Bulletin der Abteilung "Schneeregentropfen, die an meine Nerven klopfen"!

25. März im Jahre des Herrn Zwotausendundreizehn:

Nur noch ausgemachte Rindviecher können nach dem morgendlichen Blick aus dem Fenster und auf´s Thermometer in Abrede stellen, dass die CO2-Klima-katastrophe unwiderruflich da ist.
Klar ist deshalb, dass die Polkappen schlichtweg keinen Bock mehr haben, an Orten, deren Namen niemand unfallfrei in den Schnee pinkeln kann, unbemerkt die ultimative Biege zu machen.

Nein, sie kommen - s.o. Blick aus dem Fenster - persönlich vorbei, um uns daran zu erinnern, dass wir sie mit unseren Glühbirnen gemeuchelt haben. Ist nur fair.

 

 

 

 

 

 

Dienstagmorgen und die Bluthunde fetzen immer noch an Vettels Gasfuß herum.

 

 

Denken wir daran, dass tout le monde dem Jungen bei jeder sich bietenden Gelegenheit in den Allerwertesten gekrochen ist und im Rennen Adrenalinwerte herrschen, mit denen man jedes Amish-Dorf ins Superbowl-Finale führen könnte.

 

 

Und denken wir daran, wie viele Kerben unser Nationalheroe Schumacher im Colt hat.

 

 

Er und Vettel weisen nun einmal gewisse Genmutationen auf, über die Nico Rosberg offensichtlich nicht verfügt, weshalb der wahrscheinlich auch nie Weltmeister wird.

 

 

Also äh Seb: Zur Seite treten und die Lawine zu Tal donnern lassen.

 

 

26.3.2013

 

Wie hat man einer bestimmten gesellschaftlichen Entwicklung zu begegnen?

 

 

Zunächst einmal gibt es gewöhnlich eine gefühlte Realität (Stufe 1), besonders ausgeprägt im Zusammenhang mit Kriminalität. Gefühlte Realität löst ebenso regelmäßig gewisse gesellschaftliche Erschütterungen aus und deshalb muss reagiert werden.

 

 

Das sollte in der Regel durch Ermittlung des Ist-Zustandes geschehen, folglich wären Studien in Auftrag zu geben. 

Nun sind Studien sehr oft – gewollt oder ungewollt – davon beeinflusst, wer sie in Auftrag gegeben hat. 

 

 

Folglich kann die Lösung nur darin bestehen, die Erkenntnisgrundlagen zu verbreitern und mehrere Studien zu erheben, die dann eine Metaanalyse zulassen,wie das etwa im Bereich der Medizin über die Cochrane-Institute praktiziert wird. 

 

 

Das führt dann zu einem hoffentlich oder wahrscheinlich hinreichend validen Ergebnis und schafft eine Grundlage für jetzt zu treffende Entscheidungen (Stufe 2).

 

 

Nota bene: Nicht gemeint sind übrigens zuletzt grassierende „Studien“, die erfassen, was ein bestimmter – in der Regel von vornherein „benachteiligter“ - Teil der Bevölkerung „meint“oder „fühlt“. Das wäre dann Stufe 0.

 

 

Von diesen „Studien“ profitieren nur die beauftragten Institute und RTL.

 

 

An dieser Stelle wird man anmerken müssen, dass hinreichend gesicherten Erkenntnissen seriöser Studien aller Wahrscheinlichkeit nach mathematische (statistische) Berechnungsmodelle zu Grunde liegen. Oder müssten, denn Mathematik ist unbestechlich und völlig frei von jeder Moral.

 

 

Da gesellschaftliche Abläufe komplex sind, ihre Steuerung sehr viele anderen, vom Problem durchaus unabhängige Faktoren berücksichtigen müssen und last not least Menschen keine Maschinen sind (die meisten zumindest), gibt es keine einfachen Lösungen für den wissenschaftlich eruierten Problemkreis.

 

 

Diese Lösungen (Stufe 3) sind dann zwangsläufig auch abhängig von der Perspektive der Entscheidungsträger auf das, was die Gesellschaft ausmacht und damit ebenso zwangsläufig von der jeweiligen   politischen Heimat. Hier wird der eine Politiker völlig andere gesellschaftlichen Aufgabenstellungen für den Staat sehen als der andere. Hier mag dann Moral und Gesellschaftsverständnis eine Rolle spielen, in Ordnung.

 

 

Leider krankt die Diskussion über echte und vermeintliche gesellschaftliche Schieflagen in den vergangenen Jahren  unter anderem daran, dass man Elemente, die ausschließlich und zwingend auf Stufe 3 angesiedelt sein dürfen, bereits auf Stufe 2 verwurstet.

 

 

Die gänzlich unbestechliche Mathematik soll dabei in ein moralisches Koordinatensystem gepresst werden, um gesellschaftliche Diskussionen über mögliche Ergebnisse von vornherein zu unterbinden oder diese für möglich gehaltenen Ergebnisse  a priori  in jeder denkbaren Weise zu diskreditieren. 

 

 

Grund: Es kann nicht sein, was nicht sein darf. 

 

 

Beispielhaft genannt sind Gewalttaten Jugendlicher aus dem türkischen oder arabischen Kulturraum.

 

 

Das ist genauso, als würde man bei einem Nettoeinkommen von 3.000,00 Euro pro Monat regelmäßig für 4.000,00 Euro im Monat einkaufen und argumentieren, auch bei dieser Konstellation rutsche man deshalb nicht in die Pleite, weil dann die Nachbarn schlecht über einen reden. Es ist klar, dass so etwas nicht funktionieren kann, es ist sogar gefährlich.

 

 

Und als sei das für eine Gesellschaft, die sich für tolerant, fortschrittlich und intellektuell hochstehend hält  noch nicht genug an Armutszeugnis, geht man für bestimmte andere Bereiche dazu über, Ergebnisse der Stufe 2 einfach zu unterstellen, die so gar nicht existieren oder einer Metaanalyse nicht standhalten  würden, ich erwähne hier nur die unsägliche Taschenspielertricks-„Studie“ der Friedrich-Ebert-Stiftung oder die Argumentation in der Klimadebatte. 

 

 

Die mangelnde Faktenlage wird in diesem Zusammenhang ausdrücklich– wenn auch stillschweigend – begrüßt und hierauf aufbauend das moralische Gattersystem errichtet, durch das die Schafherde in die gewünschte Richtung geschleust wird.

 

 

Soweit das nicht möglich ist, werden tatsächlich vorliegende, der eigenen Sache aber nicht dienende Erkenntnisse komplett ignoriert oder – sofern das nicht möglich ist – marginalisiert und verächtlich gemacht.

 

 

Man überhöht also hie, um da zu ignorieren.

 

 

Das Ganze ist ja auch deshalb ein reiner Treppenwitz, weil diese Gesellschaft das „Gleich“ in den Rang eines Goldenen Kalbs erhoben hat, in einem für das Zusammenleben äußerst wichtigen, oben dargestellten Kontext aber zu 100% konterkariert.

 

 

 Das System muss also wieder vom moralgetränkten Kopf auf die platten Füße gestellt werden.

 

 

Erhebungen werden zu Ergebnissen kommen, die nicht allen gefallen.

 

 

Statistisch gesehen war im Mai 1945 das durchschnittliche deutsche Haus etwa 1,20 m hoch. Das sagt alles und nichts. 

 

 

Übertragen auf heute wird man feststellen müssen, dass es weite Teile in unserem Land gibt, in denen rechtsextreme Vereinigungen völlig inakzeptablen Einfluss auf das Leben vor allem ihrer ausländischen Mitbürger im Dorf, in der Stadt, im Landkreis haben. Ebenso gibt es Bezirke, in denen es unerlässlich ist, einen migrantischen, muslimischen Hintergrund zu haben um am Leben zubleiben.

 

 

In der Regel befinden sich diese Kampfzonen aber außerhalb des persönlichen Erlebens abgehobener und zu oft unfähiger Polit-Polyphems. Entsprechend sind dann auch die Ergebnisse und Inhalte ihrer „Korrekturversuche“ samt Weichspülsonntagsreden, aber kein Politikerbashing an dieser Stelle, jedes Volk hat die Vertreter die es verdient.

 

 

In dem friedfertigsten,aufgeklärtesten und fortschrittlichsten Deutschland, das es jemals gegeben hat, beginnen wir in einer Art Gesellschaftssatire zu leben, in der  sich ein Volk vor lauter als Pluralismus und Toleranz getarnter Feigheit, Saturiertheit und soziokultureller Dekadenz selbst ein Korsett anlegt, das ihm genau die Luft abschnürt, die es braucht, um sich Klarheit über Entwicklungen zu verschaffen, aber auch, um abweichende Meinungen laut zu artikulieren. Art. 5 ist bekanntlich im Belagerungszustand.

 

 

Oder um es anders zu sagen –in welchem Zustand befindet sich eine Gesellschaft, die sich bei dieser Ausgangslage eine Diskussion über Toilettenhäuschen für sexuell Unentschlossene aufzwingen lässt?  

7.4.2013

 

 

Nach der Entscheidung des BVerfG zur Sitzplatzreservierung beim NSU-Prozess werden die üblichen Verdächtigen aus ihren Löchern kriechen und krakeelen, ich habe es ja gleich gesagt.

Das muss man mit Demut ertragen, wir jedenfalls haben dieses Meinungsfreiheitsdingens verinnerlicht.

 

 

 

Aber ist die Krakeelerei denn sachlich richtig?

 

 

Nein.

Was wir erlebt haben ist ein Beispiel für ein funktionierendes checks-and-balances-System.

Das OLG München vertrat zur Frage Organisation der Sitzplatzverteilung eine rechtlich korrekte, politisch und - wie so oft - moralisch aber umstrittene Auffassung. 

 

 

 

Das löste einen Medienhype aus, der sich gewaschen hatte und schwächere Vorsitzende hätten vielleicht einen Rückzieher gemacht, denn die Verfolgermeute hat mittlerweile ja einige Erfahrungen darin, ungeliebten Verläufen ein moralisches Unrechtsurteil zu verpassen und die Urheber zu stigmatisieren. 

 

 

 

Nein, dieser Vorsitzende blieb bei seiner Auffassung, auch offensichtlicher politischer Druck aus München selbst, Berlin und natürlich Ankara perlte am fettigen Gefieder ab.
 
Das ist bereits ein Musterbeispiel, wie es bei der Trennung von Exekutive bzw. Legislative einerseits und Judikative andererseits zugehen sollte. 
Ein Standard, den bekanntermaßen einiger der ausländischen Akteure in ihren eigenen vier Wänden mehr als einmal haben vermissen lassen, weshalb der Theaterdonner für mich ja mehr als einmal als Anmaßung mit Possencharakter ´rüber kam.

 

 

 

Aber weiter im Text: Die türkische Zeitung "Sabah" wandte sich an die Hüterin der Verfassung, das Bundesverfassungs-gericht, als klar war, dass sich das OLG nicht beugen würde.

 

 

 

Das verdonnerte seine bayrischen Berufskollegen jetzt dazu, türkische Medienvertreter anders zu behandeln als bisher und übrigens auch anders als alle anderen Medienvertreter, aber das ist eine andere Frage.
Judikative kontrolliert und korrigiert Judikative, wer will mehr verlangen? 

 

Obige Aspekte sind zwei Aspekte, die zeigen, wie haltlos gerade aus einem gewissen Ausland und gewissen Kreisen sorgfältig gepflegte Vorurteile und Unterstellungen gewesen sind.

 

 

Fazit: Wenn hierzulande aus bestimmten Ecken Häme und das übliche Tralala erklingt, weiß man wie man das zu werten hat. Schwätzen lassen, sie wissen es nicht besser. 

 

 

13.4.2013

 

Nachtrag  29.4.2013:  Die Münchner Gerichtslotterie ist gelaufen und "FAZ", "Welt" und "taz" sind nicht dabei, die "Brigitte", das "Straubinger Tageblatt" und "Radio Lotte Weimar" schon. 

Wow, was für ein Aufheulen bei den Edelfedern, von "Prüfung einer Klage" ist die Rede. 

Ausgerechnet die, die sich vorher die Finger wund geschrieben haben von wegen Gerechtigkeit und so, fallen jetzt über ein Verfahren her, das völlig unbestechlich und ohne jedes Ansehen von Person und Institution funktioniert. Schlimmer kann man sich nicht selbst desavouieren.

Ich prüfe jetzt übrigens meinerseits eine Klage gegen die Lottogesellschaft, weil ich letzten Samstag nicht gewonnen habe. Selbstverständlich war meine Spielteilnahme davon abhängig, dass nicht die Falschen gewinnen. 

 

 

28.7.2013 - Endspiel um den Europameistertitel der Frauen in Schweden.

Deutschland gewinnt nach dramatischem Spiel gegen Norwegen 1:0 durch ein Tor der eingewechselten Anja Mittag. Nadine Angerer hält die beiden völlig ungerechtfertigten Elfmeter und verhindert so auch einen Skandal um die völlig überforderte oder einseitige Schiedsrichterin aus Rumänien.

Ich habe mich in der Vergangenheit zum Frauenfußball geäußert und stelle jetzt fest, dass das wirklich klasse war gestern.  Ich freue mich für die deutschen Damen, die sich bis zur letzten Sekunde zerrissen haben für das gesamte Team und so auch das Glück der Tüchtigen hatten. Das war nach den Vorstellungen bis ins Viertelfinale nicht notwendig zu erwarten. Hut ab.  

29.7.2013

 

 

Der Deutsche ist ja nicht nur Europameister bei den Damen, er ist auch Weltmeister bei der Nabelschau. Am deutschen Wesen soll die Welt genesen 2.0.

Wie weh tut dann der Blick auf den insgeheim ja beneideten, offiziell aber bei jeder Gelegenheit angepinkelten großen Bruder aus Übersee, wenn man über die Situation von Kindern und vor allem den Umstand reflektiert, dass amerikanische Frauen mehr Kinder bekommen und bessere Karrieren machen als deutsche Frauen, obwohl die Amis KEIN Kindergeld bezahlen, KEINE Kitaplätze stellen und auch KEINE Elternzeit kennen. Hoppla. 

Die ZEIT stellt daher die ketzerische, aber berechtigte Frage, ob es eventuell daran liegt, dass Kinder hier eher Ärgernis als Freudenspender sind, anders als in Amiland, oh Schreck, wo doch sonst alles nur oberflächlich, billig, instantkarma- und sowieso plastikscheißemäßig ist. Erklärungsnot droht, Ursula hilf!

30.7.2013

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