Frederick Forsyth - Die Todesliste

Forsyth vorzustellen hieße die bekannten Eulen nach Athen zu tragen. Sein "Schakal" ist ebenso eon Klassiker wie die "Akte Odessa".

Forsyth ist einerseits durch und durch old school, schreibt aktuell aber nach wie vor erstklassig recherchierte Thriller in Topqualität. Echte Menschen oder eher echte Männer haben aber eine mindestens 10jährige Ausbildung idealerweise bei britischen oder amerikanischen Sondereinheiten, wirken auch middle-aged fit und durchtrainiert, sind lauter durch und durch, knorrig, aber tief innen nette Kerle. Der Geruch nach Kordit ist ihr Eau de Toilette. Wen das nicht stört, der ist hier richtig.

Die Todesliste führt der US-Präsident und sie enthält die Personen, die man tot sehen möchte. Auf diese Liste schafft es auch ein anonym auftretender Internetprediger, der für mehrere Selbstmordattentate verantwortlich gemacht wird, wie man sieht ein aktuelles Thema. Auf ihn angesetzt wird ein Marine, genannt der Spürhund, der ihn identifizieren, lokalisieren und eliminieren soll. Das ist wie bei Forsyth immer ein bunter Reigen mit vielem Zick und Zack, gespickt mit Leichen und interessanten Infos, die ganze Welt ist sein Spielfeld. Mir hat es gefallen, ein Schmöker für Winterabende, wenn in der Glotze nichts kommt. 

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