"Ich habe sie nicht getötet, sondern ihr eher geholfen, Selbstmord zu begehen und die Todesstrafe zu verhängen, zu der sie sich selbst verurteilt hatte. Ich tat es, um mit ihrem Blut die Familienehre rein zu waschen, die wir durch sie verloren hatten und um den Willen der Gesellschaft zu erfüllen, die andernfalls keine Gnade für mich aufgebracht hätte ... Die Gesellschaft hat uns von Kindesbeinen an gelehrt, dass Blut der einzige Weg ist, um die Ehre rein zu waschen..", sagte ein 25jähriger Palästinenser, der seine Schwester aus Gründen der Ehre mit einem Seil erhängte.

Ganz ähnlich ein anderer junger Palästinenser zur Ermordung seiner Schwester: "Ich mußte sie töten, weil ich das älteste [männliche] Familienmitglied war. Mein einziges Motiv bei ihrer Tötung war [mein Wunsch], dass die Leute endlich mit ihrem Gerede aufhören sollten. Sie warfen mir vor, dass ich sie zu unzüchtigem Verhalten ermutigte ... Ich ließ sie ihre Todesart auswählen: Entweder würde ich ihr die Kehle aufschlitzen oder sie vergiften. Sie entschied sich für das Gift".

Abgesehen von der unmenschlichen Brutalität, die aus diesen atavistisch anmutenden gräßlichen Mordtaten spricht, zeigt sich auch, wie sehr die Täter selbst in diesen irrsinnigen Kreislauf gezwungen sind. Das entschuldigt die Taten in keiner Weise, zeigt aber die ganze Perversion dieses "Werte"-Systems.

Sogar die Mutter aller politisch korrekten Nachrichten-sendungen (der Vater ist unzweifelhaft Claus Kleber), die RTL-Nachrichten, haben vor wenigen Tagen ausdrücklich die Ehrenmorde in den Palästinensergebieten gegeißelt und mitgeteilt, man komme dort als Mörder durchaus nicht nur in Einzefällen mit einer Bewährungsstrafe von drei bis sechs Monaten davon, wenn "die Ehre" den Grund für diese bestialischen Morde darstellt. Sehr häufig würden die Taten aber auch gar nicht verfolgt, Frauen seien ohne Schutz.

Diese Verbrechen nehmen zu, meiner Einschätzung nach in gleichem Maße, wie sich der Islam in seiner aggressiven Form aller Orten erhebt und auf seine Legitimation als einzig wahre und das gesamte Leben bestimmende Funktion pocht

Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) hat sich in dieser Stellungnahme am Problem versucht und zu den Hintergründen von Ehrenmorden ausgeführt und das nicht nur bezogen auf Palästina.

Die "Ehrenmord-Tradition" sei älter als der Islam und könne nicht direkt mit dem Koran, der Sunna oder der Hadithen legitimiert werden, es sei aber augenfällig, dass so etwas praktisch ausschließlich in islamischen Gesellschaften und zwar keineswegs nur in einfacheren Schichten oder auf dem Land vorkomme. Die Struktur islamischer Gesellschaften begünstigten diese Dinge auch:

"... Als verstärkender Faktor für das Ungleichgewicht zwischen Mann und Frau in islamischen Ländern kommt die im islamischen Eherecht verankerte Forderung nach Gehorsam der Ehefrau ihrem Ehemann gegenüber hinzu, fußend auf Sure 4,34 und zahlreichen Überlieferungen Muhammads, die die herausgehobene rechtliche und gesellschaftliche Stellung des Mannes betonen und nach überwiegender traditioneller Meinung muslimischer Theologen sogar eine "maßvolle" Züchtigung der Ehefrau im Konfliktfall mit einschließen (vgl. Sure 4,34).

Auch wenn manche Theologen diese Deutung ablehnen und in modernen muslimischen Familien die Praxis anders aussieht, schaffen die tradierten Texte und konservativen Auslegungen in islamisch-patriarchalischen Gesellschaften doch ein Klima, in dem Gewalt gegen Frauen ebenso vielfach toleriert und als zum normalen Alltag gehörig betrachtet wird wie das Gehorsamsprinzip und die Einschränkung von Frauenrechten, z. B. in Bezug auf Bildung, auf Selbstbestimmung und persönliche Freiheiten.

Muslimische Theologen betonen insbesondere die Pflicht zum sexuellen Gehorsam der Frau als eine der Grundkomponenten der ehelichen Nachordnung der Frau; ein Faktor, der das gesellschaftliche Bewußtsein für ihre untergeordnete Stellung sowie für die weisungsberechtigte Position des Mannes mit prägt.

Mag sich diese Sicht und Praxis auch in der städtischen Oberschicht graduell verändert haben, gilt sie doch nach wie vor für große Teile der muslimischen Gesellschaften fast unangefochten. Dort schafft eine vorindustrielle, strukturell wenig entwickelte, kollektivistisch ausgerichtete Gesellschaft und eine patriarchalisch und an den Werten des traditionellen Islam ausgerichtete Lebensweise und Kultur ein Klima, das der Frau die alleinige Verantwortung für die Wahrung der Ehre zuweist, auch wenn der Koran und die muslimische Theologie vor- und außereheliche Beziehungen mit der Steinigung bzw. Auspeitschung für Mann und Frau unter dieselbe Strafe stellen.

In der Praxis wird jedoch in einem solchen Umfeld der Frau einseitig die Verantwortung für die Aufrechterhaltung der Moral zugewiesen, wobei die Kultur und Tradition eine größere Rolle spielen als die orthodoxe Theologie.

Eine mit islamischen Werten begründete traditionell-konservative Auffassung der Rolle der Frau schafft also ein begünstigendes Klima für die Kontrolle der Frau, für die Legitimierung der Anwendung von Gewalt und damit in gewisser Weise auch für den Ehrenmord. Zwar haben sich in verschiedenen Ländern hin und wieder religiöse Führerpersönlichkeiten gegen den Ehrenmord ausgesprochen. Ihre Worte führen aber nicht zu einem grundsätzlichen gesellschaftlichen Umdenken, da die "gefühlte" Berechtigung für den Ehrenmord leider groß ist.

Humus für den Ehrenmord ist auch die im traditionellen Islam praktizierte Geschlechtertrennung , die strikte Trennung der Bereiche, in denen sich Männer und Frauen in einer Gesellschaft bewegen dürfen. Männern ist hier der öffentliche Bereich vorbehalten (das Café, die Straße, die Moschee), Frauen die Familie und das häusliche Umfeld.

In traditionellen Familien bleiben Frauen so weit wie möglich zu Hause und gehen nur in dringenden Angelegenheiten, und dann bedeckt oder verschleiert und selten unbegleitet - aus. In diesem Umfeld gilt die Moral einer Gesellschaft nur dann als gewährleistet, wenn die Geschlechtertrennung möglichst vollständig praktiziert wird und die Frau dem Mann auf diese Weise keinen Anlass zu Unmoral und Verführung gibt.

Auch die Geschlechtertrennung , bzw. Beschränkung der Frau auf den häuslichen Bereich so weit wie möglich, weist der Frau die alleinige Verantwortung für die Aufrechterhaltung der öffentlichen Moral zu. 

31.12.2013

 

Für den Völkerrechtsexperten Claus Kress begeht derzeit nur die Hamas Völkerrechtsverbrechen, nicht aber das sich unstreitig wehrende Israel. 

30.7.2014

 

Endlich Waffenruhe und Verhandlungen möchte man meinen. Israel hatte während der bis heute Morgen laufenden Verhandlungen in Kairo vorgeschlagen, bis kommenden Montag, also noch drei Tage zu verlängern. Weit gefehlt, seit heute Morgen  feuert die Hamas wieder Raketen auf Israel. Netanjahu wartete 2 1/2 Stunden ab, ehe er Gegenschläge anordnete. Ein 10jähriger palästinensischer Junge starb dabei. Vorausgegangen waren von der Hamas organisierte "Siegesfeiern" in den Straßen von Gaza-Stadt, die in der FAZ völlig zu recht als "widerwärtig" bezeichnet werden angesichts der vielen Toten. Deutlicher kann man sich nicht selbst entlarven. 

8.8.2014

 

 

 

 

Was sagt uns dieses Bild mit Jürgen Todenhöfer? 

Ein resigniert wirkender älterer Herr "in den besten Jahren" sitzt in den Trümmern eines von Israelis zerbombten Wohnhaus in Gaza. Hier sind Menschen, vor allem Kinder gestorben, sagen uns Miene und herumliegende Spielzeuge. Merkwürdig nur, dass die Spielzeuge weder verstaubt noch beschädigt sind und sich genau die Puppe, die rechts von Todenhöfer liegt, auf dem Bild mit den Trümmern oben ebenfalls befindet und zwar in dem Zustand, in dem sie im Spielzeugladen erworben wurde. Man muss sich das mal rein tun - die Hamas hat sich die Vernichtung des Staates Israel und seiner Bürger satzungsmäßig vorgegeben, sie gilt nach deutschem Recht als Terrororganisation und dieser Mensch lässt sich vor DIESEN Karren spannen? Er ist - vermutlich, Zweifel sind allerdings angebracht - zu intelligent, um den nützlichen Idioten abzugeben, also steckt Vorsatz und kaum kaschierter Antisemitismus dahinter. Ich habe Jürgen Todenhöfer viel vermacht, dass er aber einen persönlichen Krieg der Bilder gegen Israel auf diese widerwärtige Weise führt, ist ekelerregend und desavouiert diesen Mann für mich für alle Zeiten. 

29.8.2014

Das Interview mit Weihbischof William Shomali zum Exodus der Christen aus dem Heiligen Land.

26.12.2014

Hier ein extrem lesenswerter Artikel von Matti Friedman, den Alan Posener für die WELT übersetzt hat. Er eröffnet einen guten Blick auf die Berichterstattung der Nahost-Reporter und der Art, wie beispielsweise die Hamas diese Berichterstattung beeinflusst. 

3.1.2015

Weil sich die Regierenden in Palästina so gerne als Opfer präsentieren: Die EU bezahlte zwischen 2008 und 2012 mittels des Programms "Pegase" ca. eine Milliarde Euro an die Hamas-Regierung für die Entlohnung von Beamten, die aber gar nicht zur Arbeit gingen. Es handelt sich dabei um Beamte der Palästinensischen Autonomiebehörde von Herrn Abbas, die bekanntlich von der Hamas aus Gaza vertrieben wurde. Rechenschaft über die Verwendung der Mittel wurde offensichtlich nicht gefordert. Man erhofft sich von den Zahlungen, dass irgendwie nicht noch mehr Palästinenser radikalisiert werden. Insgesamt sind seit 1994 5,6 Milliarden Euro von der EU "für die palästinensische Bevölkerung" bezahlt worden. man habe übrigens "keine Anhaltspunkte für Korruption oder Misswirtschaft".

28.6.2015

 

 

Wie die FAZ mitteilt, wächst im Westjordanland der Widerstand gegen die als Teil der eigenen Kultur angesehenen Ehrenmorde an Frauen, die nicht oder nur sehr nachlässig verfolgt werden. Die Polizei ist ebenso wie die Justiz Teil des Problems.

11.8.2015


Die Palästinenser haben offensichtlich israelischen Zivilisten direkt den (Terror)Krieg erklärt, anders lässt sich nicht erklären, dass es seit Tagen zu heimtückischen Messerangriffen mitten in israelischen Städten kommt. Eine Schande!

13.10.2015


Vier Tote und viele Verletzte in Tel Aviv durch zwei palästionensische Gunmen und die Hamas feiert.
9.6.2016


UN-Schulen in Palästina, finanziert vor allem mit dem Geld der sog. freien Welt und die Schüler kreischen, sie wollten Juden töten und für den IS morden? Man stelle sich vor, das wäre umgekehrt gelaufen in einer israelischen Schule (die sich übrigens ihre eigenen Schulen leisten können).


20.6.2016


Wir segnen jeden Tropfen Blut, der für Jerusalem verschüttet worden ist, das sauberes und reines Blut ist, Blut vergossen für Allah, so Allah will. Jeder Märtyrer wird das Paradies erreichen und alle Verwundeten werden von Allah belohnt.” Mahmut Abbas nicht 1971, sondern neulich.

Hier geht´s zur Sitemap.