Christopher Buckley – Danke, daß Sie hier rauchen

Ein durch und durch politisch inkorrektes Buch, aber (deswegen?) in weiten Teilen sehr sehr witzig.

Es gibt mittlerweile auch einen Film nach dem Buch, der – wie so oft – die Romanvorlage nicht annähernd erreicht.  

Erzählt wird die wechselvolle Geschichte eines erfolgreichen Tabaklobbyisten, der seinen Job mit der hierfür erforderlichen Portion Zynismus und Realitätsverachtung erledigt und dann das Opfer einer Entführung wird, die ihrerseits auf einer Intrige gründet.

Ein WIRKLICH besserer Mensch wird Nick – unser kettenqualmender Held – dadurch nicht, aber er ist bereit, das eine oder andere Zugeständnis an den gesunden Menschenverstand zu machen und damit nähern wir uns dann wieder der typisch amerikanischen Sicht des Genres.

Ich fand´s – trotzdem - gelungen, Buckley hat eine gute Schreibe. 

Völlig unverständlich ist für mich, dass das Buch hier zu Lande nur von Zweitausendeins verlegt wurde. 

Wer ordert, sollte sich im Übrigen unbedingt auch "Florence von Arabien" beschaffen, Buckleys ebenso höchst unkorrekte und witzige Abrechnung mit einer völlig aus dem Ruder gelaufenen Religion. Mit diesem Ding wäre Buckley an sich reif für die Fatwa.

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