Florian Illies – 1913 – was ich unbedingt noch erzählen wollte

 

Illies hat schon eines meiner Lieblingsbücher geschrieben, das ich allerdings ganz ordinär als Buch gelesen habe, „1913 – Der Sommer des Jahrhunderts“, in dem er Episoden, Schnacks, Abenteuer und Anekdoten bekannter Künstler, Politiker, Society-People und und und abspult und das in einer Art und Weise, dass für dieses unglaublich unterhaltsame Panoptikum ein eigener Begriff gefunden werden müsste. Es läuft einem – fast – alles über den Weg, von dem das halbgebildete Bürgersöhnchen schon mal gehört hat, es kommen Freud, Stalin, Hitler, Kokoschka, Rilke, Lasker-Schüler und viele andere Prominente vor, die sich in allen möglichen und unmöglichen Situationen wiederfinden. Soll alles wahr sein behauptet der Autor. Nicht mehr gefallen hat mir übrigens die Hörbuch-Version, weil der Sprecher den Zauber des Buches nicht transportieren kann, aber das mag Geschmackssache sein.

Gottlob ist dieser Born nach dem ersten Werk nicht versiegt, Illies ist in die Verlängerung gegangen. Auch sehr gelungen, erreicht aber meines Erachtens den Knalleffekt des Erstlings nicht ganz. Trotzdem eindeutige Empfehlung und zwar ausdrücklich auch deshalb, weil Ulrich Noethen liest, für mich ein Genie, der mich schon beim „Tyll“ wirklich erschauern ließ. Grandios!

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