„Die mit dem Blut unterschreiben“ – mit diesem friedensverheißenden Titel schmückt sich die islamistische Terrorgruppe unter Mokhtar Belmokhtar, die das algerische Gasfeld Ain Amenas und die dort tätigen Arbeiter in ihre Gewalt gebracht haben. Ein erster Befreiungsversuch durch die Algerier endete offensichtlich in einem Fiasko, viele in- und ausländische Geiseln sollen ums Leben gekommen sein. Der Terror wirkt – nach Ankündigungen der Islamisten, auch andere Öl- und Gasfelder anzugreifen, ziehen internationale Konzerne wie BP ihr Personal ab, zumal die Krise auf Ain Amenas nach wie vor nicht beigelegt ist.

Algerien grenzt im Süden an Mali, von dessen Norden aus sich die Islamisten auf gemacht haben, um Mali für den Propheten zu erobern. Mittlerweile stehen ihnen dort aber die Franzosen im Weg.

Wie man liest, sind nach dem Sturz Ghaddafis die libyschen Waffenkammern im Wesentlichen von den von ihm damals verpflichteten Touaregs geplündert worden, die diese Waffen dann vor ihrem später bekanntlich schiefgegangenen Deal mit den Islamisten nach Mali verbrachten, um die Regierung in Bamako zu vertreiben. Dabei haben sie wie so viele die islamistische Tradition übersehen, nur so lange mit anderen Kräften zusammenzuarbeiten, bis das anvisierte Zeil erreicht ist und nun auch die ehemaligen Verbündeten massakriert werden müssen.

Östliches Nachbarland Malis ist Niger, das im Norden an Libyen grenzt, östlicher Nachbar von Algerien. Mali grenzt im Westen wiederum an Mauretanien und damit wäre der aktuelle Wirkungsbereich nordafrikanischer Islamisten beschrieben. Gott ist groß. 

18.1.2013


Der IS-Terror bekommt eine neue, länderübergreifende Qualität und nach den Attacken zweier Islamisten auf einen Soldaten mitten in London ist es aus meiner Sicht nur noch eine Frage der Zeit, bis dieser Terror auch das Mittelmeer überquert und direkt in unseren Straßen wütet. Aktuell hat eine algerische IS-Splittergruppe einen 55jährigen französischen Touristen entführt und droht mit seiner Hinrichtung, sollte Hollande nicht die Einstellung der militärischen Aktionen im IS-Gebiet anordnen. Außenminister Fabius hat mitgeteilt, man suche nach der Geisel, werde sich der Drohung aber nicht beugen. Es steht also die Veröffentlichung eines weiteren scheußlichen Videos an. 

24.9.2014


Hervé Gourdel (55) ist tot, enthauptet von Mitgliedern der islamistischen Dschund al-Khilafa, weil er Franzose war, sich Frankreich am Kampf gegen den IS beteiligte und er als Bergführer im algerischen Gebirge zur falschen Zeit am falschen Ort war. Das reicht dort aus.

25.9.2014

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