Ege Berk Korkut ist aktuell 18 Jahre alt, besucht die 12. Klasse eines Gymnasiums in Izmir und betreibt den Blog egeberkkorkut.com. Er ist beunruhigt wegen der Entwicklung an den Schulen in der Türkei, also den Einrichtungen, die ganz wesentlich die Denke und Haltung kommender Generationen beeinflussen.

Abgesehen davon, dass jeder Schüler gleich welcher Glaubensrichtung den islamischen Religionsunterricht besuchen muss, können türkische Lehrer - Beamte des türkischen Staates - offensichtlich ungestraft den Schülern im Unterricht erklären "Macht euch keine Sorgen, Israel wird eines Tages zerstört werden, und dieser Tag ist nahe. Alle Juden werden dafür bezahlen!". Der Inhalt von Schulbüchern verändert sich und das nicht zum Guten.

Nicht nur nach Korkuts Meinung stimmt dann etwas nicht. Er beschreibt einen vehement zunehmenden Antisemitismus im öffentlichen Leben, speziell aber in der Schule, sehr oft gekleidet in Israel-Kritik, also etwas, das einem hierzulande ja auch nicht sooo unbekannt vorkommt.

Korkut schreibt in diesem Welt-Artikel:

"... Judenhass und der sich verbreitende Einfluss der Scharia haben die laizistische Gesellschaft selbst in den modernsten Gegenden der Türkei derart verändert, dass es nicht länger möglich ist, dies zu ignorieren, zumindest als Jude.

Ich habe keine Hoffnung, dass sich die Situation in Zukunft verbessern wird. Im Gegenteil, es wird jeden Tag schlimmer. Dies kommt nicht überraschend. Voreingenommene Medien und Politiker verbreiten diese manipulative Rhetorik, und die Schulbücher, die vom türkischen Staat herausgegeben werden, triefen vor Judenhass.

In einem Staat, wo die Kinder zum Hass erzogen werden, kann wahre Achtung für Vielfalt nicht gedeihen, die das Fundament jeder freien Gesellschaft darstellt. Während die säkulare Gesellschaft kollabiert, wächst die Macht der Islamisten jeden Tag weiter. Ich bin deshalb nicht pessimistisch, sondern realistisch, wenn ich sage, dass die Zukunft der Türkei nicht rosig aussieht...
".

Prima.

15.5.2013

 

Bülent Annc, seines Zeichens stellvertretender türkischer Ministerpräsident mit einem Hang zur Umwidmung von Kirchen in Moscheen, spekuliert dieser Tage unter Hinweis auf ein entsprechendes Gesetz darüber, die Hagia Sophia wieder zur Moschee umzuwidmen. Der Bau war früher die Hauptkirche des Byzantinischen Reichs, dann Reichs-moschee des Osmanischen Reichs und wurde 1935 anlässlich der Säkularisierung der Türkei unter Atatürk in ein Museum verwandelt. Auch ich habe den Prachtbau bereits bewundert. Ob die Umwidmung kommt, wird man sehen. In den Zeitgeist dort passte das aber. 

23.11.2013

 

Der islamische Umbau der türkischen Gesellschaft durch Erdogan und seine AKP geht munter weiter und was wäre ein lohnenderes Ziel als die Jugend, die Knetmasse für die Gestaltung der künftigen Türkei. Universitäten sollen eigentlich Inseln der freien Entfaltung des Geistes und Hort der Freiheit sein. In der Türkei wird man seit Neuestem relegiert, wenn man Unbotmäßiges gegen die Uni-Leitung oder Herrn Erdogan äußert. Private Sicherheitsleute patrouillieren, es gibt angeblich Pläne, die Polizei auf den Campus zu holen. Darüber hinaus ist die Geschlechtertrennung in Wohnheimen obligat, künftig soll auch die universitäre Ausbildung nach Geschlechtern getrennt vorgenommen werden, also keine gemeinsamen Vorlesungen und Seminare mehr. Islamisch eben. Die Literatur wird umgestaltet, so steht selbst Büchern zur Atomphysik die Lobpreisung Allahs voran. Ideologische AKP-Nähe ist auch obligatorisch, wenn es um die Einrichtung neuer Fächer und Institute oder Neueinstellung von Personal geht. Das wird jetzt selbst dem vorsichtigen, politisch überkorrekten und betulichen Deutschlandfunk zuviel, wie man hier sieht. 

6.12.2013

 

Sefkat-Der ist eine türkische Bürgerrechtsorganisation, die Fälle häuslicher Gewalt von Männern gegen Frauen erfasst und festgestellt hat, dass die Zahl von Ehrenmorden und sonstiger Gewalttaten in den vergangenen Jahren laut Statistik steigt. So berichtet die Welt in diesem Artikel.

Unbekannt ist, ob mehr Fälle aufgedeckt werden als früher oder ob die Zahl tatsächlich steigt, jedenfalls sind in den letzten fünf Jahren 802 Ehefrauen von ihren Männern umgebracht worden. Ob damit auch die Morde durch Familienangehörige erfasst sind, weiß ich nicht.

Sefkat-Der hat jedenfalls die Akten ausgewertet, um auch etwas über die Begründungen für diese scheußlichen Taten zu erfahren. Vertreten waren die üblichen Erklärungen zur Ehre, zur Absicht, sich scheiden zu lassen oder auszuziehen, aber auch neue Äußerungen wie der Wunsch nach einer Abtreibung, nach einem Anruf bei der Hotline für Frauen, die sich gegen Gewalt schützen wollen, nach dem Verlassen des Hauses oder der Weigerung, das Gehalt abzugeben.

Da wird erschlagen, erschossen, erstochen, verbrannt, verbrüht, erwähnt sind in der Liste auch die Grausamkeiten seelischer Natur. Es existieren wohl gesetzliche Normen, um Frauen zu schützen und angeboten werden auch islamische Paartherapien, genützt hat es wohl wenig, was auch daran liegen mag, dass man die Hirne prügelnder, stechender, schießender und massakrierender Ehemänner erreichen müsste, was in der Türkei des Jahres 2013 offensichtlich immer schwieriger wird.

13.12.2013

 

Man hat ja gelegentlich das Gefühl, man müsse die türkische Bevölkerung vor ihrer umerziehenden Regierung bewahren. Jetzt ist aber eine Studie veröffentlicht worden, die die jüdische Gemeinde in der Türkei mit Unterstützung der EU in Auftrag gegeben hat, deren Ergebnisse selbst türkische Offizielle nach eigenem Bekunden erschreckt.

Vier von zehn der Befragten möchten keine Juden, jeder dritte keinen Christen und mehr als jeder zweite keinen Atheisten als Nachbarn. Mehr als 50% wollen nicht, dass Nicht-Muslime in der Justiz, der Armee, dem Geheimdienst, der Polizei oder den politischen Parteien beschäftigt werden. 

Etwa 20% lehnen auch Ausländer als Nachbarn ab und 13% haben erklärt, sie lehnten auch Muslime einer anderen Glaubensrichtung ab.

Unklar ist, wie repräsentativ diese Studie ist und ich gehe auch von einem nicht unbeträchtlichen Toleranzgefälle zwischen Stadt und Land aus, mehr als hier zu Lande, aber beobachten muss man das schon. Quelle: n24

16.12.2013

 


Wer ist Fethullah Gülen und für was steht er? Fakt ist, dass die Auseinandersetzung zwischen Gülen und Erdogan die aktuelle türkische Regierung bereits drei Minister gekostet hat und auch Erdogan im Zuge des Korruptionsskandals wackelt. Wird die AKP rechts überholt? Daran kann man in Europa kein Interesse haben.

Die Gülen-Bewegung genannt "Hizmet" (der Dienst (an Gott)) unter dem im US-Exil lebenden Imam Gülen gibt sich offen, leistungsorientiert und etwa dem Salafismus abhold. Sie scheint gute Kontakte in Justiz und Polizei zu haben, nicht aber in die kemalistisch geprägte Armee. Allerdings darf sich die Polizei nach einer Gesetzesreform seit 1.1.2011 schwere Waffen zulegen.

Der aktuelle, die Türkei erschütternde Korruptionsskandal scheint zu belegen, dass Gülen die guten Kontakte zur Justiz nun im Zuge der Auseinandersetzung mit Erdogan nutzt. Erdogan selbst sieht sich wie immer in diesen Fällen als "Opfer".

Zurück zu Hismet: Dieser Artikel in der ZEIT deutet darauf hin, dass es sich um eine autokratische, alles andere als pluralistische, vielmehr sektenähnliche Bewegung handelt, die nur eine (türkisch geprägte) islamische Wahrheit kennt. Transparenz wirkt jedenfalls irgendwie anders.

2011 hat der bekannte türkische Journalist Ahmed Sik dem FOCUS ein Interview gegeben, in dem er auf die Unterwanderung der Polizei durch die damals mit der AKP noch eng verbandelte Gülen-Bewegung hinwies. Sik hatte ein Buch über die Bewegung geschreiben, das sofort verboten wurde und dem Autor eine Haftstrafe einbrachte, nachdem er ohnehin in den Sog der merkwürdigen Ergenekon-Ermitlungen geraten war.

Deutschland spielt in den Überlegungen dieser Bewegung angesichts der großen türkischen Gemeinde offensichtlich eine nicht zu unterschätzende Rolle.  Der Verfassungsschutz beobachtet sie allerdings noch nicht. Man wird abwarten und beobachten müssen. 

31.12.2013

 

 

Hier eine Analyse der Ergenekon-Prozesse von August 2013 durch die FAZ  mit einem verheerenden Urteil, das nur einen Schluss zulässt: Hier ging es auch darum, die innerstaatliche Kritik am Großen Vorsitzenden und seiner AKP mundtot zu machen. Rechtsstaatlichkeit Fehlanzeige.

31.12.2013

 

Wer sich an der vermeintlichen Schwäche von Herrn Erdogan delektiert, sollte sich nicht zu früh freuen. In diesemWelt-Artikelgeht es um Herrn Gülen und seinen Hizmet. In der Türkei bekämpft ein Islamist den anderen, obwohl man vor nicht allzu langer Zeit rabentraulichen Umgang miteinander pflegte. Vorbei. Und nicht umsonst hat Erdogan plötzlich mit Korruptionsvorwürfen zu kämpfen, denn Gülens Krakenarme reichen weit in Polizei, Justiz und Geheimdienst. 

14.2.2014

 

Erdogans Vendetta gegen die Gülen-Bewegung nimmt immer bizarrere Züge an, offenbart aber auch sein Staats- und Regierungsverständnis. Er musste nun die Echtheit mehrerer heimlich mitgeschnittener Telefonate einräumen.

5.3.2014 

 

 

Am 18.4.2007 überfielen fünf Männer das Gebäude des Bibelverlags Zirve in Malatya. Der deutsche Missionar Tilmann Geske und zwei türkische Konvertiten wurden gefesselt und stundenlang gefoltert, ehe man ihnen die Kehlen durchschnitt. Die Täter wurden gefasst und saßen seither in Untersuchungshaft. Aus der sind sie jetzt entlassen worden, weil ein neues türkisches Gesetz die Dauer einer Untersuchungshaft auf fünf Jahre begrenzt. Das bedeutet, dass es die türkischen Gerichte über sieben volle Jahre nicht geschafft haben, ein Verfahren gegen diese Mörder auch nur einzuleiten. Ich male mir gerade aus, wenn so etwas mit umgekehrter Konstellation in Deutschland passiert wäre. 

12.3.2014

 

Europäische Politiker - boykottiert Erdogan. Ein Apppell, der wie so oft folgenlos verhallen wird. Und wenn er mal Twitter blockieren lässt, ist das für Frau Merkel nicht weiter schlimm.

21.3.2014

 

 

In diesem kurz vor den aktuellen Kommunalwahlen veröffentlichten Artikel wird zusammengefasst, warum die AKP so erfolgreich ist. Sie hat erkannt, wie sie Wählerschichten an sie binden kann und ihre Stärke speist sich aus der Unfähigkeit der übrigen Parteien, denen das Wohl der Untertanen am orientalischen Allerwertesten vorbeigegangen ist. Hinzu kommt, dass man die Medien beherrscht und darauf baut, dass 80% ihrer Wähler sich - nur - aus Zeitungen und TV informieren. Das Klima in den Medien hat der islamische Autokrat ja entsprechend gestaltet. Unfassbar bleibt trotzdem, was Erdogan sich leisten konnte, ohne zum Teufel gejagt zu werden. Im Gegenteil - die Kommunalwahlen hat die AKP mit Glanz und Gloria gewonnen und hat auch noch Kapazitäten frei, nach Möglichkeit einen Krieg mit Syrien vom Zaun zu brechen. 

7.4.2014

 

Mehr Sittsamkeit, weniger lautes Lachen in der Öffentlichkeit - für Frauen -. Sind das persönliche Schrullen eines stellvertretenden Ministerpräsidenten oder ist das offizieller politischer Kurs? 

30.7.2014

 

Wer den Tiger reitet, kann nicht mehr abspringen. Diese Weisheit lernt derzeit die Türkei. Man hat den IS bis zuletzt protegiert und angeblich auch Waffen geliefert. Nun muss man feststellen, dass die Bestien der IS keine Verwandten kennen, dieser Feind der Menschheit an der türkischen Grenze steht und die Türkei zwingt, sich zu entscheiden. Unterstützt man die Allianz gegen den IS, wird man den Terror ungeachtet allen Zuspruchs in der Vergangenheit in den eigenen Städten haben einschließlich eines home grown Potentials von Islamisten. Das Ganze bestätigt auch mal wieder schlagend, dass es Menschen gibt, mit denen man nicht verhandeln, die man nicht verpflichten kann, diese Menschen wollen - mit Alfred - die Welt einfach nur brennen sehen. Und deshalb schwillt mir der Kamm, wenn ich einen Menschen wie den französischen Philosophen Onfray faseln höre, die Enthauptung der französischen Geisel Gourdel durch IS-Sympathisanten in Algerien beweise nur, "dass der Kriege gegen den Islamischen Staat nicht den Terrorismus bekämpft, sondern ihn heraufbeschwört".

Hier findet sich ein sehr intelligentes Interview mit der Historikerin Kristin Helberg vom heutigen Tag auf SWR 2.

 

25.9.2014

 

Die Türkei liefert gerade die Blaupause für den Umgang mit einer unmittelbar an der eigenen Grenze agierenden Massenmörderbande.
Erdogan hat stolze 36 Panzer an der türkisch-syrischen Grenze auffahren lassen, deren Rohre hinüber Richtung Kobane zielen, der Stadt, die seit einiger Zeit vom IS belagert und von Freiwilligenverbänden der Kurden verteidigt wird.

Jenseits der Grenze wird in Sichtweite der türkischen Armee massakriert, geköpft, vergewaltigt, erschlagen, erstochen, aufgehängt, gekreuzigt, die türkischen Soldaten schauen zu.

Kampfjets der USA, verschiedener arabischer Staaten, der Briten und der Holländer versuchen, den Vormarsch der IS zu stoppen oder zumindest zu verlangsamen, die türkischen Soldaten schauen zu.

Ganz beschäftigungslos sind sie nicht, sie versuchen, kurdische Freiwillige am Grenzübertritt nach Syrien zu hindern, denn diese Freiwilligen wollen sich dem Kampf gegen den IS anschließen. Es hat bereits mehrere Tote bei diesen Auseinandersetzungen gegeben.

Erdogan hat Angst, der IS-Terror könne auf sein Land überschwappen. Die Allianzstaaten, die den IS derzeit bekämpfen wappnen sich nämlich bereits gegen die Anschläge von Selbstmordattentätern der Religion des Friedens.
Erdogan wird aber feststellen, dass die "Augen-zu"-Taktik nichts nützt bei Leuten, mit denen man weder reden noch verhandeln kann, die die Welt der Ungläubigen einfach nur im Höllenfeuer brennen sehen wollen.
Ihm wird auch nichts nützen, dass er schon stillschweigend das Einsickern von IS-Kämpfern nach Syrien und Irak geduldet hatte.

Zynischere Zeitgenossen weisen im Übrigen auch darauf hin, dass der kurdische Blutzoll auch sein "Kurdenproblem" verringert.

Was Erdogan aber völlig übersieht ist das Fanal, das von Kobane ausgeht. Fällt die Stadt, wird der IS sagen können, dass die türkischen Memmen vor den Streitern Allahs gezittert haben und selbst die Jets des verhassten Westens und der der Abtrünnigen aus den arabischen Emiraten den Siegeszug der Rechtgläubigen nicht stoppen konnte.
Erdogan wird dann zwei Mal Blut an den Händen haben.

8.10.2014

 

Winfried Kretschmann hat Herrn Erdogan via Presse ja eine Zigarre verpasst nach dessen lächerlichen Ausfällen gegen eine Karikatur von Greser & Lenz in einem baden-württembergischen Schulbuch. Eine Karikatur sei eine Karikatur, sie karikiere, deshalb heiße sie so und da will man Herrn Kretschmann auf keinen Fall widersprechen. Der MP drehte das Messer in der Wunde aber weiter herum und stichelte, Erdogan habe wohl rechtsstaatliche Probleme in seinem Land, deshalb müsse er ablenken. So, und das wusste ich auch nicht, können sich Aleviten nicht vom offiziellen Religionsunterricht abmelden, um ihren eigenen Unterricht abzuhalten. Das stößt übel auf, vor allem wenn man sich wie die AKP via Diyanet und DITIB massiv in die Organisation des Islamunterrichts in anderen Ländern, namentlich auch Deutschland einmischt.

4.11.2014

 

Als Schulmeister taugt Herr Erdogan nicht, wenn man sich vergegenwärtigt, dass sich der IS mit seiner Hilfe an der türkischen Grenze festsetzen und u. a. grässliche Massaker begehen konnte. Hier gibt jemand den Nasser für Arme.

Gegen seine anmassende, unverschämte und billige Rhetorik und Wortwahl muss man sogar Cem "ein angeblicher Türke" Özdemir in Schutz nehmen.

Den Vogel abgeschossen hat dieser schräge Islamistenkasper aber mit der jüngsten Erklärung, die Gleichberechtigung von Mann und Frau sei "wider die Natur". Der Islam sehe für Frauen die Mutterrolle vor. Sie könnten auch nicht so hart arbeiten wie Männer, womit der Herr wohl im Wesentlichen Eisenbieger-Kolonnen im Auge hatte. Immerhin verurteilte er die Ermordung von Frauen durch ihre Ehemänner, Lebensgefährten oder deren Verwandte in der Türkei. Frauen leben dort nämlich zunehmend gefährlich. Bis dato sind es mehr als 260 Frauen, die 2014 auf diese Weise zu Tode kamen, 2013 waren es im gesamten Jahr 214 Frauen. 

Hier bringt sich jemand ganz bewusst gegen den Westen und dessen (ursprünglichen) Werte in Stellung. Ich bin froh, dass die Erdogan-Türkei nicht der EU angehört.

26.11.2014

 

Jüngster Blindflug Erdogans: Geburtenkontrolle sei "Verrat" und zwar Verrat am Türkentum.

28.12.2014

 

Interessant ist, dass die Türken bereits 2007 offensichtlich die Nase voll hatten von einer schleichenden Islamisierung ihres Landes durch Erdogan. SPON schreibt, Hunderttausende seien damals in Izmir auf die Straße gegangen. Waren die eine "Schande für die Türkei", vor allem, wenn man sich vergegenwärtigt, wohin Erdogan die Türkei seither gelenkt hat? Daher ist nicht verwunderlich, dass es 2013 zu weiteren, schweren Unruhen gekommen ist.

28.12.2014

 

Ich lasse hier einmal den "berühmesten Journalisten der Türkei" (BILD) - Herrn Ertugrul Özkök - zu Wort kommen und eine Zusammenfassung zu Herrn Erdogan für das Jahr 2014 formulieren. Beachtlich, was selbst ein türkischer Journalist über "seinen" Ministerpräsidenten feststellt.

3.1.2015

 

 

Ich mache mir wie bekannt Sorgen über den Kurs der Türkei unter Erdogan und die Indoktrinatione eines Volkes, dessen Gast ich  Ende der Achtziger war und in dessen Land ich super Tage verbracht habe:

4.2.2015

 

Nach denjüngsten islamistischen Terroranschlägen in Paris wurde Frankreich von einer Welle des Mitgefühls überrollt. Nur in der Türkei sah man das etwas anders, wie dem gellenden Pfeifkonzert und den "Allahu akbar"-Rufen während der Schweigeminute für Paris vor dem Spiel der Türken gegen Griechenland entnehmen kann. Extrapoliert man das auf die Gesamtbevölkerung gibt das ein beachtliches Bild.

26.11.2015


 

"Wir werden in eurem Blut baden", meinte Sedat Peker ungestraft, laut Deniz Yücel ein der AKP nahestehender Mafia-Pate, Staatspräsident Erdogan selbst sprach von "sogenannten Wissenschaftler", "dunkle Kräfte" und "Vaterlandsverräter", was man sicher als Freigabe zum Abschuss verstehen darf.
Grund war ein von 1128 Wissenschaftlern unterzeichneter "Aufruf für den Frieden" mit dem Ziel, die türkisch-kurdischen Kämpfe zu beenden. 27 Unterzeichner wurden bereits festgenommen, es laufen Disziplinarverfahren mit so klang- und fantasievollen Inhalten wie "Werbung für eine Terrororganisation" (-> PKK) und "Verunglimpfung des Staates und der türkischen Nation".
Fürwahr ein echter EU-Kandidat und ehrlicher Makler in der Flüchtlingsfrage. 

19.1.2016

 

 

 

"Operation Wahrheit". Der Fall Cetin Dogan - Dani Rodrik zeigt deutlich, dass Erdogan die Türkei zwar weg vom Militärstaat, aber nicht hin zur Demokratie führt. Das Gespann Erdogan - Gülen ging in einer Weise gegen Missliebige vor, dass man nur staunen kann, wie die Erdogan-Türkei - auf dem Weg zum islamistisch geprägten Mini-Osmanien - als Partner der EU überhaupt in Betracht kommen konnte. Meine Abneigung gegen diesen selbstherrlichen Despoten wächst mit jedem Tag. 

20.1.2016



Deniz Yücel ‏@Besser_Deniz 3 Std.Vor 3 Stunden

Türkei: Akademiker unterzeichnen Friedensaufruf? Terror. Extremisten ermorden Christen? Nope, kein Terror.

Was er meint: Türkei 2016
9.4.2016

 

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