Hamed Abdel-Samad hat sich heute auch noch einmal über Facebook zu Wort gemeldet:

"Heute habe ich viele Facebook-Nachrichten bekommen, die die Empörung ihrer Verfasser darüber zum Ausdruck bringen, dass PEGIDA ein altes ZDF-Video von mir auf Facebook teilt, wo ich den Islam kritisiere. "Sind Sie nun zufrieden?" lautet eine Nachricht. "Ich hoffe, Du bist mindestens stolz auf dich" lautet eine andere. 
Ich bin dieser Form der moralischen Erpressung gewohnt seitdem ich mein erstes Buch veröffentlicht habe. Aber seit dem Aufstieg von PEGIDA und angesichts der Hilflosigkeit Vieler im Umgang mit diesem Phänomen, vermehrt sich die Kritik an meine Person und meine Thesen zum Islam. Sowohl Muslime, die sich im Selbstmitleid wärmen als auch einige deutsche Islam-Anwälte wie Todenhöfer und Co, machen nicht sich selbst, nicht IS, nicht den Islamverbänden, nicht der Politik, sondern mir und anderen Islamkritikern für die Entwicklung verantwortlich. Was für eine Heuchelei! Und dann wundert man sich dass es nicht besser wird! 
Meine Meinung zum Islam habe ich mehrfach veröffentlicht. Ich stehe zu dieser Meinung und werde nicht aufhören, meine Meinung überall und jederzeit zu sagen. Jeder darf diese Meinung teilen, ablehnen, diskutieren oder kritisieren. Das gilt für fromme Muslime genauso wie für PEGIDA. Das ist meine Vorstellung von einem gesunden Disput und mein Verständnis von Meinungsfreiheit. Ich bin nur für das was ich schreibe oder sage verantwortlich, nicht für das was andere daraus ablesen. Ich kritisiere Ideologien, Denkstrukturen und Verhaltensweisen, die kritisiert werden müssen. Wer diese Kritik aus Angst vor den Reaktionen unterbinden will, ist nicht an einer Lösung des Problems interessiert. 
Die Kanzlerin und viele andere Politiker haben PEGIDA bereits kritisiert. Auch viele muslimische Journalisten und Funktionäre tun seit Wochen nichts außer PEGIDA zum Affen zu machen. Was hat das alles gebracht? Muslime bejubeln die Kanzlerin heute wie sie damals Wulff bejubelt hatten als er behauptete, der Islam sei ein Teil Deutschland. Merkels und Wulffs Aussagen sind zwar Balsam auf der gekränkten muslimischen Seele, aber diese mündliche Symbolpolitik bleibt nutzlos, solange man kein größeres Problem im Umgang mit Islam und Migration als PEGIDA sieht. Im Gegenteil, von den Aussagen der Kanzlerin profitieren weder Muslime noch die politische Mitte, sondern genau die, die die Kanzlerin zu bekämpfen meint. 
Wer glaubt, eine Meinung wie die meine sei das Problem, hat die Natur dieses Problems noch nicht begriffen. Nicht die Kritik, sondern die Unfähigkeit zur Selbstkritik ist das Problem. Auch das gilt für die Kanzlerin, für Muslime und PEGIDA. 
Übrigens zitieren IS-Kämpfer oft den Koran und den Propheten bevor sie Menschen enthaupten, vergewaltigen oder in die Sklaverei verkaufen. Warum macht dann keiner dieser Moralapostel den Propheten für die Gräueltaten des IS verantwortlich? Nein, diese behaupten gerne, der IS habe den Koran und dem Propheten falsch verstanden!
Deutsche Islam-Anwälte tun den Muslimen kein Gefallen indem sie Muslime zu Objekten machen, die höchstens Mitleid und Schonung vor der Kritik verdient haben! Solche sind sogar schädlicher für Muslime als PEGIDA, weil sie Muslime ständig als Opfer des Westen darstellen und sie somit daran hindern, die selbstgemachte Probleme zu lösen!"

 

 

Endlich mal eine neue Idee im Medieneinerlei - Harald Martenstein vergleicht Pegida mit der Apo der 60er. Originell. Kostprobe gefällig?

"... Die fixe Idee der neuen Apo ist die angebliche „Islamisierung“ Deutschlands. Die alte Apo behauptete, dass Westdeutschland auf dem Weg in einen neuen Faschismus sei – ein Faschismus mit Willy Brandt als Außenminister? War das die intelligentere Weltsicht? Die Grenzen zwischen der Apo und dem politischen Terror waren fließend. Viele hatten Sympathien für die Killertruppe RAF und für blutrünstige Diktatoren wie Pol Pot oder Mao. Der ehrenwerte Rudi Dutschke stand am Grab des Terroristen Holger Meins, ballte die Faust und rief: „Holger, der Kampf geht weiter!“ Aus diesem Milieu stammen zahlreiche spätere Spitzenpolitiker, die sich heute einen Wettstreit um die Weltmeisterschaft im Moralisieren liefern..."

Fettdruck von mir, natürlich.

 

 

Holla, fangen da die künftigen 2017er-Koalitionäre an sich zu zoffen?

 

 

"Pegida ist keine Krankheit, Pegida ist das Symptom", so die mit Herzblut verfasste Stellungnahme von Monika Maron in der heutigen WELT. 

 

Und hier eine Analyse des konkursreifen EU-Einwanderungsrechtes in Zeiten führer- und besatzungs- loser Frachter mit Kurs auf Italien.

 

 

Auch die streitbare Katharina Szabo hat sich jetzt eingemischt - ein Wort, und schon ist man Nazi.

 

 

 

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