Frankreich - England 1:1

"Du hast keine Chance, aber nutze sie", nach diesem Motto fighten sich die Engländer, die ohne Wayne Rooney antreten mussten, durch das Spiel gegen die als Favoriten geltenden Franzosen. Hut ab.

Die Engländer, die das Sprichwort von den Totgeglaubten bestätigen, spielen sogar recht gefällig, Milner hat das 1:0 auf dem Fuß, nachdem er Lloris umkurvt, versemmelt dann aber kläglich vor dem leeren Tor.

Die Franzosen wissen ersichtlich nicht, wie sie diesen beherzt spielenden Angelsachsen begegnen sollen, agieren viel zu behäbig und langsam und müssen sich gegen die schnellen Leute wie Welbeck immer wieder zur Wehr setzen.

Hodgson ist so hin uund weg von seinen Jungs, dass er sekundenlang vergisst, den Finger aus der Nase zu nehmen, TV ist unbarmherzig.

Dann das 1:0 durch Kopfball Lescott, endlich bequemen sich die Franzosen und Hart muss bei einem Torpedokopfball von Diarra alles rausholen, klasse Safe.

Nasri, neben Ribery einer der Auffälligsten macht dann den Ausgleich mit einem trockenen Schuss.

In der zweiten Halbzeit haben die Engländer kaum etwas zuzusetzen, man glaubt, dass jetzt dann der Siegtreffer für die Bleues fällt, aber dank Gerrard als Fels in der Brandung halten die Engländer das Unentschieden. Und das trotz Pfeife Rizzoli, der sich nicht als Freund Englands outet und statt einer Minute drei nachspielen lässt, nachdem die Franzosen in diesen drei Minuten durchgängig am Ball sind. Well done, England.

Da die engagierten Ukrainer anschließend mit 2:1 - zwei dolle Kisten voller Kopfbälle von Opa Schewtschenko nach Führung durch Opa Ibrahimovic - der sein heißes Balkanblut nie verleugnen kann - gegen die Schweden gewinnen, die dieses Spiel aber keineswegs hätten verlieren müssen, ist auch in dieser Gruppe mehr als offen, wer weiterkommt.

Oleg Blochin ist nach dem 2:1 übrigens so aus dem Häuschen, dass sie künftig irgendwenn abstellen müssen um ihn einzufangen, ich hatte Befürchtungen, er hüpft aus dem Stadion Richtung Ural davon.

 

Ukraine - Frankreich 0:2

Schweden - England 2:3

Spiele habe ich verpasst, der Trip nach Balconvania mit Marina war mir wichtiger.

Frankreich entwickelt sich immer mehr vom Geheimtipp zum Tipp und handelt es sich bei England am Ende um eine Wundertüte? Immerhin kommt ab jetzt Rooney zum Einsatz.

Klar ist, die Schweden mir ihrem Egoshooter Ibrahimovic, der wieder einmal mächtig enttäuschte, sind draußen.

 

England - Ukraine 1:0

Schweden - Frankreich 2:0

Übertragen wird das England-Spiel im Ersten und dieses Spiel wirft ebenso wie das Spiel der Kroaten gegen Spanien die dringende Frage auf, wozu man bei Zeus´ fettem Arsch eigentlich den Assistenten an der Torauslinie benötigt oder - hilfsweise - warum man das Personal hierfür aus einem Blindenheim rekrutiert. Mandzukic ist in Riechweite von Florian Meyer im Strafraum gefoult worden, der Ball heute, den Terry rauskratzte, hatte auch für den Zuschauer in Reihe 5.000 unter dem Stadiondach die Torlinie überschritten. Mann!

Aber der Reihe nach: Mann an der Pfeife der Ungar Kassai. Sheva und Woronin sitzen auf der Bank, sind nicht ganz fit. Trainer Blochin sieht wieder aus, als hätte er eine ganze Produktionsstraße schwefliger Chinaböller gefressen. Bei den Engländern ist Rooney - natürlich - von Beginn an dabei.  

Die Ukrainer überraschen die Engländer mit mutigem Spiel nach vorne und Forechecking. England bekommt kaum ein Bein auf den Boden, man weiß nicht, wie man mit diesem Gegner umgehen soll, Unsicherheit macht sich bei ihnen breit, so dass die Ukrainer die eine oder andere Chance durch Garmash, Iarmolenkho, Gusiev und Devich haben, auffälligster Mann bei ihnen neben Abräumer Timoschtschuk Konoplianka über links, sehr dribbelstark, auch wenn er wie Robben erkennbar immer nach innen zieht. Optisch sieht das bis zum Strafraum recht gefällig aus, allerdings fehlt ihnen ein Knipser, wirklich zwingende Chancen erarbeiten sie sich nicht. Das liegt auch daran, dass sie es zu oft durch die Mitte versuchen. man fragt sich allmählich auch, ob die das Tempo bei den tropischen Temperaturen im Donbass-Stadion von Donezk durchhalten.

Nach knapp einer halben Stunde haben die Ukrainer sieben Schüsse aufs gegnerische Tor abgefeuert, die Engländer zero. Dann die Chance für Rooney, der mutterseelenallein gelassen aber am Tor vorbeiköpft. Sein Kollege Milner erweist sich als Ausfall, dito der bisher hochgelobte Welbeck.

Kurz vor der Pause ein Kurios-Solo von Jarmolenkho im Strafraum, aber Hart hält das Schüsschen.

Dann ist Halbzeit, hüben wie drüben steht es 0:0. Die Ukraine muss gewinnen, den Engländern reicht das Unentschieden.

Kurz nach Wiederanpfiff das 1:0. Der gute Piatov lässt einen von außen scharf hereingebrachten und dann noch unglücklich abgefälschten Ball halb durch die Hände gleiten, am langen Eck steht Rooney und köpft ein.

Dann das verdiente 1:1, England ist immer noch nicht gut. Terry klärt hinter der Linie, aber das Tor wird nicht gegeben.

Mittlerweile führen auch die Schweden 1:0 gegen die Franzosen.

Cole feuert einen mächtigen Schuss ab, aber Piatov ist blitzschnell im kurzen Eck und wehrt ab.

Jetzt kommt Schevtschenko für Devich, Hodgson nimmt Milner raus und bringt Theo Walcott. 

Dann das übliche Kopfballduell mit Ellenbogen-einsatz, gelb für Gerrard.

Knaller von Konoplianka, Hart lässt den Schuss nach vorne abtropfen und Lescott muss in höchster Not zur Ecke klären.

Butko jetzt für Milevskiy und Nazarenko für Garmash. Carroll kommt für Welbeck.

Allmählich glauben die Ukrainer nicht mehr dran, ihre Angriffe werden zu schnell gestoppt, ihre Schüsse gehen regelmäßig vorbei oder übers Tor. Sheva sieht gelb nach einem üblen Foul. Frust?

Das Niveau sinkt immer mehr und im Parallelspiel macht Larsson das 2:0 für die Schweden.

Das war´s, auch der zweite Gastgeber draußen, selbst schuld, England war heute eindeutig zu schlagen. Die werden sich steigern müssen gegen die Italiener.

Weiter sind damit England als Gruppensieger, gefolgt von den Franzosen, die sich auch nicht mit Ruhm bekleckert haben. Ein Sieg der Ukraine heute und sie wären draußen gewesen, manchmal versteht man die Kickerseele nicht.

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