Aus einer aktuellen Fatwa des ägyptischen Rechtsgutachters Taqi ud-Din Ahmad bin Taymiyyaa, einem der einflussreichsten Schriftgelehrten des sunnitischen Islam  zur Frage des Abrisses einer christlichen Kirchen in Ägypten, der auf Widerstand koptischer Christen gestoßen war:

„"…Ihre Behauptung (die Behauptung der ägyptischen Christen), dass sie von den Muslimen auf ungerechte Weise behandelt wurden, weil diese (die Muslime) ihre Kirchen geschlossen haben, ist eine Lüge, die dem Konsens der Muslime widerspricht. Die Schriftgelehrten der vier Rechtsschulen (des sunnitischen Islam) Abu Hanifa, Malik, ash-Shafi'i, Ahmad ibn Hanbal und die anderen Führer (der Muslime) ... und die Weggefährten Muhammads vorher und ihre Nachfolger, alle diese sind sich darüber einig: Falls der (muslimische) Machthaber Kirchen in dem (von Muslimen) beherrschten Land abreißt wie in Ägypten, fast überall im Irak, in Syrien, etc., kann dies nicht als ungerecht angesehen werden. Hier spielt es keine Rolle, ob seine Tat eine rein individuelle Entscheidung oder der Vollzug von Empfehlungen anderer ist. Diesem Machthaber muss dabei (beim Abriss der  Kirchen) gehorcht und geholfen werden von jedem, der dies für richtig hält."

7.1.2010



Aus einer Fatwa vom 5.11.2009 des  Rechtsgutachters Scheich Saleh bin Fauzan bin Abdullah al-Fauzan  zur Frage, wie ein Muslim anzusehen sei, der Christen den Bau von Kirchen oder Schulen erlaube, in denen missioniert werden dürfe:

„…Dies ist (aus islamischer Sicht) nicht erlaubt. Muslime dürfen Christen weder den Bau von Kirchen noch die Renovierung dieser Kirchen ermöglichen, falls sie baufällig geworden sind. Falls jedoch Muslime ein Land einnehmen, in dem sich bereits Kirchen befinden, müssen sie diese (Kirchen stehen) lassen, bis sie baufällig werden und verschwunden sind. Sie dürfen nicht erneut aufgebaut werden.

Muslime dürfen nicht den Ungläubigen den Bau von neuen Kirchen im Lande des Islam erlauben, insbesondere auf der Arabischen Halbinsel. Allahs Prophet sagte: 'Es dürfen auf der Arabischen Halbinsel nicht zwei Religionen zusammen existieren'. Kirchen dürfen auf der Arabischen Halbinsel nicht neben Moscheen errichtet werden.

Dies heißt jedoch nicht, dass ein Ungläubiger die Arabische Halbinsel nicht betreten darf, wenn er dies als Gastarbeiter oder Geschäftsmann tut. Ein Ungläubiger darf die Arabische Halbinsel betreten, wenn er sich dort nur vorübergehen aufhält. D.h., er darf dort keine unbefristete Aufenthaltserlaubnis bekommen. Ebenfalls darf er kein Eigentum
(keine Eigentumswohnung) besitzen.

7.1.2010

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Nach dem Rechtsgutachten der muslimischen Gelehrten Muhammad Shalabi, Ali Umar al-Faruk, Ahmad Mamduh Saad, Muhammad Wisam Abbas und Imad ad-Din Ahmad Ifat (Al-Azhar Moschee in Kairo) vom 30.10.2008 darf ein Muslim sein Erbe grundsätzlich nicht für den Bau von Kirchen vermachen, es sei denn, dass eine Kirche oder christliche Gruppe an den Gott des Islam glaubt. Dasselbe Verbot gilt für den Bau von Gefängnissen und die Erbschaft an Hunde und Katzen.

7.1.2010

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Aus einer aktuellen Fatwa des Stammgremiums für Rechtsgutachten in Saudi-Arabien zur Frage, ob ein Muslim eine Kirche zum Besuch eines Gottesdienstes, einer Vorlesung o. ä. betreten darf:

„…Ein Muslim darf die Ungläubigen nicht in ihren Gebetshäusern besuchen, weil diese dort in der Überzahl sind. Al-Baihaqi hat in einer authentischen Überlieferung die Aussage Umars (des zweiten Kalifen nach Mohammed) zitiert: 'Besucht die Polytheisten nicht in ihren Kirchen und Gebetshäusern, denn sie werden verflucht'."

7.1.2010

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Von dem Rechtsgutachter Scheich Abd Alaziz Ibn Abdullah Aal Al-Sheich, dem offiziellen Staatsrechts-gutachter Saudi-Arabiens, Vorsitzenden des Vorstands der muslimischen Gelehrten und Vorsitzenden des Vorstands für wissenschaftliche Forschung und Rechtsgutachten:

Frage:

„Als ich hinter dem Vorbeter in der Al-Haram Moschee (in Mekka) mein Pflichtgebet verrichtete, lief eine Frau vor mir her. Wie wird mein Gebet jetzt von Allah beurteilt“?

Antwort:

„Die Regeln zum Abstandshalten – während des Gebets von anderen Personen – gelten nicht in der Al-Haram Moschee.

Diese Regeln gelten außerhalb der Al-Haram Moschee. Denn wenn diese Regeln in der Al-Haram Moschee eingehalten werden müssten, wäre es unmöglich für die Menschen, vor allem während der Hauptsaison (der Zeit der Pilgerfahrten).

Außerhalb der Al-Haram Moschee ist das Gebet vor Allah ungültig, wenn eine Frau vor den Betenden herläuft. Dies (diese Vorschrift) entspricht der Überlieferung von Abu-Dar.

Er sagte: {Allahs Prophet sagte: „Wenn einer von euch betet, muss er vor sich einen Abstand freihalten. Falls er diesen Abstand vor sich nicht frei halten kann, wird sein Gebet ungültig, zum Beispiel, wenn ein Esel, eine Frau oder ein schwarzer Hund vor ihm herläuft„.

Man fragte ihn: „Warum ausgerechnet der schwarze Hund, was unterscheidet einen schwarzen Hund von einem braunen Hund“? Abu Dar antwortete: „Ich habe Allahs Propheten danach gefragt. Er antwortete: „Der schwarze Hund ist ein Teufel".

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Von dem Rechtsgutachter Abdul-Aziz bin Baz, dem ehemaligen, offiziellen Staatsrechtsgutachter Saudi-Arabiens und einem der einflussreichsten Gelehrten des sunnitischen Islam im 20. Jahrhundert

Frage:

„Was halten Sie von demjenigen, der behauptet, dass der Islam mit dem Schwert verbreitet wurde? Wir wollen solchen Menschen auf eine nachvollziehbare Weise antworten.“

Antwort:

„Im Großen und Ganzen stimmt diese Behauptung nicht. Denn der Islam wurde durch die Einladung zu Allah verbreitet und mit dem Schwert unterstützt. Der Prophet [Muhammad] hat in Mekka 13 Jahre lang zum Islam eingeladen. Danach hatte er das in al-Medina getan, bevor er [von Allah] zum Kampf beauftragt wurde.

Die Weggefährten [Muhammads] und die Muslime gingen überall hin und luden zum Islam ein. Wenn einer ihre Einladung zum Islam nicht angenommen hatte, haben sie gegen ihn gekämpft. Denn das Schwert ist eine Lösung.

Allah sagte: ‘Und wir schufen das Eisen, worin [Kraft zu] gewaltigem Krieg wie auch zu [vielerlei anderem] Nutzen für die Menschheit liegt’ (Sure 57,25) Und Allah sagte: ‘Und kämpft gegen sie, bis es keine Verwirrung [mehr] gibt und die Religion Allah gehört.’ (Sure 2,192).

Wer die Einladung zum Islam nicht angenommen hat, wurde [von Muslimen] bekämpft. Dies geschah für ihn und seine Errettung.

Wenn es legitim ist, einen Menschen zu zwingen, seine Verpflichtungen anderen Menschen gegenüber zu erfüllen, selbst wenn dies durch Schläge und Freiheitsstrafe geschieht, ohne dass diese Methoden für ungerecht gehalten werden, wie steht es dann mit den Verpflichtungen der Menschen gegenüber ihrem Gott?

Wie ist es dann mit den allerwichtigsten und zwingenden Verpflichtungen, d. h. dem monotheistischen Glauben und dem Verlassen des Polytheismus?

Es ist ein Teil der Gnade Allahs, dass er den Kampf gegen die Polytheisten und den Krieg gegen sie vorgeschrieben hat, so dass diese lediglich Allah anbeten und alle anderen [Götter] verlassen. Dadurch gelingt es ihnen, zur Freude und Errettung im diesseitigen und jenseitigen Leben hinzugelangen.“

Islaminstitut.de – Rechtsgutachten-Nr.: 990 – (Institut für Islamfragen, dh, 15.03.2011) - Quelle: www.al-eman.com/fatwa/fatwa display..htm?parent=button.search&id=990

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