Wladimir Kaminer – Militärmusik

Kaminer mag man oder man mag ihn nicht und ich liebe ihn.

„Militärmusik“ beschreibt seine Kindheit und Jugend in der Sowjet-Union bis zur Übersiedlung nach Westdeutschland.

Kaminer ist sich seiner Fähigkeiten ersichtlich bewusst, pflegt aber einen urkomischen, trockenen Ton. Political Correctness im Ausdruck ist im – zum Glück – völlig fremd, weshalb er beispielsweise auch über die Seelenlage von „Mongoloiden“ philosophiert, ohne dass das irgendwie ins Höhnische oder Geschmacklose abrutschte.

Auch die grässlichsten Vorgänge und Vorfälle haben bei ihm etwas Leichtes, werden lakonisch und trocken geschildert. Gleichzeitig  spiegeln sich Befindlichkeit der russischen Seele und der Zusammenbruch eines Riesenreiches in seinem Buch, das ich für eines seiner besten halte.

Kaminer ist der Eulenspiegel  unserer Tage.

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