"Halten Sie durch Mr. Draghi, und auch Sie, Kanzlerin. Lassen Sie sich nicht von den Franzosen, Briten und Yankees sowie all den anderen Rettungsfanatikern niederringen. Irgendjemand muss schließlich die Unabhängigkeit der Zentralbank und die Preis-Stabiliät verteidigen“, schreibt das Wall Street Journal aktuell.

Mr. Barroso, Präsident der EU-Kommission und Maoist i. R., fordert nun unverblümt die Eurobonds, ferner soll die EZB die Notenpresse anwerfen und den Rest der Stabilitätskriterien bzw. der Grundlagen dessen, was Europa mittels vertraglicher Vereinbarungen in eine prosperierende und friedliche Zukunft führen sollte, das Klo hinunterspülen. Wer stoppt diesen Wahnsinn?

22.11.2011

 


Eine mehr als pessimistische Zwischenbilanz von spiegel-online heute.

Banken und Staaten als symbiotische Wesen mit gigantischem (Geld)Stoffwechsel sind in maximalen Schwierigkeiten, da die Einen den Anderen kein Geld mehr geben und die Anderen den Einen keine Anleihen mehr verticken können.

Grund: Die allgemeine Verschuldung.

Fazit: Frau Merkel wird einknicken und/oder die EZB stellt Monopoly-Geld her.

So oder so - Europa (außer Deutschland) pinkelt auf das geschändete Grab seiner eigenen Statuten. Die Lügner, Betrüger, Versager, Hasardeure und hemmungslosen Schuldenmacher haben dann, was sie wollten.

Und das ist dann das Europa der Vaterländer, das allen Frieden und Wohlstand bringen sollte. Wäre es nicht so ernst, man könnte sich totlachen.

23.11.2011

 


Michael Stürmer und das ganz große Rad.

23.11.2011

 


Ich verstehe das so: Diverse Euro-Länder können praktisch keine neuen Schulden machen, weil niemand ihnen mehr Geld leihen will, außer vielleicht die EZB mit neu gedrucktem Monopoly-Geld, was bedeutet, dass das Geld ratierlich an Wert verliert und insbesondere Konsumgüter gerade für die teurer werden, die wenig Geld haben, im Übrigen vernichtet Inflation Vermögen.

In den letzten Jahrzehnten hat praktisch keiner der Euro-Staaten die Neuverschuldung so begrenzt, dass eingangs erwähnte Entwicklung abgewendet worden wäre. Ausnahme wohl Deutschland, was u. a. dazu führte, dass speziell die Arbeitnehmer auf Lohnerhöhungen verzichteten.

Da die erwähnten Euro-Länder nach Stand jetzt nur noch die EZB als Abnehmer für ihre Anleihen haben, wird nun versucht, die aus einer zurückhaltenden Schuldenpolitik Deutschlands resultierenden Niedrigzinsen für deutsche Anleihen dafür zu nutzen, neue Schulden zu einem deutlich niedrigeren Zinssatz machen zu können.

Es geht hier also nicht darum, den Schuldenstand mit dieser Maßnahme herunterzufahren, sondern nur darum, die Neuverschuldung billiger zu gestalten. Das bedeutet aber zwangsläufig, dass auch diese Neuverschuldung neben den Altschulden je nach Laufzeit der Anleihen irgendwann zurückzuzahlen und bis dorthin zu verzinsen ist.

Das wirft die Frage auf, was geschieht, um in absehbarer Zeit die Geschäftsgrundlage dieser Staaten zu verbessern und den Gläubigern zu verdeutlichen, dass man sich nicht in einer immer schnelleren Schulden-Abwärtsspirale befindet, denn wie erwähnt wartet irgendwann der Zahltag.

Deutschland hat auch aus diesem Grund zumindest Papier produziert und eine Schuldenbremse in die Verfassung integriert, Frankreich hat das bis heute wegen eines Vetos der Sozialisten nicht geschafft. Spanien hat die Bremse unter Zapatero im September 2011 eingebaut, Italien unter Berlusconi ebenfalls im September auch, sie soll ab 2014 greifen. Portugal unter Passos Coelho "erwägt" das derzeit, installiert ist sie also nicht und aktuell befindet sich das Land in einem von den Gewerkschaften unterstützten Generalstreik und hat eine Abwertung von Fitch von BBB- auf ein ramschiges BB+ hinnehmen müssen, da geht also erst einmal gar nichts.

In den kritischen Bereichen gleicht die Euro-Zone als bereits auf dem Papier einem Flickenteppich, obwohl es eigentlich darum geht, dem Rest der Welt zu dokumentieren, wir wollen gemeinsam alles tun, um der Schuldensituation Herr zu werden.

Hinzu kommt, dass das jahrzehntelange Prassen auf Pump, Nepotismus und Korruption staatliche Verwaltungen und Volkswirtschaften völlig immobil hat werden lassen, weshalb hier erst einmal abgespeckt, modernisiert und neu aufgebaut werden muss. Wer das Beharrungsvermögen von Institutionen, die von solchen Verhältnissen profitieren, kennt weiß, dass sich das voraussichtlich nicht in 10 Jahren erledigen lässt, wahrscheinlich nicht in 20, das ist eine Generationenaufgabe, Griechenland lässt grüßen.

Hinzu kommt weiter, dass diese künstlich über Jahrzehnte mit Schulden gepäppelten Volkswirtschaften auch praktisch keinerlei Anstrengungen hinsichtlich Bildung, Forschung und Innovation unternommen haben, was meiner unmaßgeblichen Meinung nach dazu führen wird, dass die dort produzierten Güter kaum einen Abnehmer finden. Ohne Umsatz keine Einnahmen, keine abgeführten Steuern (so sie angesichts maroder Finanzverwaltungen überhaupt erhoben werden).

Des Weiteren wird das unverzichtbare Sparen zu höherer Arbeitslosigkeit, vermindertem Konsum und rückläufiger Investitionstätigkeit führen, was die Einnahmen des Staates, mit denen er Schuldendienst zu leisten hat, drastisch reduziert.

Was immer die staatliche Führung also tut, sie wird die Schulden nicht so beseitigen können, dass die Gläubiger in absehbarer Zeit Vertrauen fassen.

An dieser Stelle erfolgt nun der Rollgriff auf die Deutschen. Der Ruf nach Solidarität ist aus meiner Sicht nicht dem Wunsch nach mehr Europa, sondern allein dem Wunsch geschuldet, an billiges Geld zu kommen, was nur möglich ist, wenn man die günstigen Zinsen der Deutschen (und damit deren guten Namen in Gläubigerkreisen) nutzen kann. Das Wort Solidarität spielte bis dato dort keine Rolle, was auch zu der oben beschriebenen desolaten Situation in den über- schuldeten Staaten geführt hat, don´t stop the party.

Was passiert nun, wenn man dem Wunsch nach Euro-Bonds nachgäbe? Der Geldhahn sprudelte voraussichtlich wieder ergiebiger, Mittel, die chronischen Pleitiers auf den Pfad der Tugend auch nur zu halten, gibt es aber praktisch nicht und wer will wirklich glauben, dass eiserne Sparanstrengungen, die zwangsläufig Auswirkungen auf die eigene Bevölkerung haben, die nächste Wahl überleben, bei denen die Opposition vorher natürlich alles - also auch die Rücknahme von Sparmaßnahmen - versprechen wird, um wieder ans Ruder zu kommen.

Das ist bereits belegt, Robert Fico hat in der Slowakei Europa Europa und Schulden  Schulden sein lassen und die Euro-Kritiker ins Knie gefickt, nur um seinen Hintern selbst mal auf dem Ministerpräsidentenstuhl breit zu sitzen.

Mit dieser Kanaille haben wir es flächendeckend zu tun und deshalb bin ich gegenüber Sirenenklängen, wenn man nur an billigeres Geld käme, würde man alles tun, um die eigene Situation zu verbessern, völlig taub.

Bisher kam dieses Gelichter ja auch immer durch und wird, wie ein Blankoscheck via Euro-Bonds zeigen würde, in der Sicherheit gewogen, was da komme, es würde gerettet.

Nichts Anderes gälte, würde man die statutenmäßig wie die Bundesbank der Geldwertstabilität verpflichtete EZB (haha, Gruß an die Herren Weber und Stark) weiterhin zur bad bank umfunktionieren, die mit selbst fabriziertem Monopoly-Geld Ramschanleihen aufkauft.

Ob die Anleihen bei privaten und staatlichen Gläubigern oder der EZB liegen, dürfte im Ergebnis egal sein, irgendwann ist Zahltag und an wen man sich dann hält, weiß ich. Im Übrigen haben wir das dann als zusätzliche Belastung via Inflation mit deutlich erhöhten Preisen geblecht.

Vergegenwärtige ich mir also, dass man nur einen neuen Schlitten mit stumpferen Kufen will, um den eisigen Schuldenhang etwas langsamer hinunterzurutschen, der Zahltag aber so oder so wartet auf Staaten mit auf absehbare Zeit desolater Verwaltung und Volkswirtschaft, dann ist für mich ausgeschlossen, dass sich eine deutsche Regierung an diesem Theater beteiligt.

Frau Merkel gibt derzeit Dr. No und ich hoffe, dass das auch so bleibt.

Die SPD wiederum gibt hier ein katastrophal schlechtes Bild ab, denn wenn es nach denen ginge, säßen wir bereits mit den anderen Galeerensklaven unter Deck und pumpten wie die Idioten, um den sinkenden Kahn über Wasser zu halten.

25.11.2011

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