1503 n. Chr. - Leonardi da Vinci schafft das Renaissance-Werk "Mona Lisa" (ital. "La Gioconda").

1504 n. Chr. - Michelangelo stellt in Florenz den "David" fertig.

1505 n. Chr. - Heinrich Institoris, bürgerlich Heinrich Kramer, Schöpfer des 1486 erschienenen Hexenhammers (malleus maleficarum) und als Inquisitor einer der Wegbereiter der Hexenverfolgung, stirbt in Kremsier. 

1507 n. Chr. - Petermann Etterlin bringt die erste umfassende gedruckte Chronik der schweizerischen Eidgenossen mit dem Rütli-Schwur und der Tell-Erzählung heraus. 

1512 n. Chr. Tod Amerigo Vespucci, nach dem in der Waldseemüller-Weltkarte von 1507 Amerika benannt ist

Michelangelo stellt die Deckengemälde der Sixtinischen Kapelle fertig

1513 n. Chr. - Vasco Nunez de Balboa erreicht als erster Europäer den Pazifischen Ozean in der Bucht von Panama und erbringt damit den Beweis, dass es sich beim neu entdeckten Amerika um einen neuen Kontinent handelt (und nicht um Indien).

1517 n. Chr. Luther schlägt angeblich seine 95 Thesen an die Schlosskirche zu Wittenberg

1519 n. Chr. Tod des Ablasspredigers Johann Tetzel, von dem der Spruch „Sobald das Geld im Kasten klingt, die Seele in den Himmel springt“stammen soll. Er und der Ablasshandel sollen wesentlicher Grund für Luther gewesen sein, 1517 die 95 Thesen an die Schlosskirche von Wittenberg zu schlagen

Leonardo da Vinci stirbt in Amboise.

1520 n. Chr. - Raffael stirbt in Rom. Er gilt gemeinsam mit Michelangelo und dem 1576 in Venedig gestorbenen Tizian als einer der begabtesten Künstler der Hochrenaissance von 1500 bis 1530.

1521 n. Chr. - Niederlage der Azteken und Eroberung der Hauptstadt Tenochtitlan durch Hernán Cortés.

1522 n. Chr. Eroberung der Insel Rhodos durch die Osmanen unter Sultan Süleyman I. (der Prächtige), Abzug der Johanniter nach monatelangem Verteidigungskampf.

Im selben Jahr Ende des Aufenthalts Luthers auf der Wartburg als "Junker Jörg"

1524 n. Chr. - Vasco da Gama stirbt in Cochin in Indien. Er entdeckt den Weg von Lissabon aus um das Kap der guten Hoffnung nach Indien. 

1525 n. Chr. Heirat Luthers mit Katharina von Bora.

Der Bankier und Kaufmann Jakob Fugger, der u.a. das Haus Habsburg mit beträchtlichen Geldmitteln unterstützt, stirbt in Augsburg. Fugger gilt heute als der reichste Mann, der jemals lebte.

1527 n. Chr. - Sacco di Roma, Plünderung Roms und des Kirchenstattes durch deutsche Landsknechte sowie spanische und italienische Söldner im Dienst Kaiser Karls V..

1528 n. Chr. - Albrecht Dürer stirbt in Nürnberg.

Der Landsknechtführer Georg von Frundsberg ("Viel Feind, viel Ehr´") stirbt in Mindelheim an den Folgen eines 1527 erlittenen Hirnschlags.

1529 n. Chr. Erste gescheiterte Belagerung Wiens durch die Osmanen unter Süleyman I.

1531 n. Chr. Abspaltung der anglikanischen Kirche nach der Erklärung der englischen Bischöfe, ab sofort sei nicht mehr der Papst, sondern der König Oberhaupt der Kirche, nachdem Papst Clemens VII. die Annullierung der Ehe von Heinrich VIII. abgelehnt hatte

1531 n. Chr. Tod des Reformators Ulrich Zwingli, der als Vater der reformierten evangelischen Kirche gilt und anders als die lutherische Kirche Wert auf karge Ausstattung der Gotteshäuser legt, weil nur das Verwendung finden darf, was ausdrücklich in der Bibel erwähnt wird. Die reformierte Kirche glaubt sehr viel stärker auch an die Prädestination, die Vorherbestimmung des Schicksals durch Gott. Nachfolger Zwinglis wird u. a. Johannes Calvin 

1533 n. Chr. - Einnahme der Inka-Hauptstadt Cuzco durch Francisco Pizarro.

1534 n. Chr. - Erlass der sog. Suprematsakte durch das englische Parlament, einem Gesetz, durch das die anglikanische Kirche geschaffen und Heinrich VIII. zum Oberhaupt der Kirche wird. Heinrichs Lordkanzler Thomas Morus verweigert den Eid und wird daher 1535 hingerichtet.

1541 n. Chr. - Pizarro stirbt im heutigen Lima. 

1546 n. Chr. - Martin Luther stirbt in Eisleben.

1547 n. Chr. - Heinrich VIII. stirbt in London.   

Hernán Cortés stirbt in Castilleja de la Cuesta.

1553 n. Chr. - Lady Jane Grey ist für neun Tage englische Königin, ehe Königin Maria I. Tudor, Tochter Heinrichs VIII und Katherina von Aragon Königin wird. Jane Grey wird im Zuge der protestantischen Wyatt-Rebellion hingerichtet. 

1556 n. Chr. Tod des Mitbegünders des Jesuitenordens (Gesellschaft Jesu = Societas Jesu SJ), Ignatius von Loyola. Die quasi militärisch organisierten Jesuiten dienen dem Papst im Zuge der Gegenreformation.

1558 n. Chr. - Elisabeth I. besteigt nach dem Tod Maria I. Tudor den englischen Thron. Um Maria Stuart als Königin zu verhindern, willigt Maria ein, ihre Halbschwester Elisabeth als Nachfolgerin zu bestimmen. 

1560 n. Chr. - Die Verschwörung von Amboise, initiiert durch Hugenottenkreise als Folge der Verfolgungen, scheitert, die überlebenden Verschwörer werden hingerichtet. Die beiden Berater des jungen Königs Franz II., Sohn Katharina von Medicis und Ehemann Maria Stuarts, sollten entmachtet und der König festgesetzt bzw. abgesetzt werden, sollte er sich nach Gefangennahme die Unterzeichnung eines Toleranzerlasses verweigern.   

Der Reformator Philipp Melanchthon stirbt in Wittenberg.

1562 n. Chr. - Götz von Berlichingen stirbt auf Burg Hornberg.

1564 n. Chr. - Michelangelo Buonarroti stirbt in Rom.

1565 n. Chr. Vergebliche Belagerung Maltas durch die Osmanen unter Süleyman I. trotz erdrückender Übermacht.

1568 n. Chr. - der Verteidiger Maltas, Jean de la Valette, Namensgeber der späteren Hauptstadt La Valetta, stirbt in Birgu auf Malta.

1571 n. Chr. Inbesitznahme Manials durch die Spanier und Beginn der Christianisierung der Philippinen.

1572 n. Chr. - Bartholomäusnacht in Paris, angeblich auf Befehl Katharina von Medicis, der Mutter König Karls IX.. Sie war Auftakt zu einem Pogrom gegen protestantische Hugenotten, von denen tausende ermordet werden. Der Massenmord wird auch Pariser Bluthochzeit genannt, weil der Protestant Heinrich von Navarra (der spätere König Heinrich IV.) Margarete von Valois, die Tochter Heinrichs II. und Katharina von Medicis, heiraten soll, die Hochzeit zahlreiche Protestanten in die Stadt geführt hat und offiziell der Aussöhnung zwischen den Glaubensrichtungen dienen soll.

1576 n. Chr. - Hans Sachs, der berühmteste der zunftartig zusammengeschlossenen Meistersinger, die auch eigene Schulen unterhalten, stirbt in Nürnberg. Sachs sorgt durch seine Lieder auch für die Verbreitung des Protestantismus (u.a. "Die Wittenbergisch Nachtigall").

1581 n. Chr. - Beginn der russischen Eroberung Sibiriens durch die Kosaken unter ihrem Hetman Jermak.

1587 n. Chr. - Enthauptung Maria Stuarts auf Schloss Fotheringhay als Folge von Komplotten gegen Elisabeth I.. 

1590 n. Chr. - Sir Francis Walsingham, Gründer des englischen Geheimdienstes, der mehrere Attentate auf Elisabeth I. verhinderte, stirbt in London.

1594 n. Chr. - Tintoretto stirbt in Venedig.

1596 n. Chr. - Tod des englischen Weltumseglers, Entdeckers und Freibeuters Sir Francis Drake in Panama. Drake war auch an den Kämpfen gegen die spanische Armada beteiligt.

1598 n. Chr. - Erlass des Edikts von Nantes durch König Heinrich IV. (Heinrich von Navarra), mit dem der Katholizismus Staatsreligion und mit gewissen Ausnahmen die freie Religionsausübung speziell für die Hugenotten, calvinistischen Protestanten garantiert wird. Das Edikt wird übrigens 1685 durch König Ludwig XIV. mit dem Edikt von Fontainebleau widerrufen und zahlreiche Hugenotten fliehen in die Schweiz, die Niederlande und nach Preußen

1601 n. Chr. - der dänische Astronomen Tycho Brahe stirbt in Prag. Brahe, dessen Gehilfe Johannes Kepler ist, versucht, das geozentrische Weltbild von Ptolemäus und das heliozentrische von Kopernikus zu vereinen, in dem die Erde als Zentrum des Weltalls verbleibt, die Sonne um die Erde kreist, aber alle anderen Himmelskörper um die Sonne

1603 n. Chr. - Tod der Königung Elisabeth I. Tudor, die seit 1558 regiert. Elisabeth ist Tochter Heinrichs VIII. und Anne Boleyn. Ihre Regentschaft gilt als das goldene Zeitalter Englands. Die Spanier unter Philipp II. werden geschlagen, die englische Renaissance wird eingeleitet und Kunst, Wissenschaften und Kultur blühen. Elisabeth übersteht mehrere Putschversuche, so auch den des Duke of Norfolk, der die katholische Maria Stuart von Schottland heiraten und auf den englischen Thron bringen will. Ihr zu Ehren trägt der US-Bundesstaat Virginia seinen Namen, als die Engländer unter Raleigh Ende des 16. Jahrhunderts dort landen.

1605 n. Chr. - Schießpulver-Verschwörung unter Robert Catesby und Guy Fawkes, mit der Ober- und Unterhaus während der Parlamentseröffnung mit 2,5 Tonnen Schießpulver gesprengt werden sollten, um König Jakob I., Sohn Maria Stuarts und seine Familie zu töten. Grund war die Unterdrückung der Katholiken. Die Verschwörung fliegt vorher auf, die Verschwörer werden festgenommen und hingerichtet. Bis heute wird am 5.11. mit Bonfires die Guy-Fawkes-Nacht begangen und das Scheitern des Anschlages gefeiert.

1606 n. Chr. - erste gesicherte Entdeckung Australiens durch den Niederländer Willem Jansz an der Kap-York-Halbinsel.

1618 n. Chr. - die königlichen Statthalter in Prag werden durch aufgebrachte böhmische Protestanten aus den Fenstern der Prager Burg auf dem Hradschin geworfen, wodurch der Dreißigjährige Krieg ausgelöst wird. Hintergrund ist die Einschränkung der Religionsfreiheit, die den böhmischen Ständen zugesichert worden war. Friedrich V. von der Pfalz (Winterkönig) wird zum König ausgerufen, muss aber nach der Niederlage gegen die kaiserlichen Truppen unter Tilly in der Schlacht am Weißen Berg bei Prag 1620 fliehen.

Sir Walter Raleigh, Seefahrer und Entdecker unter Elisabeth I., wird unter der Herrschaft Jakobs I. in London hingerichtet. 

1626 n. Chr. - Tod des englischen Staatsmannes, Schriftstellers und Philosophen Sir Francis Bacon, der die Wissenschaften aus der Enge und Theorielastigkeit der Scholastik lösen will und den Empirismus und damit den Begriff der modernen, nach Erfahrung strebenden, alles hinterfragenden Wissenschaften vorantreibt.

1628 n. Chr. - das schwedische Flaggschiff Wasa kentert und sinkt auf seiner Jungfernfahrt.

1630 n. Chr. - Johannes Kepler stirbt in Regensburg.

1631 n. Chr. - die kaiserlichen Truppen unter Tilly erobern Magdeburg und wüten derart, dass "magdeburgisieren" ein Begriff wird. Von ca. 35.000 Einwohner überlegen knapp 450.

1632 n. Chr. - der schwedische König Gustav Adolf II. fällt in der Schlacht bei Lützen gegen die kaiserlichen Truppen unter Wallenstein. In dieser Schlacht fällt auch der kaiserliche General Gottfried Heinrich zu Pappenheim, der den Sieg der Kaiserlichen rettet, weil er - auf dem Weg ins Winterquartier - zurückkehrt und die von den Schweden stark bedrängte linke Flanke der Truppen Wallensteins stabilisiert, wobei er schwer verwundet wird und stirbt. Auf seine militärischen Leistungen und die seiner Soldaten geht der ursprünglich positiv gemeinte Spruch "Ich kenne meine Pappenheimer" zurück.

Der kaiserliche Feldherr Tilly stirbt an den Folgen einer Verwundung aus der Schlacht bei Rain am Lech.

1634 n. Chr. - der kaiserliche Feldherr Albrecht von Wallenstein wird in Eger ermordet. Wallenstein wird nach nicht abgesprochenen Friedensbemühungen Hochverrat vorgeworfen und seine Ergreifung gefordert. Er zieht sich von Pilsen nach Eger zurück, wo er durch irische und schottische Söldner ermordet wird, auch weil er das Vertrauen seiner Truppen verloren hat.

1635 n. Chr. - der Jesuit und Gegner der Hexenverfolgungen Friedrich Spee stirbt in Trier. Von Spee ist die Schrift Cautio Criminalis, die sich vorsichtig kritisch mit Folter und Hexenglauben auseinandersetzte.

1636 n. Chr. - der Jesuit Oswald Tesimond stirbt in Neapel. Tesimond war in die Schießpulver-Verschwörung 1605 verwickelt und taucht als Figur in Daniel Kehlmanns "Tyll" auf.

1640 n. Chr. - Peter Paul Rubens stirbt in Antwerpen. 

1642 n. Chr. - der italienische Universalgelehrte Galileo Galilei stirbt in Arcetri.

1644 n. Chr. - der Niederländer Abel Tasman entdeckt von Mauritius startend das nach ihm später benannte Tasmanien.

1648 n. Chr. - Ende des Dreißigjährigen Krieges im Westfälischen Frieden.

1654 n. Chr. - der schwedische Kanzler Axel Oxenstierna. Vertrauter Gustav Adolfs II. und ab dem Tod des Königs 1632 Vormund von Königin Christine von Schweden, stirbt in Stockholm.

1658 n. Chr. - Oliver Cromwell stirbt in Westminster. Cromwell führte ab 1642 den Bürgerkrieg des Parlaments gegen König Karl I. Stuart an, der England in eine absolutistische Monarchie umwandeln will. Karl I. unterliegt und wird 1649 hingerichtet. 

1669 n. Chr. - Rembrandt van Rijn stirbt in Amsterdam.

1683 n. Chr. - Zweite gescheiterte Belagerung Wiens durch die Osmanen unter Sultan Mehmed IV.. Endgültige Entscheidung in der Schlacht am Kahlenberg, die das deutsch-polnische Heer unter König Johann III. Sobieski für sich entscheiden kann.

1685 n. Chr. - Edikt von Potsdam, erlassen vom Großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg zur Ansiedelung der in Frankreich verfolgten Hugenotten, auch Potsdamer Toleranzedikt genannt. Das Edikt ist eine Reaktion auf das Edikt von Fontainebleau durch König Ludwig XIV.

1715 n. Chr. - König Ludwig XIV., der Sonnenkönig, stirbt. Er ist der typische Vertreter des Absolutismus, bei dem alles im Staat auf den Herrscher zugeschnitten ist, er ist der Staat. Unter seinem Minister Colbert wird in Frankreich der Merkantilismus eingeführt, die Verwaltung wird neu organisiert und gestrafft, auch das Recht reformiert und außenpolitisch stärkt Ludwig durch Aggressivität die Stellung Frankreichs im Verhältnis zu den übrigen europäischen Großmächten. Ludwig entfaltet rege Bautätigkeiten und lässt u. a. das Schloss von Versailles bauen

1716 n. Chr. - Sieg der Österreicher unter Prinz Eugen gegen die Osmanen bei Peterwardein. Der Sieg sichert Österreichs Einfluss auf dem Balkan.

1723 n. Chr. - der englische Astronom und Architekt Christopher Wren stirbt in Hampton Court. Wren plant u.a. die St. Paul´s Cathedral, den Kensington Palast, das Royal Greenwich Observatorium, den Temple Bar und die Temple Church. 

1725 n. Chr. - Tod des Zaren Peter I., der Große. Peter modernisiert das rückständige Russland wirtschaftlich, kulturell, staatspolitisch und militärisch.

1727 n. Chr. - der englische Universalgelehrte Sir Isaac Newton stirbt in Kensington.

1740 n. Chr. - Tod König Friedrich Wilhelms I., dem sog. Soldatenkönig und Vater Friedrichs des Großen. Entgegen seiner Bezeichnung verhält sich der eher derbe Friedrich Wilhelm primär neutral und scheut anders als sein Sohn militärische Auseinandersetzungen. Er erfreut sich im Wesentlichen an Militärparaden und seinen "Langen Kerls". Thronbesteigung seines Sohns Friedrich II, später genannt "der Große".

1742 n. Chr. - der Astronom Edmond Halley stirbt in Greenwich.

1754 n. Chr. - Henry Fielding stirbt in Lissabon.

1766 n. Chr. - Niederlage der Ottawa unter Führung von Chief Pontiac im 1763 ausgebrochenen Pontiac-Aufstand gegen die Briten. Pontiac wird 1769 von einem Indianer des Kaskaskia-Stammes ermordet.

1767 n. Chr. - Ende der Vermessung der Grenze zwischen Pennsylvania und Maryland durch den Astronomen Mason und den Geodäten Dixon nach einem Streit der Familien Penn und Calvert. Die "Mason-Dixon-Linie" bildete dann auch die Grenze zwischen den Nord- und den Südstaaten.

1775 n. Chr. - Gefechte von Concord und Lexington, Beginn der kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Briten und Amerikanern. Die amerikanischen Truppen unter Sam Adams und John  Hancock sind zuvor auch durch den berühmten Mitternachtsritt von Paul Revere vor den heranrückenden Briten gewarnt worden.

1776 n. Chr. - Am 4.7. Verabschiedung der Unabhängigkeitserklärung von dreizehn britischen Kolonien zu den dreizehn vereinigten Staaten von Amerika. Der Entwurf stammt von Thomas Jefferson, John Adams, Benjamin Franklin, Robert Livingston und Roger Sherman.

Washington unterliegt den Briten in der Schlacht von Long Island.

1777 n. Chr. - Sieg der amerikanischen Truppen über die von General Burgoyne geführten Truppen in zwei Schlachten bei Saratoga, die als Wendepunkt im Unabhängigkeitskrieg gelten. Burgoyne muss schließlich südlich Ticonderoga kapitulieren. Besondere Meriten verdient sich dabei der von General Gates eigentlich seines Kommandos enthobene Benedict Arnold, der wiederum 1780 heimlich mit General Clinton über die Übergabe Fort West Points verhandelt, allerdings auffliegt und zu den Briten desertiert.

Washingtons Truppen campieren im Winter im Lager Valley Forge im südlichen Pennsylvania.

1778 n. Chr. - Tod des Philosophen Jean-Jacques Rousseau, der von einem ursprünglichen, friedlichen und unverbildeten Naturzustand des Menschen ausgeht, der seither durch bürgerliche Entwicklungen wie Eigentum, Konkurrenzdenken, aber auch Kultur und Wissenschaften verlassen wurde. Es bedürfe eines Vertrages aller Mitglieder einer Gesellschaft, auf Grund dessen alle Entscheidungen im Gemeinwesen im Wege der Mehrheitsmeinung, der sich die Minderheit unterwerfen müsse, getroffen werden. Es sei davon auszugehen, dass das Individuum die Interessen der Allgemeinheit vor die Eigeninteressen stelle.

Der Schriftsteller und Philosoph Voltaire, mit dem sich u.a. Friedrich II. austauscht, stirbt in Paris.

1781 n. Chr. - Entscheidende Niederlage der Briten unter Cornwallis gegen die vereinigten Armeen der Amerikaner unter Washington und Franzosen unter Rochambeau vor Yorktown (mit dem deutschen Regiment "Royal Deux-Ponts" aus Zweibrücken, was auch später zur Städtepartnerschaft zwischen Yorktown und Zweibrücken führt). Cornwallis muss kapitulieren und die Stadt übergeben. Folge ist die Anerkennung der amerikanischen Unabhängigkeit

1783 n. Chr. - Frieden von Paris, auch Zweiter Vertrag von Paris genannt, der den amerikanischen Unabhängigkeitskrieg formal beendet und u.a. die Anerkennung der amerikanischen Unabhängigkeit beinhaltet.

Erster "bemannter" Flug eines Heißluftballons "Montgolfière" mit Tieren in Versailles vor den Augen Ludwigs XVI. und Marie Antoinettes. Im selben Jahr erster Flug mit menschlicher Besatzung ebenfalls in der Nähe von Paris.

Im selben Jahr erster "moderner" Fallschirmsprung des Franzosen Lenormand vom Turm des Observatoriums von Montpellier mit einem von ihm selbst konstruierten Schirm.   

1786 n. Chr. - Tod König Friedrichs II., der Große. Der kulturell, politisch und militärisch vielfach begabte Friedrich sorgt für den Aufstieg Preußens zur europäischen Großmacht, reformiert das Staats- und Justizwesen und pflegt persönlichen Austausch mit Voltaire. Er versteht sich als erster Diener des Staates und ist Schöpfer des Spruchs, dass ein jeder nach seiner Facon glücklich werden solle. Friedrich gehört zu den Herrschern des aufgeklärten Absolutismus, also absolute Herrscher ohne Gottesbezug (von Gott eingesetzt oder berufen), sondern als oberster Repräsentant eines weltlichen Staatswesens mit allerdings mehr oder minder unbeschränkten Befugnissen.

1788 n. Chr. - die ersten englischen Schiffe mit Siedlern und Strafgefangenen treffen in Australien ein.

1789 - 1799 n. Chr. - Französische Revolution, die erst durch die faktische Machtübernahme Napoleons beendet wird. Sie beginnt am 14. Juli 1789 mit dem Sturm auf die Bastille, König Ludwig XVI. wird in der Folge gezwungen, nach Paris in die Tuilerien umzuziehen, die Nationalversammlung konstituiert sich auf Veranlassung des Dritten Standes, der vergeblich mehr Einfluss vom König verlangt hatte. Das Königshaus fordert eine Intervention des Auslandes und flieht schließlich, wird aber bei Varennes gestoppt. 1793 werden Ludwig und seine Frau Marie-Antoinette öffentlich enthauptet. Es folgen die Zeiten des "großen Terrors" unter Robespierres Jakobinern mit zahlreichen öffentlichen Hinrichtungen. Die fremden Invasionsarmeen können u.a. anlässlich der Kanonade von Valmy zurückgeschlagen werden, unter Bonaparte gelingen sogar territoriale Zugewinne. Als Kommandant der Pariser Truppen zwingt der die Legislative, die zuvor geschaffene Verfassung wieder abzuschaffen

1794 n. Chr. - Tod Friedrich Wilhelm von Steuben, preussischer Offizier, der die Kontinentalarmee der Amerikaner im Unabhängigkeitskrieg gegen die Briten erfolgreich reorganisiert hat. Nach ihm ist u.a. die Steuben-Parade benannt

1795 n. Chr. - Tod Francis Marions, genannt der "Swamp Fox", amerikanischer General der South Carolina Miliz, der im Unabhängigkeitskrieg sehr erfolgreich Guerillataktiken gegen die Briten einsetzt.

1796 n. Chr. - Tod der Zarin Katharina II., die Große. Katharina vergrößert das Staatsgebiet Russlands in erheblichem Maße und sorgt auch für den Zugang zum Schwarzen Meer. Sie bemüht sich um ein funktionierendes Verwaltungssystem in dem zunehmend riesigen Reich. Sie gilt ebenfalls als Vertreterin des aufgeklärten Absolutismus.

1799 n. Chr. - Staatsreich des 18. Brumaire VII in Frankreich,der das revolutionäre Direktorium, dem das Französische Konsulat folgt, dem Napoleon Bonaparte als Erster Konsul vorsteht. Das Konsulat besteht bis 1804, ehe Napoleon zum Kaiser gekrönt wird und das Erste Kaiserreich begründet. 

1800 n. Chr. - Washington wird unter dem zweiten US-Präsidenten John Adams Bundeshauptstadt und löst Philadelphia (1790 - 1800) und New York (1788 - 1790) ab. In New York hat George Washington als erster Präsident seinen Amtseid abgelegt.

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