Eine kleine Koalition des Grauens, bestehend aus Annette Widmann-Mauz (CDU) und Randolph Krüger (SPD),(dienst)reiste im Auftrag des Gesundheitsausschusses des Deutschen Bundestages unlängst nach Kalifornien.

Frau Widmann-Mauz, auch stellvertretende CDU-Landesvorsitzende in Baden-Württemberg, hatte mit einem Gipsfuß zu kämpfen, weshalb sie via Ausschusssekretär Krüger beim Generalkonsul in San Francisco - Herrn Rolf Schütte - einen Rollstuhl orderte, den sie aber nicht selbst bewegen konnte, weshalb der Herr Krüger den Konsul  wortwörtlich beschied, man brauche „einen Neger, der den Rollstuhl schiebt“.

Vorab hatte Krüger dem geplagten Herrn Schütte bereits mitgeteilt, man solle bittschön „das Programm nicht mit inhaltlichen Terminen überfrachten“, was dann auch erklärte, dass man an der Golden Gate Bridge, Fisherman´s Wharf und im Zuge ausgedehnter Shoppingtouren (der Dollar steht ja gut) versuchte, grundlegende und die Belange der deutschen Bevölkerung berührende Gesundheits-probleme zu lösen.

So weit, so schlecht.

Wahrscheinlich war diese kulturelle und geschmackliche Brandrodung auch bereits zu Nancy Pelosi, der Sprecherin des amerikanischen Repräsentantenhauses, vorgedrungen, da sie ein Treffen mit dem Fähnlein der sieben Aufrechten absagte. Angeboten wurde von US-Seite ein Gespräch mit dem Vorsitzenden des amerikanischen Gesundheitsausschusses.

Konsul Schütte musste auftragsgemäß dieses Treffen absagen, da – so Frau Abgeordnete Widmann-Mauz – man „Wert auf Augenhöhe“ lege. Schütte solle die Absage aber lieber auf den gebrochenen Fuß unserer Volksvertreterin schieben.

Konsul Schütte übermittelte später eine Note an das deutsche Außenamt und sprach dort von einem „Besuch der besonderen Art“.

Monsieur Krüger kartete dann nach und meinte wörtlich in Richtung Konsul Schütte (der sich nach der Abreise dieser Herrschaften sicher erst einmal sinnlos volllaufen ließ):“ Die Leute vom Konsulat sind es wohl gewohnt, betrunkene Touristen aus einer Gefängniszelle zu holen, wissen aber nicht, welchen Service sie für Bundestagsabgeordnete zu leisten haben.

Ende der Durchsage.


August 2008

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