Scheich Jussuf al-Karadawi, der sich gerne auch "Da'i li-Din-Allah" ("der zum Übertritt zum Islam Aufrufende") nennt,  was angesichts der durch den Islam offiziell verbotenen Apostasie leicht pikant wirkt, meine Einschätzung des Islam aber bestätigt, ist Präsident der "Weltvereinigung der islamischen Religionsgelehrten" und ehedem potentieller "Murschid Amm" („Oberster Führer“) der sich auf dem Weg zum weltweiten Kalifat ( = Gottesstaat) befindlichen ägyptischen Muslimbruderschaft des Herrn al-Banna, die sich unter anderem mit der Ermordung von Präsident Sadat einen Namen in islamistischen Killerkreisen machte. Zweifelsohne auch in dieser Funktion hat al-Karadawi nun eine Fatwa gegen Weihnachten erlassen. "Araber und Muslime dürfen keine Weihnachtsfeste mehr erlauben, diese Feste sind haram", verstoßen also gegen den Islam und deshalb sei das Fest in den islamischen Staaten zu verbieten. Weihnachtsbäume dürften nicht mehr verkauft werden. Der heilige Herr weiter, „all diese Feiern der sogenannten Geburt von Jesus, des sogenannten Christmas!" Man feiere ja nicht mal die Geburt des Propheten Mohammed - "aber Christmas?" Man könnte das ja als aufgeklärter Westler als idiotischen Senilitätsanfall - der Scheich ist 83 - abtun, aber man würde damit zum Einen nicht dem Gewicht gerecht, das der Meinung al-Karadawis für Millionen von Moslems zukommt, zum Anderen berücksichtigt man nicht, dass Fatwas, die gewissermaßen Rechtsgutachten darstellen, bis zum Tode des Ausstellers gültig bleiben, es sei denn, er ändert oder widerruft sie zu Lebzeiten. Übrigens – nachdem westliche Botschafter in islamischen Staaten mittlerweile Kilometergeld bekommen, weil sie andauernd wegen irgendwelcher „Beleidigungen“ des islamischen Glaubens einbestellt werden, sollte man vielleicht nun den Berliner Botschafter aus Katar mal auf Trab bringen. Falls man die Anschrift verlegt hat, hier ist sie: Botschaft des Staates Katar in Deutschland, Hagenstr.56, 14193 Berlin, Telefon 030/862060, Telefax 030/8620 6150

23.12.2009

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