In Mali regiert seit März 2012 eine Übergangsregierung, nachdem die Regierung Toumani Touré gestürzt worden war. Das nahmen Tuaregs und Islamisten der "Ansar al Din" gemeinsam mit "Al Qaida im islamischen Maghreb (Aqim)" und der "Bewegung für Einheit und Dschihad in Westafrika (Mujao)" zum Anlass, die Macht im Norden des Landes zu übernehmen. Nachdem das umgesetzt war, wurden die Tuaregs von ihren Kampfgefährten abserviert und die Scharia eingeführt.

Das Land ist geteilt durch eine Demarkationslinie zwischen dem Teil Malis, der von der Militärjunta kontrolliert wird und dem islamistischen Norden.


Angeblich verfolgt der erst im Dezember 2012 von Staatspräsident Traoré eingesetzte Regierungschef Cissoko Pläne, den Norden mittels einer Eingreiftruppe wieder unter Regierungskontrolle zu bringen.

Nun rücken aber die Islamisten nach Süden vor und haben sich die ersten Gefechte mit Regierungstruppen geliefert. Fortsetzung folgt.

8.1.2013

Nachtrag 16.1.2013: La Grande Nation ist da. Präsident Hollande hat Kampftruppen nach Mali verlegen lassen, die im Rahmen der Operation "Serval" bereits in die Kämpfe bei und um Mopti eingegriffen und den islamistischen Horden massive Verluste beigebracht haben. Bravo.

Man muss aber befürchten, dass es einen längeren Krieg geeben wird, wenn die Islamisten zur asymmetrischen Kriegsführung (Sprengfallen, Selbstmordattentate) übergehen. Der Unterschied ist - noch -, dass die Bevölkerung Malis die Franzosen wohl überwiegend als Helfer und nicht als Besatzer ansehen. Man kann nur hoffen, dass die Militärführung fähig genug ist, mit diesem Pfund zu wuchern.

Die Bundeswehr hat zur Unterstützung zwei Transall nach Mali verlegt.

Man kann nur hoffen, dass es gelingt, den Norden Malis wieder unter Kontrolle zu bekommen, denn es herrscht dort bereits die Schari´a inklusive aller grausamer Körperstrafen mit Amputationen, Enthauptungen und Steinigungen. Wie immer im real existierenden Islamismus ist auch die Erniedrigung von Frauen obligatorisch.

Nachtrag 20.1.2013: Die FAS berichtet in ihrer Ausgabe vom 20.1.2013 von Auspeitschungen wie im Fall des Studenten Bubayo Sagara, der mit einer Kippe im Mundwinkel auf dem Moped angetroffen wurde und sofort 50 Peitschenhiebe mit einer kurzen, dicken Kamelpeitsche erhielt. Rauchen in der Öffentlichkeit ist verboten und so etwas wie Gerichtsverfahren sind vor Ort auch unbekannt, da wird vollstreckt, was das angeblich gesunde Volksempfinden fordert, kennt man ja hier zu Lande.

Und noch was - natürlich kann man denken, Krieg ist per se Scheiße, warum aber wird ein solcher Konflikt medial so gepusht? Ich denke, nicht nur ich habe das Gefühl, dass islamistische Kreise neben Somalia eine weitere Basis schaffen wollen, nicht umsonst ist im Namen der "Befreiungsorganisationen" von Westafrika die Rede, darüber hinaus aber auch getestet werden soll, wie sensibel und entschlossen die vorrangig westliche Welt auf solche Entwicklungen reagiert. Bisher ist die Reaktion sicher anders als man das erwartet hat. Man wird sehen, was passiert, wenn in französischen Städten als Folge des Militäreinsatzes die ersten Bomben hochgehen.

Nachtrag 12.4.2013: Wie sagte Albert Einstein: "Das Universum und die menschliche Dummheit sind unendlich. Nur beim Universum bin ich mir nicht ganz sicher". Recht hat der Mann. Wie man liest benimmt sich die malische Armee wie die vielzitierte Sau auf dem Sofa und sorgt zweifelsohne unter anderem so dafür, dass sich die Bevölkerung, die man für den Kampf gegen die Aufständischen dringend benötigt, abwendet. Man lernt einfach nicht dazu, es ist zum Verzweifeln.



Hier ein Bericht über 11 Monate Islamisten, 11 Monate Herrschaft des Koran in Timbuktu. Wie immer bei diesen Monstern ein Bericht des Grauens, gespickt mit Morden, Vergewaltigungen, Erniedrigungen, vornehmlich von Frauen und Schändungen aller übrigen und denkbaren Art. Diese Leute sind Ausgeburten der Hölle und ich danke la Grande Nation für diese Intervention.

27.7.2013



Eisverkäufer, "vendeurs de glace" wurden die malischen Sodaten im dortigen Volksmund genannt. Nicht etwa, weil sie wie eine Mauer aus Eis dem Feind gegenüberstanden, sondern weil sie ihren Sold dazu nutzten, Tiefkühltruhen zu kaufen und Sodaeis an die Bevölkerung zu verscherbeln. Soldat wurde man in Mali par Beziehung und außer Eisverkaufen und heillose-Flucht-üben musste man nichts können. Das mit der Flucht hat man dann tadellos umgesetzt als es gegen die "Bärtigen" ging.

Nachdem die Franzosen binnen dreier Monate in ganz Mali für Ruhe vor den Islamisten gesorgt hatten und die jetzt anstehenden Präsidentschaftswahlen ermöglichten, griff die EUTM, also die "European Training Mission for Mali", an der sich auch 100 deutsche Pioniere beteiligen.

Soldaten aus ganz Europa versuchen die malischen Soldaten fit zu machen für künftige Auseinandersetzungen. Ob das gelingt muss man sehen. Wichtig ist auch, dass man nun auch geeignete Ausrüstung zur Verfügung stellt, sogar die Chinesen, die zweifellos auch keine Lust auf völlig durchgeknallte Massenmörder als Herrscher in Bamako haben, stellen nagelneue Toyota Pick-ups.

Sollte es tatsächlich ohne die Amis gehen, ist das eine echte Nagelprobe für Europa und können wir der Welt zeigen, dass man einem Aggressor auch so entgegentreten kann, ohne sofort die Bevölkerung gegen sich aufzubringen?

Ich hoffe es sehr. Baut jetzt keinen Scheiss!  

28.7.2013

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