom Senat der Titel Augustus verliehen wird. Er erhält mit dem Imperium eines Prokonsuls für die Grenzprovinzen die militärische Befehlsgewalt über faktisch alle Truppen und wird jährlich zum Konsul gewählt. Etwa 22 v. Chr. wird ihm die ebenfalls jährlich erneuerte tribuzinische Gewalt übertragen, was aber den Verlust des Konsulats bedeutet. Später erhält er gleichwohl die Ehrenrechte eines Konsuls zuerkannt. Augustus lässt sich selbst Princeps nennen, um den Titel Dictator oder Rex zu umgehen. Er wird damit faktisch erster Kaiser des Römischen Kaiserreichs, die Republik ist damit nur noch als inhaltsleere Fassade verblieben.

18 v. Chr. - Tod des Dichters Vergil, u. a. Schöpfer der Hirtengedichte (Bucolica). Vergil schafft auch die Aeneis, den Schöpfungsmythos des römischen Reichs, in der die Flucht des Äneas aus dem brennenden Troja und seine Landung in Latium nach mehreren Irrfahrten erzählt wird.

12 v. Chr. - Markus Agrippa, Politiker, Feldherr und Freund Octavians, stirbt in Kampanien. 37 v. Chr. wurde Agrippa zum Konsul berufen, baute die Flotte aus und siegte unter Octavian 31 v. Chr. in der Schlacht von Actium gegen Markus Antonius und Kleopatra.

8 v. Chr. - Tod des epikureischen Dichters Horaz, von dem der Spruch carpe diem, nutze (oder genieße) den Tag.

4 v. Chr. - Markus Tullius Tiro, später freigelassener Sklave, Sekretär und Freund Ciceros, der die Kurzschrift entwickelte, mit der Ciceros Reden aufgezeichnet wurde, stirbt bei Puteoli.

 

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