Dieser Tage besuchte Präsident Obama Irland, um vor Ort nachzuschauen, von wo aus im präkambrischen Zeitalter seine Vorfahren ausgewandert sind.  


Da er dazu keine Monatskarte für den Öffentlichen Nahverkehr lösen muss, schwebte unter anderem auch sein Dienstgefährt ein, locker-flockig „The Beast“ genannt.

 

„The Beast“ ist etwa 250 Meter lang, dicker gepanzert als der Führerbunker und soll angeblich solchen Fährnissen wie dem Beschuss mit automatischen Waffen und Raketen, dem Angriff mit chemischen Waffen sowie Parteitagsreden von Claudia Roth widerstehen können.

 

Als Obama nun vom Hof der US-Botschaft in Dublin rollen wollte, hatte man sicher an alles gedacht, nur nicht an den Umstand, dass man zumindest in Europa zweiflügelige Tore in der Mitte schließt. Folglich befand sich mitten auf der Ausfahrt der obligate, im Boden versenkte Haken.

 

Als der Konvoi des Präsidenten vom Hof zu rollen begann, hörte man schon vom vorausfahrenden Begleitfahrzeug - meines Erachtens einem BMW - ein zumindest die deutsche Autofahrerseele marterndes Schrappen.


„The Beast“  folgte, erreichte den Haken, blieb mit einem Ruck liegen und wirkte mit den ausgestellten Vorderrädern wie ein geistesschwacher gestrandeter Seeelefant. Flugs wurde ein Bus mit getönten Scheiben vorgefahren, um die Peinlichkeit zu kaschieren.


Der Präsident zog in den Zwilling von „The Beast“ um und die Weiterfahrt gelang.

 

Nun kann man davon ausgehen, dass jeder, der mit dem Präsidenten auch nur entfernt in Kontakt kommt, familienhistorisch bis zur letzten Hexenverbrennung überprüft und sodann verpflichtet wird, unter anderem eine Stuhlprobe abzugeben.


Verschweißte Kanaldeckel und Horden ausschwärmender, pilotenbebrillter Muskelpakete sind wir schon auf Grund diverser Deutschlandbesuche von US-Präsidenten ja gewohnt.

 

Ein Wunderwerk der Fahrzeugtechnik dann aber an einem simplen Haken in der Hofeinfahrt aufzuhängen ist beachtlich und ich mag mir gar nicht vorstellen, wer da alles in verantwortlicher Position jetzt vor Angst Fieber bekommt, unter anderem auch deshalb, weil man das übergewichtige Straßenmonster ganz offensichtlich schon mittels eines Hakens für zwofuffzich bei Obi  außer Gefecht setzen kann.

September 2011

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25.5.11

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