Über den syrischen Bürgerkrieg muss man niemandem mehr etwas sagen, die Schreckensbilder flimmern jeden Abend über die Glotze. Leichenberge, Tausende toter Kinder, Flüchtlingsströme biblischen Ausmaßes und Giftgas, es ist das Grauen. Diskutiert wird dabei im Westen wie fast üblich aber primär über die Berechtigung der USA, dort militärisch einzugreifen, was mich leicht an die Debatte vor ihrem Tätigwerden im ehemaligen Jugoslawien erinnert. 

Angeblich droht der Iran nun mit Terroraktionen gegen die USA, sollten die dort eingreifen, findet aber nichts dabei, das abgewrackte Regime Assad mit eigenen Kämpfern, Waffen und Kohle zu stützen. Das hat dann zur Folge, dass im friedfertigen Islam die schiitische Achse Syrien, Iran, Hisbollah u. a. mit irakischstämmigem Kanonenfutter gegen die sunnitischen Aufständischen antritt und jede Regel zur Kriegsführung mit Füßen getreten wird. 

Hört man was von den heiligen Herrn des Islam? Bis jetzt nicht, soweit ich das beurteilen kann, hüben wie drüben agiert man sicher im Dienste der guten Sache. Und da regen sich manche über das "deus lo vult" der Kreuzzüge auf.

Und ach ja, der Deutschlandfunk plädiert für eine neue Iran-Politik angesichts der aktuellen "Charmeoffensive" des neuen Premiers Rohani. Irre. 

6.9.2013



Für die Menschen rund um das Dorf Ghassanieh, seit längerem von islamistischen "Widerstandskämpfern" terrorisiert, war das Antonius-Kloster der Franziskaner ein Ort der Ruhe.

Am 23.6.2013 nun wurde das Kloster von Islamisten gestürmt und die Mönche vor die Tore gezerrt. Anschließend wurden die Handykameras gezückt und gefilmt, wie dem Mönch Francois Mourad mit einem armlangen Messer der Kopf abgeschnitten wurde, sehr zur Freude der Umstehenden, zu denen auch Kinder gehörten.

Die Vorgehensweise hat die bekannte Methode und ist gute islamistische Tradition, durch besonders abstoßende Taten Angst und Schrecken beim militärischen oder politischen Gegner, aber daneben auch bei Anhängern anderer Konfessionen auszulösen.

Dazu passt, dass sich mittlerweile die syrischen Kurden massiv primär gegen die al-Nusrah-Front, salafistischen Extremisten, zur Wehr setzen müssen. Diese Leute kennen nur Terror, Barbarei und Mord, sie dulden nichts und niemanden neben sich. Das sollte man berücksichtigen, wenn man darüber nachdenkt, ob man sie mit Waffen beliefert. 

13.10.2013


Dazu passt die Meldung, Islamisten von al-Nusrah hätten Anfang August 2013 im Nordwesten Syriens fast 200 Alawiten ermordet, eine religiöse Minderheit, die offensichtlich das Pech hat, dass Herr Assad ihr auch angehört. Anderen Orts nennt man so etwas Massenmord und Säuberung.

14.10.2013


Syrien-Konferenz in Montreal und niemand sieht Land. Der UN-Generalsekretär hat den Iran erst eingeladen, um ihn einen Tag später wieder auszuladen, was das ganze UN-Diplomatie-Dilemma offen legt. Die syrische Opposition ist mit Vertretern vor Ort, von denen nur klar ist, dass sie allenfalls für versprengte Minderheiten sprechen können. 

Auffällig dabei aber, dass der schiitische Iran Assad mit Waffen und sicher auch manpower unterstützt, während die islamistische Dschihad-Soldateska sunnitischen Glaubens ist und deshalb auch von Saudi-Arabien unterstützt wird, das umso mehr als die USA keinen Grund für ein stärkeres Engagement sehen. Von der EU redet sowieso niemand, wenn´s eng wird.

Man soll zwar nicht zu schnell mit dem Begriff des Religionskrieges sein, es passt hier aber, denn ein reiner "Stellvertreterkrieg" ist das nicht, hier ringen zwei bis aufs Blut miteinander verfeindete muslimische Glaubens-richtungen gegeneinander, das zeigt auch die Behandlung speziell der Christen im Lande. 

Man spricht übrigens mittlerweile von ca. 130.000 Toten in diesem Krieg mit Millionen von Flüchtlingen und wie immer trifft es speziell die Schwächsten. Und um dem Ganzen die Krone aufzusetzen wird derzeit bekannt, dass Assads Schergen etwa 10.000 Gefangene gefoltert und dann umgebracht haben sollen. 

22.1.2014


Kalifat im Reagenzglas - die Islamisten der ISIS ziehen derzeit in der nordsyrischen Provinz Rakka ein Minikalifat auf, inklusive aller wunderbarer Errungenschaften des 7. Jahrhundert wie Kopfsteuer für Christen (soweit noch am Leben), damit sie "Schutz" genießen können. Und hier gibt es ein unter Lebensgefahr heimlich gedrehtes Video aus Rakka unter dem IS. 

28.2.2014


Der ehemalige US-Verteidigungsminister Leon Panetta prophezeit unter Hinweis auf das Wüten und die Schlagkraft des IS eine Art 30jährigen Krieg im Nahen und Mittleren Osten.

9.10.2014



Der IS hat - nur eine von zahlreichen Massakern und Verbrechen gegen die Menschlichkeit - nun 18 syrische Soldaten vor laufender Kamera enthaupten lassen. Unter den Tätern nach Recherchen westlicher Geheimdienste (mindestens) ein Franzose, ein Däne, ein Australier und ein Engländer. Aus diesem Holz geschnitzt sind die de Maizière´schen "Söhne", für die ich die Vaterschaft strikt ablehne, mit denen wir uns aber werden auseinandersetzen müssen, wenn sie in ihre Heimatländer zurückkehren, es sei denn, es gelingt vorher, sie vor Ort umzubringen, was ich hoffe.

18.11.2014



Der IS wandelt direkt auf den Spuren der Nazis. Selbst die verbalen Eiertänzer der UN sprechen von "Todeslager", "tiefste Hölle" und "Katastrophe epischen Ausmasses", wenn die Rede auf das Flüchtlingslager Jarmuk südlich Damaskus kommt. Die bestialischen Greuel im übrigen "Staatsgebiet" des IS schaffen es in Folge ihrer Anzahl mittlerweile nicht mehr über Seite 3 der Tagesblätter hinaus. 

10.4.2015

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