Die WELT hat einen Artikel von Prof. Ian Buruma vom New Yorker Bard College eingekauft, in dem steht, dass in der Provinz nur rechte Deppen wohnen und in den Städten die (eher linken) Eliten. Die Provinzler machen das, was Provinzler immer machen - ihre Vorurteile auf Vordermann bringen.

Ein außergewöhnlich schlechter, weil außergewöhnlich schlichter Artikel, der versucht, höchst heterogene Vorgänge rund um den Erdball unter einen Hut zu bringen und zwar mit vorstehend erwähntem Zauberrezept.

Ich werde übrigens nie verstehen, weshalb es erlaubt sein soll zu pauschalisieren, wenn einer der zentralen Vorwürfe dieser Leute darin besteht, die Nazi-Provinzler würden ihrerseits pauschalisieren.

Aber unterstellen wir mal, er hätte Recht.

Was machen wir dann beispielsweise mit Leuten wie Herrn Buschkowsky, Frau Heisig, Herrn Wagner, den Vertretern von GEW, Polizei, Schulen, Fußballverbänden und Schwulen-Verbandsvertretern, die allesamt immer wieder vor den Auswüchsen entstandener und entstehender Parallel-gesellschaften warnen und zwar Parallelgesellschaften aus muslimischem Mutterboden.

Was machen wir mit den Warnungen des Generalbundes-anwalts Range vor Dschihadisten, die auf ein weit verzweigtes Unterstützersystem in diesem Land zurückgreifen können?

Sind das alles Lügner oder Provinzler?

Ich denke, damit ist auch klar, wie mies dieses Statement ist (die Leserbriefe sprechen auch für sich), jedenfalls was die Situation in Deutschland angeht, für andere Staaten kann ich nicht sprechen, ich bin da bescheidener als Herr Buruma. 

Oder unsere Kanzlerin samt ihrer Entourage.

Den Kontrapunkt zu dieser schwarz-weiß-Betrachtung setzt(e) ausgerechnet ein Muslim und ehemaliger Muslimbruder, Hamed Abdel-Samad, der - ohne vom (späteren) Erfolg von Pegida wissen zu können - bereits Anfang Oktober 2014 harsche Kritik an dieser schlichten Sicht der Dinge übte, wie diesem Artikel in der WELT zu entnehmen ist.


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