Interessante Anmerkungen von Alice Schwarzer:

1. Der Westen (und laut S. die Sowjet-Union) sicherten bis zum hochkochenden und primär männlichen Islamismus juristisch verbriefte Recht für Frauen im Irak, dem Iran, Syrien, Ägypten, Tunesien und Libyen.

2. Erdogan hat seit 2011 islamistische Söldner nach Syrien ausreisen lassen, noch am 6.10.2014 entließ er 180 Dschihadisten aus türkischen Gefängnissen, die stante pede nach Syrien ausreisten, so ihre Annahme.

3. Erdogan opfere lieber die Kurden als den IS zu bekämpfen.

4. Erdogan wolle in Wirklichkeit einen Konflikt mit Assad und das stehe letztlich hinter der Zustimmung des türkischen Parlaments, nötigenfalls in Syrien einzumarschieren.

5. Assads Sturz erzeuge ein Vakuum, das sofort von Dschihadisten aufgefüllt werde.

6. Amerika habe eine Spirale der Gewalt in Gang gesetzt, als es in den 80ern afghanische Islamisten mit Waffen unterstützt habe. Die seien nach dem Abzug der Russen "arbeitslos" gewesen und hätten sich nun in Tschetschenien und Algerien betätigt, wo sie in etwas so gehaust hätten wie der IS heute, ur hätte es damals kein Schwein interessiert.

7. In Tschetschenien sei bereits 1993 die Scharia eingeführt und der Islam 1996 zur Staatsreligion erklärt worden.

8. Sie stimme den Kurden zu, dass in Kobane "universelle Werte" verteidigt würden.

9. Mit den "deutschen" Dschihadisten, die nach Deutschland zurückkehrten, werde der Terror auch hier real werden.

Ihr Fazit: "Dreißig Jahre gefiel sich der Westen in der Attitüde einer falschen Toleranz, die keineswegs alarmiert war von der Entrechtung der Frauen und auch nicht unterschied zwischen Muslimen und Islamisten. Er setzte der Agitation in den Multikultivierteln nichts Positives entgegen, sondern sah weg. Wir sahen weg. Denn die ersten Opfer dieser falschen Toleranz waren ja nicht wir, sondern es war die von den Fanatikern eingeschüchterte Mehrheit der (noch) nicht fundamentalistischen Musliminnen und Muslime. Mehr als Bomben wären Bildung und Gleichberechtigung der Mädchen und Frauen im muslimischen Kulturkreis die effektivste Waffe gegen die Gottesstaatler, zumindest langfristig. Doch auch und gerade die Musliminnen haben wir im Stich gelassen, indem wir lieber über das Recht aufs Kopftuch debattieren als über die Menschenrechte für Frauen." 

4.11.2014

 
 
Hier eine kritische Darstellung zum Begriff "islamophob". Ich stehe mit meiner Kritik ersichtlich nicht allein. 
17.11.2014
 
 
Alexander Grau vom Cicero zu "legitimen" und "nicht legitimen" Ängsten. Recht hat er, meine Worte.
9.1.2015

 
Diese Einsichten sind so verständlich und nachvollziehbar, dass man sich immer und immer fragt, wie man das anders sehen kann und vor allem die, die diese Meinung vertreten, mit dem Attribut "islamophob" bekleben darf.
9.10.2015

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