Zur Erinnerung:

Die SED hat sich niemals aufgelöst, sondern schlicht umbenannt in PDS. Aus der PDS mit 60.000 Mitgliedern und der WASG mit 10.000 Mitgliedern wurde "Die Linke".

Während der SED-Herrschaft sind tausende Sozialdemokraten in Lagern und Knästen verschwunden, weshalb ich mich über so manche Rabentraulichkeit gerade führender Sozialdemokraten nur wundern kann.

Vom ehemaligen Parteivermögen der SED in Höhe von 6,5 Milliarden Euro sind in den Jahren nach der Einheit  und damit des Aufbruchs in den Kapitalismus 4,5 Milliarden in Form von Auslandstransfers, Spenden an Gewährsleute und ominöser Darlehen schlichtweg verschwunden. Und dabei konnte man sich Gott sei Dank auch noch auf Karl Marx berufen, der ja im ersten Band des "Kapital" geschrieben hatte, die erste Phase des Kapitalismus, die "ursprüngliche Akkumulation", habe mit guten Sitten nur wenig zu tun.

Federführend dabei Gregor Gysi, der auf einem Parteitag im Dezember 1989 die Delegierten beschwor, "keine Auflösung der SED zu beschließen, da sonst das Parteivermögen verloren geht". Also wurde umbenannt (in PDS). Vier Tage nach der Umbenennung wurde eine elfköpfige "Arbeitsgruppe zum Schutz des Vermögens der SED/PDS" eingesetzt - Vorsitzender wurde der Genosse Gerd Pelikan.

Am 17. April 1990 wurde Pelikan bevollmächtigt, "für den Parteivorstand der PDS auf der Grundlage von Beschlüssen des Parteivorstandes der PDS Treuhand- und Darlehensverträge zu schließen und alle hierzu erforderlichen Erklärungen abzugeben". Die Vollmacht, ausgestellt auf einem Briefpapier des Parteivorstands, hat Gregor Gysi persönlich unterschrieben, dem offiziellen Briefkopf wurde noch mit der Schreibmaschine ein "Vorsitzender" hinzugefügt. Unter der Urkunde Nummer 4/1990 beglaubigte die Notarin Sabine Herrmann die Unterschrift Gysis ("ausgewiesen durch Personalausweis für Bürger der DDR Nr. A 1 109 889") und bestätigte, dass dieser "allein-vertretungsberechtigt" sei.

Die Mäuse gingen danach übrigens teilweise auf schwarze Konten bei den Schweinekapitalisten in Liechtenstein, Luxemburg und der Schweiz, wie die 2006 aufgelöste "Unabhängige Kommission zur Ermittlung des Vermögens der Parteien und Massenorganisationen der DDR" (UKPV) ermittelte.

Unter anderem stand im Sommer 1990 ein PDS-Vertreter namens Wolfgang Wenzel mit Anwalt und einer Plastiktüte im Foyer einer Luxemburger Bank. In der Tüte waren drei Millionen Mark. "Die Banker wollten das Geld nicht nehmen", sagt Wenzel heute. "Die dachten, das sei Drogengeld. Die sagten: ,Beweisen Sie uns, dass es SED-Geld ist." Schließlich fand sich ein DDR-Botschaftsrat, der mit Unterschrift, Briefkopf und Stempel aushelfen konnte. "Dann war alles gut."

Viele der Transfers konnten aber nicht mehr rekonstruiert werden, die Kohle muss demnach für den Staat und damit seine Bevölkerung als verloren gelten.

Angemerkt sei, dass die vielfach sicher auch zu Recht gescholtene Ost-CDU nach der Wiedervereinigung anders als die SED/PDS auf sämtliche in der DDR erworbenen Vermögenswerte und Eigentumsrechte verzichtete und sie an die Treuhand übereignete.

Als Zeuge vor dem Berliner Landgericht verweigerte Gysi 1995 übrigens die Aussage, "um mich nicht selbst zu belasten", und erklärte lediglich, er habe "keine Kenntnis von Geldverschiebungen gehabt". Heute sagt Gysi, die Vollmacht sei nötig gewesen, "damit ich nicht immer alles selbst unterschreiben musste". Er habe für die reine Parteiarbeit "einen Stellvertreter gebraucht". Immerhin räumt er ein, "da sind Dinge gelaufen, die wären besser nicht gelaufen".

Nota bene -es handelte sich dabei um die sauer verdiente Penunse, die genau die Leute jahrzehntelang an die Partei abdrückten, die heute die Herren Gysi, Bisky und Lafontaine hochleben lassen.

Die "Schwarzgeld-Affäre" der CDU nimmt sich dagegen wie eine Fingerübung aus.

Dabei aber immer fest dran denken - "Die Linke" ist  ja die Partei der "sozialen Gerechtigkeit".

Die Krake lebt.

 P.S.: O-Ton Gysi nach der "Liechtenstein-Affäre" 2008:

"Ich möchte wissen, wer jetzt alles zittert in seiner Villa, weil er weiß, dass er ein Konto in Liechtenstein hat. Zeigt euch doch bitte wenigstens heute an. Geht jetzt mal einen Schritt der Ehrlichkeit, damit wir wieder eine Struktur in dieser Gesellschaft haben und nicht nur die Maßlosigkeit, die gegenwärtig herrscht."

Sorry, aber ich könnte bei solch einer Heuchelei nur noch kotzen.

Anmerkung 23.3.2009: Wie Hubertus Knabe, Direktor der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen in seinem neuen Buch "Honeckers Erben - Die Wahrheit über die Linke" vorrechnet, hat allein Bodo Ramelow als damaliger Fraktionsvorsitzender der Linken im Thüringer Landtag in vier Jahren etwa 50.000,00 Euro an die PDS gespendet, Petra Pau sogar fast 60.000,00 Euro und Hans Modrow über 40.000,00 Euro. Wo mag die Kohle wohl hergekommen sein?



Zahl der ehemaligen Stasi-Mitarbeiter in der Redaktion der "Berliner Zeitung: 4 (Stand 21.08.2008)



Zahl der zwischen 1945 und 1989 an der innerdeutschen Grenze durch DDR-Grenz“schützer“ getöteten Menschen lt. dem Berliner Mauermuseum: 1.303

Nachtrag August 2010: Laut einer neuen Studie des Berliner Museums am Checkpoint Charlie sind es 1393 Mauertote




2007:

Pit Metz – Ex-DKP´ler und ehemaliger Spitzenkandidat der Linken in Hessen - und die Analogie à la „Die Linke“:

Schießbefehl an der DDR-Grenze = Schußwaffeneinsatz der Soldaten der Bundeswehr in Afghanistan.

2008:

Wie Metz die Süddeutsche Zeitung wissen ließ, wird er beim Linken-Parteitag in einer Woche (Ende August) für den geschäftsführenden Landesvorstand kandidieren. Er bringe "genug Kompetenz und Erfahrung mit, um den Landesverband nach vorn zu bringen", sagte er.

Grünen-Landesvorsitzende Tarek Al-Wazir Anfang der Woche auf die Frage, welche Entscheidungen des Linken-Parteitags ein Hinderungsgrund für eine rot-grüne Minderheitsregierung sein könnten: "Die Wiederkehr von Pit Metz."

Mal abwarten.

Metz ist mutmasslich zu intelligent, als dass seine damalige Äußerung als unbedacht abgetan werden kann. Er wusste, was er sagt und ist deshalb einer meiner schlimmsten kAnalarbeiter.

Anmerkung 1.9.2008: Wohlan Herr al-Wazir, lasst Taten sprechen, Pit Metz ist zurück im Landesvorstand und zwar mit überzeugender Mehrheit, nachdem er sein Sprüchlein, er wolle die DDR und die Verhältnisse dort ja eigentlich gar nicht zurück, brav abgedrückt hatte.

Anmerkung Januar 2009: Mit den Worten, der Umgang, der in der Partei gepflegt werde, erinnere an "das Verhör eines Verbrechers" und die "elitären Kader" um die Landtagsfraktion nähmen nicht mehr genug Rücksicht auf die Basis, trat Metz nun aus der Partei aus. Damit wäre diese Angelegenheit dann wohl erledigt, denn mit der Gruppierung, der sich der Herr Metz sicher anschließen wird, muss ich mich mangels Bedeutung wahrscheinlich nicht mehr befassen.

Angemerkt sei aber, dass die Abweichlerin aus der "Viererbande" - Silke Tesch -, der mein voller Respekt gilt, bei der Hessenwahl 2008 im Wahlkreis Marburg-Biedenkopf I 46,7% der Erststimmen erhielt, womit sie Rang 1 in diesem Wahlkreis einnahm. Der Metz Pit wurde Viertletzter mit vollen 3,8% der Erststimmen, nur noch unterboten vom Vertreter der Republikaner (1,3%), der NPD (0,8%) und der schillernden Tierschutzpartei (k.A.).



Ulla Jelpke, - MdB und innenpolitische Sprecherin der Fraktion „Die Linke“ im Deutschen Bundestag, anlässlich einer Rede zum 122. Geburtstag Ernst Thälmanns am 30.04.2008:

 „…und er (Thälmann, Anm. v. mir) vertraute auf die Sowjetunion, die - wie wir alle wissen - tatsächlich Hitler das Genick brach. Und die Sowjetunion half den Arbeiterinnen und Arbeitern zumindest in einem Teil Deutschlands, auch den Verantwortlichen für die Machtübernahme des Faschismus, den Monopolkapitalisten und Junkern, das Genick zu brechen und so zumindest vorübergehend die Wurzeln für ein anderes, nichtkapitalistisches Deutschland zu legen…“

 „…Die hysterischen Reaktionen eines großen Teils der bürgerlichen Medien auf die völlig aus dem Zusammenhang gerissenen und manipulierten Zitate der Genossin Christel Wegner nach ihrer Wahl in den niedersächsischen Landtag haben das deutlich gemacht.
Und nicht Christels in dieser Form gar nicht getätigte Rechtfertigung des Mauerbaus hat Antikommunisten aller Couleur auf die Barrikaden gebracht. Es war vielmehr ihre sehr richtige Erkenntnis, dass es nicht ausreicht, den Kapitalismus zu reformieren. Vielmehr ist es notwendig das Problem an den Wurzeln zu packen und das heißt: Verstaatlichung der Banken und Konzerne.

Auch wenn sich so mancher Spitzenpolitiker der LINKEN umgehend von dieser radikalen Forderung der Kommunistin Wegner distanzierte, möchte ich daran erinnern, dass sowohl die programmatischen Eckpunkte der LINKEN wie auch das Grundgesetz solche Enteignungen und Verstaatlichungen im Interesse der Allgemeinheit ausdrücklich für zulässig erklären. Oskar Lafontaine hat vergangene Woche auch darauf hingewiesen…“

Anmerkung zum Schluss: So was wählt man immer mit und Christel Wegners Perlen der Weisheit  habe ich selbst via "Panorama" taufrisch genießen dürfen. Soviel zum „Aus dem Zusammenhang gerissen“ und so weiter…

Klarstellung: Die Linken haben Frau Wegner raus- geschmissen, was überfällig war.

Darum geht es aber nicht.

Mir geht es um Frau Jelpke und das, was sie meinte noch im April 2008 absondern zu müssen.

Und aufgescheucht wurde die Linke meinem Empfinden nach im Wesentlichen durch die seinerzeit anstehende Hamburg-Wahl. Die Herrschaften hatten aber nichts dagegen einzuwenden, dass in Hamburg neben Olaf Harms (...Schlüsselindustrien, Banken und Grossunternehmen müssen vergessellschaftet werden,...es gab in der DDR ein Recht auf Arbeit und eine hervorragende Schul- und Ausbildung..."), Bezirksvorsitzender der DKP Hamburg, neun weitere DKP-Mitglieder auf Bezirksebene für die Linke kandidierten und - zusätzlich - im dortigen vierköpfigen Landesvorstand mit Berno Schuckard und Herbert Schulz zwei ehemalige DKP-Mitglieder vertreten waren.

im Mai 2008




Lafontaine auf dem Parteitag der hessischen Linken in Lollar am letzten Augustwochenende 2008: Die Installation einer Regierung Ypsilanti müsse glücken wegen der Mehrheiten im Bundesrat. Erst mit der Gesetzesmacht des Bundesrates könne die Linke die Bundesrepublik grundlegend verändern.




Veröffentlichung vom 05.08.2008 der Kommunistischen Plattform NRW der Partei „Die Linke NRW“ (www.dielinke-kpfnrw.de):

Immer wieder müssen wir lesen, wie sich Vertreter unserer Partei gewissen Kampagnen anschließen wie z.B. im Falle von Tibet - Myanmar - Simbabwe.

Offenbar in Ermangelung eines echten Klasseninstinkts werden sie zu Nachbetern der angeblich humanitär und freiheitlich orientierten Medien.

Wenn sie auch nur einen Hauch von Klassenbewusstsein besäßen, wäre ihnen klar dass die bürgerliche Presse, ebenso wie Funk und Fernsehen in der Hand der Kapitalisten und ihrer politischen Sachwalter sind ( dazu genügt z.B. schon ein Blick auf die Zusammensetzung der Rundfunkräte ).

Aber sie nehmen die ach so menschenfreundlich klingenden Worte für bare Münze.

Jeder wirklich Linke weiß, dass diese Medien Propagandaorgane des Kapitalismus und Imperialismus sind. Alles was sie versuchen, der Bevölkerung ins Hirn zu blasen, muss von uns zumindest als Verschleierung der wirklichen Absichten erkannt und behandelt werden.

Wer naiv genug ist, darauf herein zu fallen, sollte sich erst mal richtig aus antiimperialistischen Nachrichtenquellen informieren, bevor er den Mund aufmacht.

Es scheint jedoch in unserer Partei etliche Leute zu geben, die hoffen - dadurch, dass sie sich solchen Kampagnen ( wie z.B. “Free Tibet” ) anschließen - den bürgerlichen Parteien weniger suspekt ja sogar koalitionsfähig zu werden. Dass sie dadurch jedoch zu Verrätern an den Existenzinteressen von Menschen werden - von deren Lebensumständen sie nicht die geringste Ahnung haben - kommt ihnen entweder nicht in den Sinn oder ist ihnen vielleicht sogar egal.

Respekt. Das nenne ich gute alte Stalinistentradition – dem "Kapital" in den Hintern treten und gleichzeitig jeden als gefährlichen Idioten und Verräter bezeichnen, der es wagt, sich neben der Parteilinie eine eigene Meinung zu genehmigen. Bautzen ist aber leider zu, Kinder.



Hans Modrow - Ehrenvorsitzender "Die Linke" :

" Für die Toten an der Mauer sind beide Seiten verantwortlich."

" Die DDR war 40 Jahre lang der friedlichere und sozial gerechtere Teil Deutschlands."




Solange Terror das Etikett „links“ hat…

Die Linke setzt sich offiziell (Mai 2008) dafür ein, die FARC (wir erinnern uns an die Entführung von Frau Betancourt, insgesamt sind es 700 – 1.000 Geiseln) ) von der EU-Liste der Terrororganisationen zu streichen.

Claudia Roth:“ Das ist eine entlarvende Missachtung der Menschenrechte. Die Position (der Linken, Anmerkung von mir) zur FARC muss eindeutig klargestellt werden."

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