Die Muslimbrüder haben es in der Hand. Die Wahl haben sie gewonnen und wenn es nach dem geht, was in der Vergangenheit propagiert wurde, dann sieht das nicht gut aus für eine pluralistische ägyptische Gesellschaft. Andererseits darf jeder dazulernen und nach Stand jetzt wird man wohl nicht mit der salafistischen "Nur"-Partei keine Koaltition bilden, obwohl die sehr gut abgeschnitten hat und man auf eine satte Mehrheit der Sitze käme.

Die säkularen Kräfte landeten abgeschlagen im Irgendwo, obwohl es es gerade auch sie waren, die Tahrir zu einem Fanal gemacht hatten. Und Hamad Abdel-Samad hat auch etwas dazu gesagt.

Ich wünsche dem Land jedenfalls den inneren Frieden, den es benötigt, um als stabilisierende Macht in einer der unruhigsten Gegenden der Welt wirken zu können und Gegenentwurf zu den Schreckensregimen in Damaskus, Teheran und Riad zu werden.

13.12.2011

 

 

Mohamed Kandeel ist  Professor für Gynäkologie und Geburtshilfe an der Universität im ägyptischen Menofiya und publiziert als Mitglied auch für die "Genfer Stiftung für medizinische Ausbildung und Forschung".

Nachdem nun in Deutschland ein Gesetz auf dem Weg ist, das die Beschneidung von Jungen straffrei stellen soll, fordert der Mediziner nun, die Beschneidung von Mädchen ebenfalls zu legalisieren. Bei diesem Eingriff wird dem Mädchen die gesamte Klitoris oder wesentlicher Teile davon entfernt.

Zur Begründung beruft sich Kandeel ausdrücklich auf Hadithen und die Sunna, die Begründung ist also primär religiös motiviert.

Ich hatte Genitalverstümmelung immer für einen barbarischen Akt barbarischer Gesellschaften gehalten, muss aber zur Kenntnis nehmen, dass so etwas auch in gebildeten Kreisen diskutiert wird. Man darf auf das Echo gespannt sein. 

6.11.2012

 


Hamed Abdel-Samad: Ägyptens Jugend wird sich gegen Euch erheben!

Muslime gegen Islamisten und auch für uns zwei Erkenntnisse:
1. Gewinnen kann man gegen Radikale allgemein und radikale Muslime im Speziellen nur, wenn man noch entschlossener als sie für das kämpft, das man als richtig erkannt hat.
2. Islamisten benutzen trotz aller Lippenbekenntnisse demokratische Spielregeln nur, um Unfreiheit und Unterdrückung zu installieren. Ich hoffe, man erkennt und versteht die Botschaft auch hierzulande.

Nach Bonn werden sich unter anderem Politik und Ermittlungsbehörden beispielsweise die Frage gefallen lassen müssen, ob und wie lange Hassprediger in diesem Land weiter ihr Gift verbreiten und muslimische Verbände hierzu schweigen dürfen.

In Ägypten ist die Blaupause für den Machtwillen und die Skrupellosigkeit des Islamismus deutlich geworden.
Ich hoffe für die gepeinigten Ägypter, dass Herr Abdel-Samad recht behält. 

30.12.2012 

 

 

"Nur der Satan isst mit links" wird dem Hamburger Journalist Fritz Schaap entgegengeschleudert, als er versehentlich mit links essen will.

Schhaap hat sich undercover in einer Islamistenschule in Alexandria eingeschleust, um zu sehen, wie vor Ort westliche Islamkonvertiten ausgebildet zu werden. Es offenbart sich das alte Bild - junge Männer, ihres bisherigen Lebens überdrüssig rennen blind einer Fata Morgana hinterher und ihr Enthusiasmus wird gnaden- und skrupellos ausgenutzt.

Schaaps Erkenntnisse zeigen allerdings eine Einfalt bei diesen Konvertiten, die zumindest auf mich ziemlich schockierend wirkt, auch weil man ahnt, zu welchen Dingen diese indoktrinierten Zombies nach ihrer "Ausbildung" in der Lage sein werden.

21.1.2013


 

Präsident Mursi hat im Januar 2013 der FAZ dieses Interview gegeben, das sich gut liest. Alle Religionen bzw. die Gläubiger jeder Religion werden gleich behandelt, dito die Frauen, ein Gottesstaat soll es auf keinen Fall werden, auch wenn die Schari´a ihren Platz in der Verfassung hat. Das alles liest sich gut und ich wünsche es wie mehrfach erwähnt, dass das Land zur Ruhe kommt und die Arabellion nicht als Geburtshelferin für einen politischen Fundi-Islam vor Ort wurde, der das zerstört, was die Bürger dieser Staaten angestrebt haben. 

23.1.2013

 

 

 

 

Aus und vorbei, Mursi wurde nach blutigen Unruhen vom Militär gestürzt. Hier die Abrechnung von Hamad Abdel Samad, der den Sturz Mursis für "alternativlos" hält.
Wer sich daran erinnert, in welche Schlachthäuser islamistische Regime die von ihnen regierten Länder verwandelt haben und welche Unberechenbarkeit sie auszeichnete, der kann sich der Meinung anschließen.
Keine Frage bleibt ein übler Beigeschmack, wenn vordem demokratisch gewählte Regierungen so gestürzt werden, aber welcher Aufwand hätte betrieben werden müssen, wenn sich ein autoritäres islamistisches Regime erst fest etabliert hätte, mit allen Auswirkungen etwa für Israel, das mit Ägypten unter Mubarak inoffiziell ja hinreichend friedlich koexistierte?

30.7.2013

 


Auch im Oktober 2013 hat sich die bedrängte Lage der ägyptischen Kopten nicht verbessert, im Gegenteil. 

Die FAZ berichtet in diesem Artikel darüber, dass die Lage immer prekärer werde, es komme zu religiös motivierten Übergriffen gegen Kirchen, aber gerade auch gegen Menschen. 

Die Sicherheitsbehörden tun was sie können, sind aber offensichtlich chronisch unterbesetzt. 

4.10.2013


Ist Hamed Abdel Samad Herr Maged und seinen durchgeknallten islamistischen Spießgesellen von der Gamaa Islamija jetzt zum Opfer gefallen?

 

Seit gestern fehlt von Samad jede Spur, nachdem er sich - dieses Mal ohne den notwendig gewordenen Leibwächter - mit jemandem im Al-Azhar-Park in Kairo treffen wollte. Assem Abdel-Maged hatte im Juni 2013 öffentlich zum Mord an Samad aufgerufen.
Ich hoffe, dass das alles nur ein Versehen ist und es Samad gut geht.
Ich erwarte, dass sich die deutschen Islamverbände und sämtliche Fraktionen einmischen und Druck machen.
25.11.2013




Heute hat das Auswärtige Amt offensichtlich eine Reisewarnung für Sharm-el-Sheikh ausgerufen und die großen Gesellschaften wie Thomas Cook fliegen ihre Leute aus. Grund sind Ankündigungen von Islamisten, auch den beliebten Ferienort mit Anschlägen heimzusuchen. In etwas so wie bei Taba vor zwei Wochen, wo eine Bombe neben einem Touristenbus explodierte und mehrere Koreaner tötete. Waren halt auch Ungläubige. 
28.2.2014

 

 

Hamed Abdel-Samad hat aktuell auf Facebook gepostet, dass Al-Azhar die Aufführung der neuen "Noah"-Verfilmung von Russell Crowe in Ägypten verbieten lassen will. Grund: Propheten solle man nicht darstellen und im Übrigen stimme der Plot nicht mit der koranischen Noah-Story überein. Abdel-Samad merkt an, dass man gegen Mel Gibsons "Jesus"-Film 2004 nichts einzuwenden hatte, obwohl Jesus nach dem Verständnis des Koran auch ein Prophet war und die Kreuzigung  nicht im Koran erwähnt ist, ihm insoweit also widerspricht. Schlussfolgerung Abdel-Samad: Die Gibson-Verfilmung war tendenziell eindeutig antijüdisch, also Daumen hoch von Ägyptens Glaubenshütern.

6.3.2014

 

 

»Wenn die Juden Palästina verließen, würden wir dann anfangen, sie zu lieben? Selbstverständlich nicht. Die Juden sind Ungläubige, nicht, weil ich es sage, sondern weil Allah es sagt. […] Sie sind nicht unsere Feinde, weil sie Palästina besetzen; sie wären auch dann unsere Feinde, wenn sie nichts besetzt hielten. Wir müssen glauben, dass unser Kampf gegen die Juden ewig währt und nicht enden wird bis zur letzten Schlacht. […] Ihr müsst glauben, dass wir sie bekämpfen, besiegen und vernichten, bis kein einziger Jude mehr auf dem Angesicht der Erde ist.«

 

 

Muhammad Hussein Yaqub, ein bedeutender Kleriker aus Alexandria und Autor zahlreicher Bücher, 2009 im privaten ägyptischen Fernsehsender Al-Rahma TV. Derselbe Yaqub übrigens, dessen Rede der Muslimrat München e.V. auf seine Homepage stellt.

Stefan Frank hält in diesem Beitrag übrigens Leute wie Yaqub für die geistigen Brandstifter, die den Boden bereiten für Massaker wie die von ihm beschriebenen.  

 

 


Anfang Dezember 2014 fand an der hochmögenden Al-Azhar-Universität in Kairo die "International Counterterrorism Conference" statt. Dort wurde die IS-Ideologie "kritisiert", man weigerte sich jedoch, sie als "unislamisch" zu brandmarken. Der Pressesprecher nachher: "Als offizielle Einrichtung hat Al Azhar noch nie in ihrer Geschichte irgendjemanden oder irgend eine Organisation für unislamisch erklärt." 

22.12.2014

 

Hier ein Interview mit Tawadros II., dem Papst der koptisch-orthodoxen Kirche in Ägypten zur Verfolgung der Christen weltweit und zur Situation unter Mursi. 

26.12.2014

 

Die Al-Azhar als "Leuchtturm des Islam", als Waffe gegen den Islam? Wenn selbst Volker Kauder düpiert, resigniert und hoffnungslos nach Hause fährt, weiß man, was man von dieser Institution zu halten hat. 

 

 

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