Karlheinz Deschner - Der gefälschte Glaube

Ein Buch wie eine gewaltige Ohrfeige! Der erst vor kurzem verstorbene bekannte Kirchenkritiker Deschner listet in diesem Buch gut verständlich und akrtibisch die inneren Widersprüche und Lügen des christlichen Glaubens und in der weiteren Folge auch der "offiziellen" Kirche auf und belegt, auf welch tönernen Füßen eine Glaube steht, dem mehr als zwei Milliarden Menschen weltweit angehören. Das gelingt auch deshalb gut, weil viele Vorgänge in einen historischen Kontext gesetzt werden. Seien es die kirchlichen Dogmen zur Gottheit Christi, zur päpstlichen Unfehlbarkeit, seien es Taufe, Abendmahl und die Beichte, Deschner zerreißt die dem Uneingeweihten als unverrückbar feststehenden "Wahrheiten" dieses Glaubens, dass man sich nur noch aus kulturellem Interesse einer Kirche nähern mag. Wie immer in diesen Fällen muss Deschner bewusst gewesen sein, dass er manchem Leser den spirituellen Boden unter den Füßen wegzieht, aber er wird es mit The Hitch gehalten haben, der meinte, er brauche keinen religiösen Glauben, um ein guter Mensch zu sein, es reichten die Grundsätze humanitären Denkens. Und das war für ihn natürlich nicht deckungsgleich. Tolles Buch. 

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