Business as usual möchte man anmerken, wenn die FAZ nach der in Brüssel am 12.07.2015 beschlossenen Insolvenzverschleppung mittels nunmehr drittem Hilfspaket mit etwa 90 Mrd. Euro lapidar titelt: Schon verzögert Athen Reformen. Ich gratuliere den 60 "Abweichlern" aus Koalitionskreisen, die am 15.07.2015 im Bundestag gegen dieses Paket votiert haben. 

22.7.2015

 

Hier  wird an einen Aufsatz Milton Friedmans aus den Neunzigern erinnert, in dem er ausführte, der Euro sei eine Fehlkonstruktion und werde den Kontinent nicht vereinen, sondern spalten. Er hatte Recht, wie so viele. Anstatt das nun endlich einzusehen und Schadensbegrenzung zu betreiben, wird nicht nur von dieser Regierung ein "weiter so" betrieben, was nur dazu führen kann, dass jedweder weiterer Schaden in der Kategorie "vorsätzlich verursacht" laufen muss. Und um den Ball weiterzuspielen - hier deckt Roland Tichy erneut die grässlichen Fehler des nunmehr dritten Hilfspaketes für die griechische Regierung auf, die so eklatant sind, dass sich der IWF aus der Griechenland"hilfe" verabschiedet.

31.7.2015

 


Da sag einer, das Internet sei nicht lehr- und hilfreich. Das Handelsblatt hat in diesem Artikel den Bericht des damaligen Praktikanten im Landwirtschaftsministerium Bernd Loppow aus 1983 auszugsweise gepostet.

Loppow wies nach, dass Griechenlands Gemeinwesen bereits damals völlig zerrüttet, praktisch nicht sanierungsfähig, überschuldet und praktisch komplett auf Importe angewiesen war bei desolater Wirtschaftskraft. Das hätte damals auch jeder gewusst, selbst der damalige Premier Papandreou d.Ä. habe gesagt, der EG-Beitritt sei ein Fehler gewesen. Ein echtes Schätzchen dieser Bericht.


6.8.2015

 

 

Oswald Metzger rückt Keynes und in seiner Folge die Anmaßung der angloamerikanischen Finanzwelt ("Spardiktat der Austeritätspolitik") zurecht.

10.8.2015

 

 

Hier eine kurze Zwischenbilanz, was da gelaufen ist und aktuell läuft in Sachen "Rettungspakete".

20.8.2015

 


Günter Ederer und seine ganz spezielle Besprechung des Buches von Klaus-Peter Willsch mit den gewohnt spitzen Spitzen an die Adresse der Athener Oligarchie. Super.

5.10.2015

 

 

Die Rente mit 70 auch ohne neues Gesetz? Ja, sagt Dyrk Scherff und macht die Draghi´schen Minizinsen dafür verantwortlich, weil die Kohle ansonsten nicht reicht. Eine weitere segensreiche Folge der sog. Eurorettung.

5.10.2015

 

 

Die europäische Einlagensicherung ist in trockenen Tüchern. Damit wird der deutsche Sparer und Steuerzahler nicht mehr nur für die Rettung von Staaten, sondern auch deren Banken herangezogen. Die gute Nachricht - man muss nicht zusätzlich was einzahlen. Das was im deutschen Topf ist reicht fürs Erste fürs Verplempern. 

 

 

Ja, trotz "Köln" - es gibt sie noch die Euro-Krise. Hier äußert sich der Generalsekretär des Wirtschauftsausschusses der CDU zu Athen und die sog. Reformbemühungen.

18.1.2016

 

 

Jetzt ist es amtlich. Schäuble hat - von niemandem erkannt - heimlich, still und leise die deutsche Einlagensicherung an europäische Banken verschachert. Der deutsche Sparer wird nun restlos ausgeplündert.

 

 

Zitat:

 

 

"... Die Folgen sind gravierend und bedeuten, dass es weder eines EU- oder Bundestagsbeschlusses bedarf, um den EU-Banken SCHON HEUTE die Möglichkeit zu geben, 2.000 Milliarden Euro der deutschen Sparer als Kredit-Sicherheiten zu verwenden. Die Banken werden in der Praxis bei der Kredit-Vergabe auf den Schäuble-Text verweisen und können so über die deutschen Sparguthaben verfügen. Ein Banker sagt: „Eine derartige Mitteilung des Bundesfinanz-ministers ist rechtlich für uns wasserdicht. Sie bedeutet für die Banken bares Geld...“

 

 

 

Der Mann ist ein Verbrecher.

 

 

27.1.2016

 

 


Und ist der Ruf erst ruiniert, ... Herr Varoufakis ist wieder da!

16.2.2016

 

 

 

"Der Euro ist in seiner ursprünglichen Form gescheitert". Er bedürfe nun einer "Generalüberholung". Eine Analyse der FAZ. Für eine Versöhnung wäre es aber unabdingbar, dass manche von ihrem hohen Ross herunterstiegen und konzedierten, dass man kein Europagegner war, wenn man genau diesen Verlauf für naheliegend hielt. Wie katastrophal die Lage derzeit ist zeigt dr Umstand, dass der EZB-Leitzins seit einigen Tagen bei 0,0% angekommen ist und offen über sog. Helikoptergeld gesprochen wird, was nach allgemeiner Meinung ein Synonym für Verzweiflung ist.

18.3.2016

 

 

 

"Helikoptergeld" heißt die neue Bazooka vom Herrn Draghi  ("ein interessantes Konzept") und was Dirk Maxeiner davon hält, sagt er hier:

" ... Der Weg, den Menschen Gutes zu tun, indem man sie einfach in Ruhe und möglichst viel Geld in ihrem Portemonnaie lässt, fällt also leider flach. Deshalb muss man es weiter einsammeln, um es anschließend mit dem Helikopter wieder abzuwerfen. Weil man aber gar nicht so viel einsammeln kann, wie man abwerfen muss, bleibt nix anderes übrig als Geld zu drucken. Oder so zu tun, als ob man es druckt, das nennt sich dann der bargeldlose Helikopter-Abwurf. Mir kommt das vollkommen bekloppt vor, aber ich bin auch kein Professor der Ökonomie...".

6.4.2016

 

 

 

100% Privatisierungen hat Tsipras versprochen, stolze 5% sind es geworden.

Es gibt den Begriff des "griechischen Feuers", gibt es auch eine Kategorie wie  das "griechische Versprechens-Duett"? Wenn nicht, sollte sie schleunigst in den Sprachschatz aufgenommen werden.

Definitionsgemäß müsste es es sich dabei um den Minnegesang eines papagalloartigen Pfauen an die Adresse einer fetten häßlichen Matrone ohne Spiegel und Gehör handeln. Oder so.

6.4.2016

 

 

 

Offene und verdeckte Schuldenschnitte.

Hier kann man nachlesen, wie viel Geld Athen schon geschenkt bekam, ohne dass das auch nur ein Jota genützt hätte.

10.4.2016

 

 

"Haltet den Dieb" rufen die Diebe. Die Unionsparteien bliesen zur "Attacke auf die EZB-Politik". Die würde ja die Altersversorgung der Deutschen und deren Spargroschen entwerten.

Ach, sag bloß, wie das denn? 

Scheinheiliger und ekliger geht´s nicht mehr.

Erst Draghi mit der Bazooka ausstatten, damit der Zeit verschafft, anschließend alles plattmachen, was Kritik und Bedenken anmeldet, hiernach die Zeit nicht nutzen, die man gewährt bekam und nun den eigenen Laufburschen zum (natürlich allein) Schuldigen machen. Wem jetzt nicht schlecht wird bei diesen Heuchlern, dem ist nicht zu helfen.


10.4.2016

 

 

 

 

"Es ist entscheidend, die Spekulationen über die griechische Mitgliedschaft in der Euro-Zone entschlossen zu beenden indem man sicherstellt, dass die Maßnahmen, um Griechenland nachhaltig aufzustellen, nicht von Überprüfungen in den kommenden Jahren abhängen wird". So wird der IWF in einem angesichts der aktuellen Agonie der griechischen Volkswirtschaft der Überschrift nach eher hoffnungsfroh stimmenden Artikel mit dem Titel "Fünf Gründe, warum die Griechenrettung gescheitert ist", am Ende zitiert.

Das ist Carte blanche für Tsipras für völliges Nichtstun und moral hazard jedweder Ausprägung. Wie die Merkel-Regierung bereits eingeräumt hat, sind sämtliche Gelder ohenhin verloren.

Business as usual möchte man meinen, wäre da nicht die "Umsetzung  EU-weiter Standards" (was immer das für Rechtskonstrukte sein mögen) für Banken bei der Vergaben von Immobilienkrediten ab dem 21.3.2016. Was da so harmlos formuliert und mit der Pflicht der Banken zu "besserer beratung" verknüpft untergejubelt wird, ist nichts anderes als die Abkoppelung des Immobilienwerts von der Kreditentscheidung. Um das Entstehen von Immobilienblasen zu verhindern, hat man als junge Familie oder älterer Mitbürger kaum noch Möglichkeiten, einigermaßen kommod an Darlehen zu kommen, obgleich mir nicht erinnerlich ist, dass die Deutschen vor 2008 durchschnittlich fünf Häuser ihr eigen genannt hätten.

Eine weitere masslose Gängelung des Bürgers also, die um so beschissener wirkt, wenn man sich vergegenmwärtigt, wie lax und vorsätzlich schlampig mit internationalen Schuldern umgegangen wird.

25.5.2016

 

 

 

Nicolaus Fest: "Laut der berühmten Rede Richard von Weizsäckers zum 8. Mai erwächst aus den Taten der Nazis zwar keine Kollektivschuld für nachfolgende Generationen, doch bleibt eine Art Verantwortung. Bei der EZB ist es genau umgekehrt."

27.5.2016

 

 

 

 

So ist das halt, wenn man Politik ohne Grundsätze, ohne Strategie, nach Daffke und Pegel der eigenen Magensäure macht - es tut einer jeder, was er will, sanktionslos.

Frankreich bricht munter die Stabilitätsregeln und alles was Insolvenzverwalter Juncker einfällt ist - "Weil es Frankreich ist".

Das ist Realpolitik, keine Frage, dann soll man aber nicht so tun, als habe man einen belastbaren Plan (und fahre nicht mit Volldampf durch den Nebel mit einem von den Bürgern nur gemieteten Kahn) und vor allem irgendwelche ohne Lupe erkennbare Grundsätze und herausragenden Werte, die man hochhalte.

Die Choreografie ist übrigens auch die gleiche - Dijsselbloem rüffelt - vorgeblich - Juncker und Folgen hat das wie üblich nicht.

4.6.2016

 

 

 

Exzellente Erwiderung von Peter Gauland auf die hysterische Behauptung, ohne die EU ginge die Welt unter.

6.6.2016

 

Hier geht´s zur Sitemap.