Tscheckisch Sprack, schweres Sprack.

Der tschechische Ministerpräsident Topinambur ist bei seiner Rede vor dem EU-Parlament falsch übersetzt worden.

In seiner USA-Schelte sprach er nicht davon, die USA finanzierten ihre Krisenbewältigung aus Waffen-, sondern mittels Wertpapierverkäufen, beide Worte ähneln sich im Tschechischen offensichtlich sehr.

Das ist verständlich, denn wie die aktuelle Finanzkrise zeigt, hinterläßt beides nur verbrannte Erde.

26.3.2009



Februar 2009: ...January, February.... - auch wenn Teilverstaatlichung das Gebot der Stunde zu sein scheint, die Privatisierung unseres öffentlichen Lebens wird sich dadurch nicht aufhalten lassen.

Wenn denn dereinst auch die Schranken für ein privates  Purgatorium (Einzelfirma, e. K., GmbH, KG, OHG, wie auch immer) gefallen sind, stehe ich als einer der Ersten beim Gewerbeamt. Und heiße Aspiranten für den Kundenstamm habe ich auch schon.

Im Einzelnen:

* Zeitgenossen, die nach Überwindung einer Schockstarre, Initialisierung der noch nicht weggerosteten vier Synapsen und vereiteltem Sturzstuhlgang genau in dem Moment aus der untergeordneten Einmündung herausfahren, wenn man – mit einem Bannfluch auf den Lippen – fünf Meter  vor eben dieser Einmündung angekommen ist, um dann die nächsten 50 Kilometer hinter dieser Kreatur her zu zuckeln und zu beten, es möge der Blitz einschlagen oder irgend jemand erklären, wo sich in jenem Vehikel der zweite Gang  befindet.

* Stammhirngraupen, denen schwarz-rot-blau viel zu gähn ist und die deshalb sich, alle Unbeteiligten unterhalb der Falllinie sowie das komplette Rettungsteam gefährden, in dem sie ihre Völkl jenseits der roten Schilder durch unberührten Pulver pflügen.

* Willi Pfannenschwarz! Der Mann ist Chef der Firma Seitenbacher, die u.a. Müsli vertickt. Kein Problem an sich, wären da nicht diese extrem grauenhaften Werbespots, die die Seitenbacher-Produkte mittels der durch die Spots ausgelösten Mordgelüste bis St. Nimmerlein ins Gedächtnis runen. Diese Spots werden nämlich entworfen, getextet und performed von Pfannenschwarz himself und so klingt das dann auch, der Mann ist zu allem Überfluss auch noch Schwabe! Furchtbar!



Man fragt sich manchmal, was dieses Land oder besser seine Bürger eint, was das Land im Innern zusammenhält.
Den Militarismus hat man uns wieder ausgetrieben und die soziale Marktwirtschaft hat mittlerweile Stockflecken, also was ist es?
Ich denke, es ist ganz wesentlich einer der ziemlich niedrigen Triebe – der Neid.

Anders ist das Kasperletheater um die sog. „Reichensteuer“ nicht zu verstehen.
Ich zitiere mal unseren ehemaligen Finanzminister anlässlich der Diskussion um das Kirchhof-Modell: So viele Gestaltungsmöglichkeiten, wie Kirchhof behauptet, gibt es gar nicht mehr. Reiche zahlen den Spitzensteuersatz, sagte Eichel der «Welt».

Das Finanzministerium bestätigte damit Angaben, wonach Steuerpflichtige mit einem Jahreseinkommen von einer Million Euro und mehr heute einem durchschnittlichen Steuersatz von rund 41 Prozent unterlägen.

Der Spitzensatz beträgt 42 Prozent. Die Summe der zu versteuernden Einkünfte liege bei den Einkommensmillionären nur gering unter dem Gesamtbetrag der Einkünfte. Die 9330 Steuerpflichtigen mit einem Einkommen von einer bis 2,5 Millionen Euro hätten 2001 zusammen 13,76 Milliarden Euro Einkünfte erzielt.

Das zu versteuernde Einkommen habe 12,87 Milliarden betragen, die Steuerschuld 5,5 Milliarden.

Für Flachdenker wie mich bedeutet das, dass der durchschnittliche Millionär von seiner jährlich erwirtschafteten Million also 410.000 Euro an den Fiskus abgibt und damit x-mal mehr als der „normale“ Steuerschuldner, weshalb das unsägliche Gefasel von den „starken Schultern“, die da mehr zu tragen hätten, einen andauernden Brechreiz bei mir auslöst.

Warum komme ich jetzt auf Neid? Ganz einfach – es geht den Leuten doch gar nicht um die erwähnten 410.000 Euro, die brav abgeführt werden, es geht doch vielmehr um die verbleibenden 590.000 Euro, die man dem Anderen nicht gönnt und warum nicht? S.o. Neid.

Ich wette, führte unser Durchschnittsmillionär 700.000 Euro ab und verblieben ihm 300.000 Euro, würde die Diskussion immer noch nicht verstummen, weil wir nun einmal so gestrickt sind und alles, was einen von der Masse abhebt, im speziellen ein gewisser Erfolg, in diesem Land sofort Misstrauen und Missgunst hervorruft.

Was hat das jetzt aber mit der Reichensteuer zu tun? Diese Steuer ist nichts anderes als ein Blitzableiter für den durchschnittlich neidischen Max Mustermann, wenn man sich zum einen die zu erwartenden Einnahmen, zum anderen die Ausführungen von Paul Kirchhof hierzu anschaut.

Sommer 2006




in dubio pro reo – das gilt nach meinem Empfinden auch für Bayern-Benni.

Ich empfand es – bei allem Respekt - als anmaßend und ungehörig, wie sich Frau Bundeskanzlerin Merkel zur Rücknahme der Exkommunikation  von vier der unsäglichen Pius- Brüderheinis geäußert hat.

Der Papst hat(te) es angesichts dessen, was er gesagt, geschrieben und getan hat, zu keinem Zeitpunkt nötig, die von ihm eingeleitete Maßnahme  mit entsprechenden Äußerungen zum Holocaust zu garnieren, weil jeder, der da Ohren hatte zu hören und Augen zu sehen wusste, was der Papst über den Holocaust dachte.

Ich war seit jeher der Meinung, dass das Ganze nicht als peinliche Aktion zu Gunsten unverbesserlicher Rindviecher, sondern als Zeichen der Versöhnung und des Dialogs mit dem Ziel gedacht war, einen Weg zu finden, der Einflussnahme auf das Gedankengut dieser sog. Bruderschaft möglich machen würde.

Werden von US-Seite neuerdings nicht auch Gespräche mit den Taliban, dem irren Antisemiten aus Teheran und dem gefönten Mörder-Zwerg aus Pjöngjang für möglich gehalten?

12.3.2009

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