20.12.2010:

Was war? Cancun.

Weiß noch jemand, was dabei herausgekommen ist? Keine Bange, damit steht man nicht allein.

Die Begrenzung auf 2° Celsius wurde bekräftigt, bis 2050 hat eine "substantielle Verringerung der Treibhausgasbelastung" zu erfolgen, Näheres dazu nach einem der feudalen Abendessen in Durban 2011.

Ab 2020 jährlich 100 Milliarden in den "Green Climate Fund". Betroffene Staaten sollen schauen, dass sie mit den Erwärmungsfolgen irgendwie klar kommen ("Cancún Adaptation Framework"), wirtschaftliche Habenichtse sollen die Abholzung drosseln unter "angemessener Unterstützung durch die Industrieländer" und die Kyoten wollen ihre CO2- Emissionen bis 2020 um 25 - 40% unter die von 1990 drücken.

Nicht gefeiert wurde übrigens ein grüner Meilenstein - das Ende der Glühbirne in Europa, hurra.

Seit 1.9.2009 ist es bekanntlich aus mit der 100-Watt-Birne, seit 1.9.2010 bleibt nun auch die 75-Watt-Birne dunkel.

Man hat die Leute nicht überzeugt, man hat verboten.

Glühbirnen = Reiter der Apokalypse.

Jüngst hat das Umweltbundesamt berichtet, man solle Kinder und Schwangere von Energiesparlampen (Fachbegriff "Kompaktleuchtstofflampen") fernhalten. Gehen die kaputt, setzen sie Quecksilber in die Raumluft frei, was dann dazu führt, dass die Quecksilberbelastung um das 20-fache über dem Richtwert von 0,35 Mikrogramm/Kubikmeter liegt. Man fordert jetzt sicherere Lampen.

So ist das eben mit dem Klimaschutz, alles eine Frage der Prioritäten.

Und noch was - ein funktionierendes Rücknahmesystem für die Kompaktleuchtstofflampen gibt es noch nicht, weshalb meiner unmaßgeblichen Meinung nach Tonnen von quecksilbergefüllten Birnen im Restmüll landen oder auf die Deponie zur korrekten Entsorgung gefahren werden.

Mit dem Auto versteht sich.

P.S: Für die Energiesparlampen hat man übrigens eine eigene gesetzliche Regelung auf EU-Ebene geschaffen. Elektrogeräte dürfen nicht mehr als 0,1 Gewichtsprozent Quecksilber enthalten. Das gilt aber nicht für die Energiesparlampe, weil man diese Grenze nicht einhalten kann. Man fordert also nicht die Hersteller, sondern reicht das Risiko an den Verbraucher weiter. Ist ja auch für einen guten Zweck. Sonst fällt uns morgen der Himmel auf den Kopf.

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