T.C. Boyle - Drop City

Ich denke, ich würde auch den Quartalsbericht der Bundesbank lesen, wwäre er von Boyle verfasst. Was für ein Schriftsteller. Seine kraftvolle, sarkastisch-komische und bunte Wortwahl ist ungeachtet des Sujets immer eine Pracht, auch wenn er meines Erachtens nicht immer an die Qualität solcher Knaller wie "Wassermusik" anknüpfen konnte.

In Drop Citiy führt er zwei Handlungsstränge zusammen, zum Einen die Geschichte einer kalifornischen Hippie-Kommune, zum Anderen die des Trappers Sess Harder, dem es gelungen ist, eine Mischung aus Marylin Monroe und der goldenen Fee aus der Werbung in seine  Blockhüttenbutze in der Einöde Alaskas zu locken, wo sie schuften, aber auch zuckersüßen Honeymoon feiern, den üblichen eifersüchtigen, hier hundemordenden Schurken inklusive. 

Da die Hippies aus verwaltungstechnischen Gründen das Weite suchen müssen - ihre Drop City-Kommune wird mittels Bulldozern geräumt -, entschließen sie sich, nach Alaska auszuwandern, wo sich alle Protagonisten natürlich über den Weg laufen.

Wie immer bei Boyle läuft das alles nicht ohne Katastrophen ab und die Story wirkt von außen betrachtet auch ziemlich hanebüchen, der burleske und oft sehr komische Stil Boyles ist aber Grund zur Lektüre genug.

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