1002 n. Chr. - Massaker in England an den in England lebenden Dänen am St-Brice´s-Day durch König Ethelred, der einen dänischen Mordanschlag auf seine Person vermutet. Bereits seit den Neunziger Jahren ist es immer wieder zu Einfällen dänischer Wikinger  unter Olaf Tryggvason und Sven Gabelbart gekommen, die Ethelred vergeblich versucht mit Tributzahlungen, dem sog. Danegeld abzuwenden. Beim Massaker kommt auch eine Verwandte Sven Gabelbarts um, der in den Folgejahren aus Rache immer wieder in England einfällt.

1004 n. Chr. - Grundsteinlegung des Bamberger Doms durch König Heinrich II.

1009 - 1013 n. Chr. - El Andalus zerbricht im Bürgerkrieg, es bilden sich einzelne kleinere Herrschaftsbereiche, Taifas genannt, die von wechselnden stärkeren, auch christlichen Mächten im Rahmen der Reconquista abhängig werden. So erobert Alfons VI. von Kastilien, Galicien und Leon 1085 Toledo. In diese Zeit fällt auch das Leben von Rodrigo Diaz de Vivar, genannt El Cid.

1013 n. Chr. - der dänische Wikingerkönig Sven Gabelbart, Sohn von Harald Blauzahn, landet mit seinem Sohn, dem späteren Knut der Große, in England, vertreibt König Ethelred und wird selbst König von England.

1014 n. Chr. - König Sven Gabelbart stirbt, sein Sohn Knut wird vertrieben, König Ethelred kehrt aus dem Exil in der Normandie zurück.

Heinrich II., Sohn Ottos III. wird in Rom zum Kaiser des Heiligen Römischen Reichs gekrönt.

1015 n. Chr. - der dänische König Knut der Große fällt erneut in England ein und besiegt König Ethelred, der während der Belagerung von London 1016 stirbt, sein Nachfolger wird Edmund Ironside, der im selben Jahr gegen Knut unterliegt und dessen Herrschaft anerkennt. Knut heiratet König Ethelreds Witwe Emma von der Normandie.

1020 n. Chr. - vermutliches Todesjahr von Leif Eriksson, Sohns Erik des Roten. Eriksson überwintert um das Jahr 1000 im neu entdeckten Vinland, bei dem es sich nach Stand heute um Neufundland gehandelt hat, weshalb Eriksson als erster Entdecker Amerikas gilt.

1027 n. Chr. - Krönung Konrads II. zum Kaiser des Heiligen Römischen Reichs nach dem Tod des Ottonen Heinrich II.. Heinrich bleibt kinderlos, so dass mit ihm das Haus der Ottonen endet und mit Konrad die Herrschaft der Salier beginnt. 

1035 n. Chr. - Knut der Große, König von Dänemark, England, Norwegen und mittlerweile Südschweden stirbt in Shaftesbury und wird in Winchester beigesetzt. Sein Nachfolger als König von England wird Harald I., der bis 1040 regiert und in Oxford verstirbt. Ihm folgt bis 1042 sein Bruder Hardeknut auf dem englischen Thron.

1037 n. Chr. - Tod des Universalgelehrten Avicenna (Ibn Sina) aus Buchara. Der besondere Verdienst muslimischer Gelehrter im Allgemeinen und Avicennas (oder von Averroes) im Besonderen liegt darin, die Gedankenwelt der hellenistischen Philosophen, speziell Platon einerseits und Aristoteles andererseits, zu kommentieren und damit zu erhalten. Sie versuchen, Vernunft oder Erkenntnis und Glauben zu verbinden. Die muslimischen Gelehrten wie Avicenna dienen als Brücke zu den Scholastikern wie etwa Thomas von Aquin, die die aristotelische Weltsicht aufgreifen und das Verhältnis zwischen Erkenntnis und Glauben zunehmend nicht in dem Sinne klären wollen, die Erkenntnis vom Glauben aus zu entwickeln, sondern unabhängig, rein im Diesseitigen bleibend. Sie verhindern, dass das hellenistische Erbe in Vergessenheit gerät.

1042 n. Chr. - Edmund der Bekenner, letzter Sohn des ehemaligen Königs Ethelred, wird nach der Rückkehr aus dem Exil in der Normandie und dem Tod seines Halbbruders Hardeknut König von England.

1046 n. Chr. - Heinrich III. wird in Rom als Kaiser des Heiligen Römischen Reichs als Nachfolger Konrads II. gekrönt.

1054 n. Chr. - Schisma zwischen römisch-katholischer und orthodoxer Kirche mit Sitz in Konstantinopel und Ende der seit Konstantin I. bestehenden Reichskirche.

1066 n. Chr. - König Edmund der Bekenner ernennt kurz vor seinem Tod Harold Godwinson, Sohn Godwins, Earl of Wessex, zu seinem Nachfolger, obwohl er Jahre zuvor Wilhelm, Herzog der Normandie (und späterer "Eroberer"), zu seinem Nachfolger bestimmt hatte. Edmund hat einen Neffen namens Edgar Etheling, Enkel des kurzzeitigen Königs Edmund Ironside. Damit wäre nach dem Tod Edmunds des Bekenners dynastisch Edgar erster Anwärter auf den Thron. Da Edmund ihm die Abwehr der drohenden Invasionen aus Norwegen und der Normandie nicht zutraut, gelangt Harold Godwinson auf den Thron. 

Eroberung Englands durch Wilhelm nach der Schlacht bei Hastings, in deren Verlauf mit Harold der letzte angelsächsische König getötet und nunmehr die normannische Herrschaft über England begründet wird. Harold hatte kurz zuvor noch norwegische Invasoren unter König Harald III. in der Schlacht von Stamford Bridge vernichtend geschlagen, muss bei Hastings dann aber mit einer dezimierten und erschöpften Truppe antreten. Mit Wilhelms Herrschaft sind Normandie und England als ein Königreich vereint.

1071 n. Chr. - Niederlage des byzantinischen Reichs unter Kaiser Romanos IV. Diogenes gegen die Seldschuken unter Alp Arslan in der Schlacht von Manzikert. Die Niederlage führt zum Verlust Kleinasiens (Anatoliens) und zur Besiedelung durch die Turkvölker, ehe ab 1326 n. Chr. die Osmanen unter Osman I. Anatolien erobern, was 1453 in der Eroberung Konstantinopels, Absetzung von Kaiser Konstantin XI.  und damit der Zerstörung des byzantinischen Reichs durch den Osmanenherrscher Mehmet II. gipfelt.

1076 - 1122 n. Chr. - Investiturstreit zur Klärung der Frage, ob die weltliche Macht von der geistlichen oder umgekehrt die geistliche von der weltlichen abhängt: In dessen Verlauf erklärt der dritte Salier-Kaiser (nach Konrad II. und Heinrich III.) Heinrich IV. Papst Gregor VII. für abgesetzt, nachdem dieser ihn exkommuniziert hatte. Heinrich unterliegt und muss sich beim Gang nach Canossa unterwerfen. Durch den Investiturstreit wird ein erster Kreuzzug unter Papst Gregor VII. verhindert. 

1085 n. Chr. - vermutliches Todesjahr von Lady Godiva, Ehefrau von Leofric, Earl of Mercia, die nackt durch Coventry ritt, um die Bürger der Stadt vor einer Steuer zu schützen, auf die ihr Mann nur verzichten wollte, wenn sie nackt durch die Stadt reite. Die Bürger wurden verpflichtet, in den Häusern zu bleiben. Ein junger Mann namens Tom verstieß dagegen, soll auf der Stelle erblindet sein und seither nennt man einen Spanner in England "Peeping Tom".

1087 n. Chr. - Wilhelm II. wird König von England. Wilhelm ist der dritte Sohn von Wilhelm dem Eroberer und seiner Frau Matilde aus dem Haus Capet. Wilhelm der Eroberer hat mit Heinrich Beauclerc, Robert Curthose und Wilhelm Rufus drei Söhne und teilt seinen Herrschaftsbereich in Frankreich und England auf. Wilhelm ist als englischer Thronfolger vorgesehen, was zu Spannungen mit seinem Bruder Robert führt. Wilhelm zieht den Adel auf seine Seite, fällt in der Normandie ein und besiegt ein Heer Roberts. 

1093 n. Chr. - Gründung des Klosters St. Peter im Schwarzwald durch die Zähringer

1096 n. Chr. - Erster Kreuzzug, zu dem Papst Urban II. in der Synode von Clermont aufruft. In einer ersten Welle brechen Zivilisten nach Palästina auf. Auf dem Weg dorthin kommt es zu zahllosen Übergriffen und Gräueln, u.a. Judenprogromen in Köln und Worms. Bei Nicäa treffen diese Haufen auf Seldschuken und ein Großteil der Volkskreuzzügler wird vernichtet. Das eigentliche Kreuzfahrerheer u.a. unter Gottfried von Bouillon sammelt sich in Konstantinopel und erobert schließlich nach zahlreichen Entbehrungen, Massakern, Belagerungen und Schlachten (Schlacht von Askalon 1099 n. Chr.) Jerusalem. Es wird das Königreich Jerusalem unter Balduin von Boulogne gegründet und es entstehen drei weitere Kreuzfahrerstaaten (Antiochia, Edessa und Tripolis).

1100 n. Chr. - König Wilhelm II von England stirbt unter mysteriösen Umständen bei einer Jagd. Nachfolger wird sein jüngerer Bruder Heinrich I. Beauclerc. Sein Bruder Robert Curthose greift 1101 nach der Macht, wird aber besiegt und erkennt Heinrichs Stellung an.

1106 n. Chr. - Schlacht bei Tinchebray in der Normandie zwischen König Heinrich I. Beauclerc und seinem Bruder Robert Curthose. Durch den Sieg sichert sich Heinrich die Herrschaft über England, die er nach dem Tod Wilhelm II. Rufus und durch die kreuzzugsbedingte Abwesenheit Roberts an sich gerissen hat, und nunmehr auch über die Normandie. 

1114 n. Chr. - Gründung des Klosters St. Georgen im Schwarzwald durch die Zähringer.

1135 n. Chr. - König Heinrich I. von England stirbt. Nachfolger wird nach dem Tod möglicher männlicher Thronfolger bei einem Schiffsunglück König Stephan I. (von Blois), obwohl Heinrich I. an sich seine Tochter Mathilde "Empress Maud" (weil Witwe von Kaiser Heinrich V.) auf dem Thron wollte, die Gottfried von Plantagenet, Graf von Anjou geheiratet hat. Ab 1139 kommt es deshalb zu einem mehrjährigen Bürgerkrieg in England, "the anarchy". Am Ende adoptiert Stephan I. Mauds und Gottfrieds Sohn, der Nachfolger von Stephan I. als Heinrich II. wird. 

1139 n. Chr. - Unabhängigkeit des Königreichs Portugal.

1144 n. Chr. - Der Kreuzfahrerstaat Edessa wird von den Muslimen erobert. Bernhard von Clairvaux ruft daraufhin im Auftrag des Papstes zum Kreuzzug auf. Die Führung obliegt König Ludwig VII. von Frankreich und dem deutschen Stauferkönig Konrad III, beteiligt ist auch Byzanz. Edessa wird zwischenzeitlich von den Muslimen dem Erdboden gleichgemacht. Die Kreuzfahrer belagern das eigentlich verbündete Damaskus, müssen aber abrücken, als die Damaszener die Muslime zu Hilfe rufen. Der zweite Kreuzzug endet an dieser Stelle und erweist sich als Fiasko, da das Königreich Jerusalem in den folgenden Jahren durch muslimisch orientierte Staaten eingekreist wird und Saladin zum Sultan von Ägypten aufsteigt, nachdem eine unter byzantinischer Beteiligung durchgeführte Invasion Ägyptens scheitert.   

1151 n. Chr. - Tod Herzog Gottfrieds von Anjou, Stammvater des Hauses Plantagenet. 1157 n. Chr. wird sein Enkel Richard Plantagenet (Löwenherz) geboren. Die Herrschaft des aus Anjou stammenden Hauses Plantagenet, die mit König Johann "ohne Land" endet, wird wegen des Bezuges zum mächtigen Haus Anjou auch angevinisches Reich genannt.

1154 n. Chr. - König Stephan I. von England stirbt in Dover, Nachfolger wird sein 1133 geborener Adoptivsohn Heinrich Plantagenet (Sohn von Mathilde, Tochter von Heinrich I.,  und Gottfried Plantagenet), nunmehr König Heinrich II, der gleichzeitig Herzog der Normandie und Aquitanien und Graf von Anjou ist. 

1156 n. Chr. - Kaiser Friedrich I. Barbarossa weist den Augsburger Burgvogt an, eine Strafe von fünf Gulden zu verhängen gegen den, der schlechtes Bier ausschenkt

1170 n. Chr. - Ermordung Thomas Beckets, Erzbischof von Canterbury, durch vier Ritter. Drei Jahre später wird er heiliggesprochen. Der Mord soll durch einen Ausspruch von König Heinrich II. ausgelöst worden sein, wodurch das Ansehen des Königs massiv leidet.

Der Krak de Chevalier wird nach einem Erdbeben ins seiner letzten Form und Ausstattung gebaut. 1176 wird Rainald von Chatillon Burgherr.

1173 n. Chr. - Revolte gegen König Heinrich II. von England durch seine Söhne Heinrich, Richard, Gottfried und Johann, weil Heinrich II. die Macht in den formal auf die Söhne übertragenen Territorien nicht aufgeben will. Die Revolte endet ein Jahr später mit dem Sieg Heinrichs. Die Söhne Heinrich und Gottfried sterben in den Folgejahren.

1185 n. Chr. - Balduin IV, an Lepra erkrankter König des Königreichs Jerusalem, stirbt in Jerusalem. Balduin gelingt es Frieden mit Saladin zu halten, dem er in der Schlacht von Montgisard 1177 eine schwere Niederlage beigebracht hat, in der Saladin nur knapp entkommt. 

1187 n. Chr. - Niederlage eines Kreuzfahrerheeres unter Guido de Lusignan bei Hattin gegen Saladins maurische Truppen und nachherige Eroberung Jerusalems durch die Muslime. Jerusalems Verteidigung wird organisiert von Balian von Ibelin, der nach heftigem Abwehrkampf mit Saladin eine Vereinbarung über den Abzug der Bewohner treffen kann.

1189 n. Chr. - Dritter Kreuzzug unter Führung Friedrichs I. Barbarossa nach der Eroberung Jerusalems durch Saladin. Die Rückeroberung Jerusalems gelingt nicht, durch Verhandlungen 1192 n. Chr. wird aber das Königreich Jerusalem nunmehr mit Akkon als neuer Hauptstadt erhalten.

Während des Kreuzzuges entsteht der Kreuzfahrerstaat Zypern nach der Eroberung der Insel durch Richard "Löwenherz" Plantagenet, der in diesem Jahr mit Hilfe König Philipps II. von Frankreich im Abkommen von Azay-le-Rideau von seinem Vater Heinrich II. als Nachfolger anerkannt worden war. Richard war nach dem Tod seines älteren Bruders nunmehr ältester Sohn und damit Thronanwärter.

Heinrich II. stirbt zwei Tage nach dem Vertrag, der durch die von Heinrich erzwungenen englischen Gebietsabtretungen in Frankreich die Stellung des französischen Königs Philipp II. August deutlich stärkt.

1190 n. Chr. - Kaiser Friedrich I. Barbarossa stirbt bei Mersin (Südtürkei). Friedrich herrscht als römisch-deutscher Kaiser von 1155 und führt den dritten Kreuzzug bis zu seinem Tod an.

1192 n. Chr. - Tod Raschid ad-Din Sinans, des "Alten vom Berge", Anführer der ismailitischen Assassinensekte.

1193 n. Chr. - der kurdischstämmige Sultan Saladin und Gegner der Kreuzfahrer u.a. im dritten Kreuzzug stirbt in Damaskus. 

1197 n. Chr. - der staufische Kaiser Heinrich VI., Sohn Friedrich Barbarossas, stirbt mit erst 32 Jahren in Messina. Unter Heinrich war Richard Löwenherz in der Burg Trifels 1193 gefangen gehalten worden. Mit dem Tod Heinrichs beginnt der etwa 20 Jahre dauernde deutsche Thronstreit zwischen Staufern und Welfen, der mit dem Sieg der Staufer und der Inthronisation Friedrichs II. als Kaiser des Heiligen Römischen Reichs endet.

1198 n. Chr. - in der Schlacht von Gisors unterliegt der französische König Philipp II. August König Richard Löwenherz und muss die zuvor während der Abwesenheit Richards annektierten und später von Richard zurückeroberten französischen Besitztümer Richards überlassen.

1199 n. Chr. - Richard "Löwenherz" Plantagenet stirbt in Chalus bei einem an sich unnötigen Feldzug gegen den Vizegrafen von Limoges, sein Nachfolger auf dem englischen Thron wird sein jüngerer Bruder John "Lackland".

1204 n. Chr. - Eroberung und Plünderung Konstantinopels durch die Kreuzritter. Hintergrund ist der seit 1202 n. Chr. begonnene vierte Kreuzzug. Er soll sich gegen Ägypten richten, da die Muslime Palästina ohne ihr Kernland Ägypten nicht halten können sollen. Der Plan wird geändert, Ziel des Vierten Kreuzzuges soll nun Konstantinopel werden. Folge des Kreuzzuges ist u. a. eine Schwächung des Byzantinischen Reichs, die sich später auch im erlahmenden Widerstand gegen die islamische Eroberung auswirkt. 

König Philipp II. August erklärt England aller Territorien in Frankreich (im Wesentlichen mit der Normandie und Aquitanien der gesamte Westen und Süden Frankreichs) für verlustig.

1206 n. Chr. - Einigung der Mongolenvölker unter Temudschin (= Dschingis Khan).

1209 n. Chr. - auf Betreiben Papst Innonzenz´ III. wird der ursprünglich auch von Richard Löwenherz unterstützte Herzog von Aquitanien Otto von Braunschweig, Welfe und Sohn Heinrichs des Löwen aus Sachsen, Kaiser des Heiligen Römischen Reichs als Otto IV..

1209 - 1229 n. Chr. - Kreuzzug gegen die Albigenser im Languedoc

1211 n. Chr. - Invasion Chinas durch die Mongolen unter Temudschin, 1215 Fall Pekings

1212 n. Chr. - nachdem Kaiser Otto IV. die Zusagen an Papst Innozenz III. nicht eingehalten hat und auch Sizilien erobert, verhängt der Papst den Bann über ihn und mit der Unterstützung des Papstes und der Franzosen wird nun Friedrich II. Kaiser des Heiligen Römischen Reichs mit einer erneuten förmlichen Krönung 1215 in Aachen.

Niederlage der Mauren im Rahmen der beginnenden Reconquista bei Las Navas de Tolosa.

1214 n. Chr. - Sieg der Franzosen unter König Philipp II. August über ein welfisch-englisches Heer unter Otto IV. in der Schlacht bei Bouvines. Die Engländer unter Johann unterstützen Otto, um die unter König Johann verlorenen französischen Territorien zurückzuerobern. Die Schlacht beendet die Hoffnungen der Engländer auf Rückeroberung dieser Territorien in Frankreich und beendet Ottos Kaisertum endgültig. Otto flüchtet nach Braunschweig zurück und auch welfisch gesinnte Gefolgsleute wenden sich von ihm ab und dem Staufer Friedrich zu.

1215 n. Chr. - Erlass der Magna Charta durch König John (ohne Land). Sie verbrieft weitergehende Rechte des Adels gegenüber dem König und sichert die Freiheit der Kirche. Die Charta ist Folge einer Rebellion der Barone gegen den König, der ihnen immer mehr Geld für die erfolglosen Feldzüge in Frankreich abpresst.

1216 n. Chr. - König John stirbt auf Newark Castle. Nachfolger wird der erst 1207 geborene Heinrich III. 

1219 n. Chr. - einer der größten Ritter aller Zeiten und Berater mehrerer Könige, William Marshall, stirbt in Caversham.

1221 n. Chr. - Tod des heiligen Dominikus, Gründer des Dominikanerordens.

1226 n. Chr. - Tod des heiligen Franz von Assisi, Gründe des Franziskanerordens.

1227 n. Chr. - Tod Temudschins.

1229 n. Chr. - Im Frieden von Jaffa zwischen Friedrich II. und Sultan al-Kail erhalten die Christen u.a. Jerusalem zurück, die Moslems behalten aber die al-Aqsa-Moschee und den Felsendom.  

1240 n. Chr. - Eroberung und völlige Zerstörung Kiews durch die Mongolen unter Batu, dem Enkel Temudschins.

1241 n. Chr. - Vernichtung eines deutsch-polnischen Heeres an der Liegnitz durch die Mongolen.

1250 n. Chr. - Tod des Stauferkönigs Friedrichs II, Enkel Friedrich I. Barbarossas und als außergewöhnliche Herrscherpersönlichkeit u.a. stupor mundi, das Staunen der Welt genannt.

1258 n. Chr. - Eroberung Bagdads durch die Mongolen unter dem Großkhan Möngke; Vernichtung der Assassinen.

Die Kathedrale von Sarum, dem späteren Salisbury wird geweiht.

1261 n. Chr. - vernichtende Niederlage der Mongolen gegen die ägyptischen Mamelucken bei Ain Dschalut; Ende der Legende der mongolischen Unbesiegbarkeit.

1263 n. Chr. - der russische Nationalheld Alexander Newski stirbt in Gorodez. Newski schlug 1242 auf dem Preipussee ein Ritterheer des Deutschen Ordens vernichtend und beendete damit die Bemühungen des Ordens, seine Einflusssphäre nach Osten zu erweitern.

1267 n. Chr. - Berke Khan, jüngerer Bruder von Batu Khan und einer der wichtigen Khane der Goldenen Horde stirbt in Tiflis.

1272 n. Chr. - König Heinrich III. stirbt nach langer Regentschaft in Westminster Palace, Nachfolger wird sein Sohn Eduard I. "Longshanks".

1274 n. Chr. - der dominikanische Kirchenlehrer und Philosoph Thomas von Aquin stirbt in Fossanova.

1280 n. Chr. - der Kirchenlehrer Albertus Magnus stirbt in Köln.

1292 n. Chr. - Tod des persischen Mystikers und Poeten Saadi. Von ihm sind die Werke Bustan (Der Garten des Geschmacks) und Gülestan (Der Rosengarten).  

1294 n. Chr. - der englische König Edward I. Longshanks ruft die Schotten unter König John Balliol zum Kriegsdienst nach Frankreich auf, der von den Schotten verweigert wird wegen der traditionell guten Beziehungen zwischen Schottland und Frankreich. Edward verlangt zur Strafe die Übertragung schottischer Ländereien, was ebenfalls verweigert wird, so dass es zum Krieg zwischen beiden Ländern kommt.

1296 n. Chr. - Niederlage des schottischen Heeres unter John Comyn gegen englische Truppen unter John de Warenne in der Schlacht von Dunbar. In der Folge dankt König John Balliol ab, John de Warenne wird Statthalter Englands in Schottland.

1297 n. Chr. - die Schotten unter Andrew de Moray und William Wallace siegen in der Schlacht von Stirling Bridge gegen englische Truppen unter de Warenne. De Moray fällt und Wallace übernimmt ab dort die Führung des schottischen Widerstandes.

1298 n. Chr. - vernichtende Niederlage der Schotten unter Wallace gegen englische Truppen unter Edward I. in der Schlacht von Falkirk. Wallace legt sein Amt als militärischer Führer nieder. Robert I. Bruce setzt den Krieg gegen England in Form eines Kleinkrieges fort, eine offene Feldschlacht wird seit Falkirk bis zur Schlacht von Bannockburn vermieden.

1305 n. Chr. - Hinrichtung des schottischen Freiheitskämpfers William Wallace durch Hängen, Ausweiden und Vierteilen in London. 

1307 n. Chr. - der englischen König Eduard I. Longshanks stirbt bei Burgh by Sands. Eduard hatte Schottland erobert und König John Balliol abgesetzt. Nachfolger wird König Eduard II..

1314 n. Chr. - der schottische König Robert I. Bruce schlägt in der Schlacht von Bannockburn ein deutlich überlegenes englisches Heer unter König Edward II. vernichtend, womit sein Status in Schottland unangefochten wird. 1328 wird die Unabhängigkeit Schottlands im Abkommen von Edinburgh und Northampton durch König Edward III. anerkannt.

1315 n. Chr. - historisch nicht vollständig verbriefte Schlacht bei Morgarten zwischen einem Habsburger Heer und der Eidgenossenschaft der Kantone Uri, Schwyz und Unterwalden, die wegen eines von den Schweizern gelegten Hinterhaltes mit einer vernichtenden Niederlage der Habsburger endete.

Der ehemalige schottische König John Balliol, unter dem die Kriege Schottlands mit England einsetzten, verstirbt. Balliol unterzeichnete 1295 mit dem französischen König Philipp IV. ein Schriftstück über die "Auld Alliance", ein Bündnisvertrag zwischen Schottland und Frankreich.  

1322 n. Chr. - in der Schlacht bei Boroughbridge unterliegen die Rebellen unter Earl Thomas of Lancaster gegen die Truppen Eduards II. im sog. Despenser-War. Eduard stirbt unter ungeklärten Umständen 1327 in Gefangenschaft.  

1327 n. Chr. - König Eduard III. aus der Dynastie Anjou-Plantagenet, besteigt den englischen Thron, steht aber unter der Fuchtel seiner Mutter Isabella und ihres Liebhabers Roger Mortimer, die er aber 1330 stürzt.

1328 n. Chr. - König Karl IV. von Frankreich stirbt. König Edwards III. von England Mutter Isabella war die Tochter von König Philipp IV. "der Schöne" von Frankreich. Edward war also Enkel eines französischen Königs aus dem Königshaus Capet und forderte nach dem Tod König Karls IV. 1328 von Philipp VI. aus dem Hause Valois, einem Nebenzweig der Kapetinger, die Krone Frankreichs, der Beginn des Hundertjährigen Krieges. 

1329 n. Chr. - der schottische König Robert I. Bruce stirbt in Cardross.

1340 n. Chr. - Edward III. von England erklärt sich zum König von Frankreich.

Sein dritter Sohn John of Gaunt (= Gent) wird geboren. John wird 1362 durch Heirat Duke of Lancaster und ist damit Stammvater des späteren Königshauses Lancaster, denn sein Sohn Heinrich wird als Heinrich IV. König als Nachfolger Richards II., dessen Onkel John of Gaunt ist. John führt später für seinen Vater die Regierungsgeschäfte während dessen Abwesenheit. 

1346 n. Chr. - vernichtende Niederlage der Franzosen unter Philipp VI. gegen die Engländer unter Edward III. in der Schlacht von Crécy, die den Hundertjährigen Krieg einleitet und wegen der durchschlagenden Wirkung der englischen Langbogen als Ende der klassischen Ritterschlachten gilt und die Blüte des französischen Adels vernichtete.

1347 n. Chr. - Die Truppen Edwards III. von England erobern Calais. Die Kriegsführung in Frankreich obliegt seit 1346 Edwards Sohn, Kronprinz Edward von Woodstock, genannt "der schwarze Prinz" wegen seiner schwarzen Rüstung. König Edward stiftet den bis heute verliehenen Hosenbandorden.

Die Pest, der "schwarze Tod", breitet sich von Osten kommend in Europa aus. Bei der Belagerung der von Genuesen gehaltenen Stadt Kaffa bricht im Lager der Tataren die Pest aus, die die Belagerung beendet, in der Folge die Genueser aber die Krankheit nach Westen tragen. Ihr fällt etwa ein Drittel der Gesamtbevölkerung zum Opfer. Es kommt auch zu Judenpogromen, da den Juden die Schuld am Ausbruch der Krankheit zugeschrieben wird. 

1356 n. Chr. - Erlass der Goldenen Bulle während der Regentschaft Kaiser Karls IV. Das Gesetz kodifiziert die durch die Kurfürsten auszuübende Wahl des deutschen Königs, der anschließend vom Papst zum Kaiser gekrönt werden konnte.

In der Schlacht von Poitiers unterliegen die Franzosen unter König Johann II. den Engländern unter Edward von Woodstock, dem "schwarzen Prinzen" und Sohn von König Edward III. Johann wird von den Engländern gefangen genommen und nach England gebracht.

1360 n. Chr. - Im Frieden von Brétigny treten die Franzosen unter König Johann II. das gesamte Königreich südlich der Loire an England unter Edward III. ab. Ende der ersten Phase des Hundertjährigen Krieges.

1374 n. Chr. - Petrarca stirbt in Arquà Petrarca.

1376 n. Chr. - der Sohn Edwards III., der Kronprinz Edward von Woodstock "der schwarze Prinz", stirbt während der Regentschaft des Königs.

1377 n. Chr. - Edward III. von England stirbt ein Jahr nach seinem Sohn und wird beerbt von seinem Enkel, dem künftigen König Richard II., unter dem sich englisch als Sprache des Hofes durchsetzt. 

Die Republik Ragusa (das heutige Dubrovnik) ordnet zum Schutz der Bevölkerung vor Pestepidemien an, dass sich alle Neuankömmlinge vor der Einreise 40 Tage in separaten Einrichtungen aufhalten müssen. Daraus - 40 Tage - entwickelte sich der Begriff der Quarantäne.

1387 n. Chr. - ein Parlamentsheer setzt König Richard II. von England gefangen und schlägt ein königliches Entsatzheer bei Radcot Bridge. 

1389 n. Chr. - Schlacht auf dem Amselfeld bei Pristina (Kosovo) zwischen osmanischen Truppen unter Sultan Murad I. und einem serbisch-bosnischen Heer unter Fürst Lazar. Die Gegenwehr des christlichen Heers und das in der Schlacht erzielte Patt konnte die Ausbreitung der Osmanen nicht aufhalten

Schlacht bei Sempach zwischen den schweizerischen Eidgenossen und dem Herzogtum Habsburg-Österreich, die mit einer Niederlage der Österreicher endet und den seit 1385 dauernden Krieg zwischen beiden Parteien beendet.

1399 n. Chr. - König Richard II. ergibt sich Heinrich von Bolingbroke, dem Sohn von John of Gaunt und nunmehrigen König Heinrich IV, und stirbt 1400. Heinrich wird der erste König aus dem Haus Lancaster. Heinrich war zuvor 1398 von Richard II. für zehn Jahre nach Frankreich verbannt worden und nachdem Heinrichs Vater John of Gaunt 1399 stirbt, wird die Verbannung zeitlich unbefristet verfügt, damit Richard sich die Ländereien des Hauses Lancaster einverleiben kann. Heinrich kehrt aber aus Frankreich zurück, sammelt Truppen und Unterstützer um sich, nimmt Richard schließlich gefangen und sorgt über das Parlament für dessen Absetzung.

Der geniale deutsche Baumeister Peter Parler stirbt in Prag. Sein Nachname beschreibt den Beruf des Palwerius, also eines Bauhandwerkers, aus dem sich auch der heutige Begriff des Poliers ableitet 

1401 n. Chr. - vermutliches Todesjahr Klaus Störtebekers, eines Seeräubers und Führers der sog. Vitalienbrüder, auch Likedeeler genannt. Störtebeker wird ebenso wie der weitere Führer Gödeke Michels in Hamburg enthauptet.

1405 n. Chr. - der Mongolenführer Timur-Lenk, auch "Tamerlan" genannt, stirbt in Schymkent und wird in Samarkand bestattet. Tamerlan beabsichtigt die Wiederherstellung des in Khanate zerfallenen ursprünglichen Mongolenreichs. Damit gerät er in Konflikt mit einem anderen der Khanate, der Goldenen Horde unter Toktamisch, den Tamerlan zunächst unterstützt. Der Konflikt löst zahllose kriegerische Auseinandersetzungen aus und endet mit dem Tod Toktamischs sowie der Zerstörung u.a. der Hauptstadt Sarai. Tamerlan ist als äußerst brutaler und grausamer Eroberer bekannt.

1410 n. Chr. - Schlacht bei Tannenberg zwischen dem Deutschen Orden und einem polnisch-litauischen Heer, die mit der Niederlage der Ordensritter endet und deren Unbesiegbarkeitsmythos beendet.

1413 n. Chr. - König Heinrich IV. von England stirbt, Nachfolger wird sein Sohn, König Heinrich V.. 

1415 n. Chr. - der böhmische Theologe und Reformator Jan Hus wird in Konstanz verbrannt, der gegen Sittenlosigkeit und Ablasshandel protestiert hatte. Das führte zu den Hussitenkriegen, aus denen die Hussiten als erprobte und kaum bezwingbare Landsknechte hervorgingen.

Die Engländer unter König Heinrich V. besiegen die Franzosen unter König Karl VI. am St.-Crispians-Tag in der Schlacht von Azincourt.

1416 n. Chr. - im Vertrag von Canterbury schließen die Engländer unter König Heinrich V. eine Bündnisvereinbarung mit dem deutschen König Sigismund gegen Frankreich.

1419 n. Chr. - nach Niederlagen der Franzosen stehen die Engländer unter Heinrich V. vor Paris und schließen mit König Karl VI. von Frankreich den Vertrag von Troyes, der Heinrich auch die Krone Frankreichs überträgt. Heinrich heiratet daraufhin Katharina von Valois, die Tochter des französischen Königs.

1422 n. Chr. - König Heinrich V. von England stirbt auf Schloss Vincennes. Nachfolger wird sein erst wenige Monate alter Sohn Heinrich aus der Ehe mit Katharina von Valois, der ab 1429 als Heinrich VI. regiert und 1431 in Notre Dame auch zum König von Frankreich gekrönt wird.

1429 n. Chr. - in der Schlacht bei Patay siegen französische Truppen zum Abschluss der Loire-Offensive unter der Führung von Jeanne d´Arc gegen die Engländer unter Fastolf und Talbot.

1430 n. Chr. - die Burgunder besiegen die Franzosen unter Jeanne d´Arc in der Schlacht von Compiègne, nehmen Jeanne gefangen und liefern sie an die Engländer aus, die die erst 19jährige über den Bischof von Beauvais verurteilt und in Rouen verbrannt.

1435 n. Chr. - mit dem Vertrag von Arras legen König Karl VII. von Frankreich und Philipp der Gute von Burgund ihre Streitigkeiten bei. Gleichzeitig zerbricht das gute burgundisch-englische Verhältnis.

1437 n. Chr. - Heinrich VI. von England übernimmt die Regierungsgeschäfte.

1450 n. Chr. - die Normandie geht für England verloren.

1453 n. Chr. - Sultan Mehmet II. erobert Byzanz, Ende des byzantinischen Reichs.

1455 n. Chr. - in der ersten Schlacht von St. Albans siegt Richard Plantagenet, Duke of York, der den Thron wegen seiner Verwandtschaft mit Edmund Mortimer, Earl of March beansprucht. Bei der Nachfolge auf Heinrich IV., Großvater König Heinrichs VI.,  hatte Mortimer tatsächlich stärkere Rechte als sein Vetter Heinrich IV.. Heinrich VI. wird bei St. Albans gefangen genommen. Die Schlacht ist der Beginn der Rosenkriege zwischen den Häusern Lancaster und York. Richard wird vom Parlament anschließend zum Protektor des Landes ernannt, die Absetzung Heinrichs und die Inthronisation Richards scheut man.

1460 n. Chr. - Heinrich VI. setzt Richard Plantagenet statt seines Sohns Edward zu seinem Erben ein und wird im Tower gefangen gehalten. Heinrichs Frau Königin Margaret von Anjou organisiert den Widerstand und schlägt mit königstreuen Truppen Richard in der Schlacht von Wakefield, in der Richard fällt. Anschließend unterliegt das Haus Lancaster 1461 zuerst bei Mortimer´s Cross und dann vernichtend in der Schlacht von Towton mit 28.000 Toten, 26.000 davon aus dem Hause Lancaster. Margaret und ihr Sohn Eduard müssen fliehen.

Richard Plantagenets Sohn Eduard wird zu König Eduard IV. (York) gekrönt.

1470 n. Chr. - nach einem Wechsel des mächtigen Richard Neville, Earl of Warwick zum Haus Lancaster und einem Bündnis mit Königin Margaret muss Eduard IV. fliehen und König Heinrich VI. wird wieder König, Eduard abgesetzt.

1471 n. Chr. - die geistige Hinfälligkeit Heinrichs VI. wiird offenbar, er verliert alle Sympathien und als Eduard IV. nach England zurückkhert, kommt es zur Schlacht von Barnet zwischen seinen und den Truppen Richard Nevilles, die Eduiard für sich entscheiden kann. Richard Neville wird getötet, seine Truppen vernichtet. Kurz darauf erleidet das Haus Lancaster eine erneute und entscheidende Niederlage in der Schlacht von Tewkesbury, in der Heinrichs Sohn Eduard getötet wird. Nach Einzug des siegreichen Eduards wird Heinrich VI. im Tower ermordet. 

1483 n. Chr. - Eduard IV. von England stirbt. Sein Nachfolger wird nach Nachfolgestreitigkeiten König Richard III. Plantagenet (York ist eine Nebenlinie der Plantagenets)

1484 n. Chr. - Erlass der Hexenbulle durch Papst Innozenz VIII., mit der die Hexerei offiziell anerkannt wird. Die Bulle stammt aus der Feder von Heinrich Institoris.

1485 n. Chr. - Heinrich Tudor aus Wales, Nachkomme Heinrichs V. (sein Vater ist ein Halbbruder von Heinrich VI.) und mütterlicherseits von John von Gaunt, ist letzter Erbe des Hauses Lancaster. Er fällt von Wales aus auf Bitte seines Vetters, des Duke of Buckingham in England ein.

Schlacht von Bosworth zwischen dem Haus York unter Richard III., der in der Schlacht fällt, und dem Haus Lancaster unter Heinrich Tudor. Sie endet mit einem Sieg Heinrichs, der daraufhin als König Heinrich VII. regiert und das Haus Tudor begründet. Die Schlacht ist maßgeblich für das Ende des englischen Rosenkriegs verantwortlich. Die Häuser York und Lancaster, beide Zweige des Hauses Plantagenet, stritten seit 1455 um die englische Königskrone. Die letzte Schlacht war die von Stoke, die den Krieg zu Gunsten Heinrichs entschied und zum Ende der männlichen Linie des Hauses York führte. Heinrich heiratete Elisabeth von York und führte damit beide Häuser unter dem Dach des walisischstämmigen Hauses Tudor zusammen.

Das Haus Tudor endet mit dem Tod Elisabeth I. und wird ab 1603 abgelöst durch das schottischstämmige Haus Stuart unter König Jakob I., Sohns Maria Stuarts. Der Begriff Rosenkrieg geht zurück auf den Umstand, dass beide Häuser eine Rose jeweils in unterschiedlicher Farbe (Lancaster rot, York weiß) im Wappen führten. 

Heinrich VII. gründet die Yeomen of the Guard, die bis heute die Leibgarde des/der englischen Königs/Königin stellen.

1491 n. Chr. - der Maler und Kupferstecher Martin Schongauer stirbt in Breisach. Die Altarbilder im Unterlinden-Museum in Colmar sind von ihm 

1492 n. Chr. - Christoph Kolumbus landet auf der Suche nach dem Seeweg nach Indien auf den Bahamas und leitet damit die Entdeckung Amerikas ein. Weiterfahrt und Entdeckung der Inseln Kuba und Hispaniola

Edikt von Alhambra durch Ferdinand und Isabella, durch das die Juden zum Verlassen der Iberischen Halbinsel aufgefordert werden, sofern sie nicht zum Christentum übertreten wollen

1493 n. Chr. - in Nürnberg wird unter der Leitung des Ritters Martin Behaim der erste Globus, der "Behaim´sche Erdapfel" fertiggestellt, der aber nicht die Berechnungen von Eratosthenes zum Erdumfang und natürlich auch nicht den Kontinent Amerika berücksichtigte 

1494 n. Chr. - Vertrag von Tordesillas, mit dem die Seemächte Spanien und Portugal die Welt mittels einer von Pol zu Pol reichenden Linie unter sich aufteilen

1496 n. Chr. - Albrecht Dürer schafft die meisterhafte und in die Neuzeit weisende Zeichnung "Das Frauenbad".

1497 n. Chr. - als erster europäischer Entdecker soll der italienische Seefahrer Giovanni Caboto ("John Cabot") das amerikanische Festland erreicht haben.

1498 n. Chr. - der Großinquisitor Tomás de Torquemada stirbt in Ávila 

 

 

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