Ich habe einen Bauch. Ich meine einen dicken Bauch, ein Speckpack, irgendeinen im Zweifel langweiligen unauffälligen Bauch hat ja jeder. Mein Bauch oszilliert wie mein Seelenleben, ich sehe Zusammenhänge. Er oszilliert, wird aber gottlob nicht wie bei Helmut Kohl selig linear oder exponentiell immer dicker, obwohl ich auch bei Herrn Kohl einen Zusammenhang mit seinem Seelenleben vermute. Saumagen ist aber auch geil.

Wer einen Bauch und die Strandferien vor der Brust hat, der denkt über Essen und Trinken nach. Niemand will, dass neurotische Helikoptereltern die Brut aus dem Wasser ziehen, wenn das menschliche Manatee den Strand zum Wasser hinunterwatschelt.

Was tun? Es wird einem buchstäblich von allen Seiten eingeblasen, was man essen, was man trinken darf, ja muss, was man keinesfalls essen und keinesfalls trinken darf. Low Carb, low fat, Halbfett, tschatschatscha.

Ich habe so ziemlich alles probiert. Nach nunmehr vielen Jahren habe ich Erfahrungen darin, die Belagerungsmaschinen der Lebensmittelindustrie in Brand zu stecken.

Beweg´ dich. Friss weniger als du verbrauchst und du nimmst ab. Friss weniger Zucker, Fett und Kohlehydrate als an Weihnachten und du nimmst ab. Ende der Durchsage.

Und das spart Geld ohne Ende.

Bleibt aber die Oszillation mit dramatischen Ausschlägen im Winter, vornehmlich um Weihnachten und Silvester herum. Die sind lebensgefährlich, wenn man dem Ärzteblatt, der Bunte, Herrn Yogeshwar und der Brigitte glauben darf.

Und daher ist es Zeit, Mr. Feelgood zu Wort kommen zu lassen und der ist für mich Udo Pollmer. Dies ist ein persönlicher Fan-Altar für einen in meinen Augen großen Mann.

Und wenn er doch Unrecht gehabt haben sollte, habe ich – um es leicht abgewandelt mit Pablo Neruda zu sagen -  speckfett und fröhlich gelebt.

 

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