Man konnte in der jüngeren Vergangenheit immer mal wieder lesen, dass „Die Linke“ angeblich die bessere Sozial-demokratie anstrebe.

Alles Camouflage, wenn man sich vergegenwärtigt, dass sich auf deren Landesparteitag in Essen am 28.3.2009 ausgerechnet Sahra Wagenknecht den sicheren Listenplatz 5 erkämpfen konnte. Wagenknecht setzte sich gegen Britta Pietsch durch, Gesundheitspolitikerin und  eines der WASG- Gründungsmitglieder.  

Pietsch war mit 75% der Stimmen auf dem voran-gegangenen Kreisparteitag zur Direktkandidatin für den Bundestag gewählt worden.  

Galionsfigur der nordrhein-westfälischen Linken ist Ursula „die Ulla“ Lötzer, in den 70er Jahren KBW-Mitglied und seit 1992 Mitglied der (damaligen) PDS. Auf Platz 2 folgt die sattsam bekannte Ulla Jelpke (s. kAnalarbeiter1).

Da die Linke bei der Bundestagswahl in Nordrhein-Westfalen 5,2% der Stimmen (= 7 Mandate) bekommen hat und dieses Ergebnis wohl nicht unterschritten werden wird, werden wir ab September im Zuge von Bundestagsdebatten mal wieder regelmäßig erfahren, warum das gegenwärtige System so extrem Scheiße ist und abgeschafft gehört.  

30.3.2009

Und ach ja, Oskar Lafontaine hat sich in Essen natürlich auch wieder mal zu Wort gemeldet, einen "Spitzensteuersatz von 80%" und eine Verstaatlichung der Banken gefordert. „Ganoven“ müssten für „das Klauen von Milliarden“ zur Rechenschaft gezogen werden. Was das Eine (Spitzensteuersatz) mit dem Anderen ("Bankster") zu tun hat, verrät er uns aber nicht.   

 

 


Die Klitterung der DDR-Geschichte geht munter weiter, befeuert von interessierten Kreisen, die das Regime mit der Bevölkerung (= DDR) gleichzusetzen suchen.

Die Ostdeutschen merken leider in weiten Teilen nicht, dass durch die Behauptung angeblich größerer "sozialer Nestwärme" eine Verbindung zwischen Bevölkerung und Regime geknüpft wird, durch die das Regime selbst bis zu einem gewissen Grad exkulpiert wird, denn wer muss das Klima "sozialer Nestwärme" erst "geschaffen" haben? Eben.

Na ja, und dann können die Pankow- und Wandlitz-Ganoven auch nicht so furchtbar schlimm gewesen sein.
Eine, die es wissen muss, hat sich
hier zu Wort gemeldet. Zu wahr um schön zu sein.

4.5.2009




                    

… Mit diesem aufschlussreichen  Slogan ging die österreichische KPÖ in die Wahlen 2006. Die Linke in Deutschland hat das aufgegriffen und verwurstet die Kernaussage für die Bundestagswahl 2009, die nun wirklich platter nicht sein kann, allerdings nicht mit einer Gyskanne, sondern mit Gysi himself, der sich wirklich für nichts zu schade ist.

                                

 

 

Brandenburg genehmigt sich nun knapp 20 Jahre nach der Wende erstmals einen Stasi-Beauftragten, nicht zuletzt deshalb, weil die Stasi-Kontakte von Trägern öffentlicher Ämter und Würden wie Drachenzähne aus dem Boden sprießen. 

Die seit der Wende an der Regierung befindliche SPD, namentlich der ehemalige Ministerpräsident, ein gewisser Herr Stolpe, hatte jahrelang jede Initiative in dieser Richtung abgelehnt.

Frau Birthler, die derartiges immer wieder gefordert hatte und wegen Stolpes Stasi-Kontakten als Bildungsministerin 1992 zurückgetreten war, wurde sogar vorgeworfen, sie habe ihre „Rücktrittsgeschichte nicht verarbeitet“ (SPD-Mann Klaus Ness). 

Die Brandenburger selbst scheinen da in weiten Teilen auch keinen wirklichen Bedarf zu verspüren, nach seiner ungehobelten Reaktion verzeichnete Ness nach eigenem Bekunden selten „viele positive Reaktionen“, weshalb mir zumindest partiell klar geworden ist, warum 41% der Ostdeutschen in der DDR gar keinen Unrechtsstaat sehen.

Erst als wiederholt massiv Druck gemacht wurde  - im Wesentlichen durch Herrn Schönbohm - kam man in die Puschen und jetzt soll es Herr Schöne richten. Mal sehen.

31.08.2009

 

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