Stephen Harding - Die letzte Schlacht

Aufmerksam wurde ich auf das Buch durch einen Artikel, der sich mit einem Kuriosum unmittelbar vor oder bei Ende des Zweiten Weltkrieges befasste.

Die Nazis hatten fanzösische Edelgefangene wie die ehemaligen Premiers Daladier und Reynaud, die militärischen Oberbefehlshaber Weygand und Gamelin und unter auch das Tennisas Jean Borotra auf Schloss Itter bei Wörgl interniert. Bei Kriegsende entschloss sich die Waffen-SS, diese Gefangenen umzubringen und rückte auf Schloss Itter vor. Der lokale Widerstand nahm sofort Kontakt mit den bereits in der Nähe stehenden Amerikanern auf, die Soldaten, unter ihnen einer ihrer Panzerkommandanten - John "Jack" Lee - losschickten, um die Gefangenen zu befreien. Lee brach durch und verschanzte sich mit seinen Leuten im Schloss.

Der Clou war, dass sich eine in der Nähe befindliche kleinere Einheit der Wehrmacht unter Führung des hochdekorierten Major Gangl  entschloss, Kontakt mit den Amerikanern aufzunehmen und sie beim Kampf gegen die Waffen-SS zu unterstützen. So kam es, dass zum ersten und einzigen Mal in der Geschichte des Zweiten Weltkrieges US-Amerikaner gemeinsam mit der Wehrmacht gegen deutsche Truppen kämpften. Der Angriff der Waffen-SS konnte so lange abgewehrt werden bis größere US-Einheiten auftauchten und die Besatzung nebst der Gefangenen endgültig befreiten.

Gangl fiel im Laufe der Kämpfe und ist heute in Österreich Nationalheld.

Um die Fakten zu kennen reicht eigentlich ein Artikel etwa in SPON. Das zweifelsohne flüssig und flott geschriebene Buch befasst sich demgegenüber sehr stark mit der Vorgeschichte, speziell den Schicksalen der auf Itter inhaftierten Franzosen. Die eigentliche Auseinandersetzung wird relativ kurz abgehandelt. Am Schluss folgt noch, was aus den Beteiligten wurde,.

Ein Kann, kein Muss.


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