Bisserl früh, mag man heuer denken, immerhin sind es noch knapp sieben Monate bis zum Anpfiff. Aber - zwei bedeutende Ereignisse stimmen die fußballhungrige Meute bereits auf das Großereignis ein: 

Zum Einen ist die Gruppenauslosung gelaufen und danach werden wir gegen danish smoerebroed zweifelsohne ein erstes Endspiel haben. Die "überaus sympathischen und fairen" Dänen (wer´s nicht glaubt schaut sich bitte noch mal das Finale 1992 an, kicher) werden der letzte Gruppengegner sein und ich tippe darauf, dass wir die Portugiesen knapp schlagen, von den Holländern aber ebenso knapp einen auf die Klötze bekommen, oranje Rache muss sein. 

Zum Anderen wurde unlängst mein EM-Trikot geliefert. Über bild-online (man hat das Ohr IMMER am Puls des Volkes) geordert, aus der Kollektion "WM 1954" stammend und mit dem unvergessenen Helmut-"aus dem Hintergrund müsste Rahn schießen, Rahn schießt, Tooor, Tooor, Tooor, Tooor"-Rahn beflockt, wird es meinen massigen Körper ab Juni 2012 schmücken. Nicht vorher.

Stelle sich einer vor, ich trüge das Trikot bei einer Niederlage im Vorbereitungsspiel?! Könnte man glatt sofort verbrennen das Teil. Gott sei Dank bin ich nicht abergläubisch, was auch zweifelsohne die schwarze Katze meines Nachbarn beruhigt, die in unserem Teich immer nach den Goldfischen angelt. Oder sollte ich doch....? Ich berichte weiter!

8.12.2011

 

Das geht ja gut los. Frau Timoschenko wird ebenso wie viele ihrer Mitstreiter nach dem bekannten Sowjet-Rezept „Väterchen Stalin“ be- oder besser misshandelt und die EU-Kommission will geschlossen zu Hause bleiben, Boykott sei das aber nicht.

Die Ukraine hat das Pech, als Absatzmarkt für deutsche Exportgüter eher fünfte Wahl zu sein, anders als China, wo sich nicht nur deutsche Wirtschafts-kapitäne und Politiker, sondern auch die europäische Politavantgarde, haha, die Klinke in die Hand geben und menschenrechte wie hier klein schreiben.

Die Lage ist vertrackt, keine Frage, denn die Formulierung "lupenreine Demokratin" fällt mir gerade bei Frau Timoschenko nicht spontan ein, aber der etwas faulige Odeur von Heuchelei haftet dem Ganzen schon an. 

4.5.2012

 

Drei Großereignisse binnen kürzester Zeit! Die Bayern haben den CL-Cupsieg in einem denkwürdigen Spiel letzten Samstag gegen Chelsea vergeigt. Ich will nicht das abgegriffene Menetekel bemühen, aber wir haben gegen Engländer ein Elfmeterschießen verloren?!! Na, viel Engländer waren zwar nicht auf dem Platz, aber trotzdem. Ich hoffe auf einen "Jetzt erst recht"-Effekt bei Schweini and friends.

Dann wurde das Orakel für die EM vorgestellt. Mit einem popeligen Kraken durfte es vor Ort natürlich nicht ablaufen, ein ganzer Elefant aus dem Krakauer Zoo namens Citta wurde aufgeboten und die Feuertaufe hat das doofe Vieh auch schon bestanden - es hat das Obst mit der Chelsea-Fahne verspeist. Danke für´s Gespräch.

Menetekel No. 2?

Dann haben wir ein Trikot für Marina angeschafft, sonst wäre es nix geworden mit der Teilnahme an Henriks EM-Geburtstags-Fete am 9.6.. Wir haben kurz mit einem Portugal-Shirt geliebäugelt, aber wer will schon mit Eichhörnchenscheiße vom Hof gejagt werden? Wir jedenfalls nicht und deshalb prangt schwarz, rot, gold jetzt auf Minas Brust, rechts neben einem hügeligen Herz für Deutschland ;-).

24.5.2012 


Das 3:5 in Basel vergessen wir ganz schnell wieder, diese Mannschaft wird - ohne die Bayern - so nicht so schnell wieder zusammenspielen. Ich bin auch für verpatzte Proben, dann gelingt die Premiere am 9.6. gegen Portugal um so besser. Hoffentlich.

Nicht mehr dabei sind Julian Draxler, Cacau, Sven Bender und André ter Stegen, no wonder nach den fünf Kisten gegen die Schweiz. Der Junge wird aber seine Chance wieder bekommen, ebenso Draxler. Für Cacau dürfte angesichts seines Alters die Nati-Karriere ins Abendrot wandern.

30.5.2012

 

Nicht schön ist, was uns Sol Campbell mit auf den Weg (in die Ukraine) gibt. "Bleibt zu Hause, schaut euch das im Fernsehen an! Riskiert es erst gar nicht! Es könnte sein dass ihr im Sarg nach Hause kommt", meinte er im TV. Rechtsradikale, Schwulenfeinde und Rassisten scheinen das Bild vor Ort zu prägen.

Theo Walcott und Alex Oxlade-Chamberlain, beide dunkelhäutig, haben bereits reagiert und lassen ihre Familien zu Hause. Scheiße so was und das wirft die Frage auf, ob die UEFA die EM unbedingt in ein Land vergeben musste, in dem die Sicherheit schon massiv hinterfragt  wird, noch ehe der erste Fan überhaupt angereist ist. Man wird sehen.

Ob das in Polen übrigens prinzipiell besser ist, darf auch bezweifelt werden, die dortigen Hools und Ultras freuen sich laut eigener Aussage bereits auf ihre deutschen Freunde zum völkerverbindenden Fressepolieren. Und in Lodz konnte man in der abgelaufenen Saison auch T-Shirts kaufen mit dem Aufdruck "Dieses Gelände gehört Widzew Lodz, Eintritt für Juden verboten".

Grzegorz Lato - die Älteren kennen ihn noch, er ist heute Verbandspräsident Polens -, meinte fast resignierend: "Wir haben keine Instrumente, um die sogenannten Pseudo-Fans zu bekämpfen. Die Polizei, die Staatsanwälte und die Gerichte haben keine Instrumente." Na supi.

30.5.2012

 

 

Nach all den schmutzigen Nachrichten hier mal eine gute: Mein Dingenskirchenhut für abendaktive Vorgartenwikinger


ist auf dem Weg ins Hesselbachtal, ich rechne morgen mit Zustellung. Portugal (oder besser Bordugall, wie unser ehemaliger Außenminister Genscher immer so schön sagte) kann kommen!

30.5.2012


Und jetzt ist auch mein Fan-too geordert. Et wird!

3.6.2012

 


Auf den Hinweis, Irland habe unter ihm noch nie gegen Italien verloren, meinte Irlands Nationalcoach Trappatoni, er müsse auf Holz klopfen angesichts des anstehenden Gruppenspiels. Oder hätte er gesagt, wäre er deutscher Trainer gewesen.

Als Italiener fiel das natürlich etwas italienischer aus: "Entschuldigung, aber ich drehe mich jetzt lieber um, weil ich mir die Eier kraulen muss.

Soll laut glaubwürdiger Behauptung der "Bild" in Italien das bedeuten, bei dem wir tumbe Teutonen nur Holz bemühen. 

3.6.2012

 

 

Gianluigi Buffon ist Torhüter der italienischen Nationalelf, über dreißig und damit in einem Alter, in dem man sich die Frage stellen muss, was nach dem Fußball kommen soll.

Buffon hat offensichtlich das Uhrmachergewerbe für sich entdeckt, denn anders ist nicht zu erklären, dass er 20 Rolex-Uhren geordert und in einem Safe deponiert haben soll. Und damit das alles seine Ordnung hat, wurde auch eine Überweisung über 1,58 Millionen Euro mit dem entsprechenden Vermerk ("= Rolex-Uhren") versehen.

Interessant ist an der Geschichte, dass man Rolex-Uhren in Italien im Tabakladen kaufen kann. Massimo Alfieri ist Inhaber eines solchen Tabakladens und war Empfänger der Buffon´schen Euronen.

Welche Rolle gespielt hat, dass Signore Alfieri in seinem Tabakladen auch ein Wettbüro unterhält, in dem man unter anderem auf Fußballergebnisse wetten kann, weiß ich natürlich nicht.

Was ich aber weiß ist, dass gegen die Herren Criscito und Bonucci ermittelt wird, die wie ein Killerduo von Don Corleone klingen ("Bonucci soll ihm ein Angebot machen, das er nicht ablehnen kann") und in Wirklichkeit - noch - für die italienische Nationalelf spielen. Criscito hat bereits den Flieger heim genommen.

3.6.2012



Einen echten Kulturschock wird die EM für Ukraines Polizei darstellen. Während der EM ist es ihnen unbegreiflicherweise verboten, auf Sonnenblumen-kernen zu kauen, auf die Straße zu spucken, sich über ausländische Fans lustig zu machen, von Touristen Zigaretten zu schnorren oder um Souvenirs zu bitten. Harte Zeiten, das.

3.6.2012


 

Allmählich können einem die Engländer leid tun. Nach Frank Lampard und Gareth Barry fällt jetzt auch Gary Cahill aus, Wayne Rooney ist noch für zwei Spiele der Vorrunde gesperrt.

Im Testspiel gegen die Belgier fiel Verteidiger Dries Mertens offensichtlich ein, dass England bei der EM spielt, Belgien aber nicht, worauf er Cahill fies schubste, der gegen seinen Keeper Hart knallte und sich dabei den Kiefer brach.

Ich sage dabei immer, dass angeschlagene Gegner doppelt gefährlich sind und erinnere mich noch sehr gut an den Untergang des Abendlandes, als der Capitano Ballack vor der letzten WM von Kevin Prince Boateng zusammengetreten wurde und ausfiel. Das setzte Kräfte frei!

PS: Trotz Not am Mann lässt Hodgson "Ferdinand der Stier" zu Hause. Man munkelt, das habe mit der Auseinandersetzung zwischen Terry und Rio Ferdinands Bruder Anton zu tun. Mutig, der gute Roy. 4.6.2012


 

Die Eurokrise auf die EM umgemünzt, ein echter Gersemann!

8.6.2012


 

Heute nun die Nagelprobe. Nicht für Schweini & Co., sondern für Ohrfield und Basti. Der Kater Ohrfield ist das Maskottchen des hiesigen Käsesenders und hat laut Meldung heute orakelig-günstig aus dem Deutschlandnapf gefressen. Ähnlich Basti, der Knuddel-Schnuddel-Köti meines Bruders. Zwei Leckerli in identischer Entfernung vor die Nase gehalten, eines mit einem kleinen Knick in der Ecke für Deutschland, und rrroooaarr war der geknickte Leckerbissen inhaliert. Portugal kann demnach kommen.

P.S. Bei Facebook hat Gideon Böss nachgefragt, ob schon jemand via AstroTV Kontakt zu Okrakel Paul aufgenommen habe.

9.6.2012



Was ist eigentlich los? Fanatismus sieht anders aus! Kaum Fähnchen, kaum Spiegelpariser, überhaupt kaum schwarz-rot-gold. Kommt in die Hufe, Leute! Heute gilt´s und das nicht nur in der Ukraine.

9.6.2012


 

Also, ich fand die Antwort von Herrn Gomez auf die Vorwürfe Scholls schon reichlich Banane. Warum solle er sich ändern, wenn er doch in der Champions League nach Messi zweitbester Torschütze und überhaupt ziemlich erfolgreich gewesen sei?

Um noch besser zu werden?

Um vielleicht mal VOR Messi zu stehen?

Kein Thema für die Fönfrisur. Wie man hört und liest, war Bescheidenheit aber noch nie die Sahneseite von Gomez´ Mario. Wie auch immer - mir sind intelligente Provokateure wie Mehmet Scholl, die auch mal Tacheles reden allemal lieber als weichgespülte Sprechblasenkasper.

12.6.2012


 

Angeblich brennt im holländischen Team vor dem Spiel morgen die Luft. Grund Spannungen zwischen der Mannschaft und van Marwijk, der angeblich stur seinen Stiefel runterspielen lässt. Was immer war oder ist, ich habe auch nicht verstanden, dass er gegen danish knallfrog dynamite so lange so defensiv spielen ließ. Aber - angeschlagene Gegner sind doppelt gefährlich, frag´ mal einer die Franzosen.

12.6.2012


 

Oh nein! Gestern auf dem Nachhauseweg ist das Fähnchen an meiner Kiste weggeflogen und ich erreiche meinen Bruder nicht, um zu fragen, wie Basti tippt *fingernägelkau". Noch genau 10 Stunden.

13.6.2012


 

Sollte uns das Turnier in ein Spiel gegen Italien führen, rate ich den deutschen Verteidigern, eine Heiratsurkunde mit auf den Platz zu nehmen und den Stürmer Cassano nicht zu eng zu decken. Der mag Manndeckung nämlich gar nicht, wie er jetzt zu erkennen gab.

Er hoffe, es seien "keine Schwulen in der Mannschaft", sagte Cassano auf die - nicht ernst gemeinte - Behauptung eines Radiomoderators, es gebe bei den Azzurris zwei Schwule und einen Bisexuellen im Team.

Hiernach muss ihm jemand gesteckt haben, dass das zwar seine persönliche Meinung sein könne, er aber bei einem Turnier, dem u.a. 200.000.000 TV-Zuschauer beiwohnen, nicht notwendig auf uneingeschränkte Zustimmung hoffen könne.

"Schwulenfeindlichkeit" sei ihm absolut fremd, kartete er dann auch brav nach.

13.6.2012




Ich wusste gar nicht, welches Martyrium Jakub "Kuba" Blaszczykowski hinter sich hat. Als 10jähriger musste er 1996 mitansehen, wie sein Vater seine Mutter erstach. Nach dem Tod seiner Mutter und als Folge der hohen Haftstrafe für den Vater wuchs er bei seiner Großmutter und seinem Onkel auf.

Sein Vater wurde 2011 aus der Haft entlassen und verstarb kurz vor der EM. "Kuba" nahm an der Beerdigung teil und kam verspätet bei seinem Nationalteam an. Er hatte nie wieder ein Wort mit dem Vater gesprochen. Über seine Mutter sagte er vor zwei Jahren: "Ich würde alles dafür geben, wäre meine Mutter noch am Leben".

Ich denke, sie wäre sehr stolz auf ihn.

13.6.2012




Grüne = Oberlehrer, diese ewigwährende Wahrheit bestätigt sich aktuell mal wieder.

Ganz zufällig zur EM und in Ansehung eines beflaggten Vaterlandes haben the brains von der Grünen Jugend wieder einen echten - und nicht zu vergessen: echt wichtigen, du! - Knaller auf den einfach nicht aus der Mode kommenden Markt der Betroffenheit geschmissen, nämlich diesen Sticker,


der bereits zur WM 2010 in Südafrika aufgelegt worden war, wobei ich es echt cool gefunden hätte, wenn man damit damals statt mit Michelfarben in heia-popeia-Michelland mit südafrikanischer Flagge in "bunten" Townships hausieren gegangen wäre, aber nun gut.

Ich denke, diese Leute sind intellektuell einfach in den 70ern und 80ern kleben geblieben, als man in Frankreich französischer als die Franzosen war, sich als Finne ausgab und über deutsche "Touris" lachte, ohne zu merken, dass man selber einer war.

Nicht ernst nehmen und weiter im Sandkasten ihrer Komplexe mit den Förmchen spielen lassen. Ich glaube nicht, dass dieser Mist größere Aufmerksamkeit verdient hat.

Grüne klar, aber warum Oberlehrer?

Nun, unser hiesiges Anzeigenblatt vermeldete gestern, es häuften sich die Fälle, in denen Fähnchen von Fahrzeugen geknickt und die Autobesitzer mittels kleiner Zettel unter der Windschutzscheibe daran erinnert würden, "das" sei "nationalistisch", wobei für solche Leute ja "Nationalismus" bescheuerterweise ein Synonym für "Patriotismus" darstellt und umgekehrt.

In dubio pro reo, das müssen nicht notwendig grüne Knicker gewesen sein, ich nenne so was aber Oberlehrer, weil sie wie die von ihnen immer wieder gegeißelten Spießer in "geordneten Verhältnissen" anderen Leuten wie üblich etwas vorschreiben müssen und so was ist in diesem Lande zur Zeit bekanntlich mächtig en vogue.

Und das ist der Treppenwitz an der Geschichte - Grüne verstehen sich zuvörderst ja als intellektuelle, kulturelle und vor allem moralische Avantgarde und - peng - plötzlich funkt die Falschparkeraufschreiber-fensterkissenundfetterpudelbesitzerfraktion einerseits und das Fähnchenknickerundwichtigestickerverteiler-politbüro andererseits auf ein und derselben Frequenz. Oops, wow, klasse.

Und weil meine heiligen Fähnchen offensichtlich im Dutzend gemeuchelt werden, gehört dieser Beitrag ins EM-Tagebuch.

14.6.2012



Sado-Maso in gelb, schockierend!

Weil der schwedische Ersatzkeeper Wiland beim Ballhochhalten mies ist und gepatzt hatte, musste er die Hose runterlassen und die Mitspieler feuerten Bälle auf seinen nackten Hintern.

Ob es sich um einen urschwedischen Brauch - die berüchtigte "Pømbe"? - und damit Folklore handelte, weiß ich nicht, Fakt ist, dass sich bereits Menschenrechtsorganisationen eingeschaltet und Alarm geschlagen haben. Mit Recht, wo kämen wir denn sonst hin? Kindersoldaten, erniedrigte Frauen und diskriminierte Alte - tretet zurück, hier tut sich ein Abgrund auf, der unser aller Mitgefühl und Tatkraft bedarf!

Ich hoffe sehr, dass jetzt der DFB umgehend eine interkulturelle Kommission ins Leben ruft und solche und ähnliche Schweinereien vor allem in den unteren Fußballklassen der Omertá entreißt, denn es kann keinem Zweifel unterliegen, dass auch hierzulande ein mafiöses Netz von Tätern, Gehilfen, Mitläufern und Menschen existiert, die einfach wegschauen und vielleicht auch noch lachen. Wann spricht Claudia Roth? Die Nation wartet! 

15.6.2012



This is Russia (8.6.2012)




This is Russia (16.6.2012)



Die 'Panzer' sollen in die Liste der griechischen Opfer aufgenommen werden. Wir haben es schon gegen Frankreich (2004), gegen Portugal (2004) und gegen Russland (2012) geschafft. Jetzt ist es Zeit, auch gegen Deutschland zu gewinnen“, sagt "Sportday" aus Griechenland unmittelbar nach dem Einzug der Deutschen ins Viertelfinale.

18.6.2012



 

23.6.2012




Nicklas Bendtner, Stürmer der dänischen Nationalelf mit Rückfahrtticket, hat teure Unterhosen. Beim Torjubel im Spiel gegen die Portugiesen zog er sich die Kicker-Hose runter und entblösste grüne (!) Unterwäsche, die ihm ein Wettbüro vorher geschenkt hatte. Klaro befand sich das Logo auf der Textilie.

Abgesehen davon, dass jeder für sich entscheiden muss, ob er sich umgehend ins nächste Wettbüro begibt, weil er zuvor Herrn Bendtners grüne Unterhose gesehen hat, war das für die UEFA zu viel.

Bei der UEFA EM 2012 verdient nur einer Geld oder sagt, wer Geld zu verdienen hat und das ist die UEFA. Wie, will ich übrigens gar nicht wissen.

Die höchstmögliche Geldstrafe von 100.000,00 Euronen wurde jedenfalls gegen den Dänen verhängt, ferner bekam Bendtner, der sofort in Berufung ging, ein Spiel Sperre aufgebrummt.

Klar schreckt das ab, aber was machen die, wenn einer mal wirklich die Haut zu Markte trägt und mit einem Tatoo sagen wir von einem Kondomhersteller wirbt? Sven Ottke hat schließlich schon in einer Condomi-Hose Leute aus anderen Ländern vermöbelt und das kam sogar im Fernsehen. 

25.6.2012



 

Und noch eine Kurznachricht aus der Rubrik "Deppen schauen Fussball": Die spanische Sozialistin Valenciano twitterte beim Spiel Spanien - Frankreich über Ribéry: „Habt ihr jemals einen so hässlichen Typen wie ihn gesehen?“. Sie entschuldigte sich nachher, es lässt aber trotzdem tief blicken.

25.6.2012



 

Frauen und Abseits - keine Sorge, hier wird nicht abgelästert, aber ich habe es sogar schon mit Zeichnungen versucht. Es funzt einmal und beim nächsten"Haste gesehen, klar abseits!" ein "äh, nee". Also muss ´was Anderes her, irgendeine Frau wird sich doch mal an einer Übersetzung versucht haben und - voila - bei blog-8.de wurde ich fündig:

So erklärt, muss es einfach klappen Beschreibung: :o) :

Du befindest Dich in einem Schuhladen und stehst an der Kasse. Vor Dir in der Schlange steht nur noch eine einzige Dame, eine nette, sympathische Erscheinung. Sie scheint die Kassiererin zu kennen, gehören wohl irgendwie zusammen. Auf einmal entdeckst Du auf dem Regal hinter der Kassiererin ein Paar Schuhe, in das Du Dich sofort verliebst. Du hast zwar schon genügend Schuhe, aber dieses Paar ist einzigartig, Du musst es einfach haben, dieses Paar ist nur geschaffen worden, um Dir zu gehören, Du musst es besitzen, damit Dein Leben glücklich weitergeführt werden kann, es geht nicht mehr ohne dieses Paar …!

Plötzlich bemerkst Du, wie die Dame vor Dir in der Schlange mit dem selben Paar liebäugelt … die blöde Kuh! Per Blickkontakt signalisiert sie, daß das Paar nicht in Deine Hände gelangen soll. Ihr beide habt nicht genügend Geld dabei, um das Paar zu bezahlen. Vordrängeln macht keinen Sinn ohne bezahlen zu können. Die Verkäuferin schaut Euch geduldig an und wartet. Deine Freundin, die gerade im Laden andere Schuhe anprobiert, erkennt Deine mißliche Lage und reagiert, wie es natürlich eine solidarisch-loyale Freundin, wie man sie in einer Extremsituation wie dieser braucht, tut.

Sie plant, Dir ihr Portemonnaie zuzuwerfen, damit Du das hinterhältige, fette Biest vor Dir geschickt umrunden und die Schuhe kaufen kannst.

Sie wird Dir den Geldbeutel über sie hinweg nach vorne werfen, und während dieser sich in der Luft befindet, umrundest Du das Miststück, fängst das Geld und kaufst blitzschnell die Schuhe.

Aber!

So lange Deine Freundin den Akt des Zuwerfens nicht abgeschlossen hat, d.h. das Geld sich noch in ihrer Hand und nicht in der Luft befindet, darfst Du Dich beim Überholen zwar auf gleicher Höhe, aber nicht schon vor der anderen Kundin befinden …..

….. andernfalls bist Du im Abseits!

Klar soweit? Na, auf jeden Fall konnte das ein Leser so nicht stehen lassen und fügte eine weitere Erklärung an:

 

Hier noch eine Metapher für adipöse Gebäckfreunde:

Es ist elf Uhr.

Du stehst bei Sparre an der Vitrine, deren Innereien aus siebzehn Honigbienen und einer Streuselschnecke bestehen. Deine Frau wartet draußen, mit laufendem Motor in zweiter Reihe.

Ihr Blick fällt auf die Schnecke und den Mitbewerber neben Dir – ein untersetzter Rostocker Sachbearbeiter im flauschigen und ebenso farbenfrohen Freizeitanzug von Tommy Hilfiger, der in der Reihe vor Dir dran wäre.

Ein Pokerprofi in der Backstube: Seine Sportsonnenbrille von Ralph Lauren lässt keine Schlüsse auf die Blickrichtung zu…

Deine energische Frau erkennt das Dilemma, hetzt in den Laden und wirft Dir entschlossen ein Eurostück zu – Du fängst es auf, lässt es in die Kleingeldschale mit Dankeschön-Imprint gleiten und sagst mit krächzender Stimme »Ich nehm die Schnecke!«

In diesem Augenblick gibt auch Dein Gegner seine Bestellung auf: »Momentchen, erst bin ich dran… Die Schnecke!« Du hättest seine Bestellung abwarten müssen.

Jetzt bist Du abseits, Freundchen!

25.6.2012




Französische Lebensart  "à la foot" haben wir ja bereits bei der WM 2010 erleben dürfen, auch wenn ich wegen des schrägen Herrn Domenech ein gewisses Verständnis hatte, der Mann war ja wirklich das Grab.
Jetzt geht es wieder rund.

Ein Herr Marvin (!) Martin, seines Zeichens Ersatzspieler der blauen Jungs, feuerte vor dem Spiel gegen die Spanier einen Ball auf die am Spielfeldrand stehende spanische Reporterin Sara Carbonero ab. Frau Carbonero ist Verlobte des spanischen Keepers Casillas, die Ansage war demzufolge klar.

Samir Nasri nannte einen Reporter nach dem Spiel "Hurensohn" und empfahl ihm die Vornahme gewisser sexueller Handlungen an sich und seiner Mutter, im Übrigen würde die Presse ja sowieso "nur Scheiße schreiben". Nachdem eine jahrelange Sperre drohte, entschuldigte sich Nasri zwischenzeitlich.

M´Vila spuckte in Richtung Trainer Blanc - man sieht, welche Perlen die Grande Nation da zum Funkeln gebracht hat.

26.6.2012

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