Anna Erelle - Undercover Dschihadistin

Erelle, eine freie Journalistin stellt via Facebook und Skype Kontakt zum IS-Führungskader Bilal, indem sie sich aus ausreisewillige Muslimin Melodie ausgibt. Bilal geht ihr auf den Leim und plaudert aus dem Nähkästchen. Das alles ist natürlich hochgefährlich und Erelle lebt meines Wissens mittlerweile inkognito und unter Personenschutz.

Das Buch ist aber nur etwas für den eher gefühligen Typ. Dazu passt, dass Erelle ihre fiktive Melodie seitenlang über ihr schweres Los in den Banlieues lamentieren lässt und hie und da scheint mir ein gewisses Verständnis für die Radikalisierung junger französischer Muslime durchzuschimmern, auch wenn Erelle immer wieder ihre Abscheu über den IS zum Ausdruck bringt.

Wesentlich Neues erfährt man nicht, es ist eher eine Art Gruseln, das den Reiz des Buches ausmacht. Ist man auf Fakten abonniert wie ich, dann sollte man die Finger von der Schwarte lassen. Mich wundert auch bei aller Bewunderung für ihren Mut, dass Erelle sich dafür in Lebensgefahr begeben und von ihrem bisherigen Leben verabschiedet hat.



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