Im Augenblick haben wir die eigenartige Situation, dass die, die die Weltwirtschaft in diese abartige Abwärtsspirale zwangen, den deutschen Mittelständlern, die durch sie in die Krise gerieten, kein Geld „darlehen“ wollen, weil die ja in der Krise sind.

In der Krise sind die aber wie gesagt nur, weil gewisse Bankvorstände eine Suppe aus Allmachtsphantasien und gemeingefährlichem Betrugsvorsatz kochten, die bei der Weltwirtschaft Brechdurchfall hervorrief, und nun vom deutschen Staat mit Finanzhilfen und sonstigen Finanzgehhilfen versehen wurden, die zuvor gerade von der jetzt darbenden Klientel der Finanzquaxe erwirtschaftet und dem Staat zu treuen Händen überantwortet wurden.

Ich als Mittelständler bekomme also das Geld, das ich dem Staat für die Gewährleistung eines funktionierenden Gemeinwesens überantwortete, nach dem Blindflug der Leute, die gerade über meinen Kreditantrag (ablehnend) entschieden und zuvor meine Krise ausgelöst haben, nicht einmal als zinsbewehrtes Darlehen zumindest teilweise wieder zurück. Und das wie gesagt gerade von denen nicht, die sich auch mit meinen Mäusen einen kräftigen Schluck aus der Systemrelevanz-Titte genehmigten.

Kaum erwähnenswert ist, dass diese Jungs noch nicht einmal in der Lage sind, die ihnen von Zentralbanken eingeräumten Superdumpingzinsen an die Kunden weiterzuleiten, die – oh Wunder – noch ein Darlehen erhielten.

Andererseits mag ich das Gezerfe der Politiker auch nicht so recht hören – als die Branche nach Luft schnappte, wäre die Zeit gewesen, die Konditionen zur Weitergabe an die ebenfalls japsenden Kunden zu diktieren. Mir deucht, da hat man geschlafen und jetzt pawlowen die Banker halt wie die Manchesterkapitalisten, die sie schon seit jeher waren.

5.7.2009

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